{"id":45965,"date":"2020-10-19T09:16:32","date_gmt":"2020-10-19T07:16:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=45965"},"modified":"2020-10-19T09:29:17","modified_gmt":"2020-10-19T07:29:17","slug":"tom-petty-wildflowers-all-the-rest-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2020\/10\/19\/tom-petty-wildflowers-all-the-rest-cd-review\/","title":{"rendered":"Tom Petty \u2013 Wildflowers &#038; All The Rest \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-45975 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Petty-300.jpg\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Petty-300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Petty-300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Petty-300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Petty-300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Wie die Zeit vergeht! Nun ist es ziemlich genau drei Jahre her, als Tom Petty kurz vor seinem 67. Geburtstag \u00fcberraschend verstarb. Auch wenn dieses traurige Ereignis bislang kein Tribute-Album nach sich zog, ehrten doch etliche Musiker die Rock-Ikone, indem sie deren St\u00fccke coverten oder wie <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Shiregreen\">Shiregreen<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Reckless+Kelly\">Reckless Kelly<\/a> eine pers\u00f6nliche Hommage in eigene Songs kleideten.<\/p>\n<p>Tom Pettys Musik beeinflusst noch heute viele \u2013 auch j\u00fcngere \u2013 Bands. Nicht umsonst wird er vom Rolling Stone sowohl als Musiker als auch als Songwriter unter den besten 100 gef\u00fchrt. Mit seiner Band The Heartbreakers ist er in der Rock And Roll Hall Of Fame verewigt. Pettys Platten haben vielfach Gold- und Platinstatus erreicht. Erfolge feierte er auch zusammen mit Bob Dylan, Jeff Lynne, George Harrison und Roy Orbison als Traveling Wilburys. Eine Freundschaft verband ihn mit Johnny Cash, auf dessen American Recordings er mitwirkte, und mit Stevie Nicks, mit der er die Hit-Single \u201eStop Draggin\u2018 My Heart Around\u201c ver\u00f6ffentlichte.<\/p>\n<p>1976 begann die Erfolgsgeschichte von Tom Petty And The Heartbreakers, die 2014 ihr letztes Album \u201eHypnotic Eye\u201c herausbrachten. In der fast vierzigj\u00e4hrigen Bandgeschichte blieben die Hearbreakers in ihrer Besetzung weitgehend konstant. Zuvor war Petty mit der Band Mudcrutch unterwegs, die er 2008 wiederbelebte. \u201eFull Moon Fever\u201c (1989), \u201eHighway Companion\u201c (2006) und \u201eWildflowers\u201c (1994) z\u00e4hlen als Solover\u00f6ffentlichungen, obwohl einige Heartbreakers auch an ihnen beteiligt waren. Die Gr\u00fcndungsmitglieder Mike Campbell und Benmont Tench sind ebenso wie der 1982 f\u00fcr Ron Blair eingestiegene Howie Epstein sowie der frisch hinzugekommene Steve Ferrone, der Stan Lynch an den Drums abl\u00f6ste, auf \u201eWildflowers\u201c vertreten.<\/p>\n<p>Von den vorherigen Alben unterscheidet sich \u201eWildflowers\u201c vor allem dadurch, dass es weniger rockig ausgerichtet ist. Akustisch gehaltene St\u00fcck sowie Songs, die eher dem Americana zuzuordnen sind, bilden das Zentrum des Longplayers. Daneben finden sich nat\u00fcrlich auch typische Petty-Titel (\u201eYou Wreck Me\u201c, \u201eA Higher Place\u201c). Tom Petty zeigt auf \u201eWildflowers\u201c Facetten, die zuvor \u2013 und auch danach \u2013 nicht mehr so deutlich hervortraten. Er selbst bezeichnete das Werk als sein pers\u00f6nlichstes.<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich war \u201eWildflowers\u201c als Doppel-CD vorgesehen, was allerdings an dem Veto der Plattenfirma scheiterte. Petty spielte sp\u00e4ter mit dem Gedanken, die zehn Tracks der Sessions, die der K\u00fcrzung zum Opfer fielen, als eigenst\u00e4ndige CD herauszubringen. Unmittelbar vor dem 26. Jahrestag der Ersterscheinung kommt nun \u201eWildflowers &amp; All The Rest\u201c in unterschiedlichen Formaten heraus. Die hier besprochene regul\u00e4re Version umfasst zwei CDs bzw. 3 LPs, die neben dem Originalalbum auch die zehn ausgemusterten Tracks enth\u00e4lt. Die Deluxe-Edition bietet zus\u00e4tzlich Demos mit verschiedenen Versionen ver\u00f6ffentlichter Titel sowie drei neue Songs.<\/p>\n<p>Zudem gibt es Live-Mitschnitte der Wildflowers-St\u00fccke. Die Super-Deluxe-Ausgabe legt neben zehn alternativen Takes noch einen weiteren unver\u00f6ffentlichten Song drauf. Das Ultra-Deluxe-Set kommt lediglich als 9-fach LP heraus, enth\u00e4lt im Vergleich zum Super-Deluxe-Fotmat aber keine neue Musik, daf\u00fcr aber einige exklusive Gimmicks. Diese strikt limitierte Version richtet sich an finanzkr\u00e4ftige Sammler.<\/p>\n<p>Die erweiterte Neuedition stellt keine Resteverwertung dar, sondern eine sorgsam zusammengestellte W\u00fcrdigung von Tom Pettys musikalischem Schaffen in der Mitte der 1990er Jahre. Tom Pettys Frau und seine beiden T\u00f6chter haben zusammen mit den Heartbreakern Benmont Tench und Mike Campbell das umfangreiche Projekt auf die Beine gestellt. Mike Campbell hatte seinerzeit gemeinsam mit Tom Petty und Rick Rubin auch das Originalalbum produziert.<\/p>\n<p>Zu \u201eWildflowers\u201c selbst braucht an dieser Stelle nicht viel gesagt werden. Es ist ein herausragendes Werk, selbst wenn es nach meiner Einsch\u00e4tzung nicht das st\u00e4rkste Album seiner Karriere ist. Petty zeigt sich von einer neuen Seite und modifiziert seinen Sound in Erg\u00e4nzung zu seinen sonstigen Ver\u00f6ffentlichungen. Den Musikinteressierten d\u00fcrfte die Single \u201eYou Don\u2019t Know How It Feels\u201d sowieso bekannt sein. Weitere Anspieltipps sind neben dem Titeltrack \u201eTime to Move On\u201d sowie \u201eCrawling Back to You\u201d. Im Ged\u00e4chtnis setzen sich auch \u201eHoney Bee\u201d und \u201e Cabin Down Below\u201c fest.<\/p>\n<p>F\u00fcr Tom-Petty-Kenner ist die zweite CD \u201eAll The Rest\u201c interessant. Auf ihr sind vier Songs vertreten, die sich bereits auf dem Soundtrack zu \u201eShe\u2019s The One\u201c (1996) finden. Die neu herausgegebenen Versionen von \u201eCalifornia\u201c, \u201eHope You Never\u201c, \u201eHung Up And Overdue\u201c sowie \u201eClimb That Hill\u201c sind etwas erdiger produziert und die Instrumentalisierung zur\u00fcckgenommener. Insgesamt liegen die Interpretationen nahe bei den bekannten, wobei die nun erh\u00e4ltlichen die Nase etwas vorn haben. Ein deutlicher Unterschied besteht zwischen \u201eClimb That Hill\u201c und \u201eClimb That Hill Blues\u201c, bei dem der Track nochmal akustisch gespielt wird.<\/p>\n<p>Folkig mit akustischer Gitarre und Mundharmonika passt sich \u201eHarry Green\u201c in die Atmosph\u00e4re von \u201eWildflowers\u201c ein. Bei \u201eSomething Could Happen\u201d steht das Klavier im Vordergrund. Der sanfte Song bietet im Refrain eine Variation der Intonation von \u201eFree Falling\u201d mit hohem Wiedererkennungswert. Ebenfalls einen gelungenen Chorus hat \u201eLeaving Virginia Alone\u201d. Die erste Auskopplung im mittleren Tempo weist gleichfalls einen gelungenen Refrain auf und wird mit einem kurzen Gitarrensolo zum Finale abgerundet. Sie z\u00e4hlt zu den besten Songs des Albums. Unter den neu zu entdeckenden Titeln sticht \u201eSomewhere Under Heaven\u201c durch vollere Akkorde der E-Gitarre sowie durch scheppernde Becken des Schlagzeugs hervor.<\/p>\n<p>Die neuen St\u00fccke und Versionen setzten nahtlos die Linie der ersten CD fort, insgesamt sind auf dem Originalalbum aber die st\u00e4rkeren Tracks vertreten. F\u00fcr diejenigen, die den Klassiker \u201eWildflowers\u201c noch nicht in ihrer Sammlung haben, bietet sich nun die Gelegenheit, diese L\u00fccke zu schlie\u00dfen. Zudem erhalten sie eine zweite gute CD obendrauf, die Tom Petty selbst so ver\u00f6ffentlichen wollte. F\u00fcr eingeschwei\u00dfte Tom-Petty-Fans bleibt zu \u00fcberlegen, ob sie nicht etwas tiefer in die Tasche greifen und in das Deluxe-Set mit weiterem, bislang unbekanntem Material investieren.<\/p>\n<p><strong> Warner Records\/Warner Music (2020)<br \/>\nStil: Rock, Americana<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>\nCD1 &#8211; Wildflowers<br \/>\n01. Wildflowers<br \/>\n02. You Don\u2019t Know How It Feels<br \/>\n03. Time to Move On<br \/>\n04. You Wreck Me<br \/>\n05. It\u2019s Good to Be King<br \/>\n06. Only a Broken Heart<br \/>\n07. Honey Bee<br \/>\n08. Don\u2019t Fade on Me<br \/>\n09. Hard on Me<br \/>\n10. Cabin Down Below<br \/>\n11. To Find a Friend<br \/>\n12. A Higher Place<br \/>\n13. House in the Woods<br \/>\n14. Crawling Back to You<br \/>\n15. Wake Up Time<\/p>\n<p>CD2 \u2013 All The Rest<br \/>\n01. Something Could Happen<br \/>\n02. Leaving Virginia Alone<br \/>\n03. Climb That Hill Blues<br \/>\n04. Confusion Wheel<br \/>\n05. California<br \/>\n06. Harry Green<br \/>\n07. Hope You Never<br \/>\n08. Somewhere Under Heaven<br \/>\n09. Climb That Hill<br \/>\n10. Hung Up and Overdue<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tompetty.com\">Tom Petty<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.warnerrecords.com\">Warner Records<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/oktoberpromotion.com\/\">Oktober Promotion<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Wie die Zeit vergeht! Nun ist es ziemlich genau drei Jahre her, als Tom Petty kurz vor seinem 67. Geburtstag \u00fcberraschend verstarb. 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