{"id":37551,"date":"2019-09-11T06:18:05","date_gmt":"2019-09-11T04:18:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=37551"},"modified":"2019-09-11T06:42:46","modified_gmt":"2019-09-11T04:42:46","slug":"julian-sas-08-09-2019-musiktheater-piano-dortmund-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/09\/11\/julian-sas-08-09-2019-musiktheater-piano-dortmund-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Julian Sas &#8211; 08.09.2019, Musiktheater Piano, Dortmund &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-37568 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Sas-Haupt.jpg\" alt=\"Sas Haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Sas-Haupt.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Sas-Haupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Sas-Haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Nachdem die niederl\u00e4ndische Fu\u00dfball-Nationalmannschaft am letzten Freitag \u00fcber die Deutsche hinweggefegt war, galt das Gleiche in Sache des holl\u00e4ndischen Bluesgitarrist Julian Sas im Dortmunder Musiktheater Piano.<\/p>\n<p>P\u00fcnktlich um 8:00 Uhr betrat Sas mit seiner Band die B\u00fchne im mit etwa 300 Zuschauern gut besuchten Piano. Mit \u201eHome Feeling\u201c hatte er direkt den passenden Opener gew\u00e4hlt, um seine Empathie zur Location, als auch, dem an diesen Abend absolut begeisterungsf\u00e4higen Publikum, auszudr\u00fccken.<\/p>\n<p>Bei \u201e18 Wheels\u201c durchwehte ein Hauch von Southern Rock das Piano. Fotis Anagnostou am Bass und Lars-Eric van Elzakker an den Drums legten einen treibenden Grundrhythmus, der Sas alle M\u00f6glichkeiten gab, Soli einzustreuen und sich mit John Lord-Fan Roland Bakker an den Keys einige hitzige Duelle zu liefern. Schon zu diesen Zeitpunkt hatten Band und Publikum eine Art Symbiose gebildet, die sich gegenseitig anstachelte.<\/p>\n<p>Mit \u201eIs This What They Call The Blues\u201c begab sich Sas dann wieder zu seinen Blueswurzeln, um mit \u201eBelieve To My Soul\u201c ein Statement dar\u00fcber abzugeben, dass das, was er tut, aus vollster \u00dcberzeugung geschieht, was f\u00fcr jeden dann auch klar erkennbar war.<\/p>\n<p>Das folgende fast schon hart rockende \u201eStand Your Ground\u201c brachte die Besucher endg\u00fcltig zum ausgelassenen Mitwippen oder Mittanzen.<br \/>\nSchon die ersten Kl\u00e4nge von \u201eComing Home\u201c zeigten die Richtung des Songs an. Klangmelodien und eine Stimmung, die an den Klassiker \u201eFreebird\u201c von <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Lynyrd Skynyrd<\/a> erinnerten. Sas legte hier ein St\u00fcck hin, mit dem er sich hinter keiner Top-Southern-Band verstecken braucht.<\/p>\n<p>Bei \u201eDrifting Boogie\u201c war der Name Programm. Eine dynamische Mischung aus Boogie und Blues, die zuweilen an die guten alten <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=ZZ+Top\">ZZ Top<\/a> erinnerte.<\/p>\n<p>Ein fast schon epischer Moment des Abens war der Slowblues \u201eLost And Found\u201c, zum Teil melancholisch gef\u00fchlvoll auch vom Gesang her, mit einem Solo der Extraklasse, in dem Sas bewies, dass es nicht nur auf das Tempo ankommt, sondern ein Solo auch mit dem Grundtenor des Songs einhergehen muss. In diesem Song waren auch stilistische \u00c4hnlichkeiten zum Vorbild vieler Bluesmusiker zu erkennen, dem leider zu fr\u00fch verstorbenen Rory Gallagher.<\/p>\n<p>Mit der weiteren Boogienummer \u201eTale Spreader\u201c nahm Sas direkt wieder Fahr auf und erstickte direkt jeden Hauch von aufkommender Melancholie, um mit \u201eMake My Water\u201c eine starke eher hartes Bluesst\u00fcck nachzulegen, das Bakker an den Keyboards immer wieder auflockerte.<\/p>\n<p>Beim DylanKlassiker \u201eHighway 61 Revisited\u201c offerierte Sas, dass Covernummern in Shows ihre Berechtigung haben, zumindest, wenn sie keine Verschlechterung des Originals darstellen. Diese harte Interpretation des Songs sorgte im Publikum auf jedem Fall f\u00fcr Begeisterung.<\/p>\n<p>Bei \u201eAnything\u201c, einem leicht psychedelischen, sehr ruhigen Track, nahm Julians kurz etwas Tempo aus der Show, wobei er aber immer wieder Akzente mit der Gitarre setzte und Bakkers Tastenspiel dem Sound das n\u00f6tige Volumen gaben.<\/p>\n<p>Der \u201eWorkingmans Blues\u201c ging, es wie der Titel schon ausdr\u00fcckt, ganz klar Richtung Blues. Sph\u00e4risch wurde es bei \u201eHowling Wind\u201c mit ganz tollem Keyboard-Intro. Auch durch Sas&#8216; Art Art zu Singen, f\u00fchlte ich mich an den CSN&amp;Y-Klassiker \u201eAlmost Cut My Hair\u201c erinnert.<br \/>\nIm Stile von ZZ Top wurde dann mit \u201eSugarcup Boogie\u201c wieder das Gaspedal bet\u00e4tigt und es kam wieder Bewegung ins Publikum.<\/p>\n<p>Schon \u201eMakin My Return\u201c wies auf Julians Vorbild Jimmy Hendrix hin, was sp\u00e4testens besonders deutlich wurde, als unmittelbar darauf psychedliesches Gespiel von Bakker und Julian an der Gitarre \u201eHey Joe\u201c einleiteten. Sas und Band zelebrierten diesen Rock-Evergreen regelrecht \u00fcber knapp 10 Minuten, wo sich auch Fotis Anagnostou am Bass mit starker Mimik und Posen einbrachte.<\/p>\n<p>Vergessen waren schnell die lautstarken Forderungen eines Fans, bez\u00fcglich eines Rory Gallagher-Liedes, das Sas charmant und dennoch eindeutig verneinte. In meinen Augen eine richtige und nachvollziehbare Entscheidung. Es handelte sich ja schlie\u00dflich um ein Julian Sas Konzert und keine Wunschshow, die dann in letzter Konsequenz in einem Coverabend enden w\u00fcrde, wenn jeder Besucher sich St\u00fccke alter Bluesgr\u00f6\u00dfen w\u00fcnschen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>\u201eMakin My Return 2\u201c leitete dann stilgerecht \u201eHey Joe\u201c aus. Mit \u201eDevil Got My Number\u201c stand dann der zun\u00e4chst der letzte Song auf dem Programm, in der Bandleader salvenartig hard-rockend Gitarrensoli Richtung Publikum abscho\u00df. Sas und Kumpanen verabschiedeten sich dann ausgiebig und bestens gelaut und wurden frenetisch vom Publikum gefeiert.<\/p>\n<p>Durch die Zugabeforderungen animiert, lie\u00df Sie sich das Quartett aber nicht lange bitten und legte mit dem furiosen \u201eBullfrog Blues\u201c, der direkt mit \u201eBoogie All Around\u201c verschmolz, noch einmal starke Zugaben auf die B\u00fchne. Nach knapp zweieinhalb Stunden war dann ein atemberaubender Abend vor\u00fcber, der viel Facetten vom Blues, Boogie, Southern- und Hardrock vereinte.<\/p>\n<p>Sch\u00f6n waren aber auch die vereinzelt eingestreuten Coversongs, denen die Musiker aber ihren eigenen Stil einhauchten. Julian Sas und Band erwiesen sich an dem Abend als absolut blind eingespieltes Team, obwohl Drummer van Elzakker erst im Fr\u00fchjahr bei der Band eingestiegen war und jetzt einen Klasse Job macht.<\/p>\n<p>Schon nach wenigen Minuten stand Sas dann am Merchandise Stand den wartenden Fans zur Verf\u00fcgung und man sp\u00fcrte, dass er immer noch vom Publikumzuspruch w\u00e4hrend der Show zehrte.<\/p>\n<p>Ein besonderer Dank an das gesamte Team des Piano f\u00fcr die Gastfreundschaft. On Stage Promotions f\u00fcr die Zusatzinformationen zur Tournee, aber auch f\u00fcr die schon vorab ausgeh\u00e4ndigte Setlist. Julian sagte mir im Gespr\u00e4ch nach dem Konzert, dass er eigentlich ohne eine solche spiele und \u00f6fters mal in der Show umswitche, dies aber heute nicht tun konnte, weil er dann auch, wie mir angek\u00fcndigt, spielen wollte.<\/p>\n<p>Dies war auch am stark abweichenden Programm gegen\u00fcber dem <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/01\/21\/julian-sas-19-01-2019-schwarzer-adler-rheinberg-konzertbericht\/\">Fr\u00fchjahrs-Gig <\/a>im Schwarzen Adler in Rheinberg zu erkennen. Der Band w\u00fcnsche ich eine gute Reise Richtung Wien und genau so viel Spa\u00df auf der Tour durch das \u00f6stliche Europa.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nJulian Sas (lead vocals, electric &amp; slide guitar)<br \/>\nRoland Bakker (piano, organ)<br \/>\nFotis Anagnostou (bass)<br \/>\nLars-Erik van Elzakker (drums)<\/p>\n<p>Text und Bilder: Gernot Mangold<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.JulianSas.com\">Julian Sas<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/juliansasofficial\/\">Julian Sas bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.musiktheater-piano.de\">Musiktheater Piano<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/3dog-entertainment.com\">3Dog Entertainment<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem die niederl\u00e4ndische Fu\u00dfball-Nationalmannschaft am letzten Freitag \u00fcber die Deutsche hinweggefegt war, galt das Gleiche in Sache des holl\u00e4ndischen Bluesgitarrist Julian Sas im Dortmunder Musiktheater Piano. 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