{"id":35986,"date":"2019-06-23T19:37:50","date_gmt":"2019-06-23T17:37:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=35986"},"modified":"2019-06-23T19:42:35","modified_gmt":"2019-06-23T17:42:35","slug":"hogjaw-22-06-2019-kulturrampe-krefeld-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/06\/23\/hogjaw-22-06-2019-kulturrampe-krefeld-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Hogjaw, 22.06.2019, Kulturrampe, Krefeld \u2013 Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-36009 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Hog_haupt.jpg\" alt=\"Hog_haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Hog_haupt.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Hog_haupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Hog_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Nachdem <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Robert+Jon+%26+The+Wreck\">Robert Jon &amp; The Wreck<\/a> am <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/06\/22\/robert-jon-the-wreck-21-06-2019-kulturrampe-krefeld-konzertbericht\/\">Vorabend<\/a> mit feiner Leistung, weitere Standards im heutigen New Southern Rock-Bereich gesetzt hatten, war es einen Tag sp\u00e4ter den Elefanten im Genre-Porzellan-Laden, Hogjaw, vorbehalten, die frisch renovierte Kulturrampe, in Scherben zu zerlegen.<\/p>\n<p>Chef Markus &#8218;Pille&#8216; Peerlings hatte die vier Amis aus Phoenix, Arizona, um ihren wuchtigen Fronter Jonboat Jones, als Dampfwalze angek\u00fcndigt und die kamen dann dieser im Verlauf des Gigs auch mit der geb\u00fchrenden Vehemenz nach.<\/p>\n<p>Direkt mit dem w\u00fcsten Opener &#8222;Rollin&#8216; Thunder&#8220;, gab es schon ordentlich Zunder. Gas und nochmals Gas, schien das Motto zu sein, das Jonboat Jones f\u00fcr die n\u00e4chsten Tracks unter seiner Regie wie &#8222;Beast Of Burden (Roll On)&#8220;, &#8222;Where Have You Gone&#8220; und &#8222;Brown Water&#8220; ausgegeben zu haben schien. Drummer J. &#8218;Kwall&#8216; Kowalski wirbelte schon hier wie das &#8218;Animal&#8216; von der Muppets-Show auf seiner Anlage herum.<\/p>\n<p>Bei &#8222;North Carolina Way&#8220; \u00fcbernahm Lead-Gitarrsit Jimmy Rose das Front-Mikro, eines meiner Highlights des Konzerts (leider nur einmalig &#8211; k\u00f6nnte gerne \u00f6fter singen). Das atmosph\u00e4rische &#8222;I Will Remain&#8220; bot das erste Mal, wenn man das bei Hogjaw \u00fcberhaupt so formulieren kann, dezenten Spielraum zum Durchatmen.<\/p>\n<p>&#8222;Hells Half Way Of Mine&#8220; erinnerte, wie so manch anderes auch, an <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Molly+Hatchet\">Molly Hatchet<\/a> zu &#8222;Flirtin&#8216; With Disaster&#8220;-Glanz-Zeiten. Beim Ted Nugent-umwehten &#8222;Am I Wrong&#8220; konnte sich nun auch Kwall leadgesangstechnisch einbringen (sp\u00e4ter nochmal bei &#8222;Road Of Fools&#8220;), er zog danach auch immer mehr die Ansagen vor den St\u00fccken an sich. Das \u00fcberragende &#8222;County Line&#8220;, mit einer schier nicht enden wollenden Jam-Schlacht (mit Twins und allem Southern-Drum und Dran), trieb allen Anwesenden die Schwei\u00dftropfen auf die Stirn, sodass selbst ich kurzzeitig, zwecks Biernachschub, meinen angestammten Platz verlassen musste.<\/p>\n<p>Das Titellied vom letzten Studioalbum &#8222;Way Down Yonder&#8220; (mit launiger Publikums-Mitschrei-Interaktion), das tolle &#8222;Redemption&#8220;, das fulminant abgehende &#8222;Never Surrender&#8220;, &#8222;Road Of Fools&#8220; und der Stampfer &#8222;El Camino&#8220; schmetterten in Richtung Schlussgerade.<\/p>\n<p>Zum letzten Track des Hauptteils fiel mir spontan folgende fiktive Geschichte ein, die, frei \u00fcbersetzt, in etwa so verlaufen h\u00e4tte sein k\u00f6nnen: Elvis Hogjaw nach dem Konzert mit einem Fairtrade-Sakko-bekleideten Zottelhaar- und Barttr\u00e4ger am Stehtisch. Der hat ein Glas Bio-Leitungswasser\u00a0in der Hand und sagt mit noch leicht ger\u00f6tetem Kopf: &#8222;Herr Elvis, I bin der Toni Holzleitner von den Gr\u00fcnen.&#8220;<\/p>\n<p>Jetzt schon hoch erregt: &#8222;Ich m\u00f6chte Ihnen mitteilen, dass meine Partei in Deutschland, das Verherrlichen von Waffen, aufs Sch\u00e4rfste verurteilt!&#8220; Dann v\u00f6llig au\u00dfer sich: &#8222;Hier hat die Bundesregierung inklusiv des Innenministers, auf ganzer Linie, grenzenlos versagt!&#8220; Elvis Hogjaw (kopfsch\u00fcttelnd einen saftigen Schluck aus der Bierpulle nehmend): &#8222;Toni, Gi tsum Teufel&#8230;!&#8220;<\/p>\n<p>Der verl\u00e4sst den Tisch echauffiert, kehrt zu seiner Begleiterin Kathrin Boring-Eckzahn zur\u00fcck an die Theke und bestellt v\u00f6llig konsterniert zwei &#8218;Berliner Wei\u00dfe mit Schuss&#8216;. Die (Nase r\u00fcmpfend) in ihrer ber\u00fchmt arrogant-herablassenden Art: &#8222;Mensch Anton, dich kann man wirklich nur vom Hof jagen!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Gitsum&#8220;, immer wieder sch\u00f6n zu h\u00f6ren, nicht nur am Ostermontag, sondern auch an diesem Abend, <strong>der<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ETeuhelQCdE\">Klassiker<\/a> der Band (wer\u00a0ihn noch nicht kennt und in der Lage ist, manches nicht ganz so bierernst zu nehmen, siehe nebenstehenden Link).<\/p>\n<p>Als das Quartett mit &#8222;This Whiskey&#8220; noch einen weiteren hymnischen Song mit langem Gitarrenfinish als Zugabe loslie\u00df, wusste man, das die M\u00e4nner um Jonboat Jones alles gegeben hatten und sich den Gang in den Theken-\/Merch-Bereich mit k\u00fchlen Drinks mehr als wohl verdient hatten. Die Rampe hatte, bildlich gesehen, dem &#8218;Up In Flames&#8216;-Tour-Motto getreu, buchst\u00e4blich in Flammen gestanden.<\/p>\n<p>Aus meiner Sicht der bisher mit Abstand st\u00e4rkste Gig, den ich von Hogjaw gesehen hab. Ein weiterer unvergessener Southern Hard Rock-Abend in Krefelds Kultclub!<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nJonboat Jones (lead vocals, electric guitar)<br \/>\nJimmy Rose (electric guitar, vocals, lead vocals)<br \/>\nElvis DD (bass)<br \/>\nJ. &#8218;Kwall&#8216; Kowalski (drums, vocals, lead vocals)<\/p>\n<p>Bilder:\u00a0Gernot Mangold<br \/>\nText: Daniel Daus<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hogjawmusic.com\">Hogjaw<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/hogjaw\">Hogjaw bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.teenageheadmusic.net\">Teenage Head Music<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kulturrampe.de\">Kulturrampe Krefeld<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem Robert Jon &amp; The Wreck am Vorabend mit feiner Leistung, weitere Standards im heutigen New Southern Rock-Bereich gesetzt hatten, war es einen Tag sp\u00e4ter den Elefanten im Genre-Porzellan-Laden, Hogjaw, vorbehalten, die frisch renovierte Kulturrampe, in Scherben zu zerlegen. 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