{"id":46812,"date":"2021-01-22T12:22:17","date_gmt":"2021-01-22T11:22:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=46812"},"modified":"2021-01-22T12:26:28","modified_gmt":"2021-01-22T11:26:28","slug":"various-artists-mo-peaches-volume-1-southern-rock-that-time-forgot-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2021\/01\/22\/various-artists-mo-peaches-volume-1-southern-rock-that-time-forgot-cd-review\/","title":{"rendered":"Various Artists \u2013 Mo\u2019 Peaches Volume 1 &#8211; Southern Rock That Time Forgot \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-46814\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Mo-Peaches-1-300-300x297.jpg\" alt=\"Mo Peaches 1 300\" width=\"300\" height=\"297\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Mo-Peaches-1-300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Mo-Peaches-1-300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Mo-Peaches-1-300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Mo-Peaches-1-300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Reinhard Holstein erweist sich einmal mehr als Schatzsucher des Southern Rock, indem er sich mit seinem neuen Label und Mailorder Juke Joint 500 auf den Weg macht, vergessene Southern-Rock-Bands auszugraben und auf Vinyl zu ver\u00f6ffentlichen. Fr\u00fcher federf\u00fchrend bei Glitterhouse Records und Stag-O-Lee Records stieg Holstein letztes Jahr bei Whiskey Preachin\u2018 Records ein. Dem Label verdanken wir bereits eine <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2020\/03\/03\/various-artists-whiskey-preachin-volume-1-cd-review\/\">Compilation<\/a> mit unverbrauchten Acts sowie die Neuentdeckung von <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Rhyolite+Sound\">The Rhyolite Sound<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Ole+Whiskey+Revival\">Ole Whiskey Revival<\/a>. Nun startet er ein weiteres ambitioniertes Projekt, das die Fans handgemachter Rockmusik im Auge behalten sollten.<\/p>\n<p>Anfang der 1970er Jahre gab das Capricon Label Peaches-Sampler heraus, auf denen Southern Rock zelebriert wurde. Als Reminiszenz an diese glorreichen Zeiten des Genres betitelt Holstein seine Compilation als \u201eMo\u2018 Peaches\u201c. Auf ihr stellen sich zehn amerikanische Bands beziehungsweise Musiker vor, die \u00fcber eine lokale Bekanntheit nicht hinausgekommen sind. Ihre gr\u00f6\u00dftenteils in Eigenproduktion ver\u00f6ffentlichten CDs beabsichtigt Juke Joint 500 auf Vinyl und gegebenenfalls als digitale Reissue herauszugeben. Als handnummerierte, auf 500 (multicolored) Exemplare limitierte LPs richtet sich die Label-Strategie auf eingefleischte Sammler. Die musikalische Qualit\u00e4t, die sich auf den ersten H\u00f6rproben zeigt, macht aber deutlich, dass die Bands ein gro\u00dfes Publikum verdient h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Der Opener \u201eDue South\u201c von John Mohead ist zugleich der \u00e4lteste Track. Er stammt aus dem Jahr 1995. Das swampige, von Jimi Hendrix komponierte \u201eRed House\u201c der Chase Walker Band wurde 2016 ver\u00f6ffentlicht. Die anderen St\u00fccke entstanden in den zwanzig dazwischenliegenden Jahren. Daher erscheint der Untertitel der Zusammenstellung \u201eSouthern Rock That Time Forgot\u201d durchaus passend, zumal alle Songs die Erwartungen einl\u00f6sen, die an solche Genrebeitr\u00e4ge gestellt werden. Dabei nehmen sie mal indirekt Bezug zu den Klassikern, wie Bishop Black (\u201eLong Road To Bama\u201c) bei <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Lynyrd Skynyrd<\/a>, oder direkt, wenn Eat A Peach \u201eAin\u2019t Wastin\u2018 Time No More\u201c von der Allman Brothers Band covert.<\/p>\n<p>Alligator Stew steuert das treibende \u201eLouisiana Man\u201c mit leichten Country-Anleihen bei. \u201eBlack Chrome Horse\u201c von den Railbenders rockt in einem mittleren Tempo. Die beiden Songs \u00fcberzeugen in ihrer ehrlichen und gradlinigen Art. In dieser steht Alligator Jacksons \u201eEnjoy The Ride\u201c in nichts nach. Die elektrischen Gitarren erzeugen dort sogar noch einen volleren Sound. Ein Best-Of-Album von Alligator Jackson ist bereits bei Juke Joint 500 f\u00fcr Februar angek\u00fcndigt, das nun gespannt erwartet werden kann.<\/p>\n<p>Mit Ausnahme des bereits erw\u00e4hnten Beitrags der Chase Walker Band legen die Songs ein ordentliches Tempo vor. Hervorzuheben ist allerdings das explosive \u201eSlow Down Irene\u201c. Bei dem Titel von Judge Parker geben Klavier, Mundharmonika und nat\u00fcrlich Gitarren m\u00e4chtig Gas. Noch einen Deut aggressiver rockt \u201eLittle Miss Whiskey\u201c, wobei die Nummer immer melodi\u00f6s bleibt. Ein kurzes, auf den Punkt gespieltes Gitarrensolo setzt dem Song der Morrison Brothers Band die Krone auf. Zusammen mit dem Track von The Remus Tucker Band z\u00e4hlt er zu meinen Favoriten auf dem Sampler. Mit dem akzentuierte Rhythmus gepaart mit einem kraftvollen Backgroundchor und Gitarren der Extraklasse, die am Ende \u201eSwing Low, Sweet Chariot\u201c interpretieren, bildet \u201eBury Me On The Banks Of Mississippi\u201c den fulminanten Abschluss des Albums.<\/p>\n<p>So bleibt am Ende fast etwas Wehmut, dass Holstein nicht noch mehr Southern-Rock-Nuggets aufgesp\u00fcrt und auf die Scheibe gepackt hat. Weiterhin bleibt unverst\u00e4ndlich, warum die auf ihr vertretenen Bands bislang kaum Erfolg hatten \u2013 aber das Musikbusiness ist halt schwer zu durchschauen.<\/p>\n<p>Fans des Southern Rock kommen bei der Compilation voll auf ihre Kosten. Da gute Musik zeitlos ist, macht es keinen Unterschied, dass manche Tracks \u00e4lter als zwanzig Jahre sind. Reinhard Holstein hat auf seiner akribischen Suche wieder Genre-Perlen zutage gef\u00f6rdert, die auf den Plattenteller geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Diese bietet er \u00fcber seinen Mailordershop Juke Joint 500 zu \u00e4u\u00dferst fairen Preisen an, auf dem man auch die Ver\u00f6ffentlichungen des Whiskey Preachin\u2018 Labels erwerben kann.<\/p>\n<p><strong>Juke Joint 500 (2021)<br \/>\nStil: Southern Rock<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>\n01. Due South \u2013 John Mohead<br \/>\n02. Louisiana Man \u2013 Alligator Stew<br \/>\n03. Slow Down Irene \u2013 Judge Parker<br \/>\n04. Long Road To Bama \u2013 Bishop Black<br \/>\n05. Little Miss Whiskey \u2013 Morrison Brothers Band<br \/>\n06. Red House \u2013 Chase Walker Band<br \/>\n07. Black Crome Horse \u2013 Railbenders<br \/>\n08. Enjoy The Ride \u2013 Alligator Jackson<br \/>\n09. Ain\u2019t Wastin\u2019 Time No More \u2013 Eat A Peach<br \/>\n10. Bury Me On The Banks Of Mississippi \u2013 The Remus Tucker Band<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.jukejoint500.com\/\">Juke Joint 500<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Reinhard Holstein erweist sich einmal mehr als Schatzsucher des Southern Rock, indem er sich mit seinem neuen Label und Mailorder Juke Joint 500 auf den Weg macht, vergessene Southern-Rock-Bands auszugraben und auf Vinyl zu ver\u00f6ffentlichen. 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