{"id":57580,"date":"2022-11-18T15:30:03","date_gmt":"2022-11-18T14:30:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=57580"},"modified":"2022-11-18T15:32:27","modified_gmt":"2022-11-18T14:32:27","slug":"peter-frampton-16-11-2022-mitsubishi-electric-halle-duesseldorf-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2022\/11\/18\/peter-frampton-16-11-2022-mitsubishi-electric-halle-duesseldorf-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Peter Frampton &#8211; 16.11.2022, Mitsubishi Electric HALLE, D\u00fcsseldorf &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/FR_haupt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-57598\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/FR_haupt.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/FR_haupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/FR_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Ich glaube jeder, der sich als Fan von Rockmusik bezeichnet und eine dementsprechende Sammlung an Tontr\u00e4gern besitzt, wird in dieser sicherlich &#8222;Frampton Comes Alive&#8220; aus dem Jahr 1976 inkludiert haben, eines der wohl bekanntesten und erfolgreichsten Live-Alben aller Zeiten.<\/p>\n<p>Auch ich besitze sie als Doppel-LP und habe sie mir als Verfechter der CD nat\u00fcrlich dann irgendwann auch in digitaler Version zugelegt. Das ist aber schon lange her und ich muss zu meiner eigenen Schande gestehen, dass ich trotz meiner unz\u00e4hligen Konzertbesuche bis dato, den mittlerweile in Nashville lebenden Briten nie live gesehen habe. Umso sch\u00f6ner, dass der Veranstalter Sparkassenpark M\u00f6nchengladbach, uns jetzt die M\u00f6glichkeit in der D\u00fcsseldorfer Mitsubishi Electric HALLE dazu erm\u00f6glicht hat.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst konnte aber der britische Gitarrist und Songwriter Jack Broadbent f\u00fcr eine knappe halbe Stunde sich mit seinem eigenwilligen Stil, der sich \u00fcberwiegend in Deltablues-Sph\u00e4ren bewegte, u. a. mit Tracks aus seinem aktuellen Werk &#8222;Ride&#8220;, als Alleinunterhalter der Audienz vorstellen.<\/p>\n<p>Der als &#8222;New master of slide guitar&#8220; gerufene Musiker wirbelte dabei wie von einer Tarantel gestochen mit einem\u00a0 Flachmann auf dem Hals seiner Gitarre herum und erntete nach dem finalen Ray Charles-Cover-St\u00fcck &#8222;Hit The Road Jack&#8220; den geb\u00fchrenden Applaus f\u00fcr eine engagierte und sympathische Performance.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der kurzen Pause kam eine humorvolle Ansage an unsere Handy-infizierte Spezies, doch diese bitte nur im Rahmen der ersten drei St\u00fccke zu benutzen und es dann auszuschalten. Dies f\u00fchrte zum Einen, dass am Anfang eine gro\u00dfe Meute in Richtung Fotograben st\u00fcrmte, aber von den Ordnern dann wieder schnell in die Schranken verwiesen wurde. F\u00fcr diese wurde es dann nat\u00fcrlich auch ab St\u00fcck 4 zum reinsten Spie\u00dfroutenlauf mit den immer wieder aufleuchtenden Displays, denn Respekt und eine gewisse Regelakzeptanz, scheinen sich in dieser Ego-Gesellschaft leider zu Fremdworten entwickelt zu haben.<\/p>\n<p>Dazu hatte ich auch noch das Gl\u00fcck in kurzer Entfernung einen Besucher der Marke Wichtigtuer neben mir zu haben, der durch regelm\u00e4\u00dfige Zwischenrufe seine scheinbar mangelnde Aufmerksamkeit im bisherigen Leben, auf diese Art und Weise zu kompensieren versuchte.<\/p>\n<p>Ansonsten stimmte aber alles an diesem Abend (Sound, Licht, Stimmung) und ich muss schon vorab konstituieren, dass dieses Konzert mit Abstand das absolute Jahreshighlight darstellte und auch in meiner pers\u00f6nlichen Alltime-Favorite-Liste sicherlich unter den ersten Zehn landen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zum <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2022\/05\/04\/joe-bonamassa-03-05-2022-mitsubishi-electric-halle-duesseldorf-konzertbericht\/\">Gig<\/a> von <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Joe+Bonamassa\">Joe Bonamassa<\/a> vor gut einem halben Jahr an gleicher Stelle, pr\u00e4sentierte sich hier ein Protagonist, bei dem trotz seiner charismatischen B\u00fchnenpr\u00e4senz das Kollektiv nie au\u00dfer Acht gelassen wurde, sprich, sein ebenfalls hochkar\u00e4tiges Begleitensemble, bestehend aus Nashville-Paradebassist Steve Mackey (der war \u00fcbrigens bei beiden Konzerten die gemeinsame Schnittmenge), Drummer Dan Wojciechowski, Co-Gitarrist Adam Lester und dem \u00fcberragenden Rob Arthur (keys, electric and acoustic guitar, vocals) wurde von seiner Seite deutlich der geb\u00fchrende Respekt (musikalisch wie auch menschlich) gezollt.<\/p>\n<p>Frampton, durch seine t\u00fcckische fortschreitende Muskelerkrankung IBM deutlich gezeichnet, musste den Gig auf dem Stuhl sitzend vollziehen, demnach passten sich auch die anderen Musiker entsprechend an, lediglich Rob Arthur war durch das st\u00e4ndige Wechseln der Keys und zwischenzeitlich zu den Gitarren (da sa\u00df er dann auch wie die anderen) l\u00e4uferisch unterwegs.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck scheint die Motorik des mittlerweile \u00fcber Siebzig-j\u00e4hrigen in Armen und H\u00e4nden noch nicht entscheidend beeintr\u00e4chtigt zu sein, Peter gl\u00e4nzte mit seinen unz\u00e4hligen quirligen, aber auch sehr gef\u00fchlvollen Gitarreneinlagen, auch seine Stimme hat nichts von ihrer Markanz und Ausstrahlung verloren.<\/p>\n<p>Apropos Stimme: Es gab nat\u00fcrlich vor so gut wie jedem St\u00fcck eine Anekdote aus seinen Glanzzeiten, da u. a. war von einem sondergefertigtem gr\u00fcnen Bob Ludwig-Drumkit und von einer bei einem Flugzeugcrash verloren geglaubten Les Paul-Gitarre die Rede, die \u00fcber Ebay und andere wundersame Weisen wieder in Framptons Besitz gelangt sind (und an diesem Abend auch zum Einsatz kamen), Scheidung, Gitarrenkaufsucht, wilden Parties in seinem Haus in der N\u00e4he der Abbey Road, wo an einem regnerischen Abend pl\u00f6tzlich ein wildfremdes P\u00e4rchen vor der T\u00fcr stand und f\u00fcr gleich drei Wochen am St\u00fcck um Unterkunft bat (daraus entstand &#8222;The Lodger&#8220;), zwei feuchtfr\u00f6hlichen Wochen mit Alvin Lee und Gattin von drei geplanten auf den Bahamas, wo nichts ging, in denen aber eigentlich ein Album entstehen sollte oder wie man den Zorn von Panama-Diktator Manuel Noriega wegen eines gecanzelten Gigs auf sich zog und nur mit viel Gl\u00fcck aus dem Land entschwinden konnte. Alles nat\u00fcrlich in klarstem Gentleman-Englisch und mit jeder Menge eigenwilligem britischem Humor \u00fcberliefert.<\/p>\n<p>Klar, dass neben Sachen wie dem standesgem\u00e4\u00dfen Opener &#8222;Baby (Something&#8217;s Happening)&#8220;, &#8222;Lying&#8220;, &#8222;It&#8217;s A Plain Shame&#8220;, &#8222;All I Wanna Be Is By Your Side&#8220;, &#8222;I&#8217;ll Give You Money&#8220;, die alle ihre besonderen Momente hatten und zum Teil auch durch die gro\u00dfe Leinwand im Hintergrund visuell sehr passend unterlegt wurden, die Hitst\u00fccke wie &#8222;Show Me The Way&#8220;, &#8222;Lines On My Face&#8220;, &#8222;Baby I Love Your Way&#8220; oder &#8222;Do You Feel Like We Do&#8220; (mit den bekannten Talkbox-Einlagen) im Fokus, aber auch das in einer starken Instrumentalversion gebrachte &#8222;Georgia On My Mind&#8220; oder das Soundgarden-Cover &#8222;Black Hole Sun&#8220; und die beiden Tracks aus Peters Humble Pie-Zeit, &#8222;4 Day Creep&#8220; und &#8222;I Don&#8217;t Need No Doctor&#8220;, wussten absolut zu gefallen.<\/p>\n<p>Als das Quintett dann am Ende noch eine Killerverson vom Beatles-Klassiker &#8222;While My Guitar Gently Weeps&#8220; nachlegte, gab es kein Halten mehr auf den St\u00fchlen. Mehrmin\u00fctige Standing Ovations zogen den sichtlich bei der letzten Vorstellung seiner Europa-Tournee ger\u00fchrten Vollblutmusiker nochmals zu seinem Mikro zur\u00fcck und er bedankte sich bei allen Involvierten auf herzlichste Weise. Auch wenn man Frampton ansah, dass er realisierte, dass es vermutlich sein letzter Auftritt in D\u00fcsseldorf war, verabschiedete er sich doch mit einem optimistisch gestimmten &#8222;Never Say Never&#8220;.<\/p>\n<p>Wir erwidern: &#8222;Alles Gute Peter Frampton, was immer da noch kommen mag! Danke f\u00fcr dieses grandiose Musikerlebnis!&#8220;<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>Peter Frampton (lead vocals, electric and acoustic guitar, talk box, percussion)<br \/>Steve Mackey (bass)<br \/>Rob Arthur (keys, electric and acoustic guitar, vocals)<br \/>Dan Wojciechowski (drums)<br \/>Adam Lester (electric and acoustic guitar, vocals)<\/p>\n<p>Bilder: Gernot Mangold<br \/>Text: Daniel Daus<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/frampton.com\/\">Peter Frampton<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/PeterFrampton\">Peter Frampton bei Facebook<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.JackBroadbent.co.uk\/\">Jack Broadbent<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/JackBroadbentMusic\">Jack Broadbent bei Facebook<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.SparkassenPark.de\/\">SparkassenPark M\u00f6nchengladbach Promotion<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.mitsubishi-electric-halle.de\/\">Mitsubishi Electric HALLE, D\u00fcsseldorf<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich glaube jeder, der sich als Fan von Rockmusik bezeichnet und eine dementsprechende Sammlung an Tontr\u00e4gern besitzt, wird in dieser sicherlich &#8222;Frampton Comes Alive&#8220; aus dem Jahr 1976 inkludiert haben, eines der wohl bekanntesten und erfolgreichsten Live-Alben aller Zeiten. Auch ich besitze sie als Doppel-LP und habe sie mir als Verfechter der CD nat\u00fcrlich dann &hellip; <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2022\/11\/18\/peter-frampton-16-11-2022-mitsubishi-electric-halle-duesseldorf-konzertbericht\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Peter Frampton &#8211; 16.11.2022, Mitsubishi Electric HALLE, D\u00fcsseldorf &#8211; Konzertbericht<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[122,2658,4926,4925,3169,783,3065,930],"class_list":["post-57580","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-blues-rock","tag-duesseldorf","tag-frampton-comes-alive","tag-jack-broadbent","tag-mitsubishi-electric-halle","tag-nashville","tag-peter-frampton","tag-rock"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57580","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=57580"}],"version-history":[{"count":11,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57580\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":57660,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57580\/revisions\/57660"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=57580"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=57580"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=57580"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}