{"id":5835,"date":"2016-01-02T19:22:53","date_gmt":"2016-01-02T18:22:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=3335"},"modified":"2020-07-13T11:17:19","modified_gmt":"2020-07-13T09:17:19","slug":"band-of-heathens-13-02-2009-karo-wesel-konzertbericht-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/01\/02\/band-of-heathens-13-02-2009-karo-wesel-konzertbericht-2\/","title":{"rendered":"Band Of Heathens &#8211; 13.02.2009, Karo, Wesel &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/wesel6.jpg\" \/><\/p>\n<p>Das ist mal wieder typisch. Da freut man sich seit Wochen auf die texanische Newcomertruppe Band Of Heathens und just an dem Tag, als es soweit ist, ereilt einen eine schwere Bronchitis. Aber da Typen meines Schlages sich von solchen Dingen normalerweise nicht zur\u00fcckwerfen lassen, hie\u00df es angesichts dieses zu erwartenden Genusses auf die Z\u00e4hne zu bei\u00dfen. Also ein paar lindernde Medikamente eingeworfen, zweimal inhaliert, ein ausgedehntes Mittagsschl\u00e4fchen nach der Arbeit und ab zum immer wieder gern besuchten Karo nach Wesel.<\/p>\n<p>Gerade angekommen, gab es schon die erste \u00dcberraschung. Der fr\u00fchere RockTimes-Kollege Mike war von einem Bekannten kurzfristig \u00fcberredet worden und ebenfalls angereist. Diesmal auch vertreten, mein befreundeter und musikbegeisterter Fu\u00dfballbekannter Happo, genau wie wir ein mit viel Liebe f\u00fchrender Homepagebetreiber der Uralt-Ultras) von Rot-Weiss Essen, der mit gro\u00dfer Gefolgschaft und lockerer, Ruhrpott-typischer Zunge angereist war.<\/p>\n<p>Als erster bekam dies der Musiker und Leiter des Karos, Mathias Sch\u00fcller zu sp\u00fcren, der kurzfristig f\u00fcr die eigentlich als Vorband geplante Weseler Sch\u00fclercombo Without Wax eingesprungen war (dem S\u00e4nger mussten die Mandeln rausoperiert werden) und nur mit der Akustikklampfe behangen ca. 30 Minuten aus dem Programm seiner bisher drei ver\u00f6ffentlichten CDs, Songs mit deutschen Texten pr\u00e4sentierte. Als er vor dem letzten St\u00fcck ein wenig selbstironisch (bezeichnete sich als die zweite gro\u00dfe Weseler Musikhoffnung) seine Silberlinge zu einem deutlich g\u00fcnstiger werdenden Staffelpreis beim Gesamtpaket zum Verkauf anpries, bekam er direkt die Breitseite, dass er da aber ein schlechter Gesch\u00e4ftsmann sei. Mit einem L\u00e4cheln aber auch etwas bedr\u00f6ppelt wirkend, verwies er entschuldigend auf seine sozialp\u00e4dagogischen Wurzeln.<\/p>\n<p>Also die Stimmung war von Anfang an gut im immer voller werdenden Karo. 21.15 Uhr betraten dann die in der Realit\u00e4t doch sehr jung wirkenden Musiker (mit einer augenscheinlichen Vorliebe f\u00fcr Rotwein) der Band Of Heathens die B\u00fchne. Jeder der gleichberechtigt agierenden Frontm\u00e4nner (Gordy Quist, Ed Jurdi und Colin Brooks) \u00fcbernahm dann direkt f\u00fcr einen Song das Mikro, wobei das von Brooks gesungene &#8222;Hallelujah&#8220; direkt zu einem der vielen H\u00f6hepunkte des Abends avancierte. Und so gab es in der ersten Stunde ein munteres Wechselspiel beim Front- (auch innerhalb der St\u00fccke), Harmoniegesang und an den einzelnen Instrumenten, sowie in der abwechslungsreichen Mixtur aus Roots-, Country- und Southern Rock.<\/p>\n<p>Mein Freund Happo, der die Band im Vorfeld um Filmerlaubnis f\u00fcr einen Song gebeten hatte (und auch genehmigt bekam) bediente die Kamera in der Manier eines S\u00f6nke Wortmann (der von ihm ausgew\u00e4hlte Song kann hier angesehen werden). Nach einer zwanzigmin\u00fctigen Pause ging es so richtig in die Vollen, ein genialer Song l\u00f6ste den n\u00e4chsten ab: Die mit Little Feat-Flair behafteteten &#8222;One More Step&#8220; und &#8222;Unsleeping Eye&#8220;, mein pers\u00f6nlicher Lieblingssong der Band, das rockige &#8222;Heart On My Sleeve&#8220;, das mit einer grandiosen Hamonika-Passage von Ed Jurdi endende &#8222;Don&#8217;t Call On Me&#8220; und der herrlich relaxte Delta-Blues &#8222;Chippin'&#8220; (tolles Akustik-Slidespiel von Brooks).<\/p>\n<p>Das Karo stand regelrecht Kopf, die anwesenden Zuschauer wippten, klatschten rhythmisch, zollten st\u00fcrmische Begeisterung und avisierten die Zahlung von H\u00f6chstpreisen, falls die Band sich bald wieder bei uns blicken l\u00e4sst. Die jungen Burschen von Band Of Heathens zeigten sich sichtlich beeindruckt von der fulminanten (fast Hafenstra\u00dfen-\u00e4hnlichen) Stimmung und gaben noch mal alles.<\/p>\n<p>Mit dem souligen &#8222;Ain&#8217;t No More Cain&#8220;, bei dem dann der sich bis dato im Hintergrund haltende Bassist Seth Whitney noch eine Strophe zum Besten geben durfte und frenetisch daf\u00fcr bejubelt wurde, schien um 23.50 Uhr dann Schicht zu sein. Angesichts des anhaltenden Applauses aber legten die Jungs nochmals zwei Lieder oben drauf. Zum einen das balladeske &#8222;Quaters And Dime&#8220;, zum endg\u00fcltigen Abschluss eine ca. zehn Minuten w\u00e4hrende Fassung von &#8222;Still Love Me &#8218;Til The Sun Shines&#8220; mit einer fantastischen, retro-psychedelisch anmutenden und kr\u00e4ftezehrenden Gitarrenpassage am Ende. Grandios!<\/p>\n<p>Um 0:10 Uhr, nach knapp drei Stunden, verlie\u00dfen nur gl\u00fcckliche und zufriedene Gesichter das Karo. The Band Of Heathens war den Vorschusslorbeeren mehr als gerecht geworden und hatten ein regelrechtes Feuerwerk an Americana vom Feinsten abgeliefert. Einziges kleines Manko ist vielleicht noch der recht verhalten kommunikativ wirkende \u00dcbergang zwischen den einzelnen St\u00fccken, da h\u00e4tte man sich durchaus das Vorstellen der Bandmitglieder oder einzelner Songs gew\u00fcnscht. Aber die Burschen haben ja noch eine Menge Zeit. F\u00fcr mich steht fest, dass ich auch beim n\u00e4chsten Mal versuche dabei zu sein, egal ob man mich kerngesund, von der Intensivstation, aus der Leichenhalle oder sonst wo her ankarren m\u00fcsste&#8230;<\/p>\n<p>Danke an Blue-Rose f\u00fcr die, wie immer, unproblematische Akkreditierung.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nEd Jurdi (vocals, guitars, keyboard)<br \/>\nGordy Quist (vocals, guitars)<br \/>\nColin Brooks (vocals, guitars, dobro)<br \/>\nSeth Whitney (bass, vocals)<br \/>\nJohn Chipman (drums, backing vocals)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bandofheathens.com\">The Band Of Heathens<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/thebandofheathens\">The Band Of Heathens bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.bluerose-records.com\">Blue Rose Records<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.jz-karo.de\">Karo Wesel<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist mal wieder typisch. 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