{"id":505,"date":"2015-12-14T09:24:00","date_gmt":"2015-12-14T08:24:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=505"},"modified":"2020-07-07T17:50:49","modified_gmt":"2020-07-07T15:50:49","slug":"mike-mcclure-fifty-billion-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/mike-mcclure-fifty-billion-cd-review\/","title":{"rendered":"Mike McClure &#8211; Fifty Billion &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Clurebill_300.jpg\" alt=\"Clurebill_300\" width=\"300\" height=\"300\" class=\"alignnone size-full wp-image-44010\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Clurebill_300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Clurebill_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Clurebill_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Clurebill_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Dieser aus Tecumseh, Oklahoma stammende Mike McClure ist schon der Wahnsinn! Ein echter Tausendsassa der Red Dirt-Szene. Ob als emsiger Produzent\/Studiomusiker bei vielen Interpreten des Genres (u. a. Cross Canadian Ragweed, <span style=\"color: #ff0000;\">Tommy Gallagher Band<\/span>), Mitspieler bei diversen Live-Acts, Gr\u00fcnder und Frontmann von solch gro\u00dfartigen Bands wie <span style=\"color: #ff0000;\">The Great Divide<\/span>, der Mike McClure Band oder auch ganz solo, mittlerweile sogar Mitinhaber eines eigenen Labels (598 Recordings), dieser Mike McClure ist, wenn es um Red Dirt geht, rastlos und omnipr\u00e4sent (ob die ungew\u00f6hnliche Covergestaltung auch noch auf eine weitere Passion Mikes, der Schmetterlingskunde, hindeutet, bleibt ungekl\u00e4rt&#8230;).<\/p>\n<p>Das Erstaunliche dabei: \u00dcberall, wo er seine Finger im Spiel hat, kann man sich zum einen auf aussergew\u00f6hnliche, musikalische Qualit\u00e4t verlassen, zum anderen darf man sich auf (positive) \u00dcberraschungen gefasst machen. So liefert auch sein neues Solo-Werk &#8222;Fifty Billion&#8220; erneut baumstarke Kost und hinterl\u00e4sst einen bleibenden Eindruck. Hierzu hat er sich wieder mit seinem Spezi (<span style=\"color: #ff0000;\">ZZ Top<\/span>-Produzent) Joe Hardy zusammengetan, der nat\u00fcrlich produziert und mit Mike s\u00e4mtliche Kompostionen (alle aus der Feder von McClure) fast im Alleingang (lediglich bei Fiddle, Horns, Conga und Backs gab es partielle Unterst\u00fctzung) mit diversesten Intrumenten eingespielt hat. Ja, beim H\u00f6ren der ganzen Feinheiten, kann man gedanklich f\u00f6rmlich nachvollziehen, wie die beiden im Studio stundenlang herumgetestet, -experimentiert und jedes Songsdetail bis ins Kleinste &#8222;ausklam\u00fcsert&#8220; haben.<\/p>\n<p>Anders als bei den Scheiben, die McClure selbst produziert, und bei denen immer auch ein gewisser kommerzieller Nutzen nicht aus dem Auge verloren wird, gilt f\u00fcr seine eigenen Platten wohl eher das Motto &#8222;twice as different, half as popular&#8220;. &#8222;Fifty Billion&#8220; bietet eine enorme Bandbreite an Stilen und Stimmungen (das reicht von wundersch\u00f6nem, semi-akustischem Alternate Country bis zu knochentrockenem, riffigem Rootsrock, von staubigem Americana bis zu Bl\u00e4ser-geschw\u00e4ngertem Southern-Funk, oder von herrlichen Klangspielereien umgebenem, ungemein melodischem Countryrock bis hin zu punkigem Volldampf-Rock), die aber letztendlich doch alle in einer wunderbaren Harmonie und dem Oberbegriff &#8222;Red Dirt-Rootsmusic&#8220; wie selbstverst\u00e4ndlich zusammenfinden. Der er\u00f6ffnende Titelsong, kommt zun\u00e4chst einmal im enspannten, leichten Country-\/Americana-Ambiente mit sehr sch\u00f6ner Melodie sowie etwas sonnigem Eagles-Feeling daher. Dieser &#8222;Wohlf\u00fchl-Song&#8220; wird dann aber sofort j\u00e4h von einem deftigen, aber nicht minder starkem Rootsrocker (&#8222;Black Diamond&#8220;) abgel\u00f6st, beo dem McClure mit zwei quirligen E-Gitarren-Solo-Passagen brilliert.<\/p>\n<p>Beim folgenden &#8222;Horsehoe&#8220; gibt\u2019s direkt den n\u00e4chsten Stimmungswechsel: Wundervoller Slow-Countryrock mit fast hawaianisch anmutender Steelgitarre und einem \u00fcberraschenden Fiddle-Solo. &#8222;Almost Here \/ Almost Gone&#8220; liefert einen kleinen Vorgeschmack auf die wohl kommende The Great Divide-Reunion (in 2012 soll es ja einige Konzerte geben), ein typischer Track in der Tradition ihres einstigen Song-Repertoires. Das sich anschlie\u00dfende &#8222;Distractions&#8220; erinnert ein wenig an Lieder von <span style=\"color: #ff0000;\">Stoney LaRues<\/span> letztem &#8222;Velvet&#8220;-Album mit recht introvertiertem Charakter, wo verschrobene E-Gitarren ein fast psychedelisches\/hypnotisches Ambiente erzeugen. &#8222;Old Crow&#8220; gibt sich dann wieder herrlich fr\u00f6hlich. Ein kleiner h\u00fcbscher, folkig\/grassiger Country-Stomper mit Banjo, Dobro und Mandoline verziert, der zum Tanzen animiert und jede Menge Gute Laune verbreitet.<\/p>\n<p>Bei &#8222;Hell And Highwater&#8220; hingegen f\u00e4hrt McClure wieder ein &#8222;schweres Gesch\u00fctz&#8220; auf. Nach einem ruhigen, mit Akustikstreicheleinheiten unterlegten Gesangsintro und dezenten weiblichen &#8222;Uuhuuh&#8220;-Harmonies geht die Nummer in einen heissen, dr\u00fcckenden, souligen Memphis Funk-Blues mit fetter Hornsection und gospeligen weiblichen &#8222;Backs&#8220; \u00fcber. Man hat teilweise das Gef\u00fchl, McClure singt gegen eine ganze Big Band an. Wuchtig, aber gro\u00dfartig! Toll, wie sich die Bl\u00e4ser mit dem akzentuierten Mandolinenspiel vertragen. Und mitten in den Bl\u00e4ser-Part st\u00f6sst der Meister dann noch mit einem b\u00e4renstarken E-Gitarrensolo vor. Das hat was! Die prompte Gelegenheit zur Erholung folgt mit &#8222;The Other Side Of Midnight&#8220; auf dem Fu\u00dfe, das fast wie ein Wiegelied mit viel Gef\u00fchl zelebriert wird. Sch\u00f6n hier vor allem die spanische Akustikgitarre. Dieses typische &#8222;Borderline-Flair&#8220;, wie es <span style=\"color: #ff0000;\">Charlie Daniels<\/span> oft in seinen Southern Rock-St\u00fccken verarbeitet hat, umgibt auch das voller Pathos umwobene &#8222;Outlaws Prayer&#8220; (starke Twin-Leads). Am Ende versetzt McClure seine H\u00f6rerschaft dann endg\u00fcltig ins Staunen.<\/p>\n<p>&#8222;Little Birdie&#8220; f\u00e4ngt zun\u00e4chst mit Akustikgitarren-untermaltem Erz\u00e4hlgesang ganz simpel und harmlos an, wechselt dann aber pl\u00f6tzlich in einen \u00fcberschwenglichen, m\u00e4chtig abgehenden Gitarren-betonten, punkigen Rootsrocker mit Stadion-kompatiblen und Party-tauglichen &#8222;Ooohooh&#8220;-Mitgr\u00f6l-Passagen, um dann so einfach und ruhig wie zu Anfang wieder abzuschlie\u00dfen. Ein selbst f\u00fcr McClure-Verh\u00e4ltnisse ungew\u00f6hlicher &#8222;Abflug&#8220;. Mike McClure ist sich mit seinem neuen Silberling &#8222;Fifty Billion&#8220; wieder treu geblieben: Saustark auch wieder sein Gesang! Ist einfach wieder ein klasse Teil geworden, wie man es von ihm nicht anders erwartet. Keine &#8222;einfache&#8220; Kost, trotzdem zumeist \u00fcberaus melodisch, immer den H\u00f6rer fordernd, mutig, oft so genial wie extravagant, dann wieder sch\u00f6n einfach, durchgehend toll instrumentiert. Gratulation und gr\u00f6ssten Respekt daf\u00fcr, &#8222;Mr. Red Dirt&#8220;!<\/p>\n<p><strong>598 Recordings (2011)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Red Dirt<\/strong><\/p>\n<p>01. Fifty Billion<br \/>\n02. Black Diamond 4:23<br \/>\n03. Horseshoe<br \/>\n04. Almost Here\/ Almost Gone<br \/>\n05. Distractions<br \/>\n06. Old Crow<br \/>\n07. Hell And Highwater<br \/>\n08. Other Side Of Midnight<br \/>\n09. Outlaw&#8217;s Prayer<br \/>\n10. Little Birdie<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mikemcclureband.com\">Mike McClure<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/mikemcclureband1\">Mike McClure bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser aus Tecumseh, Oklahoma stammende Mike McClure ist schon der Wahnsinn! Ein echter Tausendsassa der Red Dirt-Szene. Ob als emsiger Produzent\/Studiomusiker bei vielen Interpreten des Genres (u. a. 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