{"id":43177,"date":"2020-03-28T09:25:35","date_gmt":"2020-03-28T08:25:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=43177"},"modified":"2020-03-28T09:25:35","modified_gmt":"2020-03-28T08:25:35","slug":"eamonn-mccormack-storyteller-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2020\/03\/28\/eamonn-mccormack-storyteller-cd-review\/","title":{"rendered":"Eamonn McCormack &#8211; Storyteller &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-43184\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/EMC_300-300x299.jpg\" alt=\"EMC_300\" width=\"300\" height=\"299\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/EMC_300-300x299.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/EMC_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/EMC_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/EMC_300-100x100.jpg 100w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/EMC_300.jpg 301w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Review: Gernot Mangold<\/p>\n<p>Schon bei einem Gespr\u00e4ch, nach seinem Auftritt im November 2019 bei den Leverkusener Jazztagen, k\u00fcndigte mir Eamonn McCormack an, dass 2020 ein neues Album erscheinen wird. Nun ist es soweit, dass am 03. April seine CD \u201eStoryteller\u201c ver\u00f6ffentlicht wird. McCormack hat das Album mit seiner Begleitband, Edgar Karg am Bass und Max Jung-Poppe an den Drums, die schon in Leverkusen mit ihm auftraten, eingespielt. Zus\u00e4tzlich steuerte Arne Wiegmand, der das Album auch produzierte, zu einigen St\u00fccken noch die Keyboards und Orgel bei.<\/p>\n<p>Passend ist der Titel \u201eStoryteller\u201c gew\u00e4hlt, da der Ire in seinen Songs sein Heimatland, pers\u00f6nliche Themen, sowie auch aktuelles Weltgeschehen thematisiert. Stilistisch bleibt McCormack seinen Wurzeln treu. In den Songs finden sich immer wieder Elemente, die an sein gro\u00dfes Vorbild Rory Gallagher, als auch Thin Lizzy, erinnern.<\/p>\n<p>Mit dem ersten St\u00fcck, \u201eThe Great Famine\u201c wird direkt die Latte hoch gelegt. Eingel\u00e4utet von Kirchenglocken, beschreibt McCormack klagend-melancholisch die Hungersnot im 19. Jahrhundert in Irland, ausgel\u00f6st durch eine Krankheit, die die Ernten der Hauptnahrungsquelle vernichtete, und in deren Folge Millionen seiner Landsleute starben und viele das Land Richtung Amerika verlie\u00dfen. In mehreren Soli, zum Teil an David Gilmour erinnernd, beweist er hier schon seine Extraklasse als Gitarrist.<\/p>\n<p>Die ersten Riffs von \u201eGypsy Woman\u201c lassen den Spirit eines Rory Gallagher erleben, was sich durch den gesamten Song zieht. Gelungen ist auch das Mundharmonikaspiel, welches dezent im Mittelteil eingesetzt wird.<\/p>\n<p>In \u201eHelp Me Understand\u201c, einem tollen eher schleppenden Bluessong, bittet er Gott zu verstehen, was auf der Welt passiert und das vor den Zeiten von Corona. Er klagt dabei indirekt die heutigen Generationen an und betet f\u00fcr die Kinder, die in dieser verr\u00fcckten Welt weiter leben m\u00fcssen.<br \/>\nBei \u201e The One On\u201c gelingt es McCormack aus verschiedensten Stilen einen in sich geschlossenen Song zu schreiben.<\/p>\n<p>Ein Intro, was Richtung \u201eThe Boys Are Back in Town\u201c von Thin Lizzy erinnert, d\u00fcstere Passagen, Marke Tito &amp; Tarantula, aufgehellt durch Mandolinenspiel, welches einen keltischen Einschlag bringt, begleitet mit einem fast sprechenden Gesang, sind zun\u00e4chst etwas gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig, aber sp\u00e4testens beim zweiten H\u00f6ren, wird einem die Komplexit\u00e4t des St\u00fcckes bewusst.<\/p>\n<p>Das Blues und Country durchaus kombinierbar sind zeigt McCormack slidend im \u201eCowboy Blues\u201c. Bei der Klasse des Albums ist es eine gute Entscheidung von ihm gewesen, dass er sich letztendlich f\u00fcr den Blues entschieden hat.<\/p>\n<p>Nach dem erfrischenden Vorsong folgt mit \u201eIn A Dream\u201c ein langsamer Bluessong, der zum tr\u00e4umerischen Schwelgen einl\u00e4dt. Gelungen ist hier auch die malerische Unterst\u00fctzung an der Orgel. \u00c4hnlich, aber weitaus melancholischer, geht es beim folgenden \u201e Every Note I Play\u201c weiter. Ein Liebeslied, in dem er das Leben auf Tour im Hotelzimmer und die Gedanken an seinen Schatz beschreibt. Klasse auch die Soli zum Teil mit der Orgel verbunden, die von der Klarheit her, ein wenig an Santana erinnern.<\/p>\n<p>\u201eWith No Way Out\u201c rei\u00dft den Zuh\u00f6rer j\u00e4h aus all seinen Tr\u00e4umen. Im fast zornigen Blues Rocker beschreibt er eine Frau, die ein lebendiger Albtraum ist, aus dem es kein Entkommen gibt. Das furiose Solo zum Ende hin, k\u00f6nnte als L\u00f6sung gesehen werden, diesem zu entkommen.<br \/>\nBeim bluesigen \u201eCold Cold Heart\u201c zieht der Boogie mit ein. Neben der tollen Arbeit der Rhythmussektion, gibt das dezent eingesetzte Piano, dem St\u00fcck eine zus\u00e4tzliche W\u00fcrze.<\/p>\n<p>In \u201eSouth Dakota Bound\u201c, wo noch einmal folkige und buesige Elemente verschmelzen und McCormack ein knackiges Solo in Southern Rock-Maanier einflie\u00dfen l\u00e4sst, beschreibt seine Liebe zum Motorradfahren mit Freunden durch die Berge. Ein Song, der durchaus auch Platz in einem Roadmovie haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Abgeschlossen wird das Werk schlie\u00dflich mit dem knackigen Rocksong \u201eMake My Move\u201c, in dem wieder seine Vorliebe im Gitarrenspiel zu Gallagher, aber scheinbar auch zu Thin Lizzy zum Vorschein kommt. Er beschreibt hier passend zu seinem Leben, dass man, wenn man es versucht, (fast) alles erreichen kann.<\/p>\n<p>McCormack hat mit seinem siebten Album \u201eStoryteller\u201c\u00a0auf jedem Fall erreicht, in die Riege der besten europ\u00e4ischen Bluesgitarristen zu sto\u00dfen. Sch\u00f6n w\u00e4re, wenn dieses Werk, verdienter Ma\u00dfen, auch zu mehr Beachtung McCormacks f\u00fchren w\u00fcrde. Ich bin gespannt, wann McCormack mit seiner Band die neuen St\u00fccke auch in Deutschland live pr\u00e4sentieren wird.<\/p>\n<p>F\u00fcr Freunde der eher rockigen Bluesmusik wird es auf jedem Fall lohnenswert sein, einen Musiker zu besuchen, der mit seiner Band den Blues im Stile eines Rory Gallagher weiter leben l\u00e4sst. Von daher eine Kaufempfehlung, welche die Wartezeit auf seine neuen Liveauftritte verk\u00fcrzt.<\/p>\n<p><strong>Saol Records (2020)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Blues Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. The Great Famine<br \/>\n02. Gypsy Women<br \/>\n03. Help Me Understand<br \/>\n04. The One On<br \/>\n05. Cowboy Blues<br \/>\n06. In A Dream<br \/>\n07. Every Note That I Play<br \/>\n08. With No Way Out<br \/>\n09. Cold Cold Heart<br \/>\n10. South Dakota Bound<br \/>\n11. Make My Move<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.eamonnmccormack.net\/\">Eamonn McCormack<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/EamonnMcCormackMusic\/\">Eamonn McCormack bei Facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Gernot Mangold Schon bei einem Gespr\u00e4ch, nach seinem Auftritt im November 2019 bei den Leverkusener Jazztagen, k\u00fcndigte mir Eamonn McCormack an, dass 2020 ein neues Album erscheinen wird. Nun ist es soweit, dass am 03. April seine CD \u201eStoryteller\u201c ver\u00f6ffentlicht wird. 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