{"id":5845,"date":"2016-01-02T19:24:23","date_gmt":"2016-01-02T18:24:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=3392"},"modified":"2026-04-23T13:00:13","modified_gmt":"2026-04-23T11:00:13","slug":"todd-thibaud-27-03-2009-karo-wesel-konzertbericht-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/01\/02\/todd-thibaud-27-03-2009-karo-wesel-konzertbericht-2\/","title":{"rendered":"Todd Thibaud &#8211; 27.03.2009, Karo, Wesel &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/wesel09_07.jpg\" \/><\/p>\n<p>Einen Tag zuvor bei <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Steve+Lukather\">Steve Lukathers<\/a> Gitarrenk\u00fcnsten auf Weltniveau in Bochum, bei prall gef\u00fcllter Location auf mittelgro\u00dfer Ebene noch beigewohnt, galt es am darauf folgenden Abend den inneren musikalischen Hebel wieder umzuschalten. Angesagt war eine Mischung aus Singer\/Songwriter-Stoff und melodischem Roots Rock in intimer Wohnzimmeratmosph\u00e4re.<\/p>\n<p>Einer meiner Lieblingsk\u00fcnstler auf dem Gebiet war einmal mehr in Wesel zu Gast, Todd Thibaud. Der hatte seine vor geraumer Zeit erschienene und von mir beleuchtete CD &#8222;<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/todd-thibaud-broken-cd-review\/\">Broken<\/a><\/span>&#8220; mit im Gep\u00e4ck, die es hier und heuer vorzustellen galt. Es ist meine bis dato vierte Live-Begegnung mit dem sympathischen Songwriter (einmal als Part von Hardpan, einmal mit <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Parsons+Thibaud\">Joseph Parsons<\/a> im Duo, zweimal mit Begleitband) und, um es vorwegzunehmen, es sollte die eindeutig st\u00e4rkste Vorstellung werden. Der gewichtstechnisch im Vergleich zu den Vorjahren etwas &#8218;robuster&#8216; wirkende Thibaud (mit Pepita-H\u00fctchen als Kopfverzierung), kam nach meinem subjektivem Empfinden vom Wesen und seiner K\u00f6rpersprache deutlich lockerer r\u00fcber als bei den erlebten Vorveranstaltungen, da konnte er den Hauch des dezent introvertierten nachdenklichen Intellektuellen nie so ganz abstreifen (was aber seine sympathische Note nie \u00fcbert\u00fcnchte).<\/p>\n<p>Vermutlich lag es an seinen Mitstreitern (scherzhaft von Todd bei der Vorstellung als &#8218;Sleeping Dogs&#8216; betituliert, also aus seiner Sicht Todd Thibaud &amp; The Sleeping Dogs), die gut gelaunt und spielfreudig ihren Frontmann zu Bestleistungen animierten. Thibauds samtweiches, glasklares Stimmorgan verstr\u00f6mte eine einzigartige, wohlige W\u00e4rme, sein pr\u00e4zises Akustikgitarrenspiel gab den Takt vor; der wie eine tapezierte Fahrradspeiche anmutende, hagere Sean Staples und der Holzf\u00e4ller-Typ, Thomas Juliano (von Seven Mary Three), zeigten sich f\u00fcr die solistischen Glanzlichter verantwortlich. Erstgenannter lie\u00df wieder ein Mandolinengezwitscher vom feinsten vom Staples, \u00e4hm vom Stapel, das ihn in freier Natur vermutlich ins Fadenkreuz so manches Ornithologen geraten lassen w\u00fcrde, Juliano beeindruckte mit variabler E-Gitarrenkunst. Und er war es auch der diesen Thibaud-Auftritt zu meinem Favorit werden lie\u00df.<\/p>\n<p>Die Brandbreite reichte vom sattem Rhythmusspiel, \u00fcber klassische E-Soli bis zu atmosph\u00e4rischen Bariton-Kl\u00e4ngen, sowie letztendlich einer surrenden Slide-Performance beim den Hauptset abschlie\u00dfenden &#8222;You &amp; Me&#8220;. Sprich, Thomas Juliano machte den Unterschied! Der in drei Teile gesplittete Abend (Set 1 von 21:15 &#8211; 22:00 Uhr, Set 2 22:20 &#8211; 23:10 Uhr, Zugaben 23:15 &#8211; 23:30 Uhr) umfasste 25 St\u00fccke, die im Gro\u00dfen und Ganzen ein Best Of seiner vier Studioalben &#8222;Little Mystery&#8220; (u.a. gro\u00dfartig das Titelst\u00fcck und das mandolinenverzierte &#8222;Anywhere&#8220;), &#8222;Squash&#8220; (u.a. &#8222;Is It Love?&#8220;, das flockig dargebotene &#8222;St. Cecilia&#8220;), &#8222;Northern Skies&#8220; (u.a. mein Thibaud-Lieblingsst\u00fcck &#8222;Louisiana&#8220;, das rockige &#8222;Three Words&#8220;, das rhythmische &#8222;On My Own Again&#8220; mit fetzigem E-Solo) und dem aktuellen Silberling &#8222;Broken&#8220;, der nat\u00fcrlich den Schwerpunkt bildete (bis auf vier Tracks alles, wobei das atmosph\u00e4rische &#8222;Simple Man&#8220;, die countryeske Ballade &#8222;Man That I Am&#8220;, das mit Honkytonk-Flair behaftete &#8222;Stone I Can&#8217;t Roll&#8220; und das Slide-tr\u00e4chtige &#8222;You &amp; Me&#8220; besonders zu gefallen wussten). Drei St\u00fccke (enthalten auf einem Blue-Rose-Bootleg: &#8222;Give Back My Heart&#8220;, &#8222;That Wasn&#8217;t Me&#8220; und &#8222;Sweet Destiny&#8220;) waren mir bisher nicht bekannt, \u00fcberzeugten aber allesamt.<\/p>\n<p>Der vom recht sachlichen Publikum eingeforderte Zugabenteil umfasste insgesamt f\u00fcnf Songs. Darunter ein balladeskes Tom Waits-Cover und &#8222;Johanna&#8217;s Dreams&#8220;, das Todd recht intim, solo, und mit eigens gespielter Harp-Erg\u00e4nzung performte. Das am Ende noch mal richtig mit kompletter Band abrockende &#8222;Finding Out&#8220; von Thibauds damaligem Deb\u00fct beendete einen starken, intensiven, instrumentell anspruchsvollen und sehr melodiebetonten Abend. Todd Thibaud &amp; Band sind von daher immer einen Konzertbesuch wert. Auch beim n\u00e4chsten Mal werde ich sicherlich wieder mit von der Partie sein. Gro\u00dfartiger Live-Stoff!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.toddthibaud.com\">Todd Thibaud<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/todd.thibaud\">Todd Thibaud bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.bluerose-records.com\">Blue Rose Records<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.jz-karo.com\">Karo Wesel<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einen Tag zuvor bei Steve Lukathers Gitarrenk\u00fcnsten auf Weltniveau in Bochum, bei prall gef\u00fcllter Location auf mittelgro\u00dfer Ebene noch beigewohnt, galt es am darauf folgenden Abend den inneren musikalischen Hebel wieder umzuschalten. Angesagt war eine Mischung aus Singer\/Songwriter-Stoff und melodischem Roots Rock in intimer Wohnzimmeratmosph\u00e4re. 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