{"id":43164,"date":"2020-04-29T17:28:07","date_gmt":"2020-04-29T15:28:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=43164"},"modified":"2020-04-30T19:23:01","modified_gmt":"2020-04-30T17:23:01","slug":"laura-cortese-the-dance-cards-bitter-better-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2020\/04\/29\/laura-cortese-the-dance-cards-bitter-better-cd-review\/","title":{"rendered":"Laura Cortese &#038; The Dance Cards \u2013 Bitter Better \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-43167\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Cort_300.jpg\" alt=\"Cort_300\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Cort_300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Cort_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Cort_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Cort_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Seit ihrem ersten Album probierte sich Laura Cortese in den vergangenen sechzehn Jahren sowohl mit minimalistischer als auch mit gro\u00dfer Bandbesetzung aus. Urspr\u00fcnglich im Indie-Folk beheimatet wendet sich die S\u00e4ngerin und Violinistin auf \u201eBitter Better\u201c einer poppigen Spielart des Americana zu und nutzt daf\u00fcr das Potential der Dance Cards.<\/p>\n<p>Geigen und Cello pr\u00e4gen zusammen mit den Keys beziehungsweise dem Synthesizer von Sam Kassirer, der zudem das Album produzierte, den Sound des Longplayers. Die Streichinstrumente werden manchmal gezupft oder dienen als zus\u00e4tzliche Percussion. Sie stehen gelegentlich in einem dramatischen Kontrast zu den leichten T\u00f6nen von Kassirers Instrumenten, dennoch kommt es zu keinen Br\u00fcchen in den Songs. Diese verstr\u00f6men zumeist eine luftig-poppige Atmosph\u00e4re.<\/p>\n<p>Dabei behandelt Cortese durchaus ernste Themen. Zu diesen geh\u00f6ren der Krieg (\u201eYounger Man\u201c) oder auch die Besorgnis \u00fcber die politische Entwicklung in den Vereinigten Staaten (\u201eDaylight\u201c). Die in San Francisco geborene Cortese zog vor Kurzem nach Br\u00fcssel. Mit der Mentalit\u00e4t in Belgien, das im \u00dcbrigen die h\u00f6chste Selbstmordrate Westeuropas aufweist, hatte sie Startschwierigkeiten. Sie erlebte dort Phasen der Einsamkeit, die sie bei \u201eWhere The Fox Hides\u201c verarbeitet.<\/p>\n<p>Vielleicht war diese Isolation auch ein Grund daf\u00fcr, dass sie hinsichtlich des Songwritings neue Wege ging. In weitaus gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfe als bisher bezog Cortese die Band mit in den Schaffensprozess ein und auch bei den Arrangements der St\u00fccke wirkten die anderen Musiker intensiver mit. Aus \u00fcber vierzig St\u00fccken wurden schlie\u00dflich elf f\u00fcr \u201eBitter Better\u201c ausgew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Die erste Single \u201eTreat You Better\u201c ist ein feiner Popsong, der die musikalische Richtung der CD gut wiedergibt. Tanzbare Nummern (\u201eDreaming\u201c) finden sich neben eing\u00e4ngigen langsameren Songs (\u201eHow Long\u201c). Manchmal wirken Keys und Synthesizer zu aufdringlich, wobei auch die insgesamt schw\u00e4chere zweite Auskopplung \u201eCorduroy Jacket\u201d sowie \u201eWhen We Rocked\u201d gelungene Passagen haben.<\/p>\n<p>Deutlich besser greifen Streicher und elektrische Instrumente bei \u201eFrom The Ashes\u201c ineinander. Der ruhige Song, der thematisch die Br\u00e4nde in Kalifornien behandelt, gef\u00e4llt mit seinem mehrstimmigen Refrain. Auch \u201eTalk To Me\u201d weist einen starken Harmoniegesang auf, wobei Cortese dort die Anteile von Keys und Synthesizer weiter zur\u00fcckf\u00e4hrt. Neben diesen beiden Titeln z\u00e4hlt \u201eTyphoon\u201d zu meinen Favoriten. Cortese zaubert hier einen lockeren Westcoast-Americana ohne gro\u00dfen technischen Klangteppich.<\/p>\n<p>Americana meets Pop: Laura Cortese &amp; The Dance Cards kombinieren Streicher und Keys auf eine ungew\u00f6hnliche Weise. Der neuartige Sound von \u201eBitter Better\u201c funktioniert \u00fcber weite Strecken. Wenn sich die Band n\u00e4her am Americana bewegt, tritt das gute Songwriting besonders zutage. Auch bei den anderen St\u00fccken finden sich eing\u00e4ngige Melodien, die f\u00fcr den geneigten Sound-Of-South-Leser den Blick \u00fcber den Tellerrand in Richtung Pop lohnend erscheinen lassen.<\/p>\n<p><strong>Compass Records Group (2020)<br \/>\nStil: Americana, Pop<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>\n01. Treat You Better<br \/>\n02. Corduroy Jacket<br \/>\n03. From The Ashes<br \/>\n04. Where The Fox Hides<br \/>\n05. Dreaming<br \/>\n06. How Long<br \/>\n07. Younger Man<br \/>\n08. Talk To Me<br \/>\n09. Typhoon<br \/>\n10. When We Rocked<br \/>\n11. Daylight<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/thisislauracortese.com\/\">Laura Cortese<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/lauracortesemusic\"> Laura Cortese bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/compassrecords.com\/\">Compass Record Group<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Seit ihrem ersten Album probierte sich Laura Cortese in den vergangenen sechzehn Jahren sowohl mit minimalistischer als auch mit gro\u00dfer Bandbesetzung aus. Urspr\u00fcnglich im Indie-Folk beheimatet wendet sich die S\u00e4ngerin und Violinistin auf \u201eBitter Better\u201c einer poppigen Spielart des Americana zu und nutzt daf\u00fcr das Potential der Dance Cards. 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