{"id":36841,"date":"2019-09-03T18:09:53","date_gmt":"2019-09-03T16:09:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=36841"},"modified":"2019-09-03T18:17:28","modified_gmt":"2019-09-03T16:17:28","slug":"paul-cauthen-room-41-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/09\/03\/paul-cauthen-room-41-cd-review\/","title":{"rendered":"Paul Cauthen \u2013 Room 41 \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-36842\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Cauthen_300.jpg\" alt=\"Cauthen_300\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Cauthen_300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Cauthen_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Cauthen_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Cauthen_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Paul Cauthen, ehemaliger Frontmann der Sons Of Fathers, hatte in den letzten Jahren mit physischen und psychischen Problemen zu k\u00e4mpfen, zog sich aber durch seine Arbeit an \u201eRoom 41\u201d aus dem Sumpf. Der Titel des Albums bezieht sich auf das Hotelzimmer, in dem er fast zwei Jahre aus dem Koffer lebte.<\/p>\n<p>Der Kampf mit den inneren D\u00e4monen klingt in den Texten immer wieder an, So auch bei den ersten Auskopplungen \u201eCocaine Country Dancing\u201c sowie \u201eHoly Ghost Fire\u201d. Zum letztgenannten gibt es ein sehenswertes narratives Video im Netz, in dem Cauthen in die Rolle eines seelisch zerrissenen Predigers im Wilden Westen schl\u00fcpft.<\/p>\n<p>Bei der Auswahl der Singles beweist Cauthen das richtige Gesp\u00fcr. Die Songs sind die st\u00e4rksten auf dem Werk. Sie weisen in die Richtung, die Cauthen bei circa der H\u00e4lfte der St\u00fccke einschl\u00e4gt. Die Country-basierten Titel werden dort mit einem (tanzbaren) Beat unterlegt und durch Funk- oder R&amp;B-Elemente angereichert. Dieser ungew\u00f6hnliche Mix funktioniert. Auch \u201eBig Velvet\u201d oder \u201eFreak\u201d schlagen in diese Kerbe.<\/p>\n<p>Die experimentelle Herangehensweise macht \u201eRoom 41\u201c interessant. Bemerkenswert ist sicherlich auch die Stimme von Cauthen. Sein Bariton wird gelegentlich mit dem von Waylon Jennings verglichen, manchmal h\u00f6rt er sich aber auch nach Johnny Cash oder Colter Wall an. Wenn sich Cauthen richtig in die Brust wirft, schie\u00dft er an einzelnen Stellen leicht \u00fcber das Ziel hinaus, sodass einige St\u00fccke tendenziell in Bombast abgleiten.<\/p>\n<p>\u201ePrayed For Rain\u201c ist so eins, das mit einer akustischen Gitarre beginnt und dann mit vollem Klangteppich auf den H\u00f6hepunkt zusteuert. Das Pathos in Cauthens Stimme liegt hier noch auf der Grenze. Bei \u201eAngel\u201c \u00fcberschreitet er diese, indem er die T\u00f6ne langzieht und zudem zeitweise in die Kopfstimme wechselt.<\/p>\n<p>Der hervorragende Harmonie- und Backgroundchor unterst\u00fctzt die Dynamik bei mehreren Songs, die nicht mit einem Tanzbeat unterlegt sind. Sehr auff\u00e4llig ist er bei \u201eGive \u2018em Peace\u201c oder bei \u201eCan\u2019t Be Alone\u201c, das stimmungsvoll durch Klavieranschl\u00e4ge in Moll er\u00f6ffnet wird. Gegen Ende baut Cauthen in das St\u00fcck wimmernde Keys oder Synthesizern ein.<\/p>\n<p>Einige Titel sind also eher gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig arrangiert. Nach mehreren Durchl\u00e4ufen entwickeln die Songs aber einen eigenwilligen Reiz. Sogar die eher kritisch gesehenen Punkte integrieren sich nach mehrmaligem H\u00f6ren in die jeweiligen Songstrukturen.<\/p>\n<p>Unter den ruhigeren Tracks sind \u201eSlow Down\u201c sowie \u201eLay Me Down\u201d meine Favoriten. Dort verzichtet Cauthen auf ausgiebige Experimente. Eine Reduktion h\u00e4tte vielleicht auch die Eing\u00e4ngigkeit von manch anderen Songs erh\u00f6ht. Aber dadurch, dass ich die CD nun einige Male durchgeh\u00f6rt habe, schwinden meine anf\u00e4nglichen Bedenken bez\u00fcglich der expressiven Stellen immer mehr. Die etwas sperrigen Elemente machen mittlerweile sogar Spa\u00df und steigern den Wiedererkennungswert.<\/p>\n<p>Paul Cauthens \u201eRoom 41\u201c ist ein Longplayer, der zuerst probegeh\u00f6rt werden sollte, damit man entscheiden kann, ob man sich auf das Werk einlassen will. Die Singles vermitteln einen guten Eindruck von einem Teil der CD.<\/p>\n<p>Mutige und ungewohnte Klangkombinationen lotet Cauthen ebenfalls bei den anderen Titel aus. Insgesamt gelingen ihm einige innovative Kompositionen, die direkt ins Ohr beziehungsweise ins Tanzbein gehen, den anderen muss man Zeit geben.<\/p>\n<p><strong>New West Records\/Pias \u2013 Rough Trade (2019)<br \/>\nStil: Alternative Country<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>\n01. Holy Ghost Fire<br \/>\n02. Prayed For Rain<br \/>\n03. Cocaine Country Dancing<br \/>\n04. Slow Down<br \/>\n05. Big Velvet<br \/>\n06. Can\u2019t Be Alone<br \/>\n07. Freak<br \/>\n08. Angel<br \/>\n09. Give \u2018em Peace<br \/>\n10. Lay Me Down<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/paulcauthenmusic.com\/\">Paul Cauthen<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/cauthenmusic\/\">Paul Cauthen bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.newwestrecords.com\/\">New West Records<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/oktoberpromotion.com\/\">Oktober Promotion<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Paul Cauthen, ehemaliger Frontmann der Sons Of Fathers, hatte in den letzten Jahren mit physischen und psychischen Problemen zu k\u00e4mpfen, zog sich aber durch seine Arbeit an \u201eRoom 41\u201d aus dem Sumpf. Der Titel des Albums bezieht sich auf das Hotelzimmer, in dem er fast zwei Jahre aus dem Koffer lebte. 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