{"id":46221,"date":"2020-11-13T18:44:47","date_gmt":"2020-11-13T17:44:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=46221"},"modified":"2020-11-13T18:52:32","modified_gmt":"2020-11-13T17:52:32","slug":"casey-james-if-you-dont-know-by-now-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2020\/11\/13\/casey-james-if-you-dont-know-by-now-cd-review\/","title":{"rendered":"Casey James &#8211; If You Don\u2018t Know By Now &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-46223\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/CJ_300.jpg\" alt=\"CJ_300\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/CJ_300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/CJ_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/CJ_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/CJ_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Casey James war bereits mit seinem gleichnamigen 2012\u2018er <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/casey-james-same-cd-review\/\">Debutalbum<\/a> bei uns im Sounds of Sounds-Magazin zu Gast und erntete damals h\u00f6chstes Lob f\u00fcr sein Erstlingswerk. 2017 beschritt Casey James dann nach seiner Trennung von Sony neue musikalische Wege und ver\u00f6ffentlichte sein vielbeachtetes Bluesalbum \u201eStrip It Down\u201c. Drei Jahre sp\u00e4ter erscheint nun sein j\u00fcngstes Werk \u201eIf You Don\u2018t Know By Now\u201c, in dem er seine musikalische Erkundung des Blues fortsetzt.<\/p>\n<p>Stilistisch schwingen die vierzehn Songs des Album zwischen knallhartem Blues Rock, etwas Boogie-Woogie und eing\u00e4ngigen Bluesnummern. Kennzeichnend f\u00fcr seinen Sound ist auf jeden Fall, dass in fast allen St\u00fccken eine starke Bl\u00e4serunterfraktion, bestehend aus Saxophon, Trompete und auch Posaune, mal unterst\u00fctzend, mal tragend zu h\u00f6ren ist. Mancher Track erh\u00e4lt dadurch auch einen leichten soulig\/funkigen bis jazzigen Anstrich. Langeweile ist beim H\u00f6ren also ausgeschlossen, daf\u00fcr ist aber Abwechslung garantiert.<\/p>\n<p>Gleich der erste Song des Albums \u201eLive Life\u201c ist weniger eine Bluesnummer als vielmehr ein funkig-rockiger und durch die Bl\u00e4ser teilweise Erinnerungen an \u201eBlood, Sweet And Tears\u201c hervorrufender Titel mit leicht jazzigen Einfl\u00fcssen. Das folgende \u201eShake Some Salt\u201c kommt g\u00e4nzlich ohne die Bl\u00e4ser aus und richtet sich mit seiner teilweise wabernden Keyboarduntermalung und seinen harten Riffs eher an die Freunde rockig-bombastischer Arrangements.<\/p>\n<p>Ein echter\u00a0Schunkler in fetziger Boogie-Woogie Manier ist dann \u201eGirl\u2018s Got Something\u201c. Auch in \u201eReal\u201c bringt ein treibender Rhythmus, immer wieder durch kurze Pausen unterbrochen, das St\u00fcck mit seinen wiederkehrenden Gitarrenriffs und souligen Background Vocals m\u00e4chtig voran, w\u00e4hrend \u201eDon\u2018t Break A Heart\u201c wieder an das rock\u2019n\u2019rollige \u201eGirl\u2019s Got Something\u201c ankn\u00fcpft.<\/p>\n<p>Nach soviel harten und flotten T\u00f6nen f\u00e4hrt der lockige Texaner nun in einigen Songs das Tempo deutlich runter, sodass es in der zweiten H\u00e4lfte der CD \u00fcber weite Strecken ruhiger wird. \u201eHere To Please\u201c ist so ein Beispiel daf\u00fcr. Der d\u00fcstere Slowblues mit dezenten Bl\u00e4sers\u00e4tzen und leicht sph\u00e4rischen, mitunter auch verhallten Gitarren, l\u00e4sst den Zuh\u00f6rer das Verlangen, das dieser Song ausdr\u00fcckt, fast k\u00f6rperlich sp\u00fcren. <\/p>\n<p>\u201eIf You Don\u2019t Know By Now\u201c beginnt mit kristallklarer Leadgitarre und dezentem Fingerschnipsen, bevor sich die Drums dazugesellen und sich das St\u00fcck sparsam mit mehreren Tempowechseln weiterentwickelt, um endlich abrupt zu enden, dann aber nach einem Break die Eingangsriffs nochmals aufgreift und doch noch zu einem ruhigen Ausklang kommt.<\/p>\n<p>Mit \u201eWish Me Luck\u201c folgt wieder ein geruhsamer Blues mit einem leicht mystisch klingendem Intro, wohl dosierter Bl\u00e4serunterst\u00fctzung und Keyboards im Background. In die gleiche Richtung geht auch \u201eBe Mine\u201c, ohne jedoch diesen leicht mystischen Touch aufzuweisen.<\/p>\n<p>Das ungew\u00f6hnlichste St\u00fcck auf der Scheibe ist sicherlich das konfus wirkende \u201eCome On Saturday Night\u201c. Mit dem gleich zu Beginn einsetzendem Schlagzeug, einem wild gespielten Saxophon und hektischen Bl\u00e4sern, k\u00f6nnte die Nummer glatt als Freejazz durchgehen, wenn Casey Jamess Gesangseinlagen nicht immer wieder ein Gef\u00fchl der Harmonie vermitteln w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Im Gegensatz dazu schleicht sich das bluesig schmeichelnde \u201eNothing But Time\u201c mit langsamen Rumbatakten in die Geh\u00f6rg\u00e4nge, angereichert mit Country\/Folk-Einfl\u00fcssen. Einfach zum Dahinschmelzen! Melodisch, zumindest zu Anfang, geht es auch mit dem beh\u00e4big dahinflie\u00dfenden \u201eA Better Place\u201c solange weiter, bis m\u00e4chtige Riffs den Song dominieren, um schlie\u00dflich wieder von der eing\u00e4ngigen Intromelodie abgel\u00f6st zu werden und dann langsam, leicht verhallt mit dezenten Backgroundstimmen, das St\u00fcck ausklingen zu lassen.<\/p>\n<p>\u201eFaith\u201c und \u201e(More) Faith\u201c bilden den Abschluss des rundherum gelungenen Albums. W\u00e4hrend \u201eFaith\u201c ein langsames und sph\u00e4risches St\u00fcck mit leicht verhallter Slidegitarre ist, das wunderbar mit den von Casey James ruhiger Stimme vorgetragenen Lyrics harmoniert, ist \u201e(More) Faith\u201c die rockig-abgedrehte Fortsetzung des ersten Teils mit jaulenden und flirrenden Gitarreneinlagen und s\u00e4genden Riffs.<\/p>\n<p>Mit \u201eIf You Don\u2018t Know By Now\u201c hat Casey James ein abwechslungsreiches Album vorgelegt, auf dem er sich als melodischer Gitarrist und Songschreiber mit ausdrucksstarker Stimme beweist. In meinen Augen ist es eine DER Scheiben diesen Jahres und sollte in keinem Plattenschrank fehlen, daher absolute Kaufempfehlung.<\/p>\n<p><strong>Eigenproduktion (2020)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Blues Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Live Life<br \/>\n02. Shake Some Salt<br \/>\n03. Girl\u2018s Got Something<br \/>\n04. Real<br \/>\n05. Don\u2018t Break A Heart<br \/>\n06. Here To Please<br \/>\n07. If You Don\u2018t Know By Now<br \/>\n08. Wish Me Luck<br \/>\n09. Be Mine<br \/>\n10. Come On Saturday Night<br \/>\n11. Nothin But Time<br \/>\n12. A Better Place<br \/>\n13. Faith<br \/>\n14. (More) Fait<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.caseyjamesofficial.com\">Casey James<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/caseyjamesofficial\">Casey James bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.twosidemoon.com\/\">Two Side Moon Promotions<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Casey James war bereits mit seinem gleichnamigen 2012\u2018er Debutalbum bei uns im Sounds of Sounds-Magazin zu Gast und erntete damals h\u00f6chstes Lob f\u00fcr sein Erstlingswerk. 2017 beschritt Casey James dann nach seiner Trennung von Sony neue musikalische Wege und ver\u00f6ffentlichte sein vielbeachtetes Bluesalbum \u201eStrip It Down\u201c. 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