{"id":454,"date":"2015-12-14T09:27:00","date_gmt":"2015-12-14T08:27:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=454"},"modified":"2020-07-07T17:48:22","modified_gmt":"2020-07-07T15:48:22","slug":"josh-grider-luck-desire-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/josh-grider-luck-desire-cd-review\/","title":{"rendered":"Josh Grider \u2013 Luck &#038; Desire &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Gridluck_300.jpg\" alt=\"Gridluck_300\" width=\"300\" height=\"300\" class=\"alignnone size-full wp-image-44004\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Gridluck_300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Gridluck_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Gridluck_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Gridluck_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Klasse! Viele Kenner und Experten der heutigen Countryszene sind ja schon seit langem der Meinung, dass die sch\u00f6nere und bessere Countrymusic in Texas gespielt wird, nicht in Nashville &#8211; vor allem auch die ehrlichere. Ein absolutes Musterbeispiel f\u00fcr diese These ist der hier mit einem gnadenlos starken, neuen Album aufwartende Josh Grider. <span lang=\"en-GB\">Red Dirt meets Country!<\/span><\/p>\n<p>Ja, Grider, der sich bisher eigentlich eher auf dem Terrain des texanischen Red Dirts tummelte, legt mit dem herrlichen &#8222;Luck &amp; Desire&#8220; den Fokus eindeutig auf traditionsbewussten, dabei absolut zeitgem\u00e4ssen, reinen Country und New Country im Stile der angesagten Neo-Traditionalisten wie die texanischen Kollegen Cody Johnson, Curtis Grimes, John Slaughter und Jason Boland &amp; The Stragglers, und erzielt dabei eine gro\u00dfartige Nashville-Kompatibilit\u00e4t zu solchen Leuten wie George Strait, Easton Corbin, aber auch <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Dierks+Bentley\">Dierks Bentley<\/a>. Er vergisst dabei nie seine Red Dirt-Roots. Joshs vierter richtiger Longplayer (dazwischen gab es eine EP und ein Live-Album) bietet ein in Eigenregie entstandenes Werk voller sp\u00fcrbarer Authentizit\u00e4t.<\/p>\n<p>Der kommerzielle Gedanken blieb weitestgehend au\u00dfen vor. Trotzdem strotzt das Album nur so vor Qualit\u00e4t und Hitpotential. Mit ein wenig Gl\u00fcck k\u00f6nnte Grider hiermit den Grundstein f\u00fcr einen gewaltigen Karrieresprung gelegt haben, wenngleich es im Lone Star State bereits schon richtig rund f\u00fcr ihn l\u00e4uft. Die Single &#8222;White van&#8220; schaffte es gerade, im \u00fcbrigen v\u00f6llig zu Recht, auf die Nummer 1 der dort sehr bedeutenden Texas Music Charts. Der Opener und Titelsong des Albums, &#8222;Luck &amp; desire&#8220; erz\u00e4hlt von einer Unterhaltung zwischen Josh und dem Songwriter Jeff Middleton, in der es darum geht, dem gro\u00dfen Traum nachzujagen, in Nashville Fu\u00df zu fassen. Ein sehr nachdenkliches St\u00fcck, musikalisch hinreissend sch\u00f6n und melodisch in Szene gesetzt &#8211; ruhig, mit akustischer Gitarrenuntermalung, ein paar Piano-Tupfern, Pedal Steel-Linien und lockeren Drums.<\/p>\n<p>Und was hat dieser Josh Grider f\u00fcr eine reine, klare, angenehme Countrystimme! Die folgenden, knackigeren St\u00fccke &#8222;Anything Can Happen&#8220;, mit einem etwas an Tom Petty erinnernden-F\u00fchrungsriff und einem den guten, alten <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Restless+Heart\">Restless Heart<\/a><\/span>\u00a0recht nahe kommenden Refrain, das fr\u00f6hlich wippende, gro\u00dfartige &#8222;White Van&#8220; und das flotte &#8222;Boomerang&#8220; (tolle Bariton-E-Gitarren-\/Steel-Solo-Kombination) lassen den Gute Laune-Pegel dann deutlich ansteigen. Gerade das Red Dirt-infizierte &#8222;White Van&#8220; hat in Texas, wie bereits erw\u00e4hnt, sofort richtig eingeschlagen. Die Nummer mit ihrem markanten, leicht mitsingbaren Refrain h\u00e4tte aber auch in Nashville gro\u00dfe Chancen, wenn sie im dortigen Hitradio gespielt w\u00fcrde.<\/p>\n<p><span lang=\"en-GB\">Melancholie pur wird dann in &#8222;High Enough&#8220; geboten, offenbar deutlich beeinflusst von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Garth+Brooks\">Garth Brooks<\/a><\/span>, der zu Joshs Einfl\u00fcssen z\u00e4hlt. &#8222;On Vinyl&#8220;, mit einem starken, Southern Rock-gepr\u00e4gten E-Gitarren-Solo, huldigt die alten Zeiten, als nicht nur das musikalische Leben noch etwas \u00fcbersichtlicher war. Ein St\u00fcck, das gut auch zu einem <span style=\"color: #333333;\">Dierks Bentley<\/span> passen w\u00fcrde. Ebenfalls mit gewaltigem Hitpotential! &#8222;Haymaker&#8220; bietet mit swampiger Note, Ger\u00e4uscheffekten und surrealem und dezentem psychedelischen Touch die richtige Hintergrundmusik in einem schw\u00fclen S\u00fcdstaaten-Thriller. &#8222;Here We Are&#8220; kommt im Stile des 90er New Country-Helden a l\u00e0 Restless Heart oder Diamond Rio.<\/span><\/p>\n<p>Dass auch Joshs Ehefrau Kristi eine hoch talentierte S\u00e4ngerin ist, beweist sie in dem wundersch\u00f6nen Duett &#8222;Skin And Bone&#8220;, einer tollen, atmosph\u00e4rischen Red Dirt Country-Ballade. Ebenfalls ruhig und sehr introvertiert verl\u00e4uft &#8222;Pontiac&#8220;, die einzige Fremdkomposition des Werkes. Die Handschrift der uns bestens bekannten Mitschreiberin Lori McKenna ist hier deutlich erkennbar. Das mit einem markanten, sehr eing\u00e4ngigen Refrain ausgestattete &#8222;Can\u2019t Stop&#8220; w\u00e4re ebenfalls ein potentieller Cover-Aspirant f\u00fcr Dierks Bentley. Mit dem traditionellen, gro\u00dfartigen Honky Tonker &#8222;One Night Taco Stand&#8220; gibt es am Ende noch mal einen sch\u00f6n Steelguitar-getr\u00e4nkten, echten Countrysong. Josh Grider l\u00e4sst mit &#8222;Luck &amp; Desire&#8220; unter der Regie von Produzent und Nashville-Musiker Trent Willmon so ein wenig den Country im Stil der 90iger Neotraditionalisten wie Garth Brooks, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Tracy+Lawrence\">Tracy Lawrence<\/a><\/span>, Mark Chesnutt, Alan Jackson und Konsorten wiederaufleben, ohne den Zahn der Zeit auch nur ansatzweise zu verfehlen.<\/p>\n<p>Das hat viel Charme und richtig Klasse. Wenn die richtigen Leute in Nashville sein &#8222;Luck &amp; Desire&#8220; mal ordentlich durchleuchten, d\u00fcrfte ein Major-Vertrag zum Greifen nahe sein. Ob das allerdings infolge der Profitgier der gro\u00dfen Labels und dem unweigerlich damit verbundenen Verlust an Authentizit\u00e4t lohnenswert ist, sei einmal dahin gestellt. Auf jeden Fall t\u00e4te Josh Grider mit diesem Album Music City richtig gut! Wir w\u00fcnschen Dir viel Gl\u00fcck, Josh! Bleib, wie Du bist &#8211; das ist der richtige Weg! Tolles Album!<\/p>\n<p><strong>Eigenproduktion, 2014<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Luck And Desire<br \/>\n02. Anything Can Happen<br \/>\n03. White Van<br \/>\n04. Boomerang<br \/>\n05. Theme<br \/>\n06. High Enough<br \/>\n07. On Vinyl<br \/>\n08. Haymaker<br \/>\n09. Theme<br \/>\n10. Here We Are<br \/>\n11. Skin and Bone<br \/>\n12. Pontiac<br \/>\n13. Can&#8217;t Stop<br \/>\n14. One Night Taco Stand<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.joshgrider.com\">Josh Grider<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/joshgriderusic\">Josh Grider bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klasse! Viele Kenner und Experten der heutigen Countryszene sind ja schon seit langem der Meinung, dass die sch\u00f6nere und bessere Countrymusic in Texas gespielt wird, nicht in Nashville &#8211; vor allem auch die ehrlichere. Ein absolutes Musterbeispiel f\u00fcr diese These ist der hier mit einem gnadenlos starken, neuen Album aufwartende Josh Grider. 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