{"id":43198,"date":"2020-05-04T13:19:09","date_gmt":"2020-05-04T11:19:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=43198"},"modified":"2020-05-04T13:19:09","modified_gmt":"2020-05-04T11:19:09","slug":"grant-dermody-my-dony-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2020\/05\/04\/grant-dermody-my-dony-cd-review\/","title":{"rendered":"Grant Dermody &#8211; My Dony &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-43439\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Derm_300-300x265.jpg\" alt=\"Derm_300\" width=\"300\" height=\"265\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Derm_300-300x265.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Derm_300.jpg 339w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Review: J\u00f6rg Schneider<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Eric+Bibb\">Eric Bibb<\/a> h\u00e4lt Grant Dermody f\u00fcr den gegenw\u00e4rtig besten Bluesharp-Spieler \u00fcberhaupt und mit seinem nun vorliegenden vierten Album \u201eMy Dony\u201c stellt der Blueser sein K\u00f6nnen eindrucksvoll einmal mehr unter Beweis.<\/p>\n<p>Dermodys neue Scheibe entstand durch eine Zusammenarbeit mit Dirk Powell, einem der renommiertesten Musiker aus dem Bereich der traditionellen Fiddle und Banjo Musik. Aber keine Angst, irische T\u00f6ne, wie man jetzt leicht vermuten k\u00f6nnte, tauchen auf der Scheibe absolut nicht auf. Powell ist zus\u00e4tzlich n\u00e4mlich auch ein klasse Gitarrist und Pianospieler. Grants Mundharmonika-Stil und eing\u00e4ngiger Gesang gepaart mit Powells multi-instrumentalen F\u00e4higkeiten verleihen den insgesamt 13 Songs auf diesem Album ein authentisches Bluesfeeling.<\/p>\n<p>Viele St\u00fccke auf \u201eMy Dony\u201c wurden zwar von Powell komponiert, aber auch Klassiker, z. B. von den Bluesbreakers und anderen Gr\u00f6\u00dfsen des traditionellen Blues, sind darunter. Alle neu arrangiert und mit eigener Note erfrischend dargebracht. Dabei reicht die Bandbreite von tiefstem, schwarzen Blues \u00fcber von im Chicago Stil beeinflussten Songs bis hin zu gospeligen Titeln. F\u00fcr Abwechslung ist also gesorgt, so dass die Scheibe nie langweilig wird und man sie gern ein zweites und drittes Mal hintereinander anh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Der Titelsong \u201eMy Dony\u201c, ein wehm\u00fctiger Old-School-Blues von Dirk Powell, gegen Ende angereichert mit Gitarrenlicks, die Ohrwurmqualit\u00e4ten besitzen, gibt einen ersten Vorgeschmack auf das, was die restlichen Tracks des Albums noch so zu bieten haben. Leicht chicagom\u00e4ssig beschwingt pr\u00e4sentiert sich nachfolgend \u201eOne Step At A Time\u201c (im Original von Clifton Chenier).<\/p>\n<p>Very british ist dann die n\u00e4chste Nummer \u201eIt Hurts To Be In Love\u201c, ein alter Song der Bluesbreakers, hier jetzt cool und rhythmisch arrangiert und John Lee (Sonny Boy) Williamson h\u00e4tte wahrscheinlich pure Freude, k\u00f6nnte er seinen \u201eSpringtime Blues\u201c in Dermodys Version h\u00f6ren, ein raffinierter Mix aus Chicago- und Deltablues Elementen mit swampiger Atmosph\u00e4re, auch hier wieder mit kristallklaren Gitarrenlicks versehen.<\/p>\n<p>\u201eReal Time Man\u201c ist ein grooviger, gut tanzbarer, an John Lee Hooker erinnernder, Boogie, den Dermody selbst komponiert hat. Aus der Feder von Dirk Powell stammt dann wiederum \u201eToo Late To Change Your Mind\u201c, eine Hommage an den gro\u00dfartigen R. L. Burnside, slow und schwerm\u00fctig eben, sparsam und clean gespielt.<\/p>\n<p>Der funkige, coole \u201eCorner Strut\u201c, gemeinsam von Dermody und Powell komponiert, l\u00e4utet dann die Scheibenhalbzeit ein. Ruhiger und absolut relaxed versucht \u201eI Can\u2018t Turn Back Time\u201c die Balance zwischen Traurigkeit und dem Willen weiterzumachen zu finden. \u201eGreat Change\u201c startet zun\u00e4chst recht ruhig mit zarten Background Vocals, entwickelt sich im weiteren Verlauf allerdings zu einem flotten Gospel.<\/p>\n<p>Stampfend wie eine alte Lokomotive kommt \u201eMorning Train\u201c daher und bietet ein interessantes Zwiegespr\u00e4ch zwischen Grant Dermody an der Bluesharp und Corey Ledet am Akkordeon. Leicht gospelig, in erster Linie wegen der eing\u00e4ngigen Gesangsstimmen im Hintergrund, ist auch das anfangs schwerm\u00fctig klagende \u201eCome On Sunshine\u201c, w\u00e4hrend in \u201e35-59\u201c ein wenig Rockabilly Feeling aufblitzt. Einen w\u00fcrdigen Abschluss des Albums bildet schlie\u00dflich der \u201eHometown Blues\u201c. Es bietet Harpsequenzen wie man sie sich w\u00fcnscht, gepaart mit chicagom\u00e4ssig angehauchten Gitarrenkl\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Insgesamt ist \u201eMy Dony\u201c ein starkes und abwechslungsreiches Bluesalbum, insbesondere nat\u00fcrlich f\u00fcr Freunde der klassischen Bluesharp, die Dermody in Perfektion beherrscht. Einen besonderen zus\u00e4tzlichen Reiz steuert schlie\u00dflich noch Dirk Powell an der E-Gitarre bei. Seine teilweise glasklaren Licks mit Anleihen beim Chicagoblues und Rockabilly sind einfach klasse. Auf jeden Fall geh\u00f6rt diese 5-Sterne-Scheibe in den Plattenschrank eines jeden Bluesfans.<\/p>\n<p><strong>Thunder River Recordings (2019)<br \/>\nStil: Blues<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>\n01. My Dony<br \/>\n02. One Step At A Time<br \/>\n03. It Hurts To Be In Love<br \/>\n04. Springtime Blues<br \/>\n05. Real Time Man<br \/>\n06. Too Late To Change Your Mind<br \/>\n07. Corner Strut<br \/>\n08. I Can\u2018t Turn Back Time<br \/>\n09. Great Change<br \/>\n10. Morning Train<br \/>\n11. Come On Sunshine<br \/>\n12. 35-59<br \/>\n13. Hometown Blues<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.GrantDermody.com\">Grant Dermody<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/Grant.Dermody\/\">Grant Dermody bei Facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: J\u00f6rg Schneider Eric Bibb h\u00e4lt Grant Dermody f\u00fcr den gegenw\u00e4rtig besten Bluesharp-Spieler \u00fcberhaupt und mit seinem nun vorliegenden vierten Album \u201eMy Dony\u201c stellt der Blueser sein K\u00f6nnen eindrucksvoll einmal mehr unter Beweis. 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