{"id":500,"date":"2015-12-14T09:23:00","date_gmt":"2015-12-14T08:23:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=500"},"modified":"2020-07-07T17:51:30","modified_gmt":"2020-07-07T15:51:30","slug":"little-big-town-tornado-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/little-big-town-tornado-cd-review\/","title":{"rendered":"Little Big Town &#8211; Tornado &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/lbttor_300.jpg\" alt=\"lbttor_300\" width=\"300\" height=\"300\" class=\"alignnone size-full wp-image-44012\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/lbttor_300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/lbttor_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/lbttor_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/lbttor_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>F\u00fcnfter Streich des beliebten und urspr\u00fcnglich aus Alabama stammenden Quartetts. Die Konstellation von Little Big Town mit zwei S\u00e4ngerinnen (Karen Fairchild, Kimberly Schlapman) und zwei S\u00e4ngern (Jimi Westbrook, Phillip Sweet) ist in der Nashville-Szene rar ges\u00e4t. Sie birgt einerseits sicher einiges an Potential f\u00fcr Reibereien, Unw\u00e4gbarkeiten und auch Meinungsverschiedenheiten &#8211; schlie\u00dflich d\u00fcrfte es sich nicht einfach gestalten, immer vier Personen und ihre unterschiedlichen Ansichten unter einen Hut zu bringen. Es offeriert aufgrund der Einzigartigkeit und der Kombinationsm\u00f6glichkeiten aber auch gro\u00dfe Chancen. Und die hat der Vierer seit seinem Bestehen (Gr\u00fcndung 1998) auch konsequent genutzt. Man ging von Anbeginn durch Dick und D\u00fcnn (Labelschwierigkeiten, Todesf\u00e4lle innerhalb der Familien), von Skandalen oder Aufl\u00f6sungserscheinungen aber keine Spur.<\/p>\n<p>Im Gegenteil: Die Band arbeitete sich peu-a-peu immer weiter in der Gunst der Fans nach vorne und sitzt mittlerweile sicherer denn je im Sattel eines der bestimmenden Major Labels (Capitol Records). Mit dem Vorg\u00e4ngerwerk &#8222;The Reason Why&#8220; gelang es erstmalig ein Album auf Platz 1 der Billboard Country-Charts zu platzieren, was ihnen aber bei Singles bis dato verw\u00e4hrt blieb. Doch auch das ist mittlerweile Schnee von Gestern. Mit ihrem neuen, bravour\u00f6sen Silberling &#8222;Tornado&#8220; und der vorab ausgekoppelten Single &#8222;Pontoon&#8220; (ein herrlich grooviger Gute-Laune-Song mit toller Mandoline und starkem Southern-affinen E-Gitarren-Solo) ist ihnen jetzt auch dort der ganz gro\u00dfe Wurf gelungen.<\/p>\n<p>Der Song erklomm sofort die Chartspitze und eroberte die Herzen der Fans, der Kritiker, wie auch einer ganzen Reihe von im Genre beheimateter, hoch angesehener Kollegen (selbst Diven wie <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Wynonna\">Wynonna<\/a> oder alte Haudegen wie <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Charlie+Daniels+Band\">Charlie Daniels<\/a><\/span> zollten diesem Track ihre gro\u00dfe Hochachtung) im Sturm. Die Nummer ist nat\u00fcrlich auch bei den diesj\u00e4hrigen CMA-Awards als bester Song des Jahres mit hervorragenden Aussichten nominiert worden (dazu sind die vier auch noch in der Kategorie beste Vocal-Group dabei). Auch der Rest des Albums besticht mit b\u00e4renstarken Liedern und vor allem viel Variabilit\u00e4t. Da bringt sich wieder jeder perfekt auf den Song getimt als Leads\u00e4nger ein, mal wechseln weiblicher und m\u00e4nnlicher Gesang, fast immer gibt es diese tollen auf den Punkt gebrachten Harmonieges\u00e4nge, was ihnen zum Teil den Ruf als &#8222;Fleetwood Mac der Countryszene&#8220; einbrachte.<\/p>\n<p>Ein exzellentes Beispiel hierf\u00fcr ist das wunderbar fluffige, hoch melodische &#8222;Leavin\u2018 In Your Eyes&#8220;, das man gemeinsam mit den Warren Brothers komponierte. Man meint teilweise wirklich, dass Karen Fairchild und Kimberly Schlapman Seelenverwandte mit Stevie Nicks und Christine McVie w\u00e4ren. Toller Song, da denkt man sofort an das ber\u00fchmte &#8222;Rumours&#8220;-Album zur\u00fcck. Neben den vier Hauptprotagonisten gl\u00e4nzen hier aber auch zwei Songlieferantinnen. Natalie Hemby lieferte als Co-Writerin gleich den Stoff f\u00fcr f\u00fcnf Titel (&#8222;Pontoon&#8220;, &#8222;Tornado&#8220;, &#8222;Can\u2019t Go Back&#8220;, &#8222;Self Made&#8220; und &#8222;Night Owl&#8220;) und hat somit erheblichen Anteil an diesem starken Werk, aber auch die zierliche <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lori+McKenna\">Lori McKenna<\/a><\/span>, selbst eine wundervolle Interpretin, hat bei den eing\u00e4ngigen &#8222;Sober&#8220; und &#8222;Your Side Of The Bed&#8220; deutliche Spuren hinterlassen. An den Instrumenten verdient sich diesmal Multiinstrumentalist Johnny Duke (s\u00e4mtliche Saiteninstrumente) Bestnoten.<\/p>\n<p>Produziert und auch musikalisch beteiligt ist Jay Joyce, dem ein kristallklarer Sound gelungen ist. Der treibende Opener &#8222;Pavement Ends&#8220; bietet richtig sch\u00f6nen, rootsigen Country und kn\u00fcpft so ein wenig an alte &#8222;Boondogs&#8220;-Zeiten an. Auch beim swampigen &#8222;Front Porch Thing&#8220; (klasse Dobro-Fills) geht es recht kr\u00e4ftig zur Sache und es wird sogar vor Delta-bluesiger Electric-Slide kein Halt gemacht. Ansonsten wird man in gewohnter Weise von den wirklich tollen Gesangswechseln und Harmonien verzaubert (teilweise auch in Accapella angelehnter Manier). Das ist schon sehr beeindruckend. Und so bekommt man beim abschlie\u00dfenden &#8222;Night Owl&#8220; (fast schon bardenhaft vorgetragen) noch einmal eine Lehrstunde in dieser Hinsicht geboten.<\/p>\n<p>Fazit: Little Big Town sind mit &#8222;Tornado&#8220; auf dem bisherigen Gipfel ihrer Karriere angelangt. Mit ihrem Smash-Hit &#8222;Pontoon&#8220; d\u00fcrfte mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit sogar der Song des Jahres 2012 eingefahren werden. Es ist immer wieder sch\u00f6n, diesem sympathischen Quartett zuzuh\u00f6ren und an ihrer Weiterentwicklung teilzuhaben. Die Texte, enthalten in einem sehr geschmackvoll gestaltetem Cover\/Booklet, tragen ebenfalls zum gro\u00dfen Gelingen dieses beeindruckenden Gesamtwerkes bei. Eine tolle Scheibe! Little Big Town erneut ganz gro\u00df!<\/p>\n<p><strong>Capitol Nashville (2012)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Pavement Ends<br \/>\n02. Pontoon<br \/>\n03. Sober<br \/>\n04. Front Porch Thang<br \/>\n05. Your Side Of The Bed<br \/>\n06. Leavin&#8216; In Your Eyes<br \/>\n07. Tornado<br \/>\n08. On Fire Tonight<br \/>\n09. Can&#8217;t Go Back<br \/>\n10. Self Made<br \/>\n11. Night Owl<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.littlebigtown.com\">Little Big Town<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/littlebigtown\">Little Big Town bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcnfter Streich des beliebten und urspr\u00fcnglich aus Alabama stammenden Quartetts. Die Konstellation von Little Big Town mit zwei S\u00e4ngerinnen (Karen Fairchild, Kimberly Schlapman) und zwei S\u00e4ngern (Jimi Westbrook, Phillip Sweet) ist in der Nashville-Szene rar ges\u00e4t. 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