{"id":450,"date":"2015-12-14T09:26:00","date_gmt":"2015-12-14T08:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=450"},"modified":"2020-07-07T17:49:25","modified_gmt":"2020-07-07T15:49:25","slug":"galloway-kelliher-outlaws-renegades-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/galloway-kelliher-outlaws-renegades-cd-review\/","title":{"rendered":"Galloway &#038; Kelliher &#8211; Outlaws &#038; Renegades &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/GalKell_300.jpg\" alt=\"GalKell_300\" width=\"300\" height=\"300\" class=\"alignnone size-full wp-image-44006\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/GalKell_300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/GalKell_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/GalKell_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/GalKell_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Die Rockmusik steckt doch immer wieder voller \u00dcberraschungen. Da tauchen zwei schon etwas reifere Herren wie aus dem Nichts in der Southern Rock-Szene auf und legen eine richtig starke Deb\u00fct-Scheibe hin! Die Rede ist von Mike Galloway und Tim Kelliher, zwei Namen, bei denen ich l\u00fcgen w\u00fcrde, wenn ich behaupte, dass sie mir in meinem bisherigen Leben im musikalischen Sinne schon mal bewusst erschienen w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Aber die beiden in Florida lebenden Recken waren in fr\u00fcheren Tagen auch eher in der Blues-\/Blues Rock-Sparte aktiv (Galloway als Frontmann einer Band namens The Midnight Creepers, Kelliher bei seinem Cousin Mark Emerick in einer Truppe namens SouthPaw), trotzdem behaupte ich mal einfach, dass sie auch bei meinem Kollegen, dem wandelnden Blues-Lexikon Joe Brookes, eher f\u00fcr nichtsagendes Schulterzucken sorgen d\u00fcrften. Sie haben aber laut Bio schon mit vielen bekannten Musikern gearbeitet, u.a. auch f\u00fcr einige namhafte Southern-Acts (Blackfoot, Allman Brothers).<br \/>\nAuf dem Cover blicken uns zwei sonnenbebrillte, echte Typen entgegen. Galloway k\u00f6nnte als Bruder von Orange County Chopper-TV-Kultfigur Paul Teutal sr. durchgehen, wenn er noch ein wenig an seinem grauem Schnauzer feilen w\u00fcrde, Kelliher \u00e4hnelt mit seinem bescheuerten Hut einem als Cowboy verkleidetem Klaus Meine (sorry Tim, soll keine Beleidigung sein&#8230;). Im Gegensatz zur vor einiger Zeit von mir beleuchteten Scheibe von Smith &amp; Harley, zur der ich zun\u00e4chst spontan \u00c4hnlichkeiten vermutet habe (es gibt hier auch durchaus St\u00fccke, die der Biker-Klientel schmeicheln k\u00f6nnten), ist das musikalische Niveau aber in deutlich h\u00f6heren Regionen anzusiedeln.<\/p>\n<p>Galloway gl\u00e4nzt neben seinen au\u00dfergew\u00f6hnlichen Qualit\u00e4ten als Harp-Spieler auch mit einer trockenen, whiskeygeschw\u00e4ngerten und sehr bissigen Stimme, wie wir sie einst von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Molly+Hatchet\">Molly Hatchet<\/a><\/span>-Frontman Danny Joe Brown zu sch\u00e4tzen gelernt haben, Tim Kelliher wei\u00df s\u00e4mtliche Gitarrenk\u00fcnste aller wichtigen Southern-Genre-Vertreter im Gibson-Bereich mehr als nur zu imitieren. Und so erh\u00e4lt man summa summarum neun sehr gef\u00e4llige, abwechslungsreiche Southern Rock-St\u00fccke mit dezenten Blues Rock-Tupfern, die man sofort in sein Herz schlie\u00dft.<\/p>\n<p>Vom flotten Opener &#8222;Rebel Rock&#8220; (erinnert von der Untermalung an <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=ZZ+Top\">ZZ Tops<\/a> &#8222;La Grange&#8220;, kombiniert mit <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Skynyrd<\/a><\/span>&#8211; und Hatchet-Einfl\u00fcssen, klasse Instrumental-Finish) bis zur abschlie\u00dfenden Live Studio-Session &#8222;Blues In The Morning&#8220; (stampfender Southern-Blues Rock mit Harp und HT-Piano), werden alle Facetten aus der Bl\u00fctezeit des Southern Rocks gestreift. Nicht zuletzt dadurch beg\u00fcnstigt, dass relativ viele St\u00fccke mit \u00fcber f\u00fcnf Minuten Spielzeit aufwarten und viel Platz f\u00fcr instrumentale Gestaltungsm\u00f6glichkeiten offen lassen.<\/p>\n<p>Mir pers\u00f6nlich gefallen die sich im Dunstkreis der Marshall Tucker Band befindlichen, entspannten &#8222;Virginia Moon&#8220; (sch\u00f6ne Twin-Gitarren a l\u00e1 Caldwell\/McCorckle, herrliches Country-Flair) und &#8222;Carolina Mountain Time&#8220; (Double Leads-Passage, sch\u00f6ne Pianountermalung, gurgelndes Organ-Solo), das ebenfalls recht balladeske und an die Allman Brothers angelehnte &#8222;&#8218;Nite Train&#8220;, aber auch die m\u00e4chtig ins Bein gehenden &#8222;Hurt&#8220; (Johnny Cash-inspiriert, aber in Wahrheit als <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Doc+Holliday\">Doc Holliday<\/a><\/span>-\/Molly Hatchet-Kracher serviert) und &#8222;She&#8217;s Got The Rhythm&#8220; (klasse Southern-Blues-Boogie im Stile von Molly Hatchet zur &#8222;Flirtin&#8216; With Disaster&#8220;-Phase).<\/p>\n<p>Im Prinzip haben Galloway &amp; Kelliher ein Werk ohne gro\u00dfe Schw\u00e4chen abgeliefert, das einen wehm\u00fctig in einstige Southern Rock-Zeiten zur\u00fcckschwelgen l\u00e4sst. Hier wurde zwar nicht gerade eine Bewerbung f\u00fcr den Genre-Innovationspreis abgegeben (au\u00dfer bei &#8222;Willie&#8220; mit seinem integriertem &#8218;Redneck Rap&#8216;), aber das in der Szene \u00fcber Jahrzehnte gesch\u00e4tzte Liedgut mit viel Liebe abgewandelt und weitergepflegt (\u00e4hnlich wie es Rambler auf ihrem Erstling getan haben). Aus diesem Grunde bleibt eigentlich nur ein Fazit. Die Kombination aus Country-, Blues- und Southern Rock, wie sie von Galloway &amp; Kelliher auf &#8222;Outlaws &amp; Renegades&#8220; praktiziert wird, passt hervorragend zusammen. Nachschlag gerne erw\u00fcnscht!<\/p>\n<p><strong>Eigenproduktion, 2007<\/strong><br \/>\n<strong>Stil:\u00a0 Southern Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Rebel Rock<br \/>\n02. Virginia Moon<br \/>\n03. Willie<br \/>\n04. &#8218;Nite Train<br \/>\n05. Hurt<br \/>\n06. Carolina Mountain Time<br \/>\n07. She&#8217;s Got The Rhythm<br \/>\n08. Edna<br \/>\n09. Blues In The Morning<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.galloway-kelliher.us\">Galloway &amp; Kelliher<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/pages\/Galloway-Kelliher\/211158245638722\">Galloway &amp; Kelliher bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Rockmusik steckt doch immer wieder voller \u00dcberraschungen. Da tauchen zwei schon etwas reifere Herren wie aus dem Nichts in der Southern Rock-Szene auf und legen eine richtig starke Deb\u00fct-Scheibe hin! 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