{"id":5819,"date":"2016-01-02T19:22:19","date_gmt":"2016-01-02T18:22:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=137"},"modified":"2020-07-13T11:12:08","modified_gmt":"2020-07-13T09:12:08","slug":"marc-broussard-02-04-2015-piano-dortmund-konzertbericht-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/01\/02\/marc-broussard-02-04-2015-piano-dortmund-konzertbericht-2\/","title":{"rendered":"Marc Broussard &#8211; 02.04.2015, Musiktheater Piano, Dortmund &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/dortmund15_05.jpg\" \/><\/p>\n<p>Man sagt &#8218;Viele Wege f\u00fchren nach Rom&#8216;, \u00e4hm bzw., auf den heutigen Abend bezogen, nach Dortmund. So \u00e4hnlich erging es mir mit Marc Broussard, auf den ich vor Jahren auf eher ungew\u00f6hnliche Weise gesto\u00dfen bin. Ausl\u00f6ser war eine britische Melodic Rock-Band namens The Ladder, deren Musik eigentlich recht wenig Gemeinsamkeiten mit der, des aus Carencro, Louisiana stammenden Singer\/Songwriters aufweist.<\/p>\n<p>Das im Rahmen der CD &#8222;Sacred&#8220;\u00a0gef\u00fchrte Interview mit deren Gitarristen <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Gerhard+Pichler\">Gerhard Pichler<\/a><\/span>\u00a0und der anschlie\u00dfende, nette Kontakt zu ihm m\u00fcndete in eine weitere Bekanntschaft mit einem Freund Gerhards, namens Martin B\u00fcchele, der in Wien neben einem Creativ-Studio u. a. eine Homepage in Sachen Westcoast\/AOR-Musik betrieb. Unser reger Musikaustausch f\u00fchrte irgendwann dazu, dass er mir einen gewissen Marc Broussard n\u00e4her brachte, von dem ich mir dann auch ein paar Alben zulegte, nat\u00fcrlich im Vorfeld des Konzertes auch seinen sch\u00f6nen aktuellen Silberling &#8222;A Life Worth Living&#8220;.<\/p>\n<p>Ja, so kann es gehen. Und am Abend des 02. April stehe ich nun an einem Tisch vor der B\u00fchne des mit knapp 70 Zuschauern d\u00fcnn besiedelten Dortmunder Pianos (danke \u00fcbrigens auch noch mal an Jenny von 3Dog Entertainment f\u00fcr die nette und kooperative Zusammenarbeit), um ihn das erste Mal live zu begutachten. Vor einigen Wochen hatte er ja bereits als Support des unwiderstehlichen <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=JJ+Grey+%26+Mofro\">JJ Grey<\/a><\/span>, der letztes Jahr diese Location (da fast ausverkauft) zum Kochen gebracht hatte, ein bisschen germanische Luft schnuppern d\u00fcrfen (u. a. Im Rahmen des Rockpalasts). Erfreulich ist, dass solch tolle Musiker mittlerweile &#8211; in den Staaten oft vor gro\u00dfer Kulisse spielend -, Deutschland als interessanten (Zweit-)Markt vernommen haben, wobei aller Anfang, was Zuschauerpr\u00e4senz angeht, nicht so einfach ist. Der gemeine deutsche Michel verprasst seine Moneten halt erst mal lieber f\u00fcr billige Amateur-Cover-Bands oder die entr\u00fcckten Stars der Musikbranche, so abgehalftert sie auch sein m\u00f6gen&#8230;<\/p>\n<p>Marc Broussard er\u00f6ffnete mit seinen beiden Mitstreitern Chad Gilmore (Drums) und Pierangelo Crescenzio (Bass &#8211; was f\u00fcr ein klingender Name) um 20:15 Uhr den Reigen seiner St\u00fccke mit &#8222;Paradis&#8220;, einem ruhigen Midtempotrack. Er hatte zun\u00e4chst die akustische Gitarre geschultert. Ab dem funkigen &#8222;Try Me&#8220; streifte er dann die elektrische \u00fcber. &#8222;Love And Happiness&#8220; (mit Gospelpassage) und das leicht angejazzte &#8222;Come In From The Cold&#8220; folgten.<\/p>\n<p>Nach kurzer Akquise f\u00fcrs aktuelle Album gab es mit dem cool groovenden &#8222;Weight Of The World&#8220; auch das erste Lied aus diesem Werk zu h\u00f6ren. Auf Wunsch wurde dann das f\u00fcr einen aus Musiker Louisiana zum Stammrepertoire geh\u00f6rende, launige &#8222;Mardi Gras&#8220; eingestreut. G\u00e4nsehaut erzeugte dann die geniale Southern Soul-Ballade &#8222;Lonely Night in Georgia&#8220;, ein Hammersong! Mit dem, nach ruhigem Beginn, sch\u00f6n Fahrt aufnehmenden &#8222;Shine&#8220; sowie dem melodischen &#8222;Hurricane Heart&#8220; legte Marc nochmal zwei aktuelle Nummern nach.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend wurde der Bill Withers-Klassiker &#8222;Lovely Day&#8220; sch\u00f6n mit &#8222;Saturday&#8220; vom &#8222;Carencro&#8220;-Album als Mini-Medley in Einklang gebracht. Die einzige Single-Nr. 1 von Marc Broussard in Deutschland folgte auf dem Fu\u00dfe. Sie wurde jedoch nicht von ihm selbst erzielt. Der k\u00fcrzlich leider verstorbene Joe Cocker\u00a0nahm den Song &#8222;Hard Knocks&#8220; auf und heimste die Lorbeeren ein. Immerhin eine sch\u00f6ne Geste, eher nur Insidern bekannten Leuten wie Marc Broussard, damit in Sachen Bekanntheitsgrad und vermutlich, was Tantiemen betrifft, ein wenig auf die Spr\u00fcnge zu helfen.<\/p>\n<p>Das f\u00fcr Broussard eher un\u00fcblich hart rockende &#8222;Dyin&#8216; Man&#8220; und das sich in einen fast psychedelischen Rausch steigernde &#8222;Home&#8220; beendeten einen feinen Hauptteil. Marc lie\u00df sich nicht lange um die vehement geforderten Zugaben bitten. Der als absoluter Familienmensch bekannte Musiker (Vater von vier Kindern) performte die Songs f\u00fcr seine S\u00f6hne Gibb und Gavin im Alleingang (mit Akustikklampfe). Als Rausschmei\u00dfer wurde dann wieder im Trio mit Bob Marleys &#8222;Waiting In Vain&#8220; ein relaxtes Reggae-Feeling verstr\u00f6mt.<\/p>\n<p>Fazit: Ein sch\u00f6nes Konzert mit noch Luft nach oben. Mir fehlte in jedem Fall an diesem Abend im Piano paradoxer Weise ein Klavier und Backgrounds\u00e4ngerinnen sowie optional noch Blasinstrumentalisten. Die w\u00fcrden der Musik sicherlich noch viel mehr Volumen und Intensit\u00e4t verabreichen. Aber klar, dass angesichts des noch nicht so erheblichen momentanen Bekanntheitsgrades und der ersten Solotour hier noch nicht das gro\u00dfe Besteck aufgelegt wurde. Kann ja noch kommen&#8230;<\/p>\n<p>Ach so. Da gab es noch ein paar junge Leute, die den ganzen Abend nichts anderes zu tun haben zu schienen, als einen Song namens &#8222;Cruel&#8220; zu fordern. Der Protagonist hatte bereits relativ am Anfang des Gigs vermerkt, dass er das Lied nicht spielen kann, ja, sich nicht mal an seinen Text erinnern kann. Dazu quatschten sie noch despektierlich w\u00e4hrend der ruhigen Lieder. Manchmal kann auch so eine Veranstaltung wirklich grausam sein&#8230; Die Nervens\u00e4gen gaben aber selbst nach dem Konzert keine Ruhe: Sie kreisten Marc ein, ein Bursche schnappte sich die Akustikgitarre und spielte ihm die Melodie vor. Der konnte sich dann tats\u00e4chlich auf ein paar Textzeilen zur\u00fcckbesinnen und sang kurz mit. Anders herum somit wieder eine sch\u00f6ne Szene, die es wohl nur auf intimen Konzerten dieser Art zu erleben gibt.<\/p>\n<p>Und dann war da noch die sympathische musik-begeisterte junge Dame aus Meerbusch, die den ganzen Gig neben mir verbracht hatte. Die angehende studierte Eventmanagerin (m\u00f6chte sie zumindest laut eigener Aussage gerne werden), die den MB-Auftritt tags zuvor in D\u00fcsseldorf schon besucht hatte, tauschte sich rege mit mir \u00fcber die Arbeit als Rockmusikredakteur aus und erhielt nat\u00fcrlich auch den einen oder anderen Interpretentipp von mir. Sie kaufte das einzig angebotene T-Shirt des K\u00fcnstlers und konnte es kaum erwarten, sich das Hemd signieren zulassen. Ein Foto von ihr und Marc war nat\u00fcrlich ebenfalls Pflicht. Auch wenn wir gemeinsam feststellten, dass das graue Teil nicht zu den sch\u00f6nsten seiner Art z\u00e4hlt und der Verwendungszweck demnach noch offen erschien, bin ich mir ziemlich sicher, dass sie es nach dem ersten hochsensiblen Waschgang in ihrem heimischen Bett tragen wird und selig darin von der Musik des Marc Broussards tr\u00e4umen wird&#8230;<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nMarc Broussard (vocals, guitars)<br \/>\nPierangelo Crescenzio (bass, backing vocals)<br \/>\nChad Gilmore (drums, backing vocals)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.marcbroussard.com\">Marc Broussard<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/marcbroussard\">Marc Broussard bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.musiktheater-piano.de\">Musiktheater Piano<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/3dog-entertainment.com\">3Dog Entertainment<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man sagt &#8218;Viele Wege f\u00fchren nach Rom&#8216;, \u00e4hm bzw., auf den heutigen Abend bezogen, nach Dortmund. 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