{"id":49157,"date":"2021-08-22T19:38:50","date_gmt":"2021-08-22T17:38:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=49157"},"modified":"2021-08-22T19:38:52","modified_gmt":"2021-08-22T17:38:52","slug":"anderson-east-maybe-we-never-die-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2021\/08\/22\/anderson-east-maybe-we-never-die-cd-review\/","title":{"rendered":"Anderson East &#8211; Maybe We Never Die &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/cover-Anderson-East-Maybe-We-Never-Die_300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-49280\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/cover-Anderson-East-Maybe-We-Never-Die_300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/cover-Anderson-East-Maybe-We-Never-Die_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/cover-Anderson-East-Maybe-We-Never-Die_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/cover-Anderson-East-Maybe-We-Never-Die_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Erfolgreiche und talentierte Musiker haben in der Regel den gro\u00dfen Vorteil mit ebenso erfolgreichen und angesagten Produzenten zusammenarbeiten zu k\u00f6nnen. Anderson East ist nicht erst seit seinem Durchbruch mit dem Vorg\u00e4nger &#8222;Encore&#8220; 2018 in diese Kategorie einzuordnen. East und seine Band haben weltweit ausverkaufte Shows gespielt (wir durften seinem energiegeladenen Gig in <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Anderson+East\">K\u00f6ln<\/a> beiwohnen) und waren zu Gast u. a. bei angesagten TV-Shows wie &#8222;Jimmy Kimmel Live!&#8220; (ABC), &#8222;The Late Show with Stephen Colbert&#8220; (CBS), &#8222;CBS This Morning Saturday&#8220;, &#8222;TODAY&#8220; und &#8222;Late Night with Seth Meyers&#8220; (NBC) oder &#8222;Austin City Limits&#8220; (PBS).<\/p>\n<p>Bei &#8222;Encore&#8220; und auch auf &#8222;Delihah&#8220; zuvor hatte er bereits mit dem in diesen Zeiten omnipr\u00e4sent erscheinenden Producer Dave Cobb bereits hervorragend zusammengearbeitet. Da ist es nat\u00fcrlich irgendwie klar, dass man dieses funktionierende Konstrukt auch f\u00fcr das neue Werk &#8222;Maybe We Never Die&#8220; beibehalten m\u00f6chte, zumal beide seither auch labeltechnisch miteinander verflochten sind.<\/p>\n<p>Dass Cobb, der daf\u00fcr bekannt ist, besonders auf die stimmliche Ausstrahlung seiner Protagonisten fokussiert zu sein, immer mal f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut ist, zeigt sich besonders auf diesem Werk. Auch hier merkt man sofort, dass er eindeutig die vokale Pr\u00e4senz von East in den Vordergrund stellt und stimmlich wieder eine tolle Leistung aus ihm &#8218;herausgekitzelt&#8216; hat, aber der Sound und die Stimmung des Werkes differieren zum Vorg\u00e4nger\u00a0 erheblich.<\/p>\n<p>Wir bewegen wir uns zwar wieder klar in der Gattung Soul, dennoch hat man das Gef\u00fchl sich in ganz anderen Sph\u00e4ren zu befinden. W\u00e4hrend auf &#8222;Encore&#8220; alles auf ein warmes southern-souliges Flair mit typischen Bl\u00e4ser-Arrangements ausgerichtet war (wie ich sie auch vom Gig in der Domstadt in Erinnerung habe), durchziehen jetzt k\u00fchl, kammermusikartig, ja teilweise hypnotisch wirkende Loop-, Synthie-, String- und mollgetr\u00e4nkte Piano-Sequenzen die nach wie vor melodischen Tracks, die aber aus meiner Sicht eher in hippen neon-beleuchteten Tanzclubs in New York zur ihrer wahren Entfaltung kommen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Man h\u00f6re sich mal das von einem groovenden, disco-m\u00e4\u00dfigen Gitarren- und Bass-Rhythmus gef\u00fchrte &#8222;Drugs&#8220; an, dass durch Andersons Falsetto-Gesang fast in Bee Gees-Gefilden wildert. Beim starken Opener &#8222;Maybe We Never Die&#8220; bei\u00dfen sich warmer Strophengesang und falsetto-artiges Kreischen im Refrain f\u00f6rmlich. Trotzdem ein toller Song. Auch der trance-artig (be)rauschende &#8222;Jet Black Pontiac&#8220; bohrt sich tief in das Musik-Langzeit-Ged\u00e4chtnis.<\/p>\n<p>Teilweise meint man auch, einen modernen Mick Hucknell (Simply Red) vor sich zu haben (&#8222;Madelyn&#8220;, &#8222;Hood Of My Car&#8220;, &#8222;If You Really Love Me&#8220;). Faszinierend auch das abschlie\u00dfende &#8222;Interstellar Outer Space&#8220;, bei der Easts emotionale Gesangs-Gala-Vorstellung zu sakral anmutendem Glockengel\u00e4ut immer wieder von k\u00fcnstlich elfenhaft-piepsigen &#8218;Aahs&#8216;, wie aus einer anderen Galaxie, durchzogen wird.\u00a0<\/p>\n<p>\u00dcber das Album sagt der in Alabama geborene und in Nashville-lebende Singer-Songwriter: &#8222;Ich wollte mit dieser Platte etwas Einzigartiges schaffen. Ein St\u00fcck Musik, das in seiner Gesamtheit wei\u00df, wo es steht und dennoch den Blick hinter den Vorhang wagt. Ich bin sehr stolz auf die Entstehungsgeschichte und das Endergebnis. Meine gro\u00dfe Dankbarkeit gilt den Menschen, die ihre wundervollen Talente eingesetzt haben und dieses Album zu dem gemacht haben, was es ist. \u201c<\/p>\n<p>Am Ende sind es aber vor allem die eing\u00e4ngigen Refrains bei allen Liedern und die konsequente, musikalisch stimmige Machart, die das Werk &#8222;Maybe We Never Die&#8220; von Anderson East zu etwas besonderem und gut h\u00f6rbarem machen. Es hat schon, wenn man sich darauf einl\u00e4sst, gro\u00dfe Klasse, was Cobb und er da kreiert haben. Zu suchen hat es, wenn man allerdings ehrlich ist, in diesem Magazin so gut wie garnichts. Deshalb nur an recht variabel-ausgelegte Leute unter unserer Klientel zu empfehlen.<\/p>\n<p><strong>Elektra\/Low Country Sound (Warner Music) (2021)<\/strong><br \/><strong>Stil: Soul<\/strong><\/p>\n<p>01. Maybe We Never Die<br \/>02. Lights On<br \/>03. Madelyn<br \/>04. Drugs<br \/>05. I Hate You<br \/>06. Hood Of My Car<br \/>07. Falling<br \/>08. Jet Black Pontiac<br \/>09. Like Nothing Ever Happened<br \/>10. If You Really Love Me<br \/>11. Just You &amp; I<br \/>12. Interstellar Outer Space<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.AndersonEast.com\">Anderson East<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/andersoneast\">Anderson East bei Facebook<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/oktoberpromotion.com\">Oktober Promotion<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erfolgreiche und talentierte Musiker haben in der Regel den gro\u00dfen Vorteil mit ebenso erfolgreichen und angesagten Produzenten zusammenarbeiten zu k\u00f6nnen. Anderson East ist nicht erst seit seinem Durchbruch mit dem Vorg\u00e4nger &#8222;Encore&#8220; 2018 in diese Kategorie einzuordnen. 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