{"id":50637,"date":"2021-10-20T11:49:42","date_gmt":"2021-10-20T09:49:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=50637"},"modified":"2021-10-20T11:56:51","modified_gmt":"2021-10-20T09:56:51","slug":"creed-fisher-whiskey-and-the-dog-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2021\/10\/20\/creed-fisher-whiskey-and-the-dog-cd-review\/","title":{"rendered":"Creed Fisher &#8211; Whiskey And The Dog &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Creed_300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-50639\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Creed_300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Creed_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Creed_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Creed_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Eigentlich bin ich ja ein Mensch, der eher mehr auf moderne (New) Country-Musik steht. Trotzdem gibt es immer auch wieder K\u00fcnstler aus dem traditionelleren Bereich, die ich aufgrund ihrer authentischen Art, Musik zu performen, sofort in mein Herz geschlossen habe. Der aus West-Texas stammende, bekennende Redneck, mir bis dato unbekannte Creed Fisher, ist so ein gutes Beispiel.<\/p>\n<p>Mit seinem sechsten offiziellen Album &#8222;Whiskey And The Dog&#8220; (auf dem Cover erinnert er mich rein \u00e4u\u00dferlich ein wenig an einen jungen <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Charlie+Daniels+Band\">Charlie Daniels<\/a>) bedient der 49-j\u00e4hrige eindrucksvoll und mit viel Hingabe die Freunde des klassischen narrativen Outlaw Country.<\/p>\n<p>F\u00fcr Fisher ist es laut eigener Aussage wichtig, die Dinge erlebt zu haben, die man in seinen Songs reflektiert&#8220; <strong><i>\u201c<\/i><\/strong>It\u2019s a tough one to understand if you haven\u2019t lived it. There\u2019s a personal side that isn\u2019t so glamorous in this business that other musicians can agree to. It\u2019s the rigors of being on the road. Always having to be here and there makes for the biggest challenge, often times-let downs. Overall, music is what I love and what I will continue to do as I watch those white lines on the highways continue to zip right past the window as life passes us all.\u201d<\/p>\n<p>Und das alles kann man, nachdem man die vierzehn, teils auch sehr humorvoll mit einer ordentlichen Portion Selbstironie geschriebenen Tracks durchgeh\u00f6rt hat, auch 1:1 unterschreiben. Die meisten St\u00fccke werden in Begleitung der klassischen Country-Instrumente wie Akustikgitarre, Steel (beides von dem uns aus vielen texanischen Scheiben bestens bekannten Milo Deering gespielt), Bariton-E-Gitarre (Larry Rolando), Bass (Aden Bubeck), Schlagzeug (Josh Rodgers) in gem\u00e4\u00dfigtem Tempo und echter Storytelling-Manier gesungen (Fisher hat daf\u00fcr eine perfekte Stimme).<\/p>\n<p>Sporadisch werden auch klirrende Mandoline, heulende Fiddle, Banjo (alle drei auch Milo Deering) und etwas Piano (Drew Harakal) eingeflochten. Ganz stark die Texas-typischen, omnipr\u00e4senten, aber sehr dezent dazu gemischten weiblichen Harmonieges\u00e4nge von S\u00e4ngerin Hillary Bergman-Stanton sowie auf m\u00e4nnlicher Seite Colin Alexander.<\/p>\n<p>Sehr sch\u00f6n klar produziert haben die allesamt von Creed verfassten Songs (lediglich drei davon mit Co-Writer Mark Jones) er selbst, Bart Rose sowie Josh Rodgers. Es geht, wie man es an den meisten Titeln sofort erkennen kann, nat\u00fcrlich \u00fcberwiegend um die bekannten bodenst\u00e4ndigen konservativen Werte, die man in den s\u00fcdstaatlichen Sph\u00e4ren der Arbeiterklasse schon immer gro\u00df geschrieben hat (&#8218;blue-collar life&#8216;). &#8222;Bleibt mir hier weg mit eurem modernen Leben&#8220;, bildhafter kann man es wohl kaum als mit den sch\u00f6nen Schlagworten &#8222;Don\u2019t California My Texas&#8220; ausdr\u00fccken.<\/p>\n<p>Die Hauptthemen des geschiedenen Musikers drehen sich, wen wundert es, nat\u00fcrlich um verschm\u00e4hte Ex-Frauen, einen Faible f\u00fcr&#8217;s Trinken und Musik a la Hank, Haggard &amp; Jones, also im Prinzip die altbekannte &#8218;Women, Whiskey and <del>Rock&#8217;n&#8217;Roll<\/del> Country&#8216;-Attit\u00fcde. Da bleiben nur der Barstuhl an der Theke und die Musik, die einem am Ende nicht weggenommen werden k\u00f6nnen, wie in &#8222;Honkey Tonk Drankin\u2019&#8220; selbstkritisch analysiert wird.<\/p>\n<p>Die &#8218;#MeToo&#8216;-Bewegung vergrault, aber geschenkt, die h\u00f6rt eh andere Musik! Zum Piepen n\u00e4mlich, wie Fisher ganz offenherzig seine Passion f\u00fcr zwei bestimmte Rundungen im oberen K\u00f6rperbereich des weiblichen Geschlechts darlegt (&#8222;Girls With Big Titties&#8220;), die schon von fr\u00fchestem Schulalter an durch seine Lehrerin, aber auch die von Dolly Parton in der Musik gepr\u00e4gt wurde (&#8222;&#8230;I even know Conway Twitty, but I always loved girls&#8230;&#8220;). Da behaupte einer, M\u00e4nner w\u00e4ren nur eindimensionale Wesen! Auch ich kenne durchaus viele, \u00e4hnlich gestrickte Leute in meinem m\u00e4nnlichen Bekanntenkreis.<\/p>\n<p>Ach ja, und Hunde mag er (so wie ich) nat\u00fcrlich auch (&#8222;Whiskey And The Dog&#8220;, &#8222;Hankles&#8220;). Mir gef\u00e4llt es besonders gut &#8211; auch wenn Creed das wohl nicht gerne h\u00f6ren wird &#8211; dass spezielle Tracks wie zum Beispiel &#8222;This Town&#8220;, &#8222;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ErxTdLv6e0s\">The Good Ol\u2019 U.S. Of A.<\/a>&#8220; oder\u00a0 &#8222;Find My Way Back Home&#8220;, die mit einer unterschwelligen Red Dirt-Note daherkommen, durchaus geeignet w\u00e4ren, auch von einer <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Eli+Young+Band\">Eli Young Band<\/a> oder der <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Randy+Rogers+Band\">Randy Rogers Band<\/a> mal in kommerziellerer Form aufgearbeitet zu werden.<\/p>\n<p>So einige Steel-getr\u00e4nkte Heuler und Schunkler wie der herrliche Opener &#8222;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=VUKBbQ45jW4\">High On The Bottle<\/a>&#8222;, &#8222;Hundred Dollars Short&#8220;, &#8222;Don\u2019t California My Texas&#8220;, &#8222;Honkey Tonk Drankin\u2019&#8220; und &#8222;Jesus, Haggard &amp; Jones&#8220; erinnern mich auch ganz stark die Art zu Musizieren, wie man sie von den <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Pirates+Of+The+Mississippi\">Pirates Of The Mississippi<\/a> kennt.<\/p>\n<p>Der Kracher des Werkes ist allerdings &#8222;Down To The Riverbank&#8220;, bei dem Fisher pl\u00f6tzlich, wie aus dem Nichts, einen furiosen swampigen Southern Rocker aus dem \u00c4rmel sch\u00fcttelt. Grandios hier neben den starken E-Gitarren von Rolando, die wummernden Orgel-Einlagen von Drew Harakal, die einen Jon Lord sicherlich begeistert h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Am Ende hat Creed Fisher mit seinem neuen Album &#8222;Whiskey And The Dog&#8220; einen H\u00f6rer wie mich, ohne Wenn und Aber, auf seine Seite gezogen: Wunderbare melodische Lieder, die einen ehrlichen Charakter haben, denen man ganz entspannt zuh\u00f6ren kann und die einen zum Teil wirklich schmunzeln lassen. In mir hat er jedenfalls ganz sicher einen neuen Fan gefunden. Wer sich gerne noch ausf\u00fchrlicher mit dem &#8218;Making Of&#8216; zum Album besch\u00e4ftigen m\u00f6chte, kann dies gerne unter diesem <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vmdJe8CF1Tc\">Link<\/a> tun. Danke an die Aristo Media Group f\u00fcr den tollen Tipp und den angenehmen Support!<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Dirt Rock Empire (2021)<br \/>Stil: Country<\/strong><\/p>\n<p><strong>Tracklist:<\/strong><br \/>01. High On The Bottle<br \/>02. This Town<br \/>03. Girls With Big Titties<br \/>04. Whiskey And The Dog<br \/>05. Hundred Dollars Short<br \/>06. Gray Skys<br \/>07. Don\u2019t California My Texas<br \/>08. The Good Ol\u2019 U.S. Of A.<br \/>09. Down To The Riverbank<br \/>10. Find My Way Back Home<br \/>11. Honkey Tonk Drankin\u2019<br \/>12. I\u2019m Crazy And You\u2019re Gone<br \/>13. Jesus, Haggard &amp; Jones<br \/>14. Hankles<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.creedfisher.net\">Creed Fisher<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/creedfishermusic\">Creed Fisher bei Facebook<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.aristomedia.com\">Aristo Media Group<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Eigentlich bin ich ja ein Mensch, der eher mehr auf moderne (New) Country-Musik steht. Trotzdem gibt es immer auch wieder K\u00fcnstler aus dem traditionelleren Bereich, die ich aufgrund ihrer authentischen Art, Musik zu performen, sofort in mein Herz geschlossen habe. 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