{"id":3648,"date":"2015-12-14T01:10:00","date_gmt":"2015-12-14T00:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=3648"},"modified":"2020-07-12T15:39:47","modified_gmt":"2020-07-12T13:39:47","slug":"pat-green-home-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/pat-green-home-cd-review\/","title":{"rendered":"Pat Green &#8211; Home &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/GreenH-e1439826075738.jpg\" \/><\/p>\n<p>Erstes Album mit neuem, eigenst\u00e4ndigen Material von Pat Green nach knapp sechs Jahren, und was f\u00fcr ein gro\u00dfartiges. Sein neues Werk &#8222;Home&#8220;, das sich, beginnend mit dem Titellied, als schonungslose Abrechnung (auch in eigener Sache), mit S\u00e4tzen wie &#8222;I was blind to the game\/I sang the wrong songs and disappeared for way too long\/But I&#8217;ve finally found my way home,\u201d mit seiner Major-Label-Zeit in Nashville offenbart. Green, mittlerweile beim aufstrebenden Thirty Tigers Label unter Vertrag, das seinen Interpreten bekannter Weise weitestgehend freie Hand l\u00e4sst, scheint sich in seiner neuen Situation pudelwohl zu f\u00fchlen. Zum einen sind ihm in Kooperation mit namhaften Co-Writern wie Patrick Davis, Scooter Carusoe, Chris Stapelton, David Neuhauser und Justin Pollard grandiose Eigenkompositionen nach eigenem Gusto gelungen, zum anderen konnte er sich auch an hervorragendem Fremdmaterial bedienen, das ihm in der Umsetzung sichtlich Spa\u00df bereitete.<\/p>\n<p>Wunderbar &#8218;organisch&#8216; produziert haben <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Jon+Randall\">Jon Randall Stewart<\/a><\/span>, Justin Pollard (beide auch kompositorisch und instrumentell involviert) und Gary Paczosa, die Green quasi ein musikalisches &#8218;Heim&#8216;-Spiel servieren. Green spielt hinreissend sch\u00f6ne, von tollen Strukturen und Melodien gepr\u00e4gte Country- und Countryrock-Songs, vollkommen nat\u00fcrlich, frei von jedem Nashville-&#8222;Bombast&#8220;, teils mit einem dezenten, seiner Heimat entspringendem Red Dirt-Feeling, teils mit herrlichen Americana-Bez\u00fcgen. Das mit einer markanten Fiddle-\/Steelguitar-Linie gef\u00fchrte, herrliche melodische und eing\u00e4ngige (New) Countryst\u00fcck &#8222;Break It Back Down&#8220; bohrt sich sofort in die Geh\u00f6rg\u00e4nge und animiert zum Mitsingen der Refrainzeile. \u00dcberraschend hier der als Mitschreiber bei den Beavers-Br\u00fcdern fungierende <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Dierks+Bentley\">Dierks Bentley<\/a><\/span>, der diesen Song vermutlich auch noch f\u00fcr sein n\u00e4chstes Album beanspruchen k\u00f6nnte. Klasse!<\/p>\n<p>Herausstechend auf dieser CD nat\u00fcrlich auch die vielen schillernden Berufskollegen, die Green gerne ihre Unterst\u00fctzung gegeben haben. Wenn zwei solch musikalische Schwergewichte wie Pat und Lyle Lovett sich zusammen im Duett die Ehre geben und dar\u00fcber sinnieren, dass texanische M\u00e4dels etwas besser sind als alle anderen, erregt so was nat\u00fcrlich heftiges Aufsehen. Die Single schoss dann auch sieben Wochen lang auf die Pole-Position der im Lonestar State so wichtigen Texas Music Charts. Ein herrlicher Piano-lastiger, viel Aura verspr\u00fchender, dezent swingender Country-&#8222;Schwofer&#8220;. Toll! &#8222;Bet Yo Mama&#8220;, ein dreckiger, Southern-umwehter, Gitarren-lastiger Roots-\/Blues-Stampfer, \u00e4hnlich der Sachen, die Tony Joe Whites auf seinem letztem &#8222;Hoodoo&#8220;-Werk so vortrefflich zelebrierte, hat Pat seinem Kollegen und Freund Chuck Cannon &#8218;abgeluxt&#8216;. Green hatte bei dessen Konzerten so einen Narren an dem St\u00fcck gefressen, dass er diesen Track nach fast 5 Jahren endlich mit Cannons Einwilligung auf eigene Art adaptieren konnte.<\/p>\n<p>N\u00e4chster prominenter Gast ist <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Sheryl+Crow\">Sheryl Crow<\/a><\/span>, die in letzter Zeit ja auch ihren Faible f\u00fcr die Countrymusic entdeckt hat. Tolles vokales Wechselspiel der beiden auf &#8222;Right Now&#8220;. Einer der ganz gro\u00dfen H\u00f6hepunkte ist das mit herrlich melancholischen Piano-\/Akkordeon-T\u00f6nen unterlegte &#8222;While I Was Away&#8220;, das <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Zane+Williams\">Zane Williams<\/a><\/span> kreiert hat. Ein Name, der ebenfalls f\u00fcr absolute Qualit\u00e4t b\u00fcrgt. Im Anschluss geben sich Pat, Delbert McClinton und Lee Roy Parnell beim launigen Dreier auf &#8222;May The Good Times Never End&#8220; die Ehre. McClintons qu\u00e4kige Harmonika und Parnells grandioses Slideguitar-Spiel machen diese Honkytonk-Uptemponummer zu ganz &#8222;gro\u00dfem Kino&#8220;. Da kann man nur voller Ehrfurcht konstatieren:&#8220;M\u00f6ge solche Musik nie enden&#8220;. Die n\u00e4chsten beiden St\u00fccke, &#8222;Life Good As It Can Be&#8220; und &#8222;No One Here But Us&#8220;, des &#8222;South West-Springsteens&#8220;, wie Green auch beil\u00e4ufig genannt wird, erinnern ein wenig an die starken Auftritte, mit denen <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Will+Hoge\">Will Hoge<\/a><\/span> in letzter Zeit begeistert. Klasse hier u. a. auch die tollen weiblichen Harmonieges\u00e4nge von Jennifer Gunderman und Sarah Buxton.<\/p>\n<p>&#8222;I&#8217;ll Take This House&#8220; huldigt ein bisschen der einstigen &#8222;<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/pat-green-three-days-cd-review\/\"><span style=\"color: #ff0000;\">Three Days<\/span><\/a>&#8222;-Phase, als Greens musikalisches Leben noch in Ordnung schien. Eine sch\u00f6ne, flotte Nummer. &#8222;Day One&#8220; ist eine wundersch\u00f6ne Countryballade. Dan Dugmore (mit seinem unnachahmlichen Steelspiel), Michael Ramos (Piano) sowie die auch sonst starken E-Gitarristen Brett Danaher und Chris Skrobot dr\u00fccken diesem tollen St\u00fcck deutlich ihren Stempel auf. Zum Abschluss lassen dann Pat Green und <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Marc+Broussard\">Marc Broussard<\/a><\/span> (wer w\u00e4re hier auch besser geeignet?) in einem weiteren Duett mit &#8222;Good Night In New Orleans&#8220; noch mal ein geradezu herausragendes Highlight los. Der Track beginnt zun\u00e4chst recht ruhig in feinster Singer\/Songwtiter-\/Storytelling-Manier, verwandelt sich dann aber mittels eines gro\u00dfartigen Tempowechsels in einen richtig knackigen, Cajun-lastigen, New Orleans-typischen, viel Fr\u00f6hlichkeit \u00fcberbringenden Uptempo-Countryrocker, um dann wieder in der Melancholie des Beginns zu versinken. Ganz starker Tobak zum Schluss!<\/p>\n<p>Pat Green hat auf &#8222;Home&#8220; ganz klar wieder zu sich und zu altbew\u00e4hrter St\u00e4rke zur\u00fcck gefunden. Vielleicht ist es sogar noch ein wenig mehr als das, so stark ist diese Scheibe. Er wirkt regelrecht befreit und zeigt hier eine der besten Leistungen seiner eh schon imponierenden Karriere. Ein super Teil! Wir ziehen beeindruckt den Hut und stellen erfreut fest: Pat Green ist mit seiner Musik &#8222;zu Hause&#8220;. Er ist &#8222;Home&#8220;!<\/p>\n<p><strong>Thirty Tigers Records (20151)<\/strong><br \/>\n<strong>Stil: Country Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Home<br \/>\n02. Break It Back Down<br \/>\n03. Girls From Texas (feat. Lyle Lovett)<br \/>\n04. Bet Yo Mama<br \/>\n05. Right Now (feat. Sheryl Crow)<br \/>\n06. While I Was Away<br \/>\n07. May The Good Times Never End (feat. Delbert McClinton and Lee Roy Parnell)<br \/>\n08. Life Good As It Can Be<br \/>\n09. No One Here But Us<br \/>\n10. I&#8217;ll Take This House<br \/>\n11. I Go Back To You<br \/>\n12. Day One<br \/>\n13. Good Night New Orleans (feat. Marc Broussard)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.patgreen.com\">Pat Green<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/patgreen\">Pat Green bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erstes Album mit neuem, eigenst\u00e4ndigen Material von Pat Green nach knapp sechs Jahren, und was f\u00fcr ein gro\u00dfartiges. 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