{"id":42389,"date":"2020-02-25T11:04:38","date_gmt":"2020-02-25T10:04:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=42389"},"modified":"2020-02-25T11:09:18","modified_gmt":"2020-02-25T10:09:18","slug":"bywater-call-22-02-2020-blue-notez-club-dortmund-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2020\/02\/25\/bywater-call-22-02-2020-blue-notez-club-dortmund-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Bywater Call &#8211; 22.02.2020, Blue Notez Club, Dortmund &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-42390 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/BWC_haupt.jpg\" alt=\"BWC_haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/BWC_haupt.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/BWC_haupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/BWC_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Kurz vor Ende der 7-w\u00f6chigen Tour durch Europa spielten die Kanadier Bywater Call im Dortmunder Blue Notez vor. Nachdem wir schon vom <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2020\/01\/18\/bywater-call-17-01-2020-kulturrampe-krefeld-konzertbericht\/\">Konzert<\/a> in der Krefelder Kulturrampe berichtet\u00a0hatten, bot sich nun die M\u00f6glichkeit zu sehen, ob der fulminante dortige Auftritt\u00a0so langer Zeit\u00a0&#8218;on the road&#8216; wiederholbar ist. Zudem hatte ich einen Freund, der Musik studiert hat, dabei, der neben dem emotionalen Empfinden, auch einen anderen, professionelleren Blick auf das Konzert hatte.<\/p>\n<p>Der Keller im Blue Notez war um 8:00 Uhr gut gef\u00fcllt und auch Pille Peerlings,\u00a0Chef der Krefelder Kulturrampe, hatte den Weg nach Dortmund gefunden, um das Konzert unabh\u00e4ngig des Veranstalterstresses zu verfolgen. P\u00fcnktlich betrat dann die Band zun\u00e4chst ohne S\u00e4ngerin Meghan Parnell die B\u00fchne, um ein kraftvolles Intro hinzulegen. Schon hier war die Dynamik und Harmonie der Musiker zu erkennen.<\/p>\n<p>Nach einigen Minuten stie\u00df dann auch\u00a0die zierliche Fronterin hinzu und die Band legte ein knapp 100 min\u00fctiges zweigeteiltes Set hin, welches in gro\u00dfen Teilen dem von vor etwa 6 Wochen entsprach, was aber auch nicht verwunderlich ist, da die jungen Kanadier noch nicht so lange auf dem Markt sind und fast nur eigenes Sonmaterial pr\u00e4sentierten, dabei auch\u00a0ein Lied, das erst auf dem n\u00e4chsten Album im Herbst offiziell ver\u00f6ffentlicht wird.<\/p>\n<p>Es ist schwer, St\u00fccke aus einem durchweg starken southern-, soul- und blues-beeinflussten Konzert herauszuheben. Emotional war nat\u00fcrlich \u201eSign of Peace\u201c,\u00a0im Zuge der Geschehnisse der letzten Woche in Deutschland, ein Highlight. Leider gibt\u00a0bei uns, aber auch vielen anderen L\u00e4ndern nationalistische, rassistische Parteien, denen man nur das Zeichen des Mittelfingers zeigen kann. Nun aber weg von politischen Gedanken zu einem traumhaften Konzertabend.<\/p>\n<p>Der Band gelang es praktisch von Beginn an, das Publikum mitzunehmen, wobei Energieb\u00fcndel Meghan Parnell mit der kraftvollen Stimme, immer wieder den Kontakt herstellte und zuweilen die Besucher zum Mitsingen animierte, das auch trefflich gelang. Besonders sympatisch war dabei, dass sie sich nicht divenhaft in den Vordergrund spielte, sondern sich auch optisch in vielen Phasen zur\u00fcckhielt, wenn die anderen Musiker Soloparts hinlegten.<\/p>\n<p>Beeindruckend war das meist fingerpickende Bottleneckspiel von Dave Barnes an der Gitarre, dem es gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig gelang, die Weiten der kanadischen Landschaften in die Songs zu zaubern. Teilweise schien er dabei wie ein Derek Trucks in seine Musik versunken zu sein, dass er gar nicht mitbekam, was sich um ihn herab abspielte.<\/p>\n<p>In die beiden pr\u00e4genden Bestandteile der Band, den Gesang und die Gitarre, f\u00fcgten sich die anderen Instrumente harmonisch und auf den Punkt gespielt ein, dass am Ende das homogene Werk exzellenter Musiker stand, von denen noch einiges zu erwarten ist, wenn es gelingt diesen Esprit beizubehalten. Alan Zemaitis an den Keyboards und am E-Piano\u00a0untermalte zuweilen mit sph\u00e4rischen Soundteppichen , gl\u00e4nzte aber auch mit starken Soli,\u00a0oft in rasantem Tempo.<\/p>\n<p>Den beiden Bl\u00e4sern, Julian Nalli am Saxofon und Trompeter Stephen Dyte\u00a0brachten\u00a0ein weiteres Element in die southernrockige Musik von Bywater Call . Der leicht soulige Einschlag gab den St\u00fccken etwas liebliches, wobei beide Musiker in ausgedehnten Soli ihr K\u00f6nnen bewiesen, aber auch nur punktuell eingesetzt den St\u00fccken, eine besondere W\u00fcrze gaben. Des Weiteren \u00fcbernahmen sie immer wieder Percussionparts,\u00a0mit Schellenkr\u00e4nzen, die dann von mehreren Musikern gleichzeitig\u00a0eingesetzt wurden, um einen\u00a0imagin\u00e4ren r\u00e4umlichen Kreis zu bilden.<\/p>\n<p>Last but not least die Rhythmussektion um den nun b\u00e4rtigen Drummer Bruce McCarthy (in Krefeld noch rasiert), der mit einer spielerischen Leichtigkeit, gemeinsam mit dem Bassisten Mike Meusel das Fundament des Septetts bildete. Beide gl\u00e4nzten\u00a0ebenfalls in mehreren kurzen Soloparts, dass letztendlich, wie es sich f\u00fcr eine gute Band geh\u00f6rt, alle Musiker ihren\u00a0Anteil hatten und nicht nur der spielerische Apendix eines Fronters waren.<\/p>\n<p>Nach etwa 90 Minuten verabschiedete sich die Band, die aber nach frenetischen Zugabeforderungen f\u00fcr zwei Zugaben zur\u00fcck kam. Zun\u00e4chst betraten nur Meghan Parnell und Dave Barnes die B\u00fchne. Mit \u201eSwing Low\u201c folgte dann der f\u00fcr mich musikalische H\u00f6hepunkt. Barnes begleitete Parnell zum Einstieg allein an der Gitarre, deren Stimme in diesem ruhigen Part des Songs noch einmal voll zur Geltung kam. Nach einiger Zeit betrat dann der Rest der Band die B\u00fchne und stieg nach und nach in das St\u00fcck ein, das dann immer mehr an Dynamik gewann und jammend endete.<\/p>\n<p>Das Konzert endete mit \u201eI Am\u201c \u00e4hnlich wie es begann. Nachdem Parnell ihren Gesangspart beendet hatte, verlie\u00df sie die B\u00fchne und \u00fcberlie\u00df diese dem Rest der Band, die das Konzert in einem mehrmin\u00fctigen Jam beendete. Bywater Call wussten somit schon\u00a0bei ihrem ersten Europatrip das Publikum zu begeistern, dass diese Tour mit Sicherheit keine Eintagsfliege war.<\/p>\n<p>In manchen Momenten war es Meghan Parnell anzumerken, wie ergriffen sie von der positiven Resonanz der Besucher war, die auch in den Songs nach Soloparts nicht sparsam mit Applaus umgingen. Nach knapp 2 Stunden Musik war der Abend aber noch nicht beendet und die sieben Musiker nahmen sich noch Zeit f\u00fcr die zahlreichen Fans am Merchendisestand.<\/p>\n<p>Teenage Head Music-Mastermind Manny Montana\u00a0hat es mal wieder geschafft, ein Kleinod aus Amerika nach Europa zu holen. Es w\u00e4re nicht verwunderlich, wenn Bywater Call einen \u00e4hnlichen Weg einschlagen w\u00fcrden wie <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Blackberry+Smoke\">Blackberry Smoke<\/a>, die vor Jahren auch von ihm \u00fcber den gro\u00dfen Teich gebracht wurden.<\/p>\n<p>Wer es verpasst hat, Bywater Call auf dieser Tour zu sehen, hat Anfang Mai noch einmal die Chance dies nachzuholen, wenn die Band am ersten Maiwochenende auf dem Moulin Blues Festival in Ospel, zwischen Venlo und Eindhoven, und im K\u00f6lner Yard Club spielen wird.<\/p>\n<p>Ein Dank auch an die nette Aufnahme im Blue Notez Club, einem Veranstaltungsort, in dem in den n\u00e4chsten Wochen noch einige Highlights auf die Besucher warten, als ein perfekter Gastgeber.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nMeghan Parnell (lead vocals, percussion)<br \/>\nDave Barnes (guitar,bgv)<br \/>\nAlan Zemaitis (keys, percussion, bgv)<br \/>\nMike Meusel (bass, bgv)<br \/>\nBruce McCarthy (drums)<br \/>\nStephen Dyte (trumpet, percussion, bgv)<br \/>\nJulian Nalli (saxophone, percussion)<\/p>\n<p>Text und Bilder:\u00a0Gernot Mangold<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bywatercall.com\/\">Bywater Call<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/bywatercall\">Bywater Call bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.teenageheadmusic.net\">Teenage Head Music<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.blue-notez.com\">Blue Notez Club Dortmund<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurz vor Ende der 7-w\u00f6chigen Tour durch Europa spielten die Kanadier Bywater Call im Dortmunder Blue Notez vor. 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