{"id":43222,"date":"2020-04-08T18:16:55","date_gmt":"2020-04-08T16:16:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=43222"},"modified":"2020-04-08T18:21:24","modified_gmt":"2020-04-08T16:21:24","slug":"eric-steckel-grandview-drive-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2020\/04\/08\/eric-steckel-grandview-drive-cd-review\/","title":{"rendered":"Eric Steckel \u2013 Grandview Drive \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-43225\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/steckelkopie-288x300.jpg\" alt=\"steckelkopie\" width=\"288\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Review: Gernot Mangold<\/p>\n<p>Dass Eric Steckel mit gerade mal 30 Jahren zu einem der besten Bluesgitarristen z\u00e4hlt, hatte schon <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=John+Maya\">John Mayall<\/a> erkannt. Nun diverse Jahre nach dem Lob Mayalls, einige Alben sp\u00e4ter und immer noch eher am Beginn einer Musikerkarriere, hat Steckel mit \u201eGrandview Drive\u201c seinen mittlerweile siebten Longplayer herausgebracht. Mit diesem Werk untermauert der Musiker aus den Staaten seine Extraklasse.<\/p>\n<p>Dies bezieht sich nicht nur auf seine K\u00fcnste die Saiten der Gitarre zu beackern, er sticht auch durch exzellentes Songwriting hervor. Dabei bedient er nicht nur die Bluesfans, sondern beweist, dass man auch im Trio einen klasse Southern Rock bringen kann. Auf seiner eigenen Webseite wird sein Stil als Heavyblues bezeichnet, was auch nicht unpassend ist.<\/p>\n<p>Zugegeben, auf dem Album kann er mehrere Gitarren \u00fcbereinander einspielen und setzt auch das Piano gekonnt als harmonisches Instrument ein. Dass er die Songs aber auch zu dritt dynamisch und kraftvoll auf die B\u00fchne bringen kann, hat er unl\u00e4ngst bewiesen, als er ein Programm im Dortmunder <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2020\/03\/17\/eric-steckel-12-03-2020-musiktheater-piano-dortmund-konzertbericht\/\">Musiktheater Pian<\/a>o spielte, wo knapp die H\u00e4lfte dieser CD auf der Setlist standen. Gekonnt ist eben gekonnt.<\/p>\n<p>Nun aber zum Eigentlichen. Mit \u201eTake My Love To Town\u201c geht es sofort southernrockig los. Knallharte Riffs, gemischt mit einer Prise Boogie und Blues, entwickelt sich ein harter Rocksong in Richtung <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Molly+Hatchet\">Molly Hatchet<\/a> mit diversen Soli, wo er sich nicht hinter den dementsprechenden Legenden zu verstecken braucht.<\/p>\n<p>Bei \u201eDream For 2\u201c nimmt er zun\u00e4chst den Fu\u00df vom Gaspedal. Ruhig beginnend mit Pianokl\u00e4ngen folgt ein Rocksong, der mich im sp\u00e4teren Verlauf, wenn die Gitarrenarbeit, aber auch der Gesang einsetzen, an die Glanzzeiten Santanas zu Zeiten von \u201eInner Secrets\u201c erinnert.<\/p>\n<p>Dass Eric Steckel auch den klassischen, eher ruhigen Blues in den Fingern und der Stimme hat, zeigt er beim passend betitelten \u201eSame Old Blues\u201c Sich am Piano begleitend, zaubert er eine innige Stimmung, in die dann ein f\u00fcr ihn eher langsames Gitarrensolo, passend zur Grundstimmung, einsetzt.<\/p>\n<p>Ein Kracher ist das hart rockende \u201eBest Of You\u201c, mit einem sehr virtuosen Solo Richtung Allman Brothers. Das neu aufgelegte \u201eWhen Ignorence Turns To Bliss\u201c ist ein klasse Southern Song, der auch auf eine der alten <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Skynyrd<\/a>-Platten gepasst h\u00e4tte. Der an und f\u00fcr sich ruhige Grundrhythmus des St\u00fcckes wird dabei mehrfach von absolut furiosen Soli zerrissen.<\/p>\n<p>Was Steckel dann aus dem <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Marshall+Tucker+Band\">Marshall Tucker<\/a>-Klassiker \u201eCan&#8217;t You See\u201c macht, ist dann wahre Extraklasse. Aus dem eher beschaulichen Original entfacht er in phasenweise einen Song mit knallharten Gitarrensoli.<\/p>\n<p>Ruhiger wird es beim balladesken \u201eGood Days, Bad Days\u201c. Hier setzt Steckel auch unterst\u00fctzend da Piano ein. In diesem vertr\u00e4umten Song zeigt er, dass er neben brachial und schnell, auch gef\u00fchlvoll seine Saiten bearbeiten kann. Sehr harmonisch und passend ist auch sein Gesang.<\/p>\n<p>Mit Gitarrenriffs, die an Frees \u201eAll Right Now\u201c erinnern, beginnt \u201eYou Never Will\u201c. Auch im weiteren Verlauf bleibt er auf der Free- oder Bad Company-Linie und zeigt, dass man deren Stil auch in die Moderne transportieren kann.<\/p>\n<p>\u201eSince I Been Loving You\u201c ist ein eher ruhiger Bluessong, in den er zun\u00e4chst immer in Sequenzen kurz seine Gitarre aufjaulen l\u00e4sst, bevor er sich zum Ende hin, in einem Gitarrengewitter entl\u00e4dt, wobei er auch noch das Piano partiell einsetzt.<\/p>\n<p>\u201ePromised Land\u201c hat einen tollen Groove, in dem man sich ein klein wenig an die sehr positiven Songstrukturen des jungen Peter Frampton erinnern kann. Das Album schlie\u00dft Steckel mit \u201eSolid Ground\u201c, einem harter Bluessong ab, in dem nat\u00fcrlich nicht das entsprechende Solo zum Ende des Songs fehlen darf.<\/p>\n<p>Eric Steckel ist mit \u201eGrandview Drive\u201c eine beeindruckende Platte gelungen, in dem er, bis auf die Drums, alle Instrumente selbst eingespielt hat und sich als Multiinstrumentalist pr\u00e4sentiert. Der Titel \u201eGrandview Drive\u201c, es gibt in eine gleichnamige Stra\u00dfe mit traumhaften Blick in Illinois, kann sp\u00e4testens nach diesem Album auch auf Steckel angewendet werden.<\/p>\n<p>Hier gibt es berechtigte Aussichten, dass ein begnadeter Gitarrist, sich im Blues, aber auch im Southern-Genre etablieren wird. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen mit dem sympathischen Musiker, wenn die Welt sich nach Corona, wieder in gewohnten Bahnen dreht, um zu erleben, wie Mr. Fasthand die Gitarre erklingen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Eric Steckel \u2013 Gitarren, Piano, Bass, Gesang<br \/>\nDon Plowman \u2013 Drums, Percussion<\/p>\n<p><strong>Eric Steckel Music (2020)<br \/>\nStil: Heavy Blues, Southernrock<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>\n01. Take My Love To Town<br \/>\n02. Dream For 2<br \/>\n03. Same Old Blues<br \/>\n04. Best With You<br \/>\n05. When Ignorence Turns To Bliss<br \/>\n06. Can`t You See<br \/>\n07. Good Days, Bad Days<br \/>\n08. You Never Will<br \/>\n09. Since I Been Loving You<br \/>\n10. Promised Land<br \/>\n11. Solid Ground<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ericsteckel.com\">Eric Steckel<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/eric.m.steckel\">Eric Steckel bei Facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Gernot Mangold Dass Eric Steckel mit gerade mal 30 Jahren zu einem der besten Bluesgitarristen z\u00e4hlt, hatte schon John Mayall erkannt. Nun diverse Jahre nach dem Lob Mayalls, einige Alben sp\u00e4ter und immer noch eher am Beginn einer Musikerkarriere, hat Steckel mit \u201eGrandview Drive\u201c seinen mittlerweile siebten Longplayer herausgebracht. 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