{"id":57590,"date":"2022-11-20T22:31:15","date_gmt":"2022-11-20T21:31:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=57590"},"modified":"2022-11-21T17:29:14","modified_gmt":"2022-11-21T16:29:14","slug":"brett-young-support-callista-clark-19-11-2022-carlswerk-victoria-koeln-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2022\/11\/20\/brett-young-support-callista-clark-19-11-2022-carlswerk-victoria-koeln-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Brett Young &#8211; Support: Callista Clark &#8211; 19.11.2022, Carlswerk Victoria, K\u00f6ln &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/BY_haupt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-57819\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/BY_haupt.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/BY_haupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/BY_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Dass es nach den beiden \u00fcberragenden Konzerten von <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Peter+Frampton\">Peter Frampton<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Sean+Webster+Band\">Sean Webster<\/a> in den Tagen zuvor, die an musikalischer Leidenschaft, -Freude und instrumenteller Klasse kaum zu toppen sind, schwer werden w\u00fcrde, den inneren Hebel kurzfristig auf Nashville-Countrypop umzulegen, war irgendwo klar.<\/p>\n<p>Dass das Brett Young-Konzert mit Callista Clark als Support f\u00fcr den Fotokollegen Mangold, dem Musik eigentlich nicht unkommerziell genug sein kann, zur H\u00f6chststrafe avancieren w\u00fcrde, hatte ich schon im Vorfeld bef\u00fcrchtet. Und um es vorwegzunehmen, auch mir ging es nicht anders.<\/p>\n<p>Der Freund des runden Leders w\u00fcrde &#8222;Selbst (in) Schuld, Daus&#8220;, konstatieren. &#8222;Wenn du ehrlichen Hafenstra\u00dfenfussball sehen willst, f\u00e4hrste ja auch nicht nach Gelsenkirchen oder Dortmund!&#8220;<\/p>\n<p>Da sich die bisherigen Acts im Rahmen der SOUND OF NASHVILLE-Reihe, in der Vergangenheit dann doch durchgehend als positive \u00dcberraschungen herausgestellt hatten (auch zum Teil wegen der involvierten Mitmusiker), ging es nach dem Motto &#8218;die Hoffnung stirbt zuletzt&#8216; auf in Richtung K\u00f6lner Carlswerk Victoria, das mit gut 1.000 Zuschauern mehr als ordentlich gef\u00fcllt war.<\/p>\n<p>Als Support kam dann zun\u00e4chst die blutjunge Callista Clark, mit einer akustischen Gitarre behangen, ganz alleine auf die B\u00fchne und durfte ihre unscheinbaren Songs aus ihrem ersten Album &#8222;Real To Me: The Way I Feel&#8220; vorstellen. Dazwischen gab es ein paar nichtssagende Worte, blo\u00df nicht unangenehm auffallen, schien als Ziel ausgelotet gewesen zu sein. Der Neil Young-Titel &#8222;Singer Without A Song&#8220; kam spontan in den Sinn&#8230;<\/p>\n<p>Nach St\u00fccken wie u. a. &#8222;Change My Mind&#8220;, &#8222;Brave Girl&#8220;, &#8222;Worst Guy Ever&#8220;, &#8222;Heartbreak Song&#8220; und &#8222;Real To Me&#8220; lie\u00df sie mit dem unterschwellig an &#8222;Sweet Home Alabama&#8220; erinnernden Schluss-Track &#8222;It&#8217;s Cause I Am&#8220; zumindest etwas von ihrem Talent als Songschreiberin aufblitzen. Da sie aber noch am Anfang steht, und allein mit Akustikgitarre immer schwer ist, konnte man ihren Gig als typischen Support-Act abhaken.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Line-up:<\/strong><\/span><br \/>Callista Clark (lead vocals, acoustic guitar)<\/p>\n<p>Nach nur einigen Minuten Umbau und einem Einspieler kam dann zun\u00e4chst die Band und danach der Protagonist des Abends, Brett Young, aus den Katakomben des Carlswerks und versuchte sofort seine Fangemeinde mit dem Opener &#8222;Catch&#8220; einzufangen. Was mir sofort auffiel war die so gut wie nicht vorhandene Aura des Nashville-Stars.<\/p>\n<p>Das sollte sich auch im ganzen Verlauf des Konzerts nicht \u00e4ndern, auch wenn das vermutlich die meisten Anwesenden anders gesehen haben werden (nach dem Gig h\u00f6rte ich hinter mir zum Beispiel einen Kommentar wie &#8222;boah, hatte der &#8217;ne tolle Stimme&#8220;).<\/p>\n<p>Mit Country hatte das alles leider \u00fcberhaupt nichts zu tun, das war eigentlich massenkompatible Popmusik mit maximalem Gewinnstreben in Reinkultur. In den Texten ging es um so tiefgreifende Themen wie N\u00e4chstenliebe, Herzschmerz oder wer in Mamis Auto als erster unter den Geschwistern auf dem Beifahrersitz einsteigen darf, wegen Radiosendereinstellen und so&#8230;<\/p>\n<p>Auch s\u00e4mtliche Aktivit\u00e4ten seiner Spielgenossen, selbst bei der Bandvorstellung (da wechselte er nach ein paar kurzen T\u00f6nen direkt zum N\u00e4chsten), wurden dann sofort mit seinen zuckers\u00fc\u00dfen Strophen und Refrains im Keime erstickt. Der agilste war noch Keaton Simons, der bei &#8222;You Got Away With It&#8220; mal sporadisch die Harp plustern durfte, bei der Bandvorstellung den ansonsten fehlenden E-Bass sch\u00f6n groovig bezupfte und sich f\u00fcr das eine oder andere E-Gitarrenkurzsolo verantwortlich zeigte.<\/p>\n<p>Bezeichnend waren dann ein paar betrunkene Amerikanerinnen mit einem <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Kenny+Chesney\">Kenny Chesney<\/a>-Typ als Hahn im Korb, die mit jedem weiteren Bier die Intensit\u00e4t ihres Kreischens und Mitsingens erh\u00f6hten. Der Gipfel der Peinlichkeit war erreicht, als er dann pl\u00f6tzlich sein kariertes Hemd abgelegt hatte, seinen gest\u00e4hlten gro\u00dffl\u00e4chig t\u00e4towierten K\u00f6rper zur Schau stellte und eine der besonders Aufmerksamkeit suchenden jungen M\u00e4dels auf die Schulter nahm. Als Young dann von seinen beiden Kindern und seiner Frau erz\u00e4hlte und &#8222;Lady&#8220; einl\u00e4utete, fiel die Kinnlade runter. &#8222;Good bless America&#8220; dachte ich nur, besonders vor deinen eigenen Landsleuten&#8230;<\/p>\n<p>In der Schlussphase samt den beiden Zugaben jagte dann mit Sachen wie &#8222;Here Tonight&#8220;, &#8222;You Didn&#8217;t&#8220; und &#8222;Sleep Without You&#8220; ein (beliebig austauschbarer) Hit den anderen. Das \u00fcberwiegende Publikum sang, wedelte und klatschte begeistert mit.<\/p>\n<p>Insgesamt gesehen m\u00fcsste dieser Brett Young-Gig allerdings f\u00fcr jeden, der schon einmal ein halbwegs anspruchsvolles Konzert erlebt hat, eine gro\u00dfe Entt\u00e4uschung gewesen sein. Wie bereits oben erw\u00e4hnt, war es aber auch der erste Ausfall in einer sonst bis dato immer tollen SOUNDS OF NASHVILLE-Reihe.<\/p>\n<p>Trotzdem danke an Semmel-Concerts f\u00fcr die wie immer bestens organisierte Akkreditierung.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Line-up:<\/strong><\/span><br \/>Brett Young (lead vocals, acoustic guitar)<br \/>Keaton Simons (acoustic guitar, electric guitar, bass, harp, vocals)<br \/>Billy Hawn (drums)<br \/>XXX (electric guitar, acoustic guitar, vocals)<br \/>Matt Ferranti (keys, acoustic guitar, vocals)<\/p>\n<p>Bilder: Gernot Mangold<br \/>Text: Daniel Daus<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.BrettYoungMusic.com\">Brett Young<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/brettyoungmusicpage\">Brett Young bei Facebook<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.callistaclark.com\/\">Callista Clark<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/callistaclarkmusic\">Callista Clark bei Facebook<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.semmel.de\">Semmel Concerts Entertainment GmbH<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.carlswerk-victoria.de\/\">Carlswerk Victoria<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass es nach den beiden \u00fcberragenden Konzerten von Peter Frampton und Sean Webster in den Tagen zuvor, die an musikalischer Leidenschaft, -Freude und instrumenteller Klasse kaum zu toppen sind, schwer werden w\u00fcrde, den inneren Hebel kurzfristig auf Nashville-Countrypop umzulegen, war irgendwo klar. 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