{"id":58595,"date":"2023-02-08T12:45:50","date_gmt":"2023-02-08T11:45:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=58595"},"modified":"2023-02-08T17:46:09","modified_gmt":"2023-02-08T16:46:09","slug":"us-rails-live-for-another-day-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2023\/02\/08\/us-rails-live-for-another-day-cd-review\/","title":{"rendered":"US Rails \u2013 Live For Another Day \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/US-Rails-Live-For-Another-Day-300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-58596\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/US-Rails-Live-For-Another-Day-300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/US-Rails-Live-For-Another-Day-300-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Wer h\u00e4tte 2010 gedacht, dass die US Rails ein so langlebiges Bandprojekt von Ben Arnold, Scott Bricklin, Tom Gillam und Matt Muir werden? Und wer h\u00e4tte gedacht, dass die US Rails noch besser werden? Schon bei dem vorangegangenen \u201e<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2020\/06\/09\/us-rails-mile-by-mile-cd-review\/\">Mile By Mile<\/a>\u201c (2020) zeichnete sich ab, dass die Band vermehrt rockige T\u00f6ne anschl\u00e4gt. Diesen Trend setzt sie auf \u201eLive For Another Day\u201c fort, ohne die melodi\u00f6se Seite bei ihren Songs zu vernachl\u00e4ssigen.<\/p>\n<p>Oftmals l\u00f6sen sich die Bands, die aus mehreren gestandenen Solomusikern bestehen, nach zwei oder drei Alben wieder auf. Der bisherige Output der US-Rails bewegt sich mittlerweile im zweistelligen Bereich. Dieser Umstand deutet bereits darauf hin, dass die Musiker die US Rails nicht als Side-Projekt ansehen, sondern quasi nebenher ihre Solokarrieren verfolgen. Lediglich Gr\u00fcndungsmitglied <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Joseph+Parsons\">Joseph Parsons<\/a> verlie\u00df die Band und setzte andere musikalische Schwerpunkte.<\/p>\n<p>Vor allem die Live-Pr\u00e4senz der US Rails in Europa ist deutlich h\u00f6her als die der einzelnen Bandmitglieder. Von den Tourneen <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/10\/31\/us-rails-30-10-2016-wesel-karo-konzertbericht\/\">2016<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/03\/13\/us-rails-support-mark-olson-11-03-2018-wesel-karo-konzertbericht\/\">2018<\/a> berichtete SoS aus dem Karo in Wesel. Die f\u00fcr 2020 geplanten Konzerte fielen dann aus den bekannten Gr\u00fcnden ins Wasser. Die Freude der Akteure zusammen auf der B\u00fchne zu stehen, ist bei den Auftritten zu sp\u00fcren, sodass es nicht wundert, dass die US Rails \u2013 nachdem die Live-Vorstellung des Albums \u201eMile After Mile\u201c pandemiebedingt ausfiel \u2013 nun wieder intensiv loslegen.<\/p>\n<p>Zwischen Februar und April gastieren sie mit fast vierzig Shows in Europa. Die obligatorische Station im Karo (20.03.2023) ist selbstredend eingeplant. Ansonsten sind der Niederrhein und das Ruhrgebiet als SoS-Kerngebiet, abgesehen von zwei privaten Veranstaltungen, leicht unterrepr\u00e4sentiert. Aber auch l\u00e4ngere Anfahrten sollten in Kauf genommen werden, um die Band zu sehen. Vor allem das Material der letzten beiden CDs verspricht mitrei\u00dfende Konzertabende.<\/p>\n<p>Die Besonderheit der US Rails besteht darin, dass es keinen Bandleader gibt. Sowohl das Songwriting als auch der Leadgesang verteilen sich gleichm\u00e4\u00dfig auf Arnold, Bricklin und Gillam. Jeder steuert drei Tracks zu \u201eLive For Another Day\u201d bei. Muir setzt meist nur einzelne Akzente mit seinen Eigenkompositionen, so auch auf der neuen Scheibe mit dem straighten \u201eWalk Away\u201c. Der Drummer \u00fcbernahm allerdings die Tontechnik und Abmischung. Der Teamgeist zeigt sich ebenfalls in den typischen, ausgiebigen Harmonieges\u00e4ngen, die sicherlich zu einem zentralen Erkennungsmerkmal der Band geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Arnold er\u00f6ffnet mit dem Titeltrack das Album und beschlie\u00dft es mit \u201eEnd Of Time\u201c. Auf den beiden im mittleren Tempobereich angesiedelten St\u00fccken kommt Arnolds Gesang voll zur Geltung. Seine markante, von denen seiner Mitstreiter gut zu unterscheidende Stimme pr\u00e4gt auch das soulige \u201eNo Better Love\u201c. An den Keys setzt Arnold zudem bei manch anderem St\u00fcck Akzente.<\/p>\n<p>Bricklin legt seine drei Songs unterschiedlich an. \u201eCan&#8217;t Let It Go\u201c wird bei der Ank\u00fcndigung der Ver\u00f6ffentlichung durch Blue Rose Records in die N\u00e4he der <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Hooters\">Hooters<\/a> ger\u00fcckt. Tats\u00e4chlich sind Parallelen zu h\u00f6ren. Bricklin, seines Zeichens Bassist der Band, greift hier zur Mandoline. Die gef\u00fchlvolle Ballade \u201eWhat Did I Do\u201d \u00fcberzeugt auf ganzer Linie. Gillam unterlegt den ruhigen Song im richtigen Ma\u00df mit seiner Slide-Gitarre. Weiterhin steuert Bricklin (\u201eLay Your Head On Me\u201d) \u2013 ebenso wie Gillam (\u201eFeels Like A Heartache\u201d) \u2013 eine eing\u00e4ngige Midtempo-Nummer dem Longplayer bei.<\/p>\n<p>Gillam vertritt meist die st\u00e4rker am Rock orientierten Tracks auf den Alben. Auch diesmal liefert er mit dem gradlinigen Rock\u2019n Roll \u201eThe Road To Hell\u201d sowie dem besonders starken \u201eToo Much Is Never Enough\u201c erneut in dieser Richtung ab. Beim letztgenannten St\u00fcck schwingt vielleicht etwas von den Georgia Satellites mit. Jedenfalls hat Gillam einen wunderbaren, runden Song geschaffen, der Genreklassikern in nichts nachsteht.<\/p>\n<p>Die US Rails stecken die Corona-Unterbrechung locker weg. Mit frischen Songs melden sie sich zur\u00fcck. Unver\u00e4ndert besinnt sich die Band auf ihre St\u00e4rken als Team. Der Wechsel der Leads\u00e4nger und Songwriter sorgen wie gewohnt f\u00fcr Abwechslung. Dabei wirkt \u201eLive For Another Day\u201c homogener und noch stimmiger als die vorangegangenen Alben. Die Songs erg\u00e4nzen sich hervorragend, ohne dass sich ein Schwachpunkt ausmachen lie\u00dfe.<\/p>\n<p><strong>Blue Rose Records (2023)<br \/>Stil: Rock, Americana<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>01. Live For Another Day<br \/>02. Can&#8217;t Let It Go<br \/>03. Too Much Is Never Enough<br \/>04. Walk Away<br \/>05. What Did I Do<br \/>06. No Better Love<br \/>07. Feels Like A Heartache<br \/>08. Lay Your Head On Me<br \/>09. The Road To Hell<br \/>10. End Of Time<\/p>\n<p><a href=\" https:\/\/theusrails.com\/\">US Rails<\/a><br \/><a href=\" https:\/\/www.facebook.com\/USRailsMusic \">US Rails bei Facebook<\/a><br \/><a href=\" https:\/\/bluerose-records.com\/\">Blue Rose Records<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Wer h\u00e4tte 2010 gedacht, dass die US Rails ein so langlebiges Bandprojekt von Ben Arnold, Scott Bricklin, Tom Gillam und Matt Muir werden? Und wer h\u00e4tte gedacht, dass die US Rails noch besser werden? 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