{"id":55512,"date":"2022-09-06T18:56:04","date_gmt":"2022-09-06T16:56:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=55512"},"modified":"2022-09-06T18:56:06","modified_gmt":"2022-09-06T16:56:06","slug":"charley-crockett-the-man-from-waco-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2022\/09\/06\/charley-crockett-the-man-from-waco-cd-review\/","title":{"rendered":"Charley Crockett \u2013 The Man From Waco \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/cover-Charley-Crockett-The-Man-From-Waco-300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-55513\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/cover-Charley-Crockett-The-Man-From-Waco-300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/cover-Charley-Crockett-The-Man-From-Waco-300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/cover-Charley-Crockett-The-Man-From-Waco-300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/cover-Charley-Crockett-The-Man-From-Waco-300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Seit 2015 bringt Charley Crockett quasi j\u00e4hrlich ein neues Album mit Eigenkompositionen heraus und findet daneben noch Zeit, unter seinem alter ego \u201eLil\u2018 G. L.\u201c Coverprojekte umzusetzen. Auf seinem nunmehr elften Longplayer \u201eThe Man From Waco\u201c gewinnt Crockett seinem Sound eine neue Dimension ab. Er revolutioniert zwar nicht seinen Stil, aber die Scheibe klingt deutlich erdiger als die vorherigen. Crockett f\u00e4hrt Twang und Honky Tonk zur\u00fcck und auch Slide und Steel Pedal kommen merklich reduzierter zum Einsatz. Dennoch bleibt unverkennbar, auf wessen Konto \u201eThe Man From Waco\u201c geht, wof\u00fcr Crocketts au\u00dfergew\u00f6hnlicher Gesang Garant ist.<\/p>\n<p>Crockett, der seine Musik als Gulf And Western bezeichnet, orientiert sich diesmal weniger am klassischen Country, auch wenn einzelne St\u00fccke wie \u201eName On A Billboard\u201d an diesen ankn\u00fcpfen. Zwar sch\u00f6pft Crockett gelegentlich aus den Vollen, was Twang und Slide betrifft (\u201eJust Like Honey\u201d), doch die Country-Nummern \u201eCowboy Candy\u201c, \u201eAll The Way From Atlanta\u201c und \u201eJuly Jackson\u201c sind wesentlich geerdeter. Besonders gelungen ist \u201eBlack Sedan\u201c, dem Crockett, begleitet von Klavier, Percussion und Gitarren unterschiedlicher Klangfarben, eine interessante Soundvariation abgewinnt.<\/p>\n<p>Die St\u00fccke bewegen sich wie sonst auch zumeist im unteren bis mittleren Tempobereich, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Das semi-akustisch gehaltene \u201eTime Of The Cottonwood Trees\u201d sowie das etwas voller begleitete \u201eOdessa\u201d sind zwei ruhige, jedoch starke Songs. Besonders atmosph\u00e4risch ist \u201eHorse Thief Mesa\u201d durch die Background-Vocals. Sch\u00f6n staubig wirkt der Titeltrack, der mit seinen Trompeten in das Grenzgebiet zu Mexiko versetzt, so wie auch die Landschaft auf dem Albumcover nahelegt. Musik und Story k\u00f6nnten einem Westernfilm entstammen. Auf der Neueinspielung von \u201eTrinity River\u201c, das bereits auf \u201eStolen Jewel\u201c (2015) zu finden ist, und der Single \u201eI\u2019m Just A Clown\u201d unterst\u00fctzen die Bl\u00e4ser den Soul, den Crockett in die beiden St\u00fccke legt.<\/p>\n<p>Die gesamte Band spielte die Tracks quasi live im Studio mit nur wenigen Overdubs ein. Crockett entschied sich dazu, sie nicht weiter zu mastern \u2013 im R\u00fcckblick ein weiser Entschluss, der auch von dem Produzenten Bruce Robison getragen wurde. Stellten sich bei der hohen Ver\u00f6ffentlichungsdichte und den doch h\u00e4ufig \u00e4hnlichen Arrangements in letzter Zeit leichte Erm\u00fcdungserscheinungen ein, entwickelt das neue Werk einen rauen Charme, der sich von den vorherigen abhebt. Die Songs wurden zum Teil von Crockett alleine geschrieben, zum Teil in Kollaboration mit anderen Musikern. Einzelne Einsch\u00fcbe bei \u201eTom Turkey\u201d sind Bob Dylans \u201eBilly 4\u201d von dem Soundtrack \u201ePat Garrett &amp; Billy The Kid\u201d entnommen.<\/p>\n<p>Charley Crockett pr\u00e4sentiert seine Eigenkompositionen in einem ungewohnt ungeschliffenen und erdigen Arrangement. Der modifizierte Sound bringt die Qualit\u00e4t der Songs unverstellt zur Geltung, sodass \u201eThe Man From Waco\u201c um L\u00e4ngen abwechslungsreicher erscheint als Crocketts letzte Longplayer. Das neue Album stellt eine Z\u00e4sur in seiner beachtlichen Ver\u00f6ffentlichungsliste dar, daher darf man auf das n\u00e4chste Werk gespannt sein, das sicherlich nicht lange auf sich warten l\u00e4sst. Vielleicht bietet sich vorher die Gelegenheit, Crockett live zu sehen. Bislang sind zwei Konzerte im November mit den Spielorten K\u00f6ln und Berlin angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p><strong> Son Of Davy \u2013 Thirty Tigers (2022)<br>\nStil: Country, Soul<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br>\n01. The Man From Waco Theme<br>\n02. Cowboy Candy<br>\n03. Time Of The Cottonwood Trees<br>\n04. Just Like Honey<br>\n05. I\u2019m Just A Clown<br>\n06. Black Sedan<br>\n07. The Man From Waco<br>\n08. Trinity River<br>\n09. Tom Turkey<br>\n10. Odessa<br>\n11. All The Way From Atlanta<br>\n12. Horse Thief Mesa<br>\n13. July Jackson<br>\n14. The Man From Waco Theme<br>\n15. Name On A Billboard<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.charleycrockett.com\/\">Charley Crockett<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/charleycrockettmusic\/\">Charley Crockett bei<br>\nFacebook<\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/www.thirtytigers.com\/\">Thirty Tigers<\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/oktoberpromotion.com\/\">Oktober Promotion<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Seit 2015 bringt Charley Crockett quasi j\u00e4hrlich ein neues Album mit Eigenkompositionen heraus und findet daneben noch Zeit, unter seinem alter ego \u201eLil\u2018 G. L.\u201c Coverprojekte umzusetzen. Auf seinem nunmehr elften Longplayer \u201eThe Man From Waco\u201c gewinnt Crockett seinem Sound eine neue Dimension ab. 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