{"id":37260,"date":"2019-08-28T17:40:48","date_gmt":"2019-08-28T15:40:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=37260"},"modified":"2019-08-28T17:40:48","modified_gmt":"2019-08-28T15:40:48","slug":"charley-crockett-27-08-2019-kulturrampe-krefeld-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/08\/28\/charley-crockett-27-08-2019-kulturrampe-krefeld-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Charley Crockett \u2013 27.08.2019, Kulturrampe, Krefeld \u2013 Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-37263 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/CC-19-08-27-29.jpg\" alt=\"CC 19-08-27 (29)\" width=\"799\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/CC-19-08-27-29.jpg 799w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/CC-19-08-27-29-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/CC-19-08-27-29-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 799px) 100vw, 799px\" \/><\/p>\n<p>Zum Abschluss der Sommerferien \u00f6ffnete die Kulturrampe ihre Pforte f\u00fcr Charley Crockett. Mit der letztj\u00e4hrigen Top-Ten-Platzierung seines Albums \u201eLil G.I.\u2018s Blue Bonanza\u201c in den Blues-Charts ist Crockett in Amerika schon kein Geheimtipp mehr. Hierzulande h\u00e4lt sich sein Bekanntheitsgrad noch eher in Grenzen. So f\u00fcllte sich nach einem schw\u00fclen Tag die Krefelder Kult-Location auch nur zur H\u00e4lfte.<\/p>\n<p>Allerdings nahm ein Fan-Trupp aus Schwelm die 80-km-Anreise auf sich, um den Texaner und seine Band live zu erleben. Auff\u00e4llig war zudem die relativ hohe Frauenquote unter den Besuchern. Der markante, metallische Gesang Crocketts und sein stylischer Retro-Look m\u00f6gen daf\u00fcr verantwortlich sein.<\/p>\n<p>P\u00fcnktlich um 21.00 Uhr startete Crockett mit der aktuellen Auskopplung \u201e5 More Miles\u201c aus seinem im September erscheinenden Album \u201eThe Valley\u201c. Bei dem flotten Einstieg mit dem bluesinfiltrierten St\u00fcck sorgte Alexis Sanchez an der E-Gitarre f\u00fcr den besonderen Drive.<\/p>\n<p>Zwar wurde mit \u201eThe Race Is On\u201c und \u201eLots Of Luck\u201c sein Chart-Erfolg ber\u00fccksichtigt, den ersten Abschnitt des Konzerts dominierten aber die Titel des neu angek\u00fcndigten Longplayers. Neben der starken ersten Single \u201eBorrowed Time\u201c blieb vor allem \u201eBig Gold Mine\u201c im Ged\u00e4chtnis. \u201eMaybelle\u201c \u2013 mit Pfeifeinlage \u2013 und \u201eRiver Of Sorrow\u201c gab Crockett ebenso zum Besten wie die von \u201eIn The Night\u201c (2016) stammenden \u201eBaby 1-2-3\u201c und \u201eI Am Not Afraid\u201c.<\/p>\n<p>Charley Crockett ist schon in jungen Jahren durch die Staaten getrampt und lebte zeitweise in Frankreich, Spanien und Nordafrika. Seinen Freiheitsdrang sowie das Bed\u00fcrfnis unterwegs zu sein, thematisiert er in \u201eThe Valley\u201c und \u201eThe Way I\u2019m Livin\u2018 (Santa Rosa)\u201c. Leider hat er weder zu diesen, noch zu anderen Songs, Erl\u00e4uterungen gegeben.<\/p>\n<p>Ich h\u00e4tte mir ein paar Ansprachen oder eine st\u00e4rkere Interaktion mit dem Publikum gew\u00fcnscht. Angesichts der hohen Temperatur in der Rampe schien es die meisten Anwesenden allerdings nicht gest\u00f6rt zu haben, dass Crockett die Setlist straight durchspielte. Textsicher unterst\u00fctzten sie ihn bei einigen Titeln und waren froh, dass sich Crockett nach dem Auftritt Zeit f\u00fcr Gespr\u00e4che und Fotosessions in dem k\u00fchleren Vorraum der Rampe nahm.<\/p>\n<p>Im zweiten Abschnitt der Show versammelte sich die Band, mit Ausnahme des Drummers Mayo Valdez, im Kreis um ein Mikro. Zum \u201eBanjo-Pickin\u2018\u201c tauschte Crocket seine akustische Gitarre gegen ein Banjo aus und Multiinstrumentalist Kullen Fox griff zur Mandoline. Die Aufstellungsform erm\u00f6glichte es den Musikern abwechselnd \u2013 je nachdem, wie nah sie sich zum Mirko positionierten \u2013 in den Vordergrund zu treten. Eine sch\u00f6ne Idee, die ich so noch nicht auf der B\u00fchne gesehen hatte.<\/p>\n<p>Crockett bewegt sich auf seinen Longplayern zwischen Country und Blues. W\u00e4hrend im ersten Teil des Konzerts der Schwerpunkt auf Country-Nummern lag, wurde die stilistische Bandbreite nach dem Banjo-Intermezzo gr\u00f6\u00dfer. Mit Rock \u2019n Roll, R&amp;B und Blues pr\u00e4sentierte Crockett und seine M\u00e4nner eine gelungene Mischung.<\/p>\n<p>Schwerpunktm\u00e4\u00dfig wurden in dieser Phase Tracks von der Scheibe \u201eLonesome As A Shadow\u201c (2018) gespielt. \u201eHow Long Will I Last\u201c, \u201eLil\u2018 Girl\u2019s Name\u201c, \u201eOh So Shaky\u201d und ich meine auch \u201eThe Sky\u2019d Become Teardorps\u201d sowie \u201eAin\u2019t Gotta Worry Child\u201d. Zuvor performte die Band \u201eI Wanna Cry\u201c und \u201eGoin\u2019 Back To Texas\u201d von diesem Album.<\/p>\n<p>Colin Colby wechselte vom Upright- zum E-Bass und Crockett packte die E-Gitarre aus. Der Frontmann lebte dann auch auf der B\u00fchne auf und pr\u00e4sentierte einzelne Tanzeinlagen. W\u00e4hrend des gesamten Konzerts setzte Kullen Fox mit Keybord, Akkordeon und Trompete immer wieder sch\u00f6ne Akzente.<br \/>\nNat\u00fcrlich durfte der Schunkler \u201eJamestown Ferry\u201c nicht fehlen, den es zu Beginn der Zugabe gab. Nach 75 Minuten verlie\u00dfen die Texaner, die ihre standesgem\u00e4\u00dfen H\u00fcte trotz der Hitze nicht ablegten, die B\u00fchne.<\/p>\n<p>Charley Crockett hat einige hervorragende Songs im Programm. Er und seine Band lieferten insgesamt eine abwechslungsreiche Show, die im ersten Teil vielleicht ein etwas zu gleichf\u00f6rmiges Tempo hatte. Wie dem auch sei, die angereisten Fans waren hoch zufrieden und sogar Markus Peerlings lie\u00df es sich nicht nehmen, der Band im Saal seiner Kulturrampe zu lauschen.<\/p>\n<p>Crockett setzt nach seinem letzten Gig in Deutschland seine Europa-Tour in den Niederlanden, Belgien, England, Frankreich und Spanien bis Mitte September fort. Zur Ver\u00f6ffentlichung seines neuen Albums \u201eThe Valley\u201c kehrt Crockett nach Amerika zur\u00fcck, wo sich weitere Shows anschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Line-up:<br \/>\nCharley Crockett (lead vocals, guitar, banjo)<br \/>\nAlexis Sanchez (guitar)<br \/>\nKullen Fox (accordion, keys, trumpet, mandolin, vocals)<br \/>\nColin Colby (bass, vocals)<br \/>\nMayo Valdez (drums)<\/p>\n<p>Text und Bilder: Michael Segets<\/p>\n<p><a href=\" http:\/\/www.charleycrockett.com\/\">Charley Crockett<\/a><br \/>\n<a href=\" https:\/\/www.facebook.com\/charleycrockettmusic\/ \"> Charley Crockett bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\" https:\/\/www.kulturrampe.de\/\">Kulturrampe Krefeld<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Abschluss der Sommerferien \u00f6ffnete die Kulturrampe ihre Pforte f\u00fcr Charley Crockett. 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