{"id":54725,"date":"2022-06-19T15:53:39","date_gmt":"2022-06-19T13:53:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=54725"},"modified":"2022-06-19T16:11:20","modified_gmt":"2022-06-19T14:11:20","slug":"watershed-support-florian-lohoff-16-06-2022-musiktheater-piano-dortmund-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2022\/06\/19\/watershed-support-florian-lohoff-16-06-2022-musiktheater-piano-dortmund-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Watershed \u2013 Support: Florian Lohoff \u2013 16.06.2022 \u2013 Musiktheater Piano, Dortmund &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/WS_haupt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-54738\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/WS_haupt.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/WS_haupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/WS_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Es f\u00e4llt manchmal schwer, die passenden Worte in einem Konzertbericht zu finden, wenn diese, aus welchem Grund auch immer, in fast leeren Clubs stattfinden. Deshalb zun\u00e4chst einmal das Positive, der Bericht \u00fcber ein h\u00f6renswertes Konzert der s\u00fcdafrikanischen Band Watershed und danach eine Beschreibung der Situation f\u00fcr Clubs, Veranstalter und Bands in der derzeitigen Situation.<\/p>\n<p>Gerade einmal etwa 40 Besucher hatten sich im Dortmunder Musiktheater Piano eingefunden, als Florian Lohoff die G\u00e4ste mit einem kurzweiligen Programm unterhielt. Er hatte schon vorher Samples eingespielt, zu denen er dann live die Gitarre einspielte und sang. Aus produktionstechnischen (evtl. auch aus monet\u00e4ren) Gr\u00fcnden, war nur diese Form m\u00f6glich. Dennoch wurde seine soulig-rockige Musik mit einigen Funkelementen sehr gut aufgenommen.<\/p>\n<p>Gegen 21:00 Uhr begannen dann die vier S\u00fcdafrikaner, die vor etwa 22 Jahren mit \u201eIndigo Girl\u201c einen beachtlichen Erfolg in Deutschland hatten. Im Vordergrund stand dabei der Gr\u00fcnder und Songwriter der Band, Craig Warren Hinds, mit seiner markanten Stimme, welche zuweilen an die alten REM oder auch an Coldplay erinnerte.<\/p>\n<p>Die Band spielte dabei ein Repertoire aus Ihrer Anfangszeit, wo nat\u00fcrlich \u201eIndigo Girl\u201c der am meisten erwartete Song war, bis zum aktuellen Album \u201eElephant In The Room\u201c. Das Quratett allerdings auf diesen einen Song zu reduzieren, w\u00fcrde den S\u00fcdafrikanern nicht gerecht werden. So kamen die neuen St\u00fccke, unter anderem der Titelsong \u201eElephant In The Room\u201c, \u201eClose To You\u201c oder \u201eAfrican Stars\u201c bei den Fans bestens an, was sich auch am lautstarken Applaus und teilweise tanzendemn Mitgehen zeigte.<\/p>\n<p>Die eingestreuten Coversongs \u201eI&#8217;m On Fire\u201c von <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bruce+Springsteen\">Bruce Springsteen<\/a> und der Leonard Cohen-Klassiker \u201eHalleluja\u201c legten die Bandbreite Hinds mit seiner Stimme offen. Dazu kamen seine guten F\u00e4higkeiten als Entertainer, an der Akustikgitarre und auch am Piano. Einige Songs performte er nur dezent begleitet von Gitarristen Gideon Botes, wie auch die erste Zugabe \u201eFlashligt\u201c.<\/p>\n<p>Dabei zauberte er zuweilen tr\u00e4umerische Stimmungen ins Musiktheater Piano. F\u00fcr mich war aber die Version von \u201eWatch The Rain\u201c, als letzter Song vor den Zugaben, der absolute H\u00f6hepunkt. \u00dcber mehrere Minuten spielte die Band eine groovende Endlosschleife, in der Bassist Quintin Askes und Drummer Howie Combrink ihre Rhythmusf\u00e4higkeiten eindrucksvoll unter Beweis stellen. Der musikalisch eindrucksvolle Abend wurde durch die Fann\u00e4he der Band abgerundet, die sich noch weit nach dem Ende des Konzertes mit den Fans am Merchandisingtand unterhielt.<\/p>\n<p>Wer auf der Tour die M\u00f6glichkeit haben sollte, ein Konzert der S\u00fcdafrikaner zu besuchen, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen und Band wie Veranstalter und Club zu unterst\u00fctzen. Wer auf Musik im Stile von Bands wie REM oder Coldplay steht, wird mit einem Besuch mit Sicherheit nicht daneben liegen. Oft werden kleine Sch\u00e4tze auch in den Clubs gefunden, denen leider im Moment oft die Unterst\u00fctzung der Musikfans fehlt.<\/p>\n<p>Zum Abschluss m\u00f6chte ich aber meine Gedanken zur Situation gerade der Clubs beschreiben. In den letzten Wochen besuchte ich recht viele Konzerte, vom Yard Club in K\u00f6ln, \u00fcber die Kulturrampe in Krefeld, das Zentrum Altenberg in Oberhausen, das Resonanzwerk in Oberhausen, dem Musiktheater Piano in Dortmund, aber auch gr\u00f6\u00dfere Venues, wie die Mitsubishi Electric HALLE in D\u00fcsseldorf, die Live Music Hall und die Lanxess Arena in K\u00f6ln, sowie die Arena in Oberhausen und das <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Grolsch+Blues+Festival\">Grolsch Blues Festival<\/a> in Sch\u00f6ppingen.<\/p>\n<p>Nur Sch\u00f6ppingen und die Live Music Hall mit <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Larkin+Poe\">Larkin Poe<\/a> waren ausverkauft und BAP sorgte beim Heimspiel f\u00fcr eine fast volle Lanxess Arena. <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Joe+Bonamassa\">Joe Bonamassa<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Whitesnake\">Whitesnke<\/a> sorgten f\u00fcr halbwegs ordentliche Besucherzahlen, dass vermutlich zumindest kein Verlust gemacht wurde.<\/p>\n<p>Von den anderen Clubs kann das nicht unbedingt gesagt werden, da diese zuweilen von nur 8\u201360 G\u00e4sten pr\u00e4sent waren, dass eine Mischkalkulation, mit der die Konzerte zumindest kostenneutral \u00fcber die B\u00fchne gehen, nicht greifen konnte. Wo kaum Besucher sind, geht auch kein Geld \u00fcber den Tresen, was auch ein wichtiger Faktor ist, die Angestellten in den Clubs zu bezahlen.<\/p>\n<p>Wenn die Bereitschaft, Konzerte in den kleinen bis mittleren Locations zu besuchen, sich nicht gravierend \u00e4ndert, besteht durchaus die Gefahr, dass es manche Clubs bald nicht mehr geben wird. Ist aber auch gar nicht so schlimm. Dann kann man ja die unpers\u00f6nlichen Konzerte in den gro\u00dfen Arenen besuchen, wo die meisten Besucher die Band am Horizont erahnen k\u00f6nnen und daf\u00fcr zum Teil unversch\u00e4mte Preise zahlen.<\/p>\n<p>Die Basis f\u00fcr die Musik sind die kleinen Clubs, aus denen sich die besten Bands hocharbeiten. Genau diese M\u00f6glichkeit wird mit einen Clubsterben genommen werden. Aber auch egal, dann kann man sich manche Bands ja so lange anschauen, bis deren Mitglieder im Rollstuhl auf die B\u00fchne geschoben werden.<\/p>\n<p>Was ging vor einem Jahr f\u00fcr ein Jammer durch die Gemeinde der Musikfreunde. Solidarit\u00e4t mit der Clubszene wurde zumindest m\u00fcndlich ausgesprochen und dass der Staat unterst\u00fctzen m\u00fcsse. Dann kam es in diesem Jahr wieder zu Konzerten unter 3G-Bedingungen und da h\u00f6rte man von so einigen lauten Stimmen, dass sie unter der Bevormundung nicht mehr zu Konzerten gehen.<\/p>\n<p>Nun ist die Situation, dass praktisch alle einschr\u00e4nkenden Faktoren beendet sind, mit dem Ergebnis, dass die kleinen Clubs und Hallen oft nur zu 10\u201330 % gef\u00fcllt sind und in vielen der genannten Clubs fast kein Konzert mehr kostendeckend stattfinden kann. Ich frage mich mittlerweile, was Clubs und Veranstalter tun k\u00f6nnen, um wieder f\u00fcr mehr Zuspruch in den L\u00e4den zu sorgen.<\/p>\n<p>Es liegt jetzt auch an den Musikfreunden, die Wohlf\u00fchloase der eigenen Coach zu verlassen und das Risiko einzugehen, Clubkonzerte zu besuchen. Es gibt gen\u00fcgend M\u00f6glichkeiten, das potentielle Risiko einer Infektionserkrankung oder deren Folgen zu reduzieren. Wenn es mit den Besuchen der Clubs so weitergeht, braucht man sich \u00fcber die Risiken von Infektionen in Clubs keine Gedanken mehr zu machen, da es diese Kulturform dann nur noch rudiment\u00e4r gibt.<\/p>\n<p>Man kann man sich ja dann gestreamte Konzerte im Wohnzimmer anschauen. Vielleicht gibt es dann auch noch die M\u00f6glichkeit, dass die Musiker die Streams digital unterzeichnen. Wenn es so weitergeht, kann der Refrain des <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Neil+Young\">Neil Young<\/a>-Songs \u201eHey Hey My My Rock\u00b4n\u00b4Roll Will Never Die\u201c in die Kategorie der Fakenews eingeordnet werden.<\/p>\n<p>Line-up:<br \/>Craig Warren Hinds \u2013 vocals, guitar, piano<br \/>Gideon Botes \u2013 guitar<br \/>Quintin Askes \u2013 bass<br \/>Howie Combrink \u2013 drums<\/p>\n<p>Text und Bilder: Gernot Mangold<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.watershed.co.za\">Watershed<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Watershed\">Watershed bei Facebook<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.florianlohoff.com\">Florian Lohoff<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/officialFlorianLohoff\">Florian Lohoff bei Facebook<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.musiktheater-piano.de\/\">Musiktheater Piano<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.onstage-promotion.de\/\">On Stage Promotion<\/a><br \/><a href=\"www.3dog-entertainment.com\/\">3Dog Entertainment<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es f\u00e4llt manchmal schwer, die passenden Worte in einem Konzertbericht zu finden, wenn diese, aus welchem Grund auch immer, in fast leeren Clubs stattfinden. 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