{"id":5844,"date":"2016-01-02T19:31:14","date_gmt":"2016-01-02T18:31:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=3350"},"modified":"2020-07-13T11:18:21","modified_gmt":"2020-07-13T09:18:21","slug":"blackberry-smoke-02-12-2009-zwischenfall-bochum-konzertbericht-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/01\/02\/blackberry-smoke-02-12-2009-zwischenfall-bochum-konzertbericht-2\/","title":{"rendered":"Blackberry Smoke &#8211;  02.12.2009, Zwischenfall, Bochum &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/bochum09_09.jpg\" \/><\/p>\n<p>Da ist man doch eigentlich ein eingefleischter Southern Rock-Fan und ich kann mich ehrlich gesagt kaum daran erinnern, wann ich das letzte Mal ein Live-Konzert aus diesem Genre gesehen habe. Es muss wohl <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Molly+Hatchet\">Molly Hatchet<\/a><\/span> in der Bochumer Zeche gewesen sein (auch schon ewig und drei Tage her), aber da ja kaum eine Band au\u00dfer ihnen und <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Lynyrd Skynyrd<\/a><\/span> (die schaue ich mir allerdings erst wieder an, wenn die Band statt der immer wieder runtergedudelten Klassiker schwerpunktm\u00e4\u00dfig Songs aus den Alben der Johnny Van Zant-\u00c4ra spielt, vermutlich also nie mehr&#8230;) in unseren Sph\u00e4ren auftaucht, ist es auch nicht ganz so verwunderlich.<\/p>\n<p>Dabei gibt es in letzter Zeit soviel hoffnungsvollen Nachwuchs in diesem Genre. Und da tauchen dann aus dieser Riege pl\u00f6tzlich glatt Blackberry Smoke, deren hervorragendes Album &#8222;<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/blackberry-smoke-little-piece-of-dixie-cd-review\/\">Little Piece Of Dixie<\/a><\/span>&#8220; von mir (und nicht nur von mir) zu Recht \u00fcber den gr\u00fcnen Klee gelobt worden ist, hier zu einer Europa-Tournee auf und spielen auch noch in erreichbarer N\u00e4he, n\u00e4mlich in Bochum-Langendreer im Zwischenfall, einer Location, die eigentlich f\u00fcr ganz andere Musik (u.a. Metalcore, Punk, Hardcore&#8230;) bekannt ist. In Sekundenschnelle war die \u00fcber Jahre angestaute Resignation wie weggefegt, ich war wieder hei\u00df auf live gespielten Southern Rock.<\/p>\n<p>Als Support spielte die Bochumer Band Northern Beach, die mit ihrem Frontmann Achim Bihler eine knappe Dreiviertelstunde mit sympathischem, recht ertr\u00e4glichen Punkrock und Rock&#8217;n&#8217;Roll einheizten, auch wenn ich mir hier eher eine weitere Southern Band oder gar keine Vorband gew\u00fcnscht h\u00e4tte. Die Jungs gaben ordentlich Gas am St\u00fcck. Schmankerl des Auftritts war allerdings der Kommentar meines Freundes Helmut &#8218;Happo&#8216; Tautges, seines Zeichens Pr\u00e4sident vom Fanclub Uralt-Ultras des immer noch besten und sympathischsten Fu\u00dfballclubs Deutschlands (und dar\u00fcber hinaus), Rot-Weiss Essen, der die Band vor dem letzten St\u00fcck lauthals aufforderte, doch mal bitte was Hartes zu spielen&#8230; Bekannt f\u00fcr seine selbstgedrehten RWE- und Musikvideos schl\u00fcpfte der passionierte Stones-Fan an diesem Abend auch noch in die Rolle des Film-Regisseurs, dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<p>Nach kurzer Umbaupause legten Blackberry Smoke, die f\u00fcr ihre Tour das Motto &#8218;Too Rock&#8217;n&#8217;Roll for Country, too Country for Rock&#8217;n&#8217;Roll&#8216; ausgegeben hatten, dann um 22.00 Uhr mit dem Countryfeger &#8222;Memphis Special&#8220; los, um sich schwerpunktm\u00e4\u00dfig ihrem o.a. Album zu widmen. &#8222;Like I Am&#8220;, &#8222;Good One Coming On&#8220;, &#8222;Restless&#8220; und &#8222;Bottom Of This&#8220; erbrachten den Beweis, dass straighter Southern Rock gepaart mit der einen oder anderen Countryanleihe wunderbar funktionieren und den anwesenden Insideranteil der leider nur um die 60 Zuschauer spielend in Wallung bringt. Die Stimmung war trotz des \u00fcbergro\u00dfen Platzangebotes und der nicht ganz optimalen Akustik im Raume pr\u00e4chtig.<\/p>\n<p>Einen ersten H\u00f6hepunkt f\u00fcr mich erreichte das Konzert, als der S\u00fcdstaaten-F\u00fcnfer (Charlie Starr, Paul Jackson, Brit und Richard Turner und der jetzt fest integrierte Keyboarder Brandon Still), das in Georgia Satellites-Manier gebrachte &#8222;Sanctified Woman&#8220;, eine furios abgehende Highspeed-Coverversion des <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Outlaws\">Outlaws<\/a>-Klassikers &#8222;Freeborn Man&#8220; (fast kaum erkennbar, herrliches Slidespiel von Bandleader Charlie Star, HT-Piano) und ein funkig country-rockendes &#8222;Up In Smoke&#8220; zum Besten gaben. Klasse auch das relativ neue St\u00fcck &#8222;Everbody Knows She&#8217;s Mine&#8220;, bei dem Starr und Zweitgitarrist Paul Jackson (leider oft zu leise ausgesteuert) dann nach zwei starken Einzel-Soli auch zur Southern-typischen Twin-Einlage ausholten. Mit dem countryfizierten &#8222;Son Of A Bourban&#8220; und dem \u00fcberragenden &#8222;Freedom Song&#8220; vom aktuellen Werk, war der Hauptteil schon nach einer knappen Stunde vorbei.<\/p>\n<p>Das als Zugabe st\u00fcrmisch eingeforderte &#8222;Shake Your Magnolia&#8220; rockte und stampfte noch mal h\u00f6llenm\u00e4\u00dfig, rhythmisches Fu\u00dfwippen mit den Cowboystiefeln und sonstigem Schuhwerk unvermeidbar. Das finale &#8222;Constant Sorrow&#8220; begann mit einzelnen kleinen Duellen der beiden Gitarristen und ging vom Countryschwofer (inkl. Vorstellung der Band) in einen furiosen Rock&#8217;n&#8217;Roller \u00fcber, ein starker Abschluss eines leider viel zu kurzen Konzertes, ein kleiner Wermutstropfen neben dem nicht ganz optimalen Sound (oft zu laut). Allerdings auch ein wenig verst\u00e4ndlich, angesichts der Tatsache, dass es sich um einen Tag inmitten der Woche handelte und das Zwischenfall direkt am Rande einer bewohnten Fu\u00dfg\u00e4ngerzone liegt.<\/p>\n<p>Der hier abgelieferte Tour-Auftakt von Blackberry Smoke kam mir trotz der sehr guten Leistung noch ein bisschen wie ein erstes Abtasten und dezentes Warmspielen vor, was aber absolut nicht als Vorwurf gedacht ist, der Abend hat insgesamt richtig Spa\u00df gemacht. Ich bin mir sicher, dass die Jungs im Laufe des Dezembers noch die eine oder andere Sch\u00fcppe drauflegen, vor allem, wenn die Zuschauer-Resonanz etwas volumin\u00f6ser ausf\u00e4llt.<\/p>\n<p>Kurz nach dem Ende konnte ich den unkomplizierten und sehr sympathischen Charlie Starr noch zu einem kurzen Weihnachtsgru\u00df \u00fcberreden, der Essener S\u00f6nke Wortmann alias Presidente Happo war nat\u00fcrlich mit der Kamera sofort zur Stelle. Starr lie\u00df sich auch noch zu einem gemeinsamen Foto \u00fcberreden und so war er, ohne es zu wissen, in Form von Happo, Freund D\u00e4ddi und mir in die geballte Rot-Wei\u00df Essen-Fu\u00dfballkompetenz eingerahmt. Danach ging es noch in die Zwischenfall-Lounge, wo die Besucher Zeit und Gelegenheit hatten, sich mit den Musikern zu unterhalten (ich konnte noch ein paar Worte mit dem netten Brandon Still sprechen) und sich am recht umfangreichen Merchandising-Stand mit Blackberry Smoke-Artikeln (u.a. drei verschiedene T-Shirts) einzudecken.<\/p>\n<p>Blackberry Smoke haben es an diesem Abend in Bochum mit tollen Songs, handwerklicher Bravour und sympathischer Pr\u00e4senz geschafft, die l\u00e4ngst verschwunden geglaubte S\u00fcdstaatenrocklust in mir wieder zu erwecken. Leute, geht auf die anstehenden Konzerte, damit die Jungs positiv \u00fcber Deutschland berichten k\u00f6nnen. Vielleicht kommen sie dann ja mit den vielen talentierten Bands im Schlepptau gerne wieder und wir erleben eine nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehaltene kleine Southern Rock-Renaissance!<\/p>\n<p>Danke an Blackberry Smoke und Norbert vom Zwischenfall f\u00fcr die unproblematische Akkreditierung.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.BlackberrySmoke.com\">Blackberry Smoke<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/BlackberrySmoke\">Blackberry Smoke bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.zwischenfall-club.de\">Zwischenfall Bochum<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da ist man doch eigentlich ein eingefleischter Southern Rock-Fan und ich kann mich ehrlich gesagt kaum daran erinnern, wann ich das letzte Mal ein Live-Konzert aus diesem Genre gesehen habe. 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