{"id":41916,"date":"2020-02-04T18:52:14","date_gmt":"2020-02-04T17:52:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=41916"},"modified":"2020-02-04T18:52:14","modified_gmt":"2020-02-04T17:52:14","slug":"haley-johnsen-03-02-2020-kulturrampe-krefeld-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2020\/02\/04\/haley-johnsen-03-02-2020-kulturrampe-krefeld-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Haley Johnsen \u2013 03.02.2020, Kulturrampe, Krefeld \u2013 Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-41918 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Hal_haupt.jpg\" alt=\"Hal_haupt\" width=\"799\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Hal_haupt.jpg 799w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Hal_haupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Hal_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 799px) 100vw, 799px\" \/><\/p>\n<p>Markus Peerlings packt \u201eCaesar\u2019s Pallets\u201c wieder aus! Den Anfang der diesj\u00e4hrigen Reihe von Solo-Konzerten im Wohnzimmer der Kulturrampe machte Haley Johnson. Durch ihre erfolgreiche Teilnahme beim Song-Contest American Idol erlangte sie in Amerika bereits einen hohen Bekanntheitsgrad. Im vergangenen Jahr promotete sie ihr Deb\u00fct-Album \u201eGolden Days\u201c auf ihrer ersten Europa-Tour. Nun kehrte die talentierte Songwriterin mit frisch im Londoner Studio One aufgenommen Akustik-Versionen nach Deutschland zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Bei Ihrer Premiere in Krefeld zeigte sie sich beeindruckt von der coolen Location. Die Rampe ist nach ihrer Aussage der hipste Veranstaltungsort, in dem sie bislang auftrat. Damit erz\u00e4hlte Johnsen den Anwesenden zwar nichts Neues, aber gefreut hat es alle und Pille wahrscheinlich am meisten.<\/p>\n<p>Mit ganz verschiedenen musikalischen Einfl\u00fcssen aufgewachsen f\u00fcgt Haley Johnsen diese in einem souver\u00e4nen Mix aus Americana, Blues und Rock zusammen. Dabei gibt sie dieser Mischung auf ihrem Longplayer, der mit kompletter Band eingespielt wurde, einen poppigen Anstrich. Im intimen Rahmen der Kulturrampe kamen ihre Qualit\u00e4ten als Songwriterin und ihre tolle Stimme, die bei der instrumental reduzierten Begleitung st\u00e4rker in den Vordergrund traten, viel besser zur Geltung.<\/p>\n<p>Die junge Amerikanerin bewies eine verbl\u00fcffende Souver\u00e4nit\u00e4t auf der B\u00fchne. Locker und selbstironisch philosophierte sie \u00fcber den unterschiedlichen Kohles\u00e4uregehalt deutscher Mineralw\u00e4sser, leitete Songs mit Anekdoten und Hintergrundinformationen ein und nutzte auch sonst jede Gelegenheit, mit dem Publikum in Kontakt zu treten.<\/p>\n<p>Mit viertelst\u00fcndiger Versp\u00e4tung kam Johnsen aus den Katakomben der Rampe, legte die nagelneue, akustische Fender-Gitarre an, schnallte sich Schellen um den Fu\u00df und gab mit der Stomp Box den Rhythmus f\u00fcr den Opener \u201eI\u2019ll See You Around\u201c vor. Richtig Fahrt nahm \u201eEverything Comes Back Again\u201c auf. Mit scheppernden Akkorden rockte Johnsen den Song, den sie mit 16 Jahren geschrieben hatte.<\/p>\n<p>Nach dem ebenfalls mitrei\u00dfenden \u201eSideways\u201c von ihrer EP \u201eWhen You Lit The Sky\u201c (2017) folgte mit \u201eFeel The Water\u201c die erste Ballade. Diese begann sehr sanft, steigerte dann aber die Dynamik durch fast schon rausgeschriene Gesangspassagen. Johnsen hat eine klare, volle Stimme, die sie den verschiedenen Stimmungen der Songs problemlos anpassen kann.<\/p>\n<p>Inspiriert durch die Version von Eva Cassidy pr\u00e4sentierte Johnsen dann \u201eAutum Leaves\u201c als klassisches Folkst\u00fcck. Diesen Titel spielte sie zum ersten Mal auf dieser Tour, deren Halbzeit sie feierte. Die Songwriterin hat noch weitere drei Wochen On The Road vor sich und verl\u00e4sst Deutschland erstmal in Richtung D\u00e4nemark.<\/p>\n<p>Als Haley Johnsen zur elektrischen Gitarre griff, zog das Tempo im letzten Drittel des ersten Sets nochmal an. Kr\u00e4ftige Rhythmen (\u201eCity Of Me\u201c), teilweise begleitet von einem staubiger Gitarrensound leiteten dann zum vorl\u00e4ufigen Finale \u00fcber. F\u00fcr dieses holte sie ihren Freund und Tour-Manager Jonny Shewell auf die B\u00fchne und sang mit ihm \u201ePerfect Life\u201c im Duett.<\/p>\n<p>Die kurze Pause wurde mit dem fetzigen \u201eLift Me Up\u201c beendet. W\u00e4hrend Johnsen dort ihre akustische Fender hart bearbeitete, zeigte sie vor allem beim Intro zu \u201eCrazy On You\u201c \u2013 einem Song von Heart \u2013, dass sie auch filigrane Fingerarbeit an den Saiten beherrscht.<\/p>\n<p>Nach \u201eCinderella\u201c, wohl einem St\u00fcck mit gro\u00dfer pers\u00f6nlicher Bedeutung f\u00fcr die S\u00e4ngerin, folgte mit \u201eTear Drop Canvas\u201c ein weiterer Titel des Longplayers \u201eGolden Days\u201c. Die erdigeren, handgemachten Versionen, die Johnsen bei der Show darbot, \u00fcberzeugten weit mehr als die opulenter produzierten Studioaufnahmen. Als Singer\/Songwriter gewinnt Haley Johnsen deutlich Konturen und sticht unter den Musiksternen ihrer Generation hervor. Dass sie musikalisch vielseitig ist, zeigt auch ihre Beteiligung an der Electronic-Band Big Wild, obwohl dies auch unter der Rubrik Jugends\u00fcnden zu verbuchen sein kann.<\/p>\n<p>In der Mitte des zweiten Sets r\u00e4umte sie den Platz am Mikro f\u00fcr Jonny Shewell, der seinen Song \u201eFamous\u201c vorstellte und dabei sein Gesangstalent offenbarte. F\u00fcr die letzten beiden St\u00fccke \u201eWeekend\u201c und \u201eKeep On Saying Goodbye\u201c packte Johnsen erneut die E-Gitarre aus und heizte dem Publikum nochmal m\u00e4chtig ein.<\/p>\n<p>Ich h\u00e4tte nicht gedacht, dass drei\u00dfig Leute so einen johlenden und klatschenden Tumult veranstalten k\u00f6nnen. Obwohl Johnsen \u2013 ganz Profi \u2013 darauf hinwies, dass sie nur f\u00fcr zwei 45-Minuten-Sets engagiert worden w\u00e4re, lie\u00df sie sich nicht lange bitten und gab mit \u201eIf It Makes You Happy\u201c von <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Sheryl+Crow\">Sheryl Crow<\/a> sowie dem Schmachtfetzen \u201eBlue Bayou\u201c von Linda Ronstadt zwei Cover als Zugabe. Die beiden Titel standen den Originalen in nichts nach, was zeigt, \u00fcber welche Spannweite sie musikalisch und gesangstechnisch verf\u00fcgt.<\/p>\n<p>Haley Johnsen lieferte eine Performance mit gro\u00dfem Unterhaltungswert, abwechslungsreicher Songauswahl und hervorragendem Gesang. Mit ihrem nat\u00fcrlichen Auftreten spiele sie sich direkt ins Herz der Zuh\u00f6rer. In besser Gesellschaft kann man einen verregneten Montagabend kaum verbringen. F\u00fcr die n\u00e4chsten Veranstaltungen ab M\u00e4rz zieht \u201eCaesar\u2018s Pallets\u201c auf die Terrasse der Rampe. Die Open-Air-Konzerte auf dem Gro\u00dfmarkt sind eine sch\u00f6ne Idee, sofern das Wetter mitspielt.<\/p>\n<p>Line-Up:<br \/>\nHaley Johnsen (vocals, guitar)<br \/>\nJonny Shewell (vocals)<\/p>\n<p>Bilder und Bericht: Michael Segets<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.haleyjohnsenmusic.com\/\">Haley Johnsen<\/a><br \/>\n<a href=\" https:\/\/www.facebook.com\/haleyjohnsenmus\/\">Haley Johnsen bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kulturrampe.de\/\">Kulturrampe<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Markus Peerlings packt \u201eCaesar\u2019s Pallets\u201c wieder aus! Den Anfang der diesj\u00e4hrigen Reihe von Solo-Konzerten im Wohnzimmer der Kulturrampe machte Haley Johnson. Durch ihre erfolgreiche Teilnahme beim Song-Contest American Idol erlangte sie in Amerika bereits einen hohen Bekanntheitsgrad. Im vergangenen Jahr promotete sie ihr Deb\u00fct-Album \u201eGolden Days\u201c auf ihrer ersten Europa-Tour. 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