{"id":5847,"date":"2016-01-02T19:26:17","date_gmt":"2016-01-02T18:26:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=3418"},"modified":"2020-12-15T18:15:57","modified_gmt":"2020-12-15T17:15:57","slug":"israel-nash-gripka-22-05-2012-cafe-steinbruch-duisburg-konzertbericht-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/01\/02\/israel-nash-gripka-22-05-2012-cafe-steinbruch-duisburg-konzertbericht-2\/","title":{"rendered":"Israel Nash Gripka &#8211; 22.05.2012, Caf\u00e9 Steinbruch, Duisburg &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/duisburg12_43.jpg\" \/><\/p>\n<p>Israel Nash Gripka stand schon seit geraumer Zeit auf meiner Priorit\u00e4tenliste, was Konzertbesuche betrifft. Nach zwei verpassten Gelegenheiten, schlug jetzt die Gunst der Stunde, da der Blue Rose-K\u00fcnstler mit seiner Band zur Zeit in unseren Gefilden wieder seine musikalische Visitenkarte abgibt. Umso gelegener kam es f\u00fcr mich, dass er im quasi benachbarten Caf\u00e9 Steinbruch in Duisburg Halt machte.<\/p>\n<p>Der ehemalige Kollege Joe Brookes scherzte morgens noch: \u00bbNimm &#8217;ne Taschenlampe mit\u00ab, auf die doch recht lichtarm gehaltene Location abzielend. Die war mir allerdings bereits vom <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Micky+%26+The+Motorcars\">Micky &amp; The Motorcars<\/a><\/span>-Konzert vor geraumer Zeit bekannt und so enterte ich die einer Dunkelkammer gleichende, aber diesmal gem\u00fctlich mit Tischen und St\u00fchlen best\u00fcckte \u00d6rtlichkeit dann rechtzeitig zum Konzertbeginn.<\/p>\n<p>Mein Freund, seines Zeichens hoch angesehener und auch medial bekannter Pr\u00e4sident der Rot-Weiss Essen-Uralt-Ultras, Happo der I., hatte sich mit Gefolgschaft und Kamera ebenfalls angesagt; somit war ein unterhaltsamer Abend (und so sollte es auch wirklich kommen, N\u00e4heres dazu noch sp\u00e4ter) eigentlich schon vorprogrammiert.<\/p>\n<p>Nachdem sich Teile der Band und auch wir im sch\u00f6nen, anliegenden Biergarten fl\u00fcssigkeitstechnisch &#8218;aufgew\u00e4rmt&#8216; hatten, ging es um 20:45 Uhr mit dem Konzert los. Israel und seine Mannen (Eric Swanson [g, steel g.], Aaron McClellan [bass], Matthew Danko [drums]) verzauberten auch sofort mit ihrem von den Seventies inspirierten Roots Rock los, wobei nat\u00fcrlich der Hauptfokus auf Songs ihren beiden Blue Rose-Outputs &#8222;Barn Doors And Concrete Floors&#8220; und &#8222;2011 Barn Doors Spring Tour, Live In Holland&#8220; gelegt wurde.<\/p>\n<p>&#8222;Goodbye Ghost&#8220; (<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Neil+Young\">Neil Young<\/a>-umwittert), &#8222;Antebellum&#8220; (mit den sch\u00f6n klirrenden E-Gitarren), das herrlich country-umwobene &#8222;Four Winds&#8220; (klasse Steel-Spiel von Swanson) und das eing\u00e4ngige &#8222;Drown&#8220; gaben sich sofort die Klinke in die Hand, bevor es mit dem sch\u00f6nen atmosph\u00e4rischen &#8222;Wichita&#8220; das erste &#8217;neuere&#8216; St\u00fcck (es handelt sich um ein Outtake des &#8222;Barn Doors &amp; Concret Floors&#8220;-Albums) zu bewundern gab.<\/p>\n<p>Danach entlie\u00df der Bandchef seine Mitspieler und performte ein paar St\u00fccke solo, z. T. den sturmgebeutelten B\u00fcrgern Missouris gewidmet. Klasse hier seine &#8222;Bellweather Ballad&#8220;, bei der er zun\u00e4chst mit elektrischer Gitarre begann, f\u00fcr ein Bridge aber schon fast in metaphorischem Sinne komplett den Strom abstellte und nur seinen &#8218;reinen&#8216; Gesang auf das Publikum wirken lie\u00df &#8211; man konnte zu diesem Zeitpunkt eine Stecknadel fallen h\u00f6ren. Bewegend!<br \/>\nAuff\u00e4llig war, dass Gripka, anders als auf den Alben, die Mundharmonika fast komplett au\u00dfen vor lie\u00df. Lediglich beim Opener des &#8222;Barn Doors &amp; Concrete Floors&#8220;-Werkes &#8222;Fools Gold&#8220; schnallte er sich das Teil um den Hals und gab auch an diesem Instrument sein K\u00f6nnen zum Besten.<\/p>\n<p>Es wurde gleichzeitig die Hochphase des Gigs eingel\u00e4utet. Das stoneske &#8222;Louisiana&#8220; (tolles E-Solo), lie\u00df die kompletten K\u00f6rper aller Besucher mitwippen, &#8222;Pray For Rain&#8220; erinnerte vom Gesang an <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=John+Fogerty\">John Fogerty<\/a><\/span>, &#8222;Sunset, Regret&#8220; bot erneut wundervolle Country-Kost. Ach, und diese Steel Gitarre von Swanson machte richtig Laune. Live wirkt das Instrument viel sch\u00f6ner als auf den vielen CDs, und wann hat man schon in unseren Breitengraden mal die Gelegenheit, dieses Instrument, von K\u00f6nnern gespielt, ganz nah zu h\u00f6ren?<\/p>\n<p>Die grandios fette Fassung von &#8222;Baltimore&#8220; (herrliche E-Gitarren inkl. Soli und atemberaubendes Drumming am Ende von Danko) beendete einen starken Hauptteil. Die vom Publikum eingeforderte Zugabe bediente Israel dann zun\u00e4chst wieder solo mit &#8222;Evening&#8220;, um zum Abschluss mit &#8222;Rain Plans&#8220;, (sh. dazu den unten angef\u00fcgten Clip), einem Track, der auf dem n\u00e4chsten Album platziert sein wird, in Kooperation mit seinen Mitmusikern nochmal ein absolutes Highlight abzufeuern.<\/p>\n<p>Ich bin ja nun Gott-wei\u00df keiner, der sich heute noch am Rock der Seventies festklammert, aber wenn man den Spirit von Neil Young &amp; Crazy Horse, Crosby, Stills, Nash &amp; Young, verpackt in neue Ideen so authentisch live geboten bekommt, muss auch ich den Hut ziehen. Wahnsinn, wie solche jungen Burschen diese Urfragmente der Rockmusik in die heutige Zeit transportieren. Ein gl\u00e4nzender Abschluss.<\/p>\n<p>Aber dem nicht genug: Meine Essener Jungs waren ja auch noch da. Mittlerweile in bester (Feier-) Laune, zeigten sie erneut, dass das Wort &#8218;Ber\u00fchrungsangst&#8216; in ihrem Wortschatz irgendwo, wenn \u00fcberhaupt, sich h\u00f6chstens an ganz hinterer Stelle verborgen h\u00e4lt. So steuerten wir direkt im Biergarten den Tisch an, an dem sich die Band von ihrem Geleisteten zu erholen gedachte. Sofort entwickelten sich in feucht-fr\u00f6hlicher Runde, trotz der einen oder anderen sprachlichen Barriere noch anregende\u00a0Konversationen (Zum Piepen: Israel fragte einen der sichtlich angeheiterten Kumpel, wie es so um das Englische bei ihm bestimmt sei und bekam die prompte aber ganz gebrochene Antwort, dass er zwar franz\u00f6sisch, italienisch, japanisch und chinesisch flie\u00dfend spreche, aber leider fast gar kein Englisch\u2026).<\/p>\n<p>Am Ende wurde sich dann nach einem Gruppenfoto bis zum n\u00e4chsten Mal verabschiedet. Zuschauer wie so oft bei diesen Insider-Konzerten vielleicht max. 40, was den Autor mal wieder frustriert zur\u00fcck und am Musikgeschmack der Leute in diesem Land zweifeln l\u00e4sst. Schade, Israel Nash Gripka und seine junge Band h\u00e4tten mit dieser wahrlich tollen Musik und bei seiner kompositorischen Perspektive ganz andere Dimensionen verdient. Ein gro\u00dfartiges Konzert im Duisburger Caf\u00e9 Steinbruch! Danke an Mr. Blue Rose, Edgar Heckmann, f\u00fcr die gewohnt unproblematische Akkreditierung.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.israelgripka.com\">Israel Nash Gripka<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/israelgripka\">Israel Nash Gripka bei Facebook<br \/>\n<\/a><a href=\"http:\/\/www.bluerose-records.com\">Blue Rose Records<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.cafe-steinbruch.com\">Caf\u00e9 Steinbruch<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Israel Nash Gripka stand schon seit geraumer Zeit auf meiner Priorit\u00e4tenliste, was Konzertbesuche betrifft. Nach zwei verpassten Gelegenheiten, schlug jetzt die Gunst der Stunde, da der Blue Rose-K\u00fcnstler mit seiner Band zur Zeit in unseren Gefilden wieder seine musikalische Visitenkarte abgibt. 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