{"id":47133,"date":"2021-03-05T12:23:03","date_gmt":"2021-03-05T11:23:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=47133"},"modified":"2021-03-05T12:32:10","modified_gmt":"2021-03-05T11:32:10","slug":"neil-young-crazy-horse-way-down-in-the-rust-bucket-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2021\/03\/05\/neil-young-crazy-horse-way-down-in-the-rust-bucket-cd-review\/","title":{"rendered":"Neil Young &#038; Crazy Horse \u2013 Way Down In The Rust Bucket \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-47137\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/NeYo_300.jpg\" alt=\"NeYo_300\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/NeYo_300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/NeYo_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/NeYo_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/NeYo_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Review: Gernot Mangold<\/p>\n<p>Etwa 30 Jahre, nachdem Neil Young mit Crazy Horse das Album \u201eRagged Glory\u201c eingespielt hatte, bringt er mit \u201eWay Down In The Rust Bucket\u201c ein Livealbum, vom ersten Konzert der folgenden Tour im The Catalyst in Santa Cruz auf den Markt. Jetzt k\u00f6nnte man sich die Frage stellen, ob es sein muss, so einen alten Mitschnitt zu ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n<p>Der Titel, frei \u00fcbersetzt \u201eGanz unten im Rosteimer\u201c k\u00f6nnte es vermuten lassen. Ich sehe die Anspielung eher im titelm\u00e4\u00dfigen Zusammenhang zum legend\u00e4ren Livealbum \u201eLive Rust\u201c, welches knapp 12 Jahre sp\u00e4ter ein w\u00fcrdiges Nachfolgewerk h\u00e4tte finden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Weil Neil Young ein gut verwaltetes Archiv in entsprechender Qualit\u00e4t hat, hat dieses\u00a0Werk den Weg aus den \u201eRosteimer gefunden,\u00a0das einen guten Einblick in\u00a0die Schaffensphase gibt,\u00a0als er auch Grunge Bands wie Pearl Jam inspirierte.<\/p>\n<p>Nun aber zum Inhalt. Das Album umfasst nahezu das gesamte Konzert vom 13.11.1990, welches in drei Sets geteilt war (das auf CD bzw. Vinyl fehlende \u201eCowgirl In The Sand\u201c befindet sich allerdings auf der DVD). Es wird somit ein Konzertereignis authentisch wiedergegeben und nicht, wie so oft, ein Zusammenschnitt von einer Vielzahl von Konzerten oder nur ein \u201cBest Of\u201c eines Gigs.<\/p>\n<p>Schon im leicht countryesken \u201eCountry Home\u201c beginnt ein gitarrenlastiger Ritt von Neil Young mit dem Crazy Horse, der mit \u201eSurfer Joe And Moe The Sleaze\u201c vom vielfach untersch\u00e4tzten Album &#8222;Reactor&#8220; Fahrt aufnimmt. Auf jeden einzelnen Song entsprechend einzugehen, w\u00fcrde nun den Rahmen sprengen.<\/p>\n<p>Neil Young pr\u00e4sentiert auf jedem Fall gro\u00dfe Teile des damals aktuellen Albums \u201eRagged Glory\u201c und verzichtet auf einige Hits erfolgreicher Alben wie &#8222;Harvest&#8220;, &#8222;Rust Never Sleeps&#8220; oder dem kurz zuvor erschienenen &#8222;Freedom&#8220;. Schon da zeigte sich, dass Neil Young-Konzerttouren sich teils gravierend von der vorherigen unterscheiden.<\/p>\n<p>Anders als viele andere Musiker, stellt er das aktuelle in den Vordergrund und umgibt es mit Perlen aus der Vergangenheit, die jeweils aus anderen Kisten gefischt werden. Neben den meist harten Songs\u00a0von \u201eRagged Glory\u201c, wie dem rotzige \u201eF+!#in&#8216; Up\u201c und dem fast schon mystischen, sich \u00fcber 13 Minuten hinziehenden \u201eLove And Only Love\u201c mit sph\u00e4rischen Gitarrenpassagen, stellt das\u00a0zu dieser Zeit schon \u00fcber 13 Jahre alte Album \u201eZuma\u201c einen zweiten Schwerpunkt. In den Songs klagt Young zum Teil fast w\u00fctend singend und spielend die damalige Kolonisierung Mittelamerikas an, womit Sie von der Songauswahl bestens zu den harten\u00a0Sachen von \u201eRagged Glory\u201c passen.<\/p>\n<p>Neben einer\u00a0ausgiebigen Version von \u201eDanger Bird\u201c ragt nat\u00fcrlich das zun\u00e4chst tr\u00e4umerisch wirkende \u201eCortez The Killer\u201c als Zugabe heraus, wo von Young eine scheinbar traumhafte Kultur und deren Untergang beschrieben wird. Beendet wird das St\u00fcck, eingerahmt von Gitarrensoli, die regelrechte Klangteppiche erzeugten, geb\u00fchrend mit dem Satz \u201eCortez, What a Killer\u201c. Dieser Satz kann auch symbolisch unter anderen Vorzeichen genommen werden. Mit dem letzten Gitarrenton wurde ein Killerkonzert beendet \u2013 nichts geht mehr.<\/p>\n<p>Zu erw\u00e4hnen ist, dass zudem noch starke Versionen, unter anderem vom rockigen \u201eCinamon Girl\u201c, dem hymnischen \u201eLike A Hurricane\u201c sowie einer besonderen Perle pr\u00e4sentiert wurden. Mit \u201eHomegrown\u201c spielte er einen Song von einem <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2020\/06\/20\/neil-young-homegrown-cd-review\/\">Album<\/a>, das,\u00a0nachdem es aus pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden Jahrzehnte in einer \u201eKiste\u201c lag und als Nachfolger vom legend\u00e4ren \u201eHarvest\u201c geplant war, erst letztes Jahr ver\u00f6ffentlicht wurde (sozusagen auch aus dem Rosteiner geholt).<\/p>\n<p>Einen erheblichen Anteil an dem energiegeladenen Konzert hat nat\u00fcrlich auch Crazy Horse, die Band, welche Neil Young \u00fcber weite und erfolgreiche Phasen der Karriere begleitet hat, womit ich die Leistungen der anderen Begleitformationen in keinster Weise schm\u00e4lern will. Wer Fan des rockenden Neil Young ist, wird seinen Gefallen an diesem starken Konzertmitschnitt haben. Ebenso ist es empfehlenswert f\u00fcr Rock und Grungefans. Wer allerdings den ruhigen folkigen Neil Young erwartet, wird eher entt\u00e4uscht sein.<\/p>\n<p>Das Album ist in verschiedenen Versionen von CD, Vinyl bis zu einem Boxset\u00a0mit DVD erh\u00e4ltlich und sollte inwelcher Art auch immer, in keiner gut sortierten Tontr\u00e4ger-sammlung fehlen.<\/p>\n<p>Band:<br \/>\nNeil Young: Vocals &amp; Guitar<br \/>\nFrank \u201ePoncho\u201c Sampedro: Guitar<br \/>\nBilly Talbot: Bass<br \/>\nRalph Molina: Drums<\/p>\n<p><strong>Reprise Records (2021)<br \/>\nStil: Rock<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>\nCD 1<br \/>\n01. Country Home<br \/>\n02. Surfer Joe And Moe The Sleaze<br \/>\n03. Love To Burn<br \/>\n04. Days That Used To Be<br \/>\n05. Bite The Bullet<br \/>\n06. Cinnamon Girl<br \/>\n07. Farmer John<br \/>\n08. Over And Over<br \/>\n09. Danger Bird<br \/>\n10. Don&#8217;t Cry No Tears<br \/>\n11. Sedan Delivery<\/p>\n<p>CD 2<br \/>\n01. Roll Another Number (For The Road)<br \/>\n02. F+!#in&#8216; Up<br \/>\n03. T-Bone<br \/>\n04. Homegrown<br \/>\n05. Mansion On The Hill<br \/>\n06. Like A Hurricane<br \/>\n07. Love And Only Love<br \/>\n08. Cortez The Killer<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.neilyoungarchives.com\/\">Neil Young<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/oktoberpromotion.com\">Oktober Promotion<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Gernot Mangold Etwa 30 Jahre, nachdem Neil Young mit Crazy Horse das Album \u201eRagged Glory\u201c eingespielt hatte, bringt er mit \u201eWay Down In The Rust Bucket\u201c ein Livealbum, vom ersten Konzert der folgenden Tour im The Catalyst in Santa Cruz auf den Markt. 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