{"id":5839,"date":"2016-01-02T19:29:46","date_gmt":"2016-01-02T18:29:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=149"},"modified":"2022-10-15T12:03:33","modified_gmt":"2022-10-15T10:03:33","slug":"her-kings-county-02-02-2015-yard-club-koeln-konzertbericht-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/01\/02\/her-kings-county-02-02-2015-yard-club-koeln-konzertbericht-2\/","title":{"rendered":"Her &#038; Kings County &#8211; 02.02.2015, Yard Club, K\u00f6ln &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/koeln15_121.jpg\"><\/p>\n<p>Schade &#8211; so ein tolles Konzert und nur 50 Zuschauer! Eigentlich hatte ich erhofft, dass durch die gutbesuchten Konzerte von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Eric+Church\">Eric Church<\/a><\/span>, Cadillac Three, The Band Perry oder auch von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Blackberry+Smoke\">Blackberry Smoke<\/a><\/span> im letzten Jahr hier in K\u00f6ln eine Sogwirkung f\u00fcr das Abschlusskonzert von Her &amp; Kings County im hiesigen Yard Club verursachen w\u00fcrden, dem war aber leider nicht so.<\/p>\n<p>Dabei hatte der Sechser rund um seine attraktive Frontfrau <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Her\">Monique Staffile<\/a> quasi ein Heimspiel, da ihr Plattenlabel India Media, das die tolle CD Raise A Little Hell der Band aufgelegt hatte, hier in K\u00f6ln ans\u00e4ssig ist. Aber das riesige Schnee- und Verkehrschaos am Morgen mit dem durchgehend ungem\u00fctlich nasskalten Wetter im weiteren Verlauf des Tages sowie der immer nicht so ganz angenehme Montag, direkt nach dem Wochenende f\u00fcr im Leben stehende Leute, haben sicherlich Ortsans\u00e4ssige und auch einige Anreisewillige auf der heimischen Couch gehalten. Vermutlich steht dem gemeinen K\u00f6lner in diesen, sich dem Karneval n\u00e4hernden Tagen der Sinn aber auch eher nach den H\u00f6hnern und dem FC&#8230;<\/p>\n<p>Als Mutmacher f\u00fcr die an diesem Abend blendend aufgelegte und alles gebende Formation m\u00f6chte ich allerdings kurz das Beispiel Blackberry Smoke anf\u00fchren: Auch die hatten bei ihrer ersten Deutschland-Tournee kaum mehr Besucher, wie ich beim Besuch ihres Gigs damals in Bochum erlebte. Ein paar Jahre sp\u00e4ter waren es schon 300 Zuschauer und neulich in der gro\u00dfen Schwester des Yard Clubs, der Kantine, schon fast 1000. Also am Ball bleiben, weiterhin Geduld und gute Leistungen auf den kommenden CDs bringen und dann klappt&#8217;s auch mit der Resonanz hier in &#8218;Good Ol Germany&#8216;. Mein sehr musik-kritischer Arbeitskollege Axel, ne echte K\u00f6lsche Jung, mit dem ich schon hier besagte Blackberry Smoke und Cody Canada &amp; The Departed live besucht hatte, war jedenfalls mit dem Drahtesel durch die halbe Stadt geradelt, um Monique &amp; Co. live zu erleben. Nachdem er sich mit einem Bourbon wieder aufgew\u00e4rmt hatte, war ihm in den folgenden zwei Stunden der Spa\u00df in Backen deutlich anzumerken. Auch er lie\u00df sich von der energiegeladenen Vorstellung der Truppe f\u00f6rmlich anstecken und rockte, wie auch fast alle anderen begeisterten Besucher, ganz ordentlich ab.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Blickfang des Ensembles war nat\u00fcrlich, wie nicht anders zu erwarten, Monique Staffile. Die New Yorkerin mit polnischen und italienischen Wurzeln, wie sie vor ihrem launigen Song &#8222;Family Tree&#8220; zu verstehen gab, hielt optisch auch im wahren Leben, was die Bilder auf dem Cover der CD, versprochen hatten. Puh, auch ihr amerikanisch beflaggtes Kurz-Oberteil mit dem knappen schwarzen Top darunter, der gepiercte Bauchnabel \u00fcber der zerfetzten Jeans, die fast mehr Haut als Stoff preisgab, dazu ihre wilde, blondierte L\u00f6wenm\u00e4hne, waren deutlich mehr als nur ein Hingucker.<br \/>\nAber das M\u00e4del punktete wahrlich nicht nur mit \u00e4u\u00dferen Reizen. Sie kann auch richtig gut singen, wie z. B. auch einer der ganz wenigen langsameren Tracks, &#8222;Seperately&#8220; (sch\u00f6n, wie sich hier lasziv hinter dem Mikro r\u00e4kelte), bewies. Dazu kam ihre sympathische, so gar nicht aufgesetzte Art, mit der die anwesenden Leute sofort warm wurden. Ganz zu schweigen von der Energie, die sie nat\u00fcrlich in die Paradesongs der Band wie &#8222;My Backyard&#8220;, &#8222;Six Figures&#8220;, &#8222;Freight Train&#8220;, &#8222;Where Did All The $ Go&#8220; etc. einbrachte. Klasse, das hat richtig Bock gemacht.<\/p>\n<p>Aber auch ihre Mitstreiter kamen nie zu kurz. Man hatte den Eindruck, dass die Harmonie innerhalb des Bandgef\u00fcges bestens funktioniert. W\u00e4hrend der kauzige Basser Brandon Roberts, mit Zylinder auf dem Kopf sowie rosa Unterhose unter seinem Kilt (zu sehen, als er mal kurz zum Exhibitionisten avancierte), dazu noch kniehohen Schn\u00fcrturnschuhen auch eher f\u00fcr die Abteilung Bespa\u00dfung zust\u00e4ndig war, konzentrierten sich die Macher im Hintergrund, Caleb Sherman, der auch hin und wieder immer mal zum Banjo griff, und sein Bruder Justin als auch der zottelb\u00e4rtige dritte Saitenzupfer Jacob Tolle auf eine Southern Rock-w\u00fcrdige Gitarrenperformance im klassischen 3er-Line-up.<br \/>\nDrummer Christopher Williams hatte dann sein pers\u00f6nliches Highlight mit einem pr\u00e4chtigen Schlagzeug-Solo, das er w\u00e4hrend &#8222;White Trash&#8220; zelebrierte. Stark \u00fcbrigens auch die perfekt sitzenden Harmonieges\u00e4nge des Sextetts, die es auch auf der CD reichhaltig zu h\u00f6ren gibt. &#8222;Down In Dixie&#8220; und der Titelsong des Albums, &#8222;Raise A Little Hell&#8220; zum Abschluss des Hauptteils, brachten die Stimmung des Abends endg\u00fcltig auf den Siedepunkt. Klar, dass Monique &amp; Co. die lautstark eingeforderten Zugabe-Rufe nicht tatenlos verhallen lie\u00dfen und nochmal auf die B\u00fchne kamen.<\/p>\n<p>Ich pers\u00f6nlich h\u00e4tte dann zwar auf ein Oldie-Medley ganz gut verzichten k\u00f6nnen und gern lieber noch St\u00fccke wie &#8222;Heavens Crashing Down&#8220; (ok, hier fehlte jetzt der Keyboarder), &#8222;My Heart Can&#8217;t Take Anymore&#8220; oder den sch\u00f6nen Retro-Schunkler &#8222;Oh My Darlin&#8220; vom aktuellen Silberling geboten bekommen, aber das launige Trio, bestehend aus &#8222;Don&#8217;t Bring Me Down&#8220; (ELO), &#8222;Highway To Hell&#8220; (AC\/DC) und &#8222;Fight For Your Right (To Party)&#8220; von den Beastie Boys wurde von der Audienz ebenfalls pr\u00e4chtig angenommen.<br \/>\nAm Ende pflegten die Bandmitglieder an ihrem Merchandising-Stand das Zusatzgesch\u00e4ft und hielten Smalltalk mit den Leuten. Ich lie\u00df mir meine Promo-CD signieren, nachdem ich noch kurz zuvor Gelegenheit hatte, Michael Golla, den Chef von India Media kennenzulernen, bei dem ich mich hiermit nochmals kurz f\u00fcr die unkomplizierte Zusammenarbeit und Akkreditierung bedanken m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Fazit: Ein launiger Abend mit Her &amp; Kings County in aufgeheiterter Wohnzimmeratmosph\u00e4re. Die klasse aufgelegte und blendend aussehende S\u00e4ngerin Monique Staffile wei\u00df mit ihren Mannen vollends zu \u00fcberzeugen. Ich hoffe (und bin mir relativ sicher), dass es im n\u00e4chsten Jahr eine weitere Tour mit deutlich mehr Zuschauern geben wird. Solch kreative und authentische Musik hat einfach mehr Zuspruch als diese uns\u00e4glichen nervt\u00f6tenden Coverbands, die hier immer wieder die Locations f\u00fcllen, verdient. Axel und meine Wenigkeit werden jedenfalls, Umst\u00e4nde hin oder her, sicherlich wieder zugegen sein. Weiter so, Her &amp; Kings County!<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Line-up:<\/strong><\/span><br \/>\nMonique Staffile (vocals)<br \/>\nCaleb Sherman (guitar, banjo, backing vocals)<br \/>\nJustin Sherman (guitar, backing vocals)<br \/>\nJacob Tolle (guitar, backing vocals)<br \/>\nBrandon Roberts (bass, backing vocals, vocals)<br \/>\nChristopher Williams (drums)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/herandkingscounty\">Her &amp; Kings County bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.india-media.de\">India Media Group<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.yardclub.de\">Yard Club K\u00f6ln<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schade &#8211; so ein tolles Konzert und nur 50 Zuschauer! 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