{"id":35500,"date":"2019-06-13T17:19:17","date_gmt":"2019-06-13T15:19:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=35500"},"modified":"2019-06-13T17:41:51","modified_gmt":"2019-06-13T15:41:51","slug":"the-sheepdogs-10-06-2019-yuca-club-koeln-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/06\/13\/the-sheepdogs-10-06-2019-yuca-club-koeln-konzertbericht\/","title":{"rendered":"The Sheepdogs &#8211; 10.06.2019, Yuca Club, K\u00f6ln &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-35503 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/SD_haupt.jpg\" alt=\"SD_haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/SD_haupt.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/SD_haupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/SD_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Nach einem starken <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Sheepdogs\">Auftritt<\/a> als Support der Rival Sons im Fr\u00fchjahr kamen die Sheepdogs im Rahmen der eigenen Tour wieder in die Domstadt. Als Location wurde der Yuca Club in K\u00f6ln-Ehrenfeld gew\u00e4hlt, was sich in mehrerlei Hinsicht als gute Entscheidung erwies.<\/p>\n<p>Der mit etwa 180-200 Besuchern gut gef\u00fcllte Club in einem Bogen unter dem Ehrenfelder Bahnhof, hatte genau die richtige Gr\u00f6\u00dfe und auch das Ambiente, mit dem erst in diesem Jahr fertiggestellten Au\u00dfengel\u00e4nde samt mediterranen Flair, zeigte sich als Kleinod in der vielf\u00e4ltigen K\u00f6lner Clubszene.<\/p>\n<p>Nach einem etwa 30-min\u00fctigen Auftritt der Londoner Band Creatures, deren eigenwilliger Beatmusik-Sound, z.T. mit psychedelischen Doors-\u00e4hnlichen Einschl\u00e4gen, vom Publikum, wohlwollend aufgenommen wurde, betraten die Sheepdogs nach einer relativ kurzen Umbaupause die B\u00fchne, die recht spartanisch ausgeleuchtet war.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr zauberten die Kanadier aber einen vollen klaren Sound in die Halle unter den Bahngleisen. Die Band machte auch visuell deutlich, woher sie kommt. \u00dcber den Keyboards hing eine gro\u00dfe Flagge des kanadischen Prairie-staats Sascatchewan.<\/p>\n<p>Schon mit dem ersten Song \u201eWho\u201c zeigte die Band in welche Richtung sich der Abend gestalten sollte. Mit zwei Gitarren, Keyboards, Drums und Bass wurde ein klasse Southern-Song auf die Bretter gelegt und die Halle war im Sturm erobert.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt standen dabei Ewan Currie, der zu den meisten Tracks den Leadgesang beisteuerte, sowie mit starken Rhythmus- und Solo-Gitarrenspiel gl\u00e4nzte und Jimmy Bowskill, der in nahezu jedem Lied furiose Gitarrensoli einstreute.<\/p>\n<p>Interessant waren dabei die verschiedenen Charaktere der beiden. W\u00e4hrend Currie, passend mit Jeans und \u201eHolzf\u00e4llerhemd\u201c gekleidet, mit scheinbar stoischer Ruhe und Gelassenheit als S\u00e4nger gl\u00e4nzte und zum einen oder anderen Song eine kurze Anekdote beitrug, schien Bowskill insbesondere bei den Soli auf der B\u00fchne zu explodieren und dabei seine goldfarbene Gibson wie ein Derwisch zu bearbeiten.<\/p>\n<p>Ein Highlight war dabei gegen Ende des Sets, als er offenbarte, dass man zum Sliden keinen Bottleneck ben\u00f6tigt. Eine Flasche Bier tut es im Notfall auch, wobei Bowskill vermutlich die sch\u00e4umende Wirkung der fast vollen Bierflasche zu untersch\u00e4tzen schien. Sei es Drum, kurz nach dem Konzert schnappte sich Jimmy ein Tuch und s\u00e4uberte den Gitarrenhals gr\u00fcndlich.<\/p>\n<p>Aber auch die anderen Bandmitglieder sollten nicht au\u00dfer Acht gelassen werden. Ryan Gullen am Bass, der wild hin und her wippend sein Instrument gekonnt bearbeitete, sorgte mit Sam Corbett an den Drums f\u00fcr eine starke Rhythmussektion. Beide unterst\u00fctzten zudem mit passenden harmonischen Backgroundgesang.<\/p>\n<p>Last but not least erzeugte Shamus Currie an den Keyboards in vielen Songs ein Southern-Flair der besonderen Klasse, wobei er zum Teil klanglich untermalte, aber auch tolle Soli in die Halle zauberte.<\/p>\n<p>In einem Konzert, in der alle Schaffensphasen der letzten 8 Jahre geb\u00fchrend in der Setlist ber\u00fccksichtigt waren, jagte ein Highlight das n\u00e4chste, und mehrfach wurde vom Sound her deutlich, dass die Allman Brothers unter anderen zu den Vorbildern der Band geh\u00f6rten.<\/p>\n<p>Es f\u00e4llt schwer, einige St\u00fccke aus diesem starken Gig hervorzuheben. Besondere Momente waren aber, als Shamus Currie die Keyboards an seinen Bruder \u00fcbergab und bei \u201eI Ain`t Cool\u201c und \u201eHelp Us All\u201c offerierte, dass auch eine Posaune geeignet ist musikalische Leadparts im Southernrock beizusteuern.<\/p>\n<p>Ganz stark auch das im Allman-Stil fast schon beschwingt gespielte \u201eSouthern Dreams\u201c und die in ein Countrygewand gekleidete Hommage an Ihr Heimatland \u201eUp In Canada\u201c mit tollen Harmonieges\u00e4ngen, wechselweisen Soloparts der beiden Gitarristen und des Keyboarders. .Mit \u201eFeeling Good\u201c legten die Sheepdogs einen fulminant stampfenden Rocksong hin, der auch in jedes BTO Konzert gepasst h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Als man dachte, besser geht es nicht mehr, setzten die Kanadier mit \u201eNobody\u201c zum Ende des Sets noch einen oben drauf. Ewan Currie und Jim Bowskill brachten zun\u00e4chst einen fast t\u00e4nzelnden Sound auf die B\u00fchne, den Shamus Currie an den Keyboards untermalte, um nach einiger Zeit als dritter Gitarrist mitzuwirken, wobei sich die Drei \u00fcber mehrere Minuten mit einem Solo nach dem anderen duellierten.<\/p>\n<p>Der Song hat auf jedem Fall das Zeug zu einer Art Hymne der Band zu werden. Danach verlie\u00df das Quintett unter tosendem Applaus die B\u00fchne, um nach kurzer Zeit f\u00fcr zwei Zugaben zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p>Den Anfang machte \u201cThe Way It Is\u201c, gefolgt von der einzigen Covernummer des Abends, \u201eRamblin`Man\u201c von den Allman Brothers. Hier gl\u00e4nzte zun\u00e4chst Bowskill als Leads\u00e4nger und zeigte, dass er im Gitarrenspiel auf einer Ebene mit den Gr\u00f6\u00dfen der Southernrock Szene einzuordnen ist.<\/p>\n<p>In den knapp 100 Minuten bewiesen die Sheepdogs, dass sie sich weder hinter den Veteranen des Southern Rocks, wie <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Lynyrd Skynyrd<\/a> &amp; Co., noch hinter den zur Zeit angesagten Acts wie z. B. <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Blackberry+Smoke\">Blackberry Smoke<\/a> zu verstecken brauchen.<\/p>\n<p>Wenn es der Band gelingt, insbesondere in dieser Besetzung die Spielfreude und ihr Charisma zu konservieren, braucht man um die Zukunft des Southern Rock keine Angst zu haben und es wird noch einige magische Liveabende geben, dann vermutlich aber in gr\u00f6\u00dferen Locations.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte mich an dieser Stelle auch noch einmal herzlich bei Jimmy Bowskill bedanken, den ich beim Rival Sons-Gig, kennengelernt hatte, und mich dort schon zur heutigen Veranstaltung einlud und mich auf die G\u00e4steliste setzte.<\/p>\n<p>Nach dem Konzert nahm er sich nicht nur Zeit f\u00fcr das Erf\u00fcllen zahlreicher Autogrammw\u00fcnsche, sondern hatte noch gen\u00fcgend Zeit mit Marcus Neu, den er schon mehrere Jahre kennt und mir \u00fcber das vorausgegangene Konzert zu fachsimpeln. Es ist immer wieder sch\u00f6n, solch gut gelaunte bodenst\u00e4ndige Musiker zu erleben, die sich auch nach dem Konzert noch auf die Fans einlassen.<\/p>\n<p>Lobenswert war auch der gut ausgesteuerte differenzierte Sound, sowie das sehr sympathische Personal des Yuca Clubs. Das Einzige was etwas fehlte, war ein bisschen mehr Licht, sodass man das quirlige Gitarrenspiel und die Fingerfertigkeit der Musiker visuell noch besser h\u00e4tte beobachten k\u00f6nnen. Dies ist nicht falsch zu verstehen und Jammern auf hohen Niveau, es war ein klasse Konzertabend und der w\u00fcrdige Abschluss eines sch\u00f6nen Pfingstwochenendes.<\/p>\n<p>Ewan Currie &#8211; Guitar and lead vocals<br \/>\nRyan Gullen &#8211; Bass and backing vocals<br \/>\nSam Corbett &#8211; Drums and backing vocals<br \/>\nShamus Currie &#8211; backing Vocals and keys<br \/>\nJim Bowskill &#8211; Guitar and backing vocals<\/p>\n<p>Text und Bilder: Gernot Mangold<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.TheSheepdogs.com\/\">The Sheepdogs<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/thesheepdogs\/\">The Sheepdogs bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.yuca.club\/\">Yuca Club K\u00f6ln<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einem starken Auftritt als Support der Rival Sons im Fr\u00fchjahr kamen die Sheepdogs im Rahmen der eigenen Tour wieder in die Domstadt. 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