{"id":4226,"date":"2015-12-14T08:46:00","date_gmt":"2015-12-14T07:46:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=695"},"modified":"2020-07-08T16:06:32","modified_gmt":"2020-07-08T14:06:32","slug":"josh-thompson-way-out-here-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/josh-thompson-way-out-here-cd-review\/","title":{"rendered":"Josh Thompson &#8211; Way Out Here &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Josh-e1431602559763.jpg\" \/><\/p>\n<p>Erfrischendes, knackiges, genauso kraftvolles und &#8222;rockiges&#8220; wie traditionell verwurzeltes New Country Deb\u00fct von Josh Thompson! Die Zeiten, in denen sich junge, viel versprechende K\u00fcnstler fast im Zwei Wochen-Takt anschickten, in Nashville auf der Bildfl\u00e4che zu erscheinen, sind seltener geworden. Die oberen Regionen der Country-Charts liegen schon seit geraumer Zeit fest in den H\u00e4nden der etablierten K\u00fcnstler. Newcomer wie die hervorragenden <span style=\"color: #333333;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Justin+Moore\">Justin Moore<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Chris+Young\">Chris Young<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Luke+Bryan\">Luke Bryan<\/a><\/span> oder solche Senkrechtstarter wie die famose Zac Brown Band sind mittlerweile doch rar ges\u00e4t und verschwinden meist nach einem Album wieder in der Versenkung.<\/p>\n<p>Das liegt nat\u00fcrlich auch daran, dass gerade die Major-Labels ein immer genaueres Auge auf potentielle Kandidaten werfen und diese in Zeiten der Wirtschaftskrise erfolgsorientierter denn je bewerten, bevor sie sie unter Vertrag nehmen. Das l\u00e4sst dem mittel- bis langfristigem Aufbau eines jungen Interpreten fast keinen Spielraum mehr. Einer, der das Zeug dazu hat, sich ohne &#8222;Wenn und Aber&#8220; in diesem &#8222;Haifischbecken&#8220; von Music City durchzubei\u00dfen, ist zweifellos der aus Cedarburg, Wisconsin stammende Josh Thompson, der, um es vorwegzunehmen, mit &#8222;Way Out Here&#8220; nun einen h\u00f6chst beeindruckenden, zu keiner Sekunde schw\u00e4chelnden, \u00fcberaus starken Erstling vorlegt.<\/p>\n<p>Thompson ging 2005 nach Nashville, schlug sich dort mit Gelegenheitsjobs durch und begann parallel damit, intensiv Songs zu schreiben. Dank schnell gekn\u00fcpfter Kontakte ergatterte er einen Vertrag als Songwriter f\u00fcr ein Label. Der richtige Durchbruch gelang ihm aber erst, als seine Komposition &#8222;Growing Up Is Getting Old&#8220; als Titelsong f\u00fcr Jason Michael Carrolls aktuelles Album ausgew\u00e4hlt wurde. Die eigens vorgenommene Pr\u00e4sentation neuer St\u00fccke beim Sony BMG-Vorsitzendem Joe Galante (eigentlich waren diese Songs f\u00fcr andere Interpreten gedacht, doch der von Thompsons klasse Gesang tief beeindruckte Galante fragte ihn schlie\u00dflich zu seiner eigenen \u00dcberraschung, ob er die Songs nicht lieber selbst umsetzten wolle) brachte ihm dann einen spontanen Label-Vertrag ein.<\/p>\n<p>Eine absolut richtige Entscheidung, wie es das kompakte, zehn St\u00fccke umfassende, von Josh sehr lebensnah, aber auch sehr selbstbewusst vorgetragene, pr\u00e4chtige Werk (er wirkt dabei fast schon wie ein etablierter, &#8222;alter Hase&#8220;) nachhaltig beweist. Schon beim baumstarken Opener &#8222;Beer On The Table&#8220; (gleichzeitig die erste Single), einem satten, dezent mit Southern-Flair best\u00fcckten angerockten Country Roadhouse-Stomper (wunderbare Banjo- und herrlich w\u00fcrzige E-Gitarren-Arbeit), besingt Thompson in gefl\u00fcgelten Worten den vom Arbeiten und Geldverdienen beherrschten ersten Teil der Woche, der dann endlich am Freitag Abend, wenn die Bierflaschen auf dem Tresen stehen, mit den Freunden in die l\u00e4ndliche, ausgelassene, &#8222;rowdy&#8220; Honky Tonk-Party m\u00fcndet. Kommt wie eine Mischung aus <span style=\"color: #333333;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Trace+Adkins\">Trace Adkins<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Montgomery+Gentry\">Montgomery Gentry<\/a><\/span> und einem fr\u00fchen, noch hungrigen <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Tim+McGraw\">Tim McGraw<\/a><\/span>.<\/p>\n<p>Mit kernigem Outlaw-Country geht es nahtlos weiter. Der Titel &#8222;Blame It On Waylon&#8220; spricht hier f\u00fcr sich. Klasse E-Gitarren-\/Steelguitar-Kombination! Doch nicht nur hier harmonieren satte, w\u00fcrzige E-Gitarren, inklusive teils ordentlich gl\u00fchender Soli (Adam Shoenfeld), mit glasklaren Pedal Steel-Linien (Mike Johnson) pr\u00e4chtig miteinander (zuweilen unterst\u00fctzt von klimperndem Honky Tonk-Piano) &#8211; das h\u00f6ren wir im Verlauf des Albums immer wieder. Beim exzellenten &#8222;Sinner&#8220; tritt Josh das erste Mal ein wenig auf die Bremse. Ist ein sch\u00f6ner, fast balladesker Song mit emotionalem Touch und vorgetragen mit sehr echt wirkendem Pathos, wie man es auch beispielsweise von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Billy+Ray+Cyrus\">Billy Ray Cyrus<\/a><\/span> kennt.<\/p>\n<p>Richtig stark kommt furiose &#8222;Won\u2019t Be Lonely Long&#8220;. Der Track beginnt zun\u00e4chst sehr introvertiert und ruhig in einer sich selbst bemitleidenden &#8222;Crying in my beer&#8220;-Mentalit\u00e4t, schwenkt dann aber urpl\u00f6tzlich zum fetzigen, das Tanzbein schwingenden, honky-tonkigen Patryknaller um, der eine tierisch gute Laune verbreitet und wahrscheinlich jede Countryfete zum Kochen bringt. Das ganze erinnert ein wenig an den rotzigen Stil der <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Warren+Brothers\">Warren Brothers<\/a><\/span> bei ihrem Song &#8222;Sell A Lot Of Beer&#8220;. Bei &#8222;Always Be Me&#8220; k\u00f6nnten Leute wie <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Jack+Ingram\">Jack Ingram<\/a><\/span> oder auch Montgomery Gentry Pate gestanden haben (Joshs Stimme weist dezente \u00c4hnlichkeiten zu Troy Gentry auf). Die n\u00e4chsten beiden Nummern entstanden in Kooperation mit <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=David+Lee+Murphy\">David Lee Murphy<\/a><\/span>, was auch deutlich h\u00f6rbar ist.<\/p>\n<p>Zum einen das starke, knackige, dynamische, ein wenig mit John Mellencamp-Note versehene, aber nat\u00fcrlich Country-orientiertere &#8222;A Name In This Town&#8220;, und zum anderen das wieder mit viel Pathos und in Storytelling-Manier vorgetragene Titelst\u00fcck &#8222;Way Out Here&#8220; (abermals mit einer Southern-Note ala Montgomery Gentry). \u00dcberragend, was den kompletten Verlauf des Werkes betrifft, Gitarrist Adam Shoenfeld und Steel-Virtuose Mike Johnson, die mit ihren Einlagen (teilweise in tollen Duellen), neben Thompson&#8217;s klaren und kr\u00e4ftigem Gesang die Hauptakzente setzten &#8211; das unterstreichen wir hiermit, wie bereit oben erw\u00e4hnt, gerne noch einmal. Klasse auch die variablen Keybboards von Tony Harrell!<\/p>\n<p>Ein echter, fast schon stadiontauglicher Honky Tonk Party-Feger ist &#8222;You Ain\u2019t Seen Country Yet&#8220; (tolle Textzeile: &#8222;If you ain\u2019t made love to a Haggard cassette, well you ain\u2019t seen country yet\u201c). Die Crowd-Ges\u00e4nge am Ende treiben dabei die Stimmung auf den Siedepunkt. Ist sicher ein absoluter Kracher in Thompsons Live-Programm. Mit &#8222;Back Around&#8220; (eine herrliche Powerballade Richtung <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Brian+McComas\">Brian McComas<\/a><\/span>\/Billy Ray Cyrus) und dem sch\u00f6nen &#8222;I Won\u2019t Go Crazy&#8220; (hier schimmert ein wenig <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Brad+Paisley\">Brad Paisley<\/a> durch) klingt diese durchgehend auf hohem Niveau befindliche CD recht entspannt aus.<\/p>\n<p>Die Produktion von Michael Knox (u.a. <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Jason+Aldean\">Jason Aldean<\/a><\/span>) ist knackig, voller Energie aber zu keinem Moment \u00fcberzogen. Mit Josh Thompson hat Nashville wieder einen echten jungen Wilden am Start, einen sehr authentisch wirkenden K\u00fcnstler, der ein Riesenpotential mit sich bringt (alle Songs selbst kreiert, teils mit diversen Co-Autoren). Ein super Leistung des jungen Mannes, ohne jede Schw\u00e4che! &#8222;Thompson doesn\u2019t follow the old formula of front-loading an album with two or three hit singles and padding the rest with filler. On &#8218;Way Out Here&#8216; he makes every cut count.\u201d hei\u00dft es in einem der unz\u00e4hligen, begeisterten Reviews. Und das k\u00f6nnen wir ohne jede Einschr\u00e4nkung unterstreichen. Dieser Josh Thompson hat es voll drauf! Ein pr\u00e4chtiger New Country-Einstieg!<\/p>\n<p><strong>Sony Nashville (2010)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Beer On The Table<br \/>\n02. Blame It On Waylon<br \/>\n03. Sinner<br \/>\n04. Won&#8217;t Be Lonely Long<br \/>\n05. Always Been Me<br \/>\n06. A Name In This Town<br \/>\n07. Way Out Here<br \/>\n08. You Ain&#8217;t Seen Country Yet<br \/>\n09. Back Around<br \/>\n10. I Won&#8217;t Go Crazy<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.JoshThompsonOfficial.com\">Josh Thompson<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/JoshThompsonOfficial\">Josh Thompson bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erfrischendes, knackiges, genauso kraftvolles und &#8222;rockiges&#8220; wie traditionell verwurzeltes New Country Deb\u00fct von Josh Thompson! Die Zeiten, in denen sich junge, viel versprechende K\u00fcnstler fast im Zwei Wochen-Takt anschickten, in Nashville auf der Bildfl\u00e4che zu erscheinen, sind seltener geworden. Die oberen Regionen der Country-Charts liegen schon seit geraumer Zeit fest in den H\u00e4nden der etablierten &hellip; <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/josh-thompson-way-out-here-cd-review\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Josh Thompson &#8211; Way Out Here &#8211; CD-Review<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[574,783,791,1273],"class_list":["post-4226","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-josh-thompson","tag-nashville","tag-new-country","tag-way-out-here"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4226","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4226"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4226\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44067,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4226\/revisions\/44067"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4226"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4226"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4226"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}