{"id":57573,"date":"2022-11-17T10:59:35","date_gmt":"2022-11-17T09:59:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=57573"},"modified":"2022-11-17T11:03:18","modified_gmt":"2022-11-17T10:03:18","slug":"joanne-shaw-taylor-nobodys-fool-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2022\/11\/17\/joanne-shaw-taylor-nobodys-fool-cd-review\/","title":{"rendered":"Joanne Shaw Taylor &#8211; Nobody\u2018s Fool &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/JST_300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-57574\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/JST_300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/JST_300-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Review: J\u00f6rg Schneider<\/p>\n<p>Seit Joanne Shaw Taylor vor zwanzig Jahren im zarten Alter von &#8218;Sweet Sixteen&#8216; von Dave Stewart entdeckt wurde, hat es die Britin geschafft, sich zu einer der besten Gitarristinnen im Rockbusiness zu entwickeln. Nach ihrem 2021\u2018er \u201e<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2021\/09\/23\/joanne-shaw-taylor-the-blues-album-cd-review\/\">The Blues Album<\/a>\u201c und dem im gleichen Jahr erschienenen Livealbum \u201e<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2022\/06\/24\/joanne-shaw-taylor-blues-from-the-heart-live-cd-review\/\">Blues From The Heart<\/a>\u201c steht nun ihr neuestes Werk in den Startl\u00f6chern.<\/p>\n<p>Auch \u201eNobody\u2018s Fool\u201c wurde, genau wie die Vorg\u00e4ngerscheibe, von Joe Bonamassa und Josh Smith produziert und erscheint am 28. Oktober auf Bonamassas Plattenlabel KTBA Records. Diesmal wieder als ein reines Studioalbum, das mit elf exquisiten Tracks gl\u00e4nzt. Fast alle Songs hat sie selbst komponiert. Nur \u201eMissionary Man\u201c (Dave Stewart, The Eurythmics) stammt nicht aus ihrer Feder und bei ein paar anderen Songs haben u. a. <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Josh+Smith\">Josh Smith<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Joe+Bonamassa\">Joe Bonamassa<\/a> zumindest mitgewirkt.<\/p>\n<p>\u00dcberraschenderweise hebt sich aber Joannes neue Scheibe in musikalischer Hinsicht deutlich von ihren Alben zuvor ab. Klar, immer noch ist ihre soulige, teils leicht heisere, Altstimme f\u00fcr den Sound mitbestimmend und auch ihre kraftvollen Gitarrenriffs und Hooklines sind so, wie man sie kennt. Trotzdem kommen viele der elf Albumtracks recht poppig und durchaus mit Radioqualit\u00e4ten versehen r\u00fcber. Der Titelsong \u201eNobody\u2018s Fool\u201c liefert gleich ein Beispiel daf\u00fcr. Da ist ihre einzigartige Stimme, verpackt in einen leicht fluffigen Popsong, bei man sogar ganz zarte Americanaelemente herauszuh\u00f6ren glaubt.<\/p>\n<p>In eine \u00e4hnliche mainstreamige Richtung geht auch das gut tanzbare \u201eWon\u2018t Be Fooled Again\u201c mit Joe Bonamassa als Gastgitarrist. Zuvor liefert Joanne allerdings noch einen Tune ab (\u201eBad Blood\u201c), dessen dumpfes Intro glatt f\u00fcr einen Krimi geschrieben worden sein k\u00f6nnte, der schlie\u00dflich aber auch ins Poppige abdrifted, um mit der wiederkehrenden Eingangssequenz einen musikalischen Kontrast zu bilden. Ganz anders \u201eJust No Getting Over You\u201c. Der Song erh\u00e4lt durch eine Bl\u00e4sersektion einen leicht soulig-funkigen Touch.<\/p>\n<p>Dass Joanne Shaw Taylor auch besinnlich kann, zeigt sie mit gleich zwei Liedern. Da sind zum Einen der einf\u00fchlsam vorgetragene Slowblues \u201eFade Away\u201c mit Klavierbegleitung und Tina Guo am Cello und zum Anderen gegen Ende der Scheibe \u201eThe Leaving Kind\u201c an dessen Entstehung Joe Bonamassa mitgewirkt hat. Mit \u201eThen There\u2018s You\u201c gibt\u2018s dann auch &#8217;ne richtig hart treibende Blues Rock-Nummer auf die Ohren, die aber umgehend von \u201eRunaway\u201c, einer poppig-fr\u00f6hlichen Melodie im Singer-Songwriter-Stil, abgel\u00f6st wird.<\/p>\n<p>Wo sonst als bei \u201eMissionary Man\u201c kann Dave Stewart endlich als Gastgitarrist einsteigen. Und dennoch unterscheidet sich der Track erheblich vom Eurythmics-Original. Bei der Neuinterpretation verzichtet Joanne allerdings auf das Harp- unterst\u00fctzte Intro und gesanglich ist ihre Stimme auch nicht so hart wie die von Annie Lennox. Gastgitarristin Carmen Vandenberg (Bones UK) darf sich in \u201eFigure It Out\u201c die Ehre geben, einem Track, der mit gef\u00fchlten mehr als 100 beats per Minute hektisch nach vorn schie\u00dft. Der bereits erw\u00e4hnte Slowblues \u201eThe Leaving Kind\u201c holt den H\u00f6rer letztendlich wieder runter, bevor das Album mit dem fr\u00f6hlichen und lebensfrohen \u201eNew Love\u201c vers\u00f6hnlich endet.<\/p>\n<p>Nun l\u00e4sst sich vortrefflich dar\u00fcber streiten, ob sich Joanne Shaw Taylor mit ihrem neuen Album musikalisch weiterentwickelt hat oder ob sie sich lediglich auf einen kommerzielleren Pfad begeben m\u00f6chte. Musikalisches Neuland ist das Album auf jeden Fall. Bitte nicht falsch verstehen, die Scheibe ist einerseits auf ihre Art wirklich gut, aber eben ganz anders als Joannes Vorg\u00e4ngeralben und d\u00fcrfte daher den Geschmack von Hardcore-Bluesfans nicht so ganz treffen.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle anderen, die gern mal \u00fcber den Bluestellerrand blicken m\u00f6chten, ist der Kauf des Silberlings sicherlich eine \u00dcberlegung wert. Und auch f\u00fcr diejenigen, die eher einen etwas poppigeren Sound bevorzugen, ohne dabei auf Blueselemente verzichten zu wollen, ist \u201eNobody\u2018s Fool\u201c bestimmt eine gute Anschaffung.<\/p>\n<p><strong>KTBA Records (2022)<\/strong><br \/><strong>Stil: Blues Rock, Pop<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>01. Nobody\u2018s Fool<br \/>02. Bad Blood<br \/>03. Won\u2018t Be Fooled Again (feat. Joe Bonamassa)<br \/>04. Just No Getting Over You (Dream Cruise)<br \/>05. Fade Away (feat. Tina Guo)<br \/>06. Then There\u2018s You<br \/>07. Runaway<br \/>08. Missionary Man (feat. Dave Stewart)<br \/>09. Figure It Out (feat. Carmen Vandenberg)<br \/>10. The Leaving Kind<br \/>11. New Love<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.joanneshawraylor.com\/\">Joanne Shaw Taylor<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/joanneshawtaylor\/\">Joanne Shaw Taylor bei Facebook<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.another-dimension.net\/\">Another Dimension<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: J\u00f6rg Schneider Seit Joanne Shaw Taylor vor zwanzig Jahren im zarten Alter von &#8218;Sweet Sixteen&#8216; von Dave Stewart entdeckt wurde, hat es die Britin geschafft, sich zu einer der besten Gitarristinnen im Rockbusiness zu entwickeln. 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