{"id":35698,"date":"2019-06-20T05:03:30","date_gmt":"2019-06-20T03:03:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=35698"},"modified":"2019-06-20T08:12:18","modified_gmt":"2019-06-20T06:12:18","slug":"jackie-venson-18-06-2019-yard-club-koeln-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/06\/20\/jackie-venson-18-06-2019-yard-club-koeln-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Jackie Venson &#8211; 18.06.2019, Yard Club, K\u00f6ln &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-35720 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Venson_haupt.jpg\" alt=\"Venson_haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Venson_haupt.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Venson_haupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Venson_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Ich muss konstatieren, dass ich ziemlich unvoreingenommen, b\u00f6se Zungen k\u00f6nnten auch sagen &#8218;unvorbereitet&#8216;, mit dem Kollegen Mangold zum Jackie Venson-Gig in den Yard Club nach K\u00f6ln gefahren bin. Nachdem sie vor geraumer Zeit bei den Austin Music Awards zur besten Gitarristin der Stadt ausgezeichnet wurde, und Austin ist in musikalischer Hinsicht nun wahrlich nicht Kleinkleckersdorf, war ich eigentlich von einer E-Gitarren-lastigen, klassischen texanischen Blues Performance ausgegangen. Um ein wenig Gef\u00fchl f\u00fcr die Titel ihre Lieder zu bekommen, hatte ich lediglich mal ihre j\u00fcngeren Setlisten durchst\u00f6bert.<\/p>\n<p>Angekommen in der Domstadt, war schon vom B\u00fchnenaufbau zu erkennen, dass es nur eine Zwei-Personen-Performance geben w\u00fcrde, allerdings war am Rande des Mikros der Protagonistin ein Sampler-Ger\u00e4t positioniert (\u00e4hnliches kannten wir bereits z. B. von den <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lindsay+Ell\">Lindsay Ell<\/a>-Vorstellungen), von dem Jackie dann im Verlauf des Gigs auch reichhaltig Gebrauch machte.<\/p>\n<p>Was die Zuschauerzahlen an einem Dienstag in der etwas abseits des pulsierenden K\u00f6lner Lebens gelegenen Location betrifft, wurden meine b\u00f6sen Vorahnungen best\u00e4tigt, es hatten sich gerade mal 30 Leute eingefunden. Nichtsdestotrotz lieferte die junge sympathische Texanerin mit ihrem blinden Drummer Rodney Hyder, eine unterhaltsame Show, bei der besonders ihre spielerischen Qualit\u00e4ten an der E-Gitarre (unz\u00e4hlige quirlige Soli) nachhaltig untermauert wurden.<\/p>\n<p>Aufgrund der vielen Synthie-Sequenzen, die sie mit dem Sampler einspielte, dem Sade-\u00e4hnlichen und auch ziemlich hall-lastigen Gesang, Phil Collins-m\u00e4\u00dfiger Drum-Intermezzi, f\u00fchlte man sich in Verbindung mit <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Eric+Clapton\">claptonesken<\/a> Saiteneinlagen in die Achtziger Jahre zur\u00fcckversetzt. Alben wie &#8222;August&#8220; oder &#8222;Behind The Sun&#8220; von Mr. Slowhand, aber auch Santana mit Sachen der Marke &#8222;Zebob&#8220;, &#8222;Shango&#8220;, &amp; Co. aus Zeiten meines gerade beginnenden Erwachsenenalters, kamen aus den l\u00e4ngst verborgen gedachten Sparten des Langzeitged\u00e4chtnis wieder zum Vorschein.<\/p>\n<p>Auch die nicht unwesentlich eingestreuten Reggae- und R&amp;B-Elemente, bildeten mit Vensons fulminanter E-Gitarrenarbeit eine interessante, teilweise groovige und funkige Symbiose, und lie\u00dfen so manche rhythmisch-motorische F\u00e4higkeiten, der, wie wir, \u00fcberwiegend in die Jahre gekommenen Besucher, wieder aufbl\u00fchen.<\/p>\n<p>Jackie stieg mit Tracks wie u. a. &#8222;Mysterious&#8220; aus diesen Stilrichtungen in den Gig ein und beendete im Zugabenteil mit St\u00fccken wie &#8222;Lost In Time&#8220; oder &#8222;Back To Earth&#8220; ihr K\u00f6ln-Deb\u00fct auf \u00e4hnlicher Linie.<\/p>\n<p>Klar, dass vieles aus ihrem im April ver\u00f6ffentlichten Werk &#8222;Joy&#8220; angeboten wurde, das, soweit es meine Notizen richtig vermerkt haben, fast komplett, bis auf ganz wenige Ausnahmen, vollst\u00e4ndig abgearbeitet wurde (u. a. mit &#8222;Never Say Die&#8220;, &#8222;Next Life&#8220;, &#8222;Joy&#8220;, &#8222;Afterglow&#8220;).<\/p>\n<p>Richtig klassisch-bluesig (rockig) wurde es eigentlich nur in einer \u00fcber zwei Tracks w\u00e4hrenden Phase mittels &#8222;Try To Believe&#8220; und &#8222;Rollin&#8216; On&#8220;.<\/p>\n<p>Am Ende wurde die junge Texanerin allerdings mit viel Beifall zum Merchandising-Stand entlassen, wo sie noch so einige CDs aus ihrem bisherigen Fundes ver\u00e4u\u00dfern konnte. Mir pers\u00f6nlich kam das Ganze, bei aller Sympathie und tollem Gitarrenwirken, insgesamt doch etwas zu &#8217;synthetisch&#8216; r\u00fcber, ich w\u00fcrde die wild-gelockte Musikern zuk\u00fcnftig lieber gerne mal im klassischen Line-up, erg\u00e4nzt um einen echten Bassisten und gegebenenfalls einen richtigen Keyboarder (ohne den technischen Firlefanz) sehen.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nJackie Venson (lead vocals, electric guitar, sampling)<br \/>\nRodney Hyder (drums)<\/p>\n<p>Bilder:\u00a0Gernot Mangold<br \/>\nText: Daniel Daus<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.JackieVenson.com\">Jackie Venson<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/jackievenson\/\">Jackie Venson bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kantine.com\">Yard Club K\u00f6ln<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich muss konstatieren, dass ich ziemlich unvoreingenommen, b\u00f6se Zungen k\u00f6nnten auch sagen &#8218;unvorbereitet&#8216;, mit dem Kollegen Mangold zum Jackie Venson-Gig in den Yard Club nach K\u00f6ln gefahren bin. 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