{"id":58178,"date":"2023-01-19T18:32:38","date_gmt":"2023-01-19T17:32:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=58178"},"modified":"2023-01-19T18:32:39","modified_gmt":"2023-01-19T17:32:39","slug":"the-bad-ends-the-power-and-the-glory-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2023\/01\/19\/the-bad-ends-the-power-and-the-glory-cd-review\/","title":{"rendered":"The Bad Ends \u2013 The Power And The Glory \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bad-Ends-300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-58179\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bad-Ends-300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bad-Ends-300-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>\u201eThe Power And The Glory\u201d versetzt mich in die Zeit zur\u00fcck, als ich noch vor Kraft strotzte und die Wege zum Ruhm noch offen standen \u2013 also in die achtziger Jahre. Seit dieser Dekade sind Mike Mantione (Five Eight) und Bill Berry (R.E.M.) musikalisch aktiv. Die beiden altgedienten Musiker haben sich ihre Energie erhalten und sind zu einiger Bekanntheit gelangt. Sie bilden den Kern der neu formierten The Bad Ends, bei denen ebenfalls Dave Domizi, Geoff Melkonian und Christian Lopez mit der von der Partie sind.<\/p>\n<p>The Bad Ends lassen den Alternative Rock wieder aufleben und erinnern so an die fr\u00fche Phase von R.E.M. Dabei zeigt die Band, die ihren Stammsitz in Athens, Georgia, hat, eine gro\u00dfe Bandbreite zwischen krachenden Rocknummern und folkinspirierten Balladen. Wie es im Independent-Bereich oft \u00fcblich ist, bedienen sich auch The Bad Ends bei unterschiedlichen musikalischen Elementen und bauen diese in ihre Songs ein. Insgesamt pr\u00e4gt eine d\u00fcstere Atmosph\u00e4re den Longplayer. Wie die Titel der Einzelbeitr\u00e4ge schon vermuten l\u00e4sst, verstr\u00f6men auch die Texte, die \u00fcberwiegend von Mantione verfasst wurden, keinen freudestrahlenden Optimismus.<\/p>\n<p>Rockst\u00fccke und langsamere Vertreter halten sich die Waage. Das auf dem Album mittig platzierte, instrumentelle \u201eOde To Jose\u201c, bei dem eine Sitar zu h\u00f6ren ist, bildet quasi eine Z\u00e4sur. Davor sind mit \u201eMile Marker 29\u201c, \u201eThanksgiving 1915\u201c und \u201eAll Your Friends Are Dying\u201c drei typische Alternative Rocker versammelt. Der letztgenannte Track wurde als erste Single ver\u00f6ffentlicht. Hinsichtlich der Radiotauglichkeit sicherlich die richtige Wahl. Aber auch die anderen beiden sind runde Songs geworden, die ein paar Unwuchten aufweisen und so ihren Independent-Charakter deutlicher offenbaren.<\/p>\n<p>Zwischen diese schnelleren Nummern ist die dunkle, stimmungsvolle Ballade \u201eLeft To Be Found\u201c eingestreut. Erst in der zweiten H\u00e4lfte des Longplayers finden sich weitere St\u00fccke mit reduziertem Tempo. Unter diesen ist das folkige \u201eLittle Black Cloud\u201c das eing\u00e4ngigste. Das verhalten einsteigende \u201eHonestly\u201c nimmt in seinem Verlauf an Volumen zu, welches vor allem durch verzerrte Gitarren sowie einem kr\u00e4ftigen Backgroundgesang erzeugt wird. Die Grundanlage des getragenen \u201eNew York Murder Suicide\u201c wirkt zun\u00e4chst schmalzig, der Text und Details beim Arrangement konterkarieren allerdings diesen ersten Eindruck.<\/p>\n<p>Mantione zeigt auf der Scheibe beeindruckende Facetten seines Gesangs. Zur Hochform l\u00e4uft er beim psychodelisch angehauchten Cowpunk \u201eThe Ballad Of Santan\u2019s Bride\u201c auf. Der originelle Song stellt f\u00fcr mich das \u00fcberraschende Highlight des Albums dar.<\/p>\n<p>The Bad Ends besinnen sich auf die Urspr\u00fcnge des Alternative Rocks und legen sich mit ihrem Erstling m\u00e4chtig ins Zeug. Abwechslungsreich, mit gro\u00dfer Spiel- und Experimentierfreude atmet \u201eThe Power And The Glory\u201c den Geist der Independent-Music. Ob sie den Zeitgeist trifft und entsprechende Absatzzahlen erzielt, sei dahingestellt. K\u00fcnstlerischer Verdienst und Ruhm misst sich ja nicht ausschlie\u00dflich am kommerziellen Erfolg \u2013 oder sollte dies zumindest nicht tun.<\/p>\n<p><strong>New West Records \u2013 Redeye\/Bertus (2023)<br>\nStil: Alternative Rock<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br>\n01. Mile Marker 29<br>\n02. All Your Friends Are Dying<br>\n03. Left To Be Found<br>\n04. Thanksgiving 1915<br>\n05. Ode To Jose<br>\n06. The Ballad Of Satan\u2019s Bride<br>\n07. Little Black Cloud<br>\n08. Honestly<br>\n09. New York Murder Suicide<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.thebadends.com\">The Bad Ends<\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/www.newwestrecords.com\/\">New West Records<\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/www.redeyeworldwide.com\/\">Redeye Worldwide<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/www.bertus.com\/\">Bertus<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets \u201eThe Power And The Glory\u201d versetzt mich in die Zeit zur\u00fcck, als ich noch vor Kraft strotzte und die Wege zum Ruhm noch offen standen \u2013 also in die achtziger Jahre. Seit dieser Dekade sind Mike Mantione (Five Eight) und Bill Berry (R.E.M.) musikalisch aktiv. 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