{"id":54066,"date":"2022-05-29T10:48:05","date_gmt":"2022-05-29T08:48:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=54066"},"modified":"2022-05-29T15:37:39","modified_gmt":"2022-05-29T13:37:39","slug":"whitesnake-support-europe-27-05-2022-rudolf-weber-arena-oberhausen-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2022\/05\/29\/whitesnake-support-europe-27-05-2022-rudolf-weber-arena-oberhausen-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Whitesnake \u2013 Support: Europe &#8211; 27.05.2022 &#8211; Rudolf-Weber-ARENA, Oberhausen &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/AQ2A1480.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-54085\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/AQ2A1480.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/AQ2A1480-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/AQ2A1480-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Wenn ich meine mittlerweile unz\u00e4hligen Konzertbesuche res\u00fcmiere, muss ich feststellen, dass die Sparte der klassischen Hard Rock-Acts dabei eigentlich str\u00e4flich vernachl\u00e4ssigt wurde. Bei intensivem \u00dcberlegen komme ich vielleicht mit Bands wie u. a. Rose Tattoo, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Thunder\">Thunder<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=UFO\">UFO<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Great+White\">Great White<\/a>, Bruce Dickinson, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Gary+Moore\">Gary Moore<\/a> oder Heart und ein paar anderen, vielleicht gerade mal auf etwas \u00fcber zwei H\u00e4nde voll.<\/p>\n<p>Da war es nat\u00fcrlich an der Zeit, die Gelegenheit beim Schopfe zu packen, wenn sich eine Kulttruppe wie Whitesnake im nahegelegenen Oberhausen in der Rudolf-Weber-ARENA angesagt hat. Die Spanne, solche Bands, mit denen man von fr\u00fchester Jugend an sozialisiert wurde, zu erleben, wird ja auch nicht mehr gerade gr\u00f6\u00dfer&#8230;<\/p>\n<p>Und f\u00fcr Whitesnake steht nat\u00fcrlich ein Name, n\u00e4mlich das Hard Rock-Urgestein David Coverdale. Seine lange Karriere wurde abgesehen von seinem Projekt mit Jimmy Page durch zwei gro\u00dfe Phasen vornehmlich gepr\u00e4gt, die mit <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Deep+Purple\">Deep Purple<\/a> von 1973 bis 1977, und halt seine 1978 gestartete, bis in die heutigen Tage w\u00e4hrende Whitesnake-\u00c4ra. Mir pers\u00f6nlich stand, bei allem Respekt vor Deep Purple, immer sein zweites Parade-Projekt musikalisch n\u00e4her.<\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"450\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/WS_text.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-54165\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/WS_text.jpg 450w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/WS_text-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Den Auftakt an diesem Abend bildete jedoch eine Band, die sich 1986 mit einer hymnischen Key-Synthie-Hook und der simplen Refrainzeile &#8222;It&#8217;s the final countdown, the final countdown&#8220; in das Langzeit-Ged\u00e4chtnis, ich behaupte mal einfach, eines jeden Musikh\u00f6rers, eingenistet hat. Man m\u00f6ge zu dem Lied stehen, wie man will, ich nenne es gro\u00dfe Songwriting-Momente.<\/p>\n<p>Europe nur auf dieses St\u00fcck zu reduzieren, w\u00fcrde dem skandinavischen Quintett gegen\u00fcber aber nicht gerecht. Die Band ist immerhin auch schon seit 1979 im Gesch\u00e4ft, hat elf Alben produziert und wurde auch bei ihrem knapp 60-min\u00fctigen, beherzten Auftritt vom Publikum ordentlich mitgetragen.<\/p>\n<p>Ihr Fronter Joey Tempest erwies sich dabei vokal als auch bewegungsm\u00e4\u00dfig in Bestform. Auff\u00e4lligster Akteur neben ihm war bei Songs wie u. a. &#8222;Walk The Earth&#8220;, der sch\u00f6nen Ballade &#8222;Carrie&#8220;, &#8222;Heart Of Stone&#8220;, &#8222;Last Look At Eden&#8220;, &#8222;Ready Or Not&#8220;, &#8222;Superstitious&#8220; oder &#8222;Cherokee&#8220;, Gitarrist John Norum, der mit vielen quirligen Soli auf den unterschiedlichsten E-Gitarren (oft mit einer Flying-V) zu \u00fcberzeugen wusste.<\/p>\n<p>Paradoxerweise empfand ich den Megahit &#8222;The Final Countdown&#8220; zum Abschluss, trotz riesiger Stimmung in der ARENA, als schw\u00e4chstes Lied der Europe-Setliste, in einer ansonsten starken und zurecht mit viel Stimmung und Applaus honorierten Vorstellung.<\/p>\n<p><strong>Line-up Europe:<\/strong><br>Joey Tempest: lead vocals, guitar<br>John Norum: Guitars, bgv<br>John Leven: bass<br>Ian Haugland: drums, bgv<br>Mic Michaeli: keys, bgv<\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"450\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/WS_Text2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-54169\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/WS_Text2.jpg 450w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/WS_Text2-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Erfahrene Profis wie David Coverdale und seine Begleiter wissen solche atmosph\u00e4rischen Begebenheiten nat\u00fcrlich zu &#8218;lesen&#8216; und gaben, nach ca. 30 Minuten Umbaupause und dem The Who-Einspieler &#8222;My Generation&#8220; von Anfang an Gas. &#8222;Bad Boys&#8220; und &#8222;Slide It In&#8220; rockten unter dem Antrieb des wie entfesselt trommelnden Tommy Aldridge sofort heftig los, bis es bei &#8222;Love Ain&#8217;t No Stranger&#8220; die ersten G\u00e4nsehautmomente zu vermerken gab.<\/p>\n<p>Mit &#8222;Hey You (You Make Me Rock)&#8220; kam dann das einzige St\u00fcck des momentan aktuellen Studiolongplayers &#8222;Flesh &amp; Blood&#8220;. &#8222;Slow An&#8216; Easy&#8220;, &#8222;Ain&#8217;t No Love In The Heart Of The City&#8220; und der Opener &#8222;Fool For Your Loving&#8220; von ihrem wohl st\u00e4rksten Album &#8222;Ready An&#8216; Willing&#8220; (f\u00fcr mich pers\u00f6nlich jedenfalls), lie\u00dfen kaum Zeit durchzuatmen.<\/p>\n<p>Apropos Durchatmen: Der nun bereits 70-j\u00e4hrige Fronter nahm sich ab diesem Zeitpunkt sp\u00fcrbar seine kurzen Zwischenpausen, was ich allerdings f\u00fcr v\u00f6llig legitim halte. So eine Hard Rock-Shouter Performance, und das \u00fcber zig Dekaden und so einem Alter, vornehmlich in den gro\u00dfen Arenen der Welt, ist nun mal kein gem\u00fctlicher Singer-Songwriter-Abend.<\/p>\n<p>Und so r\u00fcckten seine Bandmitglieder Reb Beach (mit amerikanisch-typisch l\u00e4ssiger, aber technisch brillanter E-Gitarre), Dino Jelusi\u0107 (mit Synthie-Umh\u00e4ngekeyboard, das er zum Teil in Hendrix-Manier r\u00fcckseitig auf den Schultern bearbeitete) und Joel Hoekstra (viel in kniender Poser-Haltung bei seinen Einlagen) mit einem Instrumental-Intermezzo st\u00e4rker in den Fokus.<\/p>\n<p>Nach dem fantastischen &#8222;Crying In The Rain&#8220; (einer meiner Favoriten des Gigs) ging es flie\u00dfend in ein Drumsolo von Tommy Aldridge \u00fcber, das sich noch wilder als seine w\u00fcste Lockenm\u00e4hne auf dem Haupte entpuppte. Das toppte die ohnehin schon eingebrachte Energie bei den Liedern nochmals. Unglaublich was sich da an Kraft und Koordinationsf\u00e4higkeiten mit Sticks (die dann irgendwann ins Publikum flogen) und H\u00e4nden (damit machte er dann unvermindert weiter) an dynamischer Energie entlud.<\/p>\n<p>Es kam zur Vorstellung der Band, in der David jeden einzelnen (inklusiv der attraktiv anzusehenden Bassistin Tanya O\u2019Callaghan) zu sich nach vorne nahm, und ein paar kurze, w\u00fcrdigende Worte zu deren Background verlor. Die Chemie innerhalb des Kollektivs scheint zu stimmen. Der Ohrwurm &#8222;Is This Love&#8220; war danach gut gew\u00e4hlt und \u00fcber das wieder rockige &#8222;Give Me All Your Love&#8220; ging es dann zum Whitesnake-Klassiker schlechthin, &#8222;Here I Go Again&#8220;, \u00fcber, das von Band und Publikum zugleich vokal zelebriert wurde. Tolle Momente im Rund der ARENA!<\/p>\n<p>Wer geglaubt hatte, dass es das jetzt gewesen sei, wurde eines Besseren belehrt. Mit einer furiosen Version von &#8222;Still Of The Night&#8220; folgte noch weiteres Highlight der Show. Dem nicht genug. Coverdale spannte mit &#8222;Burn&#8220; dem gleichnamigen Titelst\u00fcck des 1974 erschienenen Werks, den Bogen zur\u00fcck zu seiner alten Band Deep Purple und fackelte samt seiner Mitstreiter die Rudolf-Weber-ARENA regelrecht ab, wobei sich auch der zweite Keyboarder Michele Lupi dann mit einem Jon Lord-Ged\u00e4chtnis-Orgel-Solo expliziter &#8218;zeigen&#8216; konnte.<\/p>\n<p>Fazit: Insgesamt ein unterhaltsamer kurzweiliger Gig mit zwei spielfreudigen und starken Hard Rock Bands, die auch nach all den Jahren nichts von ihrer Anziehung verloren haben. Von daher mein beeindruckter Appell in Richtung Coverdale &amp; Co., frei nach einem ber\u00fchmten Woody Allen-Film: Play it again, David!<\/p>\n<p><strong>Line-up Whitesnake:<\/strong><br \/>David Coverdale: lead vocals<br \/>Reb Beach: electric guitar, bgv<br \/>Joel Hoekstra: electric guitar, bgv<br \/>Michele Lupi: keys, bgv<br \/>Dino Jelusi\u0107: keys, bgv<br \/>Tanya O\u2019Callaghan: bass, bgv<br \/>Tommy Aldridge: drums<\/p>\n<p>Bilder: Gernot Mangold<br \/>Text: Daniel Daus<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.whitesnake.com\/\">Whitesnake<br \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Whitesnake.official\/\">Whitesnake bei facebook<br \/><\/a><a href=\"https:\/\/europetheband.com\/\">Europe<br \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/europetheband\/\">Europe bei facebook<br \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.Rudolf-Weber-ARENA.de\/\">Rudolf-Weber ARENA<br \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.SparkassenPark.de\/\">SparkassenPark M\u00f6nchengladbach Promotion<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn ich meine mittlerweile unz\u00e4hligen Konzertbesuche res\u00fcmiere, muss ich feststellen, dass die Sparte der klassischen Hard Rock-Acts dabei eigentlich str\u00e4flich vernachl\u00e4ssigt wurde. 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