{"id":406,"date":"2015-12-14T09:30:00","date_gmt":"2015-12-14T08:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=406"},"modified":"2020-07-07T17:46:41","modified_gmt":"2020-07-07T15:46:41","slug":"eric-church-the-outsiders-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/eric-church-the-outsiders-cd-review\/","title":{"rendered":"Eric Church &#8211; The Outsiders &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Churchout_300.jpg\" alt=\"Churchout_300\" width=\"300\" height=\"300\" class=\"alignnone size-full wp-image-43998\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Churchout_300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Churchout_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Churchout_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Churchout_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Mittlerweile eines der absoluten Flaggschiffe des jungen, wilden, modernen Nashville New Country-Sounds &#8211; Eric Church mit seinem neuen Album! Wieder ein klasse Werk! Eigentlich h\u00e4tte es Eric sich einfach machen k\u00f6nnen. Sein Vorg\u00e4ngerwerk &#8222;Chief&#8220; hatte den Musiker an die Spitze der Album-Charts katapultiert und auch mit &#8222;Drink In My Hand&#8220; und &#8222;Springsteen&#8220; gleich zwei Nr. 1-Singles abgeworfen. Warum nicht einfach mit gleichem Konzept die Erfolgsstory fortf\u00fchren? Zumal er f\u00fcr seinen neuen Silberling satte 120 Songs (!!!) mit diversen Songwriter-Kollegen im Vorfeld verfasst hatte. Aber nicht so Eric Church.<\/p>\n<p>Er geht mit &#8222;The Outsiders&#8220; (der Titel ist hier Programm) den unbequemen Weg und f\u00fchrt den New Country bis an seine Grenzen und teilweise dar\u00fcber hinweg. Ein Album, das zweifellos polarisieren wird und vermutlich auch soll. Eine wirklich mutige Entscheidung. Produzent Jay Joyce (<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Little+Big+Town\">Little Big Town<\/a><\/span>), hier auch instrumentell stark involviert (viele Soundeffekte\/-spielereien einbringend), lie\u00df das ganze Aufnahmeprocedere und die finale Songauswahl laut eigener Aussage einfach &#8222;passieren&#8220;, bis sich das Ganze am Ende gefunden hatte. Ein Aufsehen erregendes, tolles Werk am Ende, teilweise mit epischen Ausma\u00dfen.<\/p>\n<p>So auch gleich der Titeltrack zu Beginn des Albums. Church er\u00f6ffnet das Lied zu sparsamer E-Gitarrenbgleitung mit introvertiertem Sprechgesang, der dann von einem agressiv explodierendem Refrain inklusiver Crowd-Harmieges\u00e4nge durchdrungen wird, an den sich ein psychedelisch anmutendes, kreischendes E-Gitarrensolo (fast sogar Metal-kompatibel, Church hat sich ja auch mal als Pantera-Fan geoutet) anschlie\u00dft, um dann mit einem kurzen gesungenen &#8222;That\u2019s who we are&#8220; (Teil der Refrainzeile) auszuklingen. Ein Beginn, den der gestandene New Country- und Church-Fan sicherlich erst mal verdauen muss. Um so \u00fcberraschender, dass der Song es immerhin in die Top-10 der Single Charts geschafft hat. Eric g\u00f6nnt danach seiner H\u00f6rerschaft ein weing Zeit zum Durchatmen.<\/p>\n<p>Das folgende &#8222;A Man Who\u2019s Gonna Die Young&#8220; singt er passend zum Titel recht innehaltend und nur von einer leisen E-Gitarre begleitet. &#8222;Cold One&#8220; beginnt dann mit einer slidenden Dobro ziemlich traditionell und einem typisch l\u00e4ssigen Church-Refrain im Stile fr\u00fcherer Lieder, wird aber gegen Ende abrupt von einer Art Speed-Bluegrass-Solo-Passage (Banjo\/E-Gitarre) aus dem Groove gerissen, um kurz vor Schluss dann aber wieder den Faden zu finden. &#8222;Rollercoaster&#8220; wird von einem recht k\u00fcnstlichen Drum-Loop-Rhythmus und dazwischen kalt klimpernden Moll-Piano-Kl\u00e4ngen getragen, der Refrain wirkt dagegen fast \u00fcbermelodisch und weich. Auch keine allt\u00e4gliche Kost f\u00fcr Countryverh\u00e4ltnisse. Mit &#8222;Talladega&#8220; (aus der Feder von Church und Luke Laird) gibt es dann den ersten Hit-verd\u00e4chtigen Ohrwurm und New Country pur. Klasse hier das Akustikgitarrenspiel zu sparsamem Piano und dezenterOrgel, sowie das filigrane E-Gitarren-Solo zum Ausklang.<\/p>\n<p>&#8222;Broke Record&#8220; mit seiner kratzigen Akustikgitarrenf\u00fchrung und dem coolen Church-Gesang h\u00e4tte auch gut auf &#8222;Chief&#8220; gepasst, &#8222;Like A Wrecking Ball&#8220; ist ein herrlicher Schwofer, fast schon an Procul Harums legend\u00e4res &#8222;A Whiter Shade Of Pale&#8220; erinnernd, aber nat\u00fcrlich eher in Countrysph\u00e4ren einzusortieren. Herrlich hier der hallende Klang der E-Gitarre und Erics Stimme, dazu gurrt die Orgel einfach wunderbar. Klammerbluestauglich! Doch dann wieder genug der Harmonie. Bei &#8222;That\u2019s damn Rock\u2019N\u2019Roll&#8220; predigt Church im mahnenden Stile eines Hohepristers was den wirklichen Rock\u2019N\u2019Roll ausmacht. Rockige AC\/DC-Gitarrenriffs, rotzige Harmonieges\u00e4nge von Joanna Cotton und dezentes Led Zeppelin-Flair komplettieren diesen nahezu klassischen Rocksong.<\/p>\n<p>Mit &#8222;Dark Side&#8220; findet Church wieder in die Countryspur zur\u00fcck (sch\u00f6nes Akustikgitarren-Solo), um dann wieder mit eher grenz\u00fcberschreitender Kost aufzuwarten. Das Pr\u00e4ludium &#8222;Princess Of Darkness&#8220; flie\u00dft in Johnny Cash-Erz\u00e4hlmanier mit fast progressiven Z\u00fcgen (Pink Floyd schimmern ein wenig durch) dahin, geht bei &#8222;Devil, Devil&#8220; in einen schweren Countrystampfer \u00fcber, der dann zum Abschluss noch mit einer episch anmutenden Instrumentalpassage mit verst\u00f6renden Harmonieges\u00e4ngen fast ins Countryabsurdum gef\u00fchrt wird. Der vermutlich hier an seine Grenzen gef\u00fchrte Church-Fan wird dann aber wieder mit dem wieder radiotauglichen &#8222;Give Me Back My Hometown&#8220; (zweite Single, zur Zeit Platz 7) zur\u00fcck in seine heil geglaubte Welt zur\u00fcckgeholt.<\/p>\n<p>Die wird aber mit dem durchgeknallten &#8222;The Joint&#8220; (passend zum Titel) auf dem Fu\u00dfe wieder ins Ungleichgewicht gebracht. Ein Song, ein bisschen im kauzigen <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=J.J.+Cale\">J.J. Cale<\/a><\/span>-Stil mit teilweise verschrobenen Trompetengebl\u00e4se. Man hat den Eindruck beim Einspielen des Songs ist in der Musikercrew der eine oder andere Joint herumgereicht worden und hat wohl auch bei Eric intensiv Halt gemacht.<\/p>\n<p>Fazit: Eric Church pr\u00e4sentiert mit &#8222;The Outsiders&#8220; ein schwieriges aber dennoch sehr h\u00f6renswertes Album, das mal aus den konventionellen Gefilden der Nashville-Musik ausbricht, ohne sie dabei allerdings zu ignorieren. Wenn man sich auf dieses Werk einl\u00e4sst und ein gewisses Ma\u00df an Toleranz und Flexibilit\u00e4t mitbringt, bereitet es einem doch einiges an intensiven und lohnenswerten musikalischen Momenten. Man darf gespannt sein, wie das Church, der ja in den n\u00e4chsten Wochen mit drei Deutschland-Konzerten aufwartet, sein neues Album in Szene setzen wird. Zun\u00e4chst erstmal Respekt f\u00fcr seinen Mut und seine Aufrichtigkeit. Eigenwilliger, aber starker Stoff auf ganz hohem Niveau. Eric Church in einer neuen Dimension!<\/p>\n<p><strong>EMI Nashville (2014)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: New Country\u00a0&amp; More<\/strong><\/p>\n<p>01. The Outsiders<br \/>\n02. A Man Who Was Gonna Die Young<br \/>\n03. Cold One<br \/>\n04. Roller Coaster Ride<br \/>\n05. Talladega<br \/>\n06. Broke Record<br \/>\n07. Like A Wrecking Ball<br \/>\n08. That&#8217;s Damn Rock &amp; Roll<br \/>\n09. Dark Side<br \/>\n10. Devil, Devil (Prelude: Princess Of Darkness)<br \/>\n11. Give Me Back My Hometown<br \/>\n12. The Joint<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ericchurch.com\">Eric Church<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/ericchurch\">Eric Church bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittlerweile eines der absoluten Flaggschiffe des jungen, wilden, modernen Nashville New Country-Sounds &#8211; Eric Church mit seinem neuen Album! Wieder ein klasse Werk! 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