{"id":57405,"date":"2022-11-09T18:00:10","date_gmt":"2022-11-09T17:00:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=57405"},"modified":"2022-11-09T21:20:23","modified_gmt":"2022-11-09T20:20:23","slug":"joseph-parsons-holy-loneliness-divine-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2022\/11\/09\/joseph-parsons-holy-loneliness-divine-cd-review\/","title":{"rendered":"Joseph Parsons \u2013 Holy Loneliness Divine \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Parsons-300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-57406\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Parsons-300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Parsons-300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Parsons-300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Parsons-300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Joseph Parsons ist ein Teamplayer, der seine musikalische Kreativit\u00e4t gerne in Kollaborationen einbringt. So begr\u00fcndete er <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Hardpan\">Hardpan<\/a>, die <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=US+Rails\">US Rails<\/a> und 4 Way Street oder war als Duo <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Parsons+Thibaud\">Parsons Thibaud<\/a> mit <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Todd+Thibaud\">Todd Thibaud<\/a> (<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Water+And+Sand\">Water And Sand<\/a>) produktiv. Mit seiner Begleitband, die sich aus Ross Bellenoit, Freddi Lubitz und Sven Hansen zusammensetzt, legt er nun sein f\u00fcnfzehntes Album unter seinem Namen vor. Seit dem Doppelalbum \u201eSlaughterhouse Live\u201c (2009) z\u00e4hlen die drei Mitstreiter zum harten Kern von Parsons\u2018 Touren und Studioaufnahmen. \u201eHoly Loneliness Divine\u201d ist der letzte Longplayer, der in dieser Konstellation eingespielt wurde. Die Bandmitglieder wollen neue Wege einschlagen und andere Projekte angehen.<\/p>\n<p>Der nun vorliegende Abschluss dieser musikalischen Phase sollte ein ganz besonderer werden, der den charakteristischen Sound fr\u00fcherer Alben weiterhin einf\u00e4ngt und ihn zudem auf eine neue Stufe hebt. In den letzten Jahren habe ich Parsons\u2018 Ver\u00f6ffentlichungen nicht kontinuierlich verfolgt, zuletzt drehte sich \u201e<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/03\/13\/joseph-parsons-digging-for-rays-cd-review\/\">Digging For Rays<\/a>\u201c (2018) in meinem CD-Player. Eine umfassende Einordnung, inwieweit dieser Anspruch eingel\u00f6st wurde, kann ich also nicht leisten. Festhalten kann ich aber mit Blick auf die mir bekannten Werke, dass \u201eHoly Loneliness Divine\u201d sein in der Gesamtheit bestes Album der vergangenen Dekade darstellt.<\/p>\n<p>Parson spielt seine St\u00e4rke als Songwriter aus. Mit Ausnahme von \u201eMy My Caroline\u201c, das er gemeinsam mit Ben Arnold (US Rails) verfasste, stammen alle St\u00fccke alleinig aus seiner Feder. Die melodi\u00f6sen Songs werden durch Parsons\u2018 markante Stimme getragen, mit der er seine poetischen Texte vortr\u00e4gt. Die Lyrics sind introspektiv, ber\u00fchren aber allgemeing\u00fcltige Themen. Einzig \u201eBookshop Mary\u201c ist in der dritten Person verfasst. Der Track geh\u00f6rt zu den Highlights des Longplayers. Anders als bei fr\u00fcheren St\u00fccken, setzt Parson hier auf einen deutlich abgehoben und eing\u00e4ngigen Refrain. Diesem ist auch der Titel des Albums entnommen.<\/p>\n<p>\u201eDreams We Dare\u201c hat ebenfalls einen auff\u00e4lligen Chorus, dessen Besonderheit darin liegt, dass er durch einen mehrstimmigen Background vervollst\u00e4ndigt wird. Die Variabilit\u00e4t der von Parson geschaffenen Songstrukturen tritt vor allem auch bei \u201eDaring To Fall\u201c mit seiner effektvollen Bridge zutage. Die Arrangements erzeugen einen vollen, komplexen Sound, dabei sind sie nicht \u00fcberladen und stehen im Dienst der Songs, die ihre Linie nicht verlieren. W\u00e4hrend nach meinem Geschmack bei dem Album aus dem Jahr 2018 manche Schlenker in der Produktion zu viel waren, trifft Parson hier genau das richtige Ma\u00df.<\/p>\n<p>Auf \u201eHoly Loneliness Divine\u201d schl\u00e4gt Parsons deutlich rockigere T\u00f6ne an als auf vorangegangenen Alben. Die Gitarrenpassagen sind teilweise kr\u00e4ftig (\u201eDreaming A Universe\u201c), teilweise filigraner (\u201eInvisible\u201c). Die \u00fcberwiegende Anzahl der Songs bewegt sich in einem mittleren Tempobereich. Vor allem im letzten Drittel finden sich zudem langsamere, atmosph\u00e4risch dichte Beitr\u00e4ge (\u201eForever Yours\u201c, \u201eFull Moon Tide\u201c), bei denen Parsons Gesang, dem eine gewisse Schwere anhaftet, voll zur Geltung kommt. \u201eThankful\u201c bildet mit dem akzentuierten Schlagzeug und der kraftvoll wimmernden Gitarre den fulminanten Abschluss eines durchg\u00e4ngig gelungenen Albums.<\/p>\n<p>F\u00fcr diejenigen, die Joseph Parsons Solover\u00f6ffentlichungen noch nicht kennen, bietet \u201eHoly Loneliness Divine\u201d einen empfehlenswerten Einstieg, um seinen Backkatalog dann von hinten aufzurollen. Das Album bildet eine weitere Z\u00e4sur in Parsons breit gef\u00e4chertem musikalischen Werk, da es den ambitionierten Abschluss seiner Zusammenarbeit mit seiner langj\u00e4hrigen Begleitband darstellt. Die Joseph Parsons Band zeigt sich dabei nochmal in Hochform.<\/p>\n<p>Erw\u00e4hnung verdient zudem die hochwertige Gestaltung des Digipacks, wie sie f\u00fcr Ver\u00f6ffentlichungen aus dem Hause Blue Rose \u00fcblich sind. Texte, Produktionsinfos und Fotos sind beigef\u00fcgt. Egal ob man nun auf Vinyl oder CDs zur\u00fcckgreift, man hat ein haptisches und visuelles Erlebnis, das den Musikgenuss erg\u00e4nzt und vervollst\u00e4ndigt. In Zeiten der Streaming-Dienste wird es gerade f\u00fcr kleinere Labels schwieriger, diese Ausstattungsqualit\u00e4t zu halten, daher ein gro\u00dfes Kompliment an Beate und Edgar Heckmann von Blue Rose.<\/p>\n<p><strong>Meer Music\/Blue Rose Records (2022)<br \/>Stil: Rock<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>01. Dreaming A Universe<br \/>02. Passengers<br \/>03. Invisible<br \/>04. My My Caroline<br \/>05. Bookshop Mary<br \/>06. Dreams We Dare<br \/>07. Daring To Fall<br \/>08. Forever Yours<br \/>09. Full Moon Tide<br \/>10. Thankful<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.josephparsons.com\/\">Joseph Parsons<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/jpbofficial\">Joseph Parsons bei Facebook<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/bluerose-records.com\/\">Bluerose Records<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Joseph Parsons ist ein Teamplayer, der seine musikalische Kreativit\u00e4t gerne in Kollaborationen einbringt. So begr\u00fcndete er Hardpan, die US Rails und 4 Way Street oder war als Duo Parsons Thibaud mit Todd Thibaud (Water And Sand) produktiv. 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