{"id":56472,"date":"2022-10-02T12:47:40","date_gmt":"2022-10-02T10:47:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=56472"},"modified":"2022-10-04T17:45:10","modified_gmt":"2022-10-04T15:45:10","slug":"brighton-blues-cartel-30-09-2022-topos-leverkusen-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2022\/10\/02\/brighton-blues-cartel-30-09-2022-topos-leverkusen-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Brighton Blues Cartel &#8211; 30.09.2022, topos, Leverkusen &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"711\" height=\"533\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/BBC_haupt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-56559\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/BBC_haupt.jpg 711w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/BBC_haupt-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 711px) 100vw, 711px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Nachdem ich mich beruflich durch eine anstrengende Woche gequ\u00e4lt habe, die dazu noch von unangenehmen R\u00fcckenschmerzen begleitet wurde, stand ich kurz davor, dem Brighton Blues Cartel-Gig im kleinen urigen topos in Leverkusen, eine Absage zu erteilen.<\/p>\n<p>Da Menschen wie meine Wenigkeit, die quasi ihr ganzes Leben mit Mehrfachbelastungen umgegangen sind, gelernt haben, auch mal auf die Z\u00e4hne zu bei\u00dfen, und dazu mein Instinkt, auf den ich mich musikalisch bisher fast immer verlassen konnte, mir gesagt hat, dass ich was besonders Gutes verpassen w\u00fcrde, habe ich mich dann doch auf den Weg gemacht.<\/p>\n<p>Und wieder mal, in der Tat, musste ich mein Kommen nicht bereuen. Ganz im Gegenteil, was die Burschen um Danny Giles, Will Wilde und Steve Brook (dazu kam noch die b\u00e4renstark agierende Rhythmussektion mit Alan Taylor und Russel Carr) zum Startschuss ihrer Tour im topos ablieferten, war Blues und Rock vom Feinsten.<\/p>\n<p>Da unsere etatm\u00e4\u00dfigen Fotografen verhindert waren, \u00fcbernahm Klemens K\u00fcbber, der langj\u00e4hrige &#8218;Macher&#8216; des topos diesmal die Knipserei-T\u00e4tigkeit. Der schafft es immer wieder, allein, wenn man sich auch das kommende topos-Programm bis Dezember anschaut, solch tolle Acts durch geschickte Termine wie diesen, in die kleine Musikkneipe zu holen.<\/p>\n<p>Gespielt wurde in zwei Sets. Bis zur Pause hatten dann zun\u00e4chst Giles und dann Wilde Gelegenheit,&nbsp; f\u00fcr ihre eigenen Projekte Werbung zu machen. Danny Giles spielte im Trio mit Taylor und Carr und lie\u00df beim rockigen Kracher &#8222;Leave This Town&#8220; zum Auftakt auf seinem quietsch-gr\u00fcnen Arbeitsger\u00e4t, sofort ordentlich ab.<\/p>\n<p>Kein Wunder, dass er aufgrund seines quirligen Spiels (mit manchmal metal-artigem Esprit) zum Teil in Sph\u00e4ren eines Yngwie Malmsteen eingeordnet wird. F\u00fcr mich eine sch\u00f6ne Zusatzkomponente, die man im Blues Rock eigentlich nicht so oft h\u00f6rt. Auch der engagierter Gesang, die mitnehmende kommunikative Art und seine strammes Erscheinungsbild, hinterlie\u00dfen bei der Audienz m\u00e4chtig Eindruck.<\/p>\n<p>Mit weiteren St\u00fccken aus dem Album&nbsp;&#8222;More Is More&#8220;&nbsp;&nbsp;wie&nbsp;&#8222;Won&#8217;t Let Love&#8220;, &#8222;Been There Twice&#8220; (<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Led+Zeppelin\">Led Zep<\/a>-Note), &#8222;Hold On&#8220; und dem herrlichen &#8222;Don&#8217;t Go Messin'&#8220;&nbsp; (da fuchtelte&nbsp; er beim finalen Solo auf,&nbsp; \u00fcber und unter dem Gitarrenhals ganz wild herum) war die erst gute halbe Stunde wie im Fluge herum. Starke Leistung des Briten-Trios.<\/p>\n<p>Im fliegenden \u00dcbergang nahmen dann Gitarrist Steve Brook und Fronter Will Wilde seinen Platz auf der kleinen B\u00fchne ein. Wo Cowboys fr\u00fcher ihre Patronengurte trugen, hatte Wilde die Sammlung seiner Mundharmonikas umgehangen. Brook, er und Taylor haben ein neues Band-Projekt mit Namen Bad Luck Friday am Start, aus dem dann Tracks wie &#8222;Jealous Woman&#8220;, &#8222;Take The Best Of Me&#8220;, &#8222;666 At The Crossroads&#8220;, &#8222;Dust &amp; Bones&#8220;, &#8222;Low Down Dirty&#8220; und &#8222;Mistress&#8220; pr\u00e4sentiert wurden.<\/p>\n<p>Eigentlich bin ich garnicht der gro\u00dfe Fan von Harp-dominanter Blues Rock-Musik, die man hier h\u00e4tte vermuten k\u00f6nnen. Will wei\u00df aber sein Paradeger\u00e4t so nuanciert einzusetzen, dass es nie nervt. Begeisternd vor allem seine Stimme, die immer wieder Assoziationen mit Paul Rodgers aufkommen lie\u00dfen. Auch der meist posende und m\u00e4hnensch\u00fcttelnde Brook brachte mit seinen eher im Rock-\/Melodic Rock-verankerten Soli eine erfrischende Note in das musikalische Treiben des Quartetts. Das Ganze hatte was von Harp-umwehtem Bad Company-Rock.<\/p>\n<p>Nach der Pause wurde es richtig eng auf der B\u00fchne, als dann alle im Quintett, eine sch\u00f6ne Auswahl von unterschiedlichen Coverst\u00fccken zum Besten gaben. Das am Anfang performte, durch Whitesnake bekannt gewordene &#8222;Ain&#8217;t No Love In The Heart Of The City&#8220; war f\u00fcr mich dabei direkt das Highlight. Als sich Brook und Giles im Twin-Speed-Modus duellierten, schlug das Herz der Southern Rock-Fans ebenso schnell!<\/p>\n<p>&#8222;Oh Pretty Woman&#8220; von Gary Moore, der Muddy Waters-Schinken &#8222;Hooche Coochie Man&#8220;, das toll interpretierte Johnny Guitar Watson-Lied &#8222;Three Hours Past Midnight&#8220;, und der schunklige Canned Heat-Klassiker &#8222;Let&#8217;s Work Together&#8220; als Zugabe rundeten einen kurzweiligen und unterhaltsamen Abend der etwas anderen Blues Rock-Musik auf sch\u00f6ne Weise ab.<\/p>\n<p>Am Ende fragte mich Will an der Theke bei einer kurzen Unterhaltung noch, ob ich die neue neue CD der Bad Luck Family reviewen w\u00fcrde. Da musste ich angesichts der guten Leistung nat\u00fcrlich ohne Z\u00f6gern einwilligen, die Besprechung wird dann demn\u00e4chst auch hier zu lesen sein.<\/p>\n<p>Auch wenn im wirtschaftlichen Bereich Kartellen zurecht ein negatives Image angelastet wird, darf man diesem musikalischen Zusammenschluss aus dem britischen Seebad, nur beste Hintergedanken attestieren. Wer Zeit und Gelegenheit besitzt, sollte sich die Gigs des&nbsp; Brighton Blues Cartel auf der jetzt anstehenden Tour auf keinen Fall entgehen lassen. Absoluter Live-Tipp!<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br>Danny Giles (lead vocals, electric guitar)<br>Will Wilde (lead vocals, harp)<br>Steve Brook (electric guitar, vocals)<br>Russel Carr (bass)<br>Alan Taylor (drums)<\/p>\n<p>Bilder: Klemens K\u00fcbber<br>Text: Daniel Daus<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.willharmonicawilde.com\">Will Wilde<\/a><br><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/willharmonicawilde\/\">Will Wilde bei Facebook<\/a><br><a href=\"http:\/\/www.dannygiles.co.uk\">Danny Giles<\/a><br><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/danny.giles\/\">Danny Giles bei Facebook<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.badluckfriday.com\/\">Bad Luck Friday<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/https:\/\/www.facebook.com\/badluckfriday\/\">Bad Luck Friday bei Facebook<\/a><br><a href=\"http:\/\/www.jazz-lev.de\">topos Leverkusen<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich mich beruflich durch eine anstrengende Woche gequ\u00e4lt habe, die dazu noch von unangenehmen R\u00fcckenschmerzen begleitet wurde, stand ich kurz davor, dem Brighton Blues Cartel-Gig im kleinen urigen topos in Leverkusen, eine Absage zu erteilen. 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