{"id":48317,"date":"2021-07-02T12:21:45","date_gmt":"2021-07-02T10:21:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=48317"},"modified":"2021-07-04T16:22:43","modified_gmt":"2021-07-04T14:22:43","slug":"gary-allen-ruthless-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2021\/07\/02\/gary-allen-ruthless-cd-review\/","title":{"rendered":"Gary Allan &#8211; Ruthless &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-48318\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Allen_300-300x300.jpg\" alt=\"Allen_300\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Allen_300-300x300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Allen_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Allen_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Allen_300-100x100.jpg 100w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Allen_300.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Ups, habe ich irgendetwas in Sachen Gary Allan in der Zwischenzeit verpasst, dachte ich spontan, als ich vom Erscheinen seiner neuen CD &#8222;Ruthless&#8220; Kenntnis genommen hatte. Es ist eine gef\u00fchlte Ewigkeit her, dass ich seine letzte Scheibe reviewt hatte. Und tats\u00e4chlich ist seit seinem Nr. 1-Album &#8222;<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/gary-allan-set-you-free-cd-review\/\">Set You Free<\/a>&#8220; nichts Gro\u00dfartiges passiert, zu dieser Zeit vor acht Jahren existierte dieses Magazin noch gar nicht.<\/p>\n<p>Der einst von einer kalifornischen Ranch aus nach Nashville aufgebrochene Musiker h\u00e4lt sich seit 1996\u00a0fortw\u00e4hrend mit seinen Werken, die es alle in die oberen Regionen schafften (seit 1999 dann immer unter den Top-10), in Major-Status-Gefilden, hat es aber trotz der konstanten und guten Leistungen irgendwo nie in die ganz gro\u00dfen Star-Gefilde der Marke <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Tim+McGraw\">Tim McGraw<\/a>,\u00a0<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Blake+Shelton\">Blake Shelton<\/a> &amp; Co. geschafft.<\/p>\n<p>Als &#8218;a maverick in the mainstream&#8216; hat ihn ein US-Magazin, wie ich finde, ganz treffend charakterisiert. Allan hat sich ja zun\u00e4chst aus der traditionelleren Bakersfield-Schule \u00e0 la Buck Owens und Merle Haggard, peu \u00e0 peu zu einem moderneren New Country-Interpreten entwickelt, aber seine &#8218;Roots&#8216; eigentlich dabei nicht ganz aus den Augen verloren. Vielleicht hat auch der Selbstmord seiner dritten Ehefrau 2004 eine Rolle gespielt, dass er immer eine gewisse Ernsthaftigkeit behalten hat.<\/p>\n<p>Sei neuer Longplayer &#8222;Ruthless&#8220;, der zehnte insgesamt, nach einer Pause also von acht Jahren, zeigt Gary wieder in Bestform. Zusammen mit einer ganzen Riege von Produzenten an seiner Seite , die ihn w\u00e4hrend seiner Karriere begleitet hatten, (Gary Allan &#8211; Tracks 3, 5-7, 12, 13; Tony Brown &#8211; Tracks 1, 2, 4, 8-10; Greg Droman Tracks 3, 5-7, 12, 13; Jay Joyce &#8211; Track 11; Mark Wright &#8211; Tracks 1, 2, 4, 8-10), tollen Musikern und Songwritern (er selbst hat nur das wunderbar emotionale &#8222;Pretty Damn Close&#8220; mit geschrieben) ist es ihm wieder gelungen, genau das passende Liedgut f\u00fcr sich auszuw\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Vieles erinnert an den Stoff, der dem New Country in den Neunziger Jahren zu seiner Popularit\u00e4t verholfen hat, aber in diesem Fall mit der typischen Allan-Euphoriebremse. Nach den beiden fluffigen eing\u00e4ngigen, aber etwas beliebigen Openern &#8222;Temptation&#8220; und &#8222;Waste Of A Whiskey Drink&#8220;, reicht sich eigentlich ein toller Song dem n\u00e4chsten die Klinke in die Hand.<\/p>\n<p>Herrlich die beiden stark gespielte E-Gitarren-Soli in &#8222;Till It Felt Like You&#8220;, das obligatorische surrende Slidespiel zu &#8222;Slide&#8220;, die immer wieder zu den Titeln stimmungsvollen Instrumentierungen, die im bluesigen Titelschwofer &#8222;Ruthless&#8220; (mit dezent souligen Bl\u00e4sers\u00e4tzen) ihren H\u00f6hepunkt finden. Auch das an <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Eric+Church\">Erich Church<\/a> erinnernde &#8222;Unfiltered&#8220; (wenn wundert es, dass hier Jay Joyce mit an den Strippen gezogen hat&#8230;) ist ein Ohrwurm par exellence.<\/p>\n<p>Richtig klasse, allerdings ein wenig auch wie ein Fremdk\u00f6rper im Gesamtkontext wirkend, ist das von Jesse Winchester geschriebene &#8222;Little Glass Of Wine&#8220;. Das mit Violine, Piano, Jazz-Gitarre, weinender Steel und dezentem Harmoniegesang sowohl kammermusikartig als auch Chanson-artig in Szene gesetzte Kleinod, h\u00e4tte meiner Ansicht nach besser zu Musikern der \u00c4ra Frank Sinatra, Dean Martin und Konsorten gepasst.<\/p>\n<p>Bevor man jedoch schlummernd mit dem schweren Roten im Sessel ins Reich der Tr\u00e4ume einkehrt, holt einen der z\u00fcnftige Heartland-Rocker &#8222;The Hard Way&#8220; im Stile von <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=John+Mellencamp\">John Mellencamp<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Will+Hoge\">Will Hoge<\/a> &amp; Co. wieder auf den harten Boden der Tatsachen zur\u00fcck. Ein klasse Abschluss.<\/p>\n<p>Mit &#8222;Ruthless&#8220; bleibt sich Gary Allan schonungslos seinem gefundenen Stil treu. Klasse Musik, die ihren Erfolg mit sich bringt, ihn aber wie gewohnt aus dem ganz gro\u00dfen Glitzerlicht raushalten wird. Ganz sicher eines der besten New Country-Alben des Jahres, tolles Comeback des Eigenbr\u00f6tlers!<\/p>\n<p><strong>MCA Nashville (2021)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Temptation<br \/>\n02. Waste Of A Whiskey Drink<br \/>\n03. Till It Felt Like You<br \/>\n04. Slide<br \/>\n05. Pretty Damn Close<br \/>\n06. High As I&#8217;ve Ever Been<br \/>\n07. What I Can&#8217;t Talk About<br \/>\n08. SEX<br \/>\n09. Trouble Knows Trouble<br \/>\n10. Ruthless<br \/>\n11. Unfiltered<br \/>\n12. Little Glass Of Wine<br \/>\n13. The Hard Way<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.garyallan.com\">Gary Allan<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/garyallan\">Gary Allan bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.universal-music.de\">Universal Music<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ups, habe ich irgendetwas in Sachen Gary Allan in der Zwischenzeit verpasst, dachte ich spontan, als ich vom Erscheinen seiner neuen CD &#8222;Ruthless&#8220; Kenntnis genommen hatte. Es ist eine gef\u00fchlte Ewigkeit her, dass ich seine letzte Scheibe reviewt hatte. 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