{"id":5849,"date":"2016-01-02T19:23:55","date_gmt":"2016-01-02T18:23:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=3445"},"modified":"2020-07-13T11:27:30","modified_gmt":"2020-07-13T09:27:30","slug":"chely-wright-21-07-2006-knust-hamburg-konzertbericht-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/01\/02\/chely-wright-21-07-2006-knust-hamburg-konzertbericht-2\/","title":{"rendered":"Chely Wright &#8211; 21.07.2006, Knust, Hamburg &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/hamburg06_03.jpg\" \/><\/p>\n<p>Da muss man doch glatt wieder 400 km runterrei\u00dfen, um mal ein New-Country-Konzert hier in Deutschland erleben zu k\u00f6nnen. Chely Wright spielte ihr einziges Konzert in Hamburg, was blieb einem da \u00fcbrig? Meine Frau und ich hatten uns gemeinsam diesen Event im Zuge unserer kurz aufeinender folgenden Geburtstage geschenkt. So reisten wir schon Freitag fr\u00fch morgens an und machten uns zun\u00e4chst einen sch\u00f6nen Tag in der norddeutschen Metropole.<\/p>\n<p>Danach zur\u00fcck zum Hotel, duschen und mit der U-Bahn ab zum Knust. Eine wirklich feine Location: Ein mit Hohlzbohlen belegter, mittelgro\u00dfer, einladend wirkender Vorplatz, dann links seitlich gelegen die gem\u00fctliche Kneipe, vor der ein Grill aufgebaut war und auf dem f\u00fcr die wartende New-Countryklientel (einige Leute mit typischen Outfit) die W\u00fcrstchen bruzzelten. Innen drin, eine Bullenhitze, der Bierdurst meldete sich unvermittelt.<br \/>\nDer Konzertsaal \u00e4hnelte von seiner Art und Gr\u00f6\u00dfe dem Schwarzen Adler in meiner Heimatstadt, nur dass man hier noch die M\u00f6glichkeit hatte in eine h\u00f6her gelegene Etage emporzusteigen, so dass man sich ein wundersch\u00f6nes, logen-\u00e4hnliches Pl\u00e4tzchen mit optimalem Ausblick sichern konnte. Einziger Nachteil: Der unumg\u00e4ngliche Weg zur Theke wurde etwas erschwert, daf\u00fcr lagen aber die Toiletten auf dem Weg&#8230;<\/p>\n<p>Gegen 20.30 Uhr legte sie mit &#8222;C&#8217;est La Vie (You Never Can Tell)&#8220; dem alten Chuck Berry-Klassiker von ihrem noch aktuellen Album &#8222;<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/chely-wright-the-metropolitan-hotel-cd-review\/\">The Metropolitan Hotel<\/a><\/span>&#8222;, das ich bei Erscheinen f\u00fcr meinen anderen Partner B\u00e4rchen Records reviewt habe, los wie die Feuerwehr. Das Publikum ging sofort begeistert mit. Tr\u00e4nen des Schwei\u00dfes und der Freude, wie man sie sonst nur im Fu\u00dfball bei einem Spiel von Rot-Weiss Essen erlebt, liefen direkt \u00fcber die Wangen. Ein gelungener Start! Chely Wright entpuppte sich im weiteren Verlauf als kleine Quasselstrippe und suchte fast vor jedem weiteren St\u00fcck den Dialog zu den Leuten.<\/p>\n<p>&#8222;She Went Out For Cigarettes&#8220; und &#8222;It Was&#8220; waren die Highlights der guten, und abwechslungsreichen ersten Stunde, gespickt mit ein paar Weltpremieren, in der vor allem auch ihre hervorragende und sympathisch wirkende Begleittruppe instrumentaltechnisch zu gefallen wusste. Danach folgte ein Akustikset, bei dem sie auch ihre Spielkunst an der Gitarre unter Beweis stellte. &#8222;The River&#8220; mein pers\u00f6nliches Lieblingsst\u00fcck der noch aktuellen, bereits o.a. CD, leitete dann eine recht interessante Schlussphase an.<\/p>\n<p>Gespannt war ich, ob und wie sie ihren pro-amerikanischen Irak-Kriegssong &#8222;The Bumper Of My S.U.V.&#8220; verkaufen w\u00fcrde (es geht um einem Autoaufkleber, den ihr Bruder ihr aus dem Golf-Krieg zugeschickt hat und der jetzt an ihrem Wagen klebt). Sie tat es, auch wenn sie sichtlich nerv\u00f6s in ihrer Ansage wirkte, wohl wissend, dass sie sich in Good Ole Germany unter Umst\u00e4nden auf sensiblen Parkett bewegen k\u00f6nnte. H\u00f6flich, wie Cowboys nun mal sind, lies man sie ihr Liedchen ohne kritische Zwischenrufe vortragen und gut war es.<\/p>\n<p>Ihr Smash-Hit &#8222;Single White Female&#8220;, ein wunderbarer, rhythmischer Country-Rock-Song bildete den Abschluss, des Hauptprogramms, wo selbst meine Frau, die ja eigentlich f\u00fcr das Fotografieren zust\u00e4ndig ist, mir vor Begeisterung beim Mitklatschen den Schreiber f\u00fcr meine Notizen aus der Hand schlug, und der prompt \u00fcber das Gel\u00e4nder in die unteren Stehr\u00e4nge flog. Oder war es doch eine Folge des sich ver\u00e4ndernden Reaktionsverm\u00f6gens meinerseits, nachdem ich den enormen Fl\u00fcssigkeitsverlust mit einer recht \u00fcppigen Menge dieser lecker schmeckenden 0,33l-Jever-Fl\u00e4schchen auszugleichen versucht hatte&#8230;?!<\/p>\n<p>Die st\u00fcrmisch eingeforderten Zugaben wurden mit drei weiteren Songs belohnt und Chely betonte, in jedem Fall im n\u00e4chsten Jahr hier wieder auftreten zu wollen, wenn man sie lassen w\u00fcrde. Klar doch Mrs. Wright , wer sollte was dagegen haben? Am Schluss wurde noch mal einer der gl\u00e4nzend aussehenden, deutschen Cowboys auf die B\u00fchne geholt, Chely gratulierte zum Geburtstag. Nach zwei Stunden war ein schwei\u00dftreibender, stimmungsgeladener Gig in super angenehmer Atmosph\u00e4re zu Ende gegangen.<\/p>\n<p>Doch nicht genug. Im Anschluss gab die Hauptakteurin bereitwillig noch eine gute Stunde Autogramme, plauderte mit jedem ein paar Sekunden und bedankte sich h\u00f6flich per Handschlag f\u00fcr das Kommen. Ich wies sie kurz auf unser Magazin hin, und bat sie, in ihren Kreisen mal die Werbetrommel in Sachen New-Country und Deutschland zu r\u00fchren. Vielleicht muss ich ja mal irgendwann nicht mehr soweit reisen&#8230;<\/p>\n<p>Alles in Allem eine wirklich positive Publicity in Sachen New-Country. Danke Chely Wright !<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.Chely.com\">Chely Wright<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/ChelyW\">Chely Wright bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.knusthamburg.de\">Knust Hamburg<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da muss man doch glatt wieder 400 km runterrei\u00dfen, um mal ein New-Country-Konzert hier in Deutschland erleben zu k\u00f6nnen. Chely Wright spielte ihr einziges Konzert in Hamburg, was blieb einem da \u00fcbrig? 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