{"id":34141,"date":"2019-05-08T07:01:02","date_gmt":"2019-05-08T05:01:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=34141"},"modified":"2019-05-08T07:09:06","modified_gmt":"2019-05-08T05:09:06","slug":"elles-bailey-road-i-call-home-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/05\/08\/elles-bailey-road-i-call-home-cd-review\/","title":{"rendered":"Elles Bailey &#8211; Road I Call Home &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-34142\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Bailey_300.jpg\" alt=\"Bailey_300\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Bailey_300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Bailey_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Bailey_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Bailey_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Der Wust der Musikver\u00f6ffentlichungen heutzutage birgt nat\u00fcrlich auch die Gefahr, dass so manches Gute untergeht. Man kann die Augen und Ohren einfach nicht\u00a0\u00fcberall haben.<\/p>\n<p>Wurde der Vorg\u00e4nger &#8222;<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2017\/08\/11\/elles-bailey-wildfire-cd-review\/\">Wildfire<\/a>&#8220; von Elles Bailey uns noch \u00fcber den Promotion-Weg quasi direkt serviert, w\u00e4re ihr Nachfolger doch glatt &#8218;durchgeflutscht&#8216;. Aber Gottseidank benennt die junge Britin ja die Stra\u00dfe als ihre Heimat und die f\u00fchrt sie und ihre Band auch immer wieder ins Leverkusner topos, wo sie vor kurzem erneut ein begeisterndes <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/04\/27\/elles-bailey-26-04-2019-topos-leverkusen-konzertbericht\/\">Konzert<\/a> ablieferte.<\/p>\n<p>Bei dieser Gelegenheit reichte mir die sympathische Musikerin dann den aktuellen Silberling\u00a0&#8222;Road I Call Home&#8220; pers\u00f6nlich und\u00a0handsigniert nat\u00fcrlich. So hatte ich schon vor dem H\u00f6ren im Player das Vergn\u00fcgen, fast s\u00e4mtliche Tracks, vorab auch in ihrer Live-Wirkung begutachten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Album best\u00e4tigt dann im Nachhinein auch die damit verbundene Erwartungshaltung nahezu 100-prozentig. Es ist Musik, die wie f\u00fcr mich pers\u00f6nlich geschaffen ist: Herrliche Stimme, authentisches Songwriting, tolle Instrumentierung, sch\u00f6ne Melodien, abwechslungsreiche Darbietung und saubere Produktion, dazu eine geh\u00f6rige Portion Blues- und Southern Rock-Flair.<\/p>\n<p>Was sie vermutlich zudem mit mir teilt, ist die Vorliebe f\u00fcr Nashville-inspiriertes Liedgut. Wie schon bei &#8222;Wildfire&#8220; hat sich Elles wieder in die dortige Musikmetropole samt ihrer prominenten\u00a0Aufnahme-Locations begeben und mit namhaften Co-Schreibern wie u.a. Ashton Tucker, Daryl Burgess, Bobby Wood oder Jeff Cohen ihre neuen Kreationen entwickelt.<\/p>\n<p>Die Musik wurde in dortigen Studios neben ihren etatm\u00e4\u00dfigen Bandmates wie Joe Wilkins &amp; Co. von den Stars der dortigen Studioszene wie Chris Leuzinger, Pat Buchanan, Mike Brignardello, Steve Mackey, Wes Little, Jimmy Nichols, Jony Henderson, Kim Keys und Chris Rodriguez veredelt. Das Ganze perfekt soundtechnisch eingefangen und abgemischt haben Brad Nowell und Steve Blackmon.<\/p>\n<p>Schon der swampige Opener &#8222;Hell Or High Water&#8220; mit seinem rei\u00dfenden Slide ist nahezu perfekter Stoff f\u00fcr dieses Magazin. Southern Rock pur. Im weiteren Verlauf der St\u00fccke gl\u00e4nzt Bailey mit sch\u00f6nen Tempo- und Stimmungsvariationen, die sie in ihrer vokalen Performance (wen wundert es bei dieser Stimme) blendend meistert.<\/p>\n<p>Im southern-souligen &#8222;Deeper&#8220; (mit plusternden Bl\u00e4sereins\u00e4tzen) sehnt sie sich nach Liebe, die nicht nur an der Oberfl\u00e4che kratzt, w\u00e4hrend sie sich beim emotionalen Slowblues in <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Beth+Hart\">Beth Hart<\/a>-Manier (famoser Gesang), \u00fcber die Wandlung des Partners sinniert.<\/p>\n<p>Der &#8222;Medicine Man&#8220; bedient erneut mit starker E-Gitarrenarbeit die Southern Rock-Klientel. &#8222;Road I Call Home&#8220;, der Titelsong, befindet sich genau in der Mitte, ein sch\u00f6ner kompromissloser Uptemporocker.<\/p>\n<p>Die Piano-tr\u00e4chtigen &#8222;Foolish Hearts&#8220; (dezent bluesig) und &#8222;Light In The Distance&#8220; (emotionale reduzierte Abschlussballade) k\u00f6nnten, wenn es nicht anders w\u00e4re, fast aus der Songschmiede von Elton John und Bernie Taupin stammen, ein Beweis f\u00fcr die Qualit\u00e4t ihres eigentlich f\u00fcr H\u00f6heres bestimmten Songwritings.<\/p>\n<p>Meine beiden Lieblingsst\u00fccke &#8222;Help Somebody&#8220; und &#8222;Miss Me When I&#8217;m Gone&#8220; treffen mit ihrer flockig-launig melodischen Art, samt starker (Slide-) E-Gitarren wieder ordentlich ins Southern-Herz.<\/p>\n<p>Fazit: Elles Bailey h\u00e4lt mit &#8222;Road I Call Home&#8220; ganz locker das hohe Niveau, dass der starke Vorg\u00e4nger &#8222;Wildfire&#8220; als Messlatte aufgelegt hatte. Hier greift von der Stimme bis zur Umsetzung wieder (auch Nashville sei Dank) ein musikalisches R\u00e4dchen perfekt ins andere.<\/p>\n<p>Wer die Britin aus unseren Kreisen noch nicht kennt, sollte sich sputen, ihre Tontr\u00e4ger mal anzutesten und nat\u00fcrlich die potentiell kommenden Konzerte bei uns im Auge zu behalten.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re wirklich schade, diese talentierte K\u00fcnstlerin, unbemerkt an sich vorbei ziehen zu lassen. Elles Bailey hat ganz viel Southern Rock im Blut. Sie ist eine von uns! Daf\u00fcr lege ich meine Hand ins Feuer!<\/p>\n<p><strong>Outlaw Music\u00a0&#8211;\u00a0(2019)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Blues\/Rock\/Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Hell Or High Water<br \/>\n02. Wild Wild West<br \/>\n03. Deeper<br \/>\n04. What&#8217;s The Matter With You<br \/>\n05. Medicine Man<br \/>\n06. Road I Call Home<br \/>\n07. Foolish Hearts<br \/>\n08. Help Somebody<br \/>\n09. Little Piece Of Heaven<br \/>\n10. Miss Me When I&#8217;m Gone<br \/>\n11. Light In The Distance<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ellesbailey.com\">Elles Bailey<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/ellesbailey\">Elles Bailey bei Facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Wust der Musikver\u00f6ffentlichungen heutzutage birgt nat\u00fcrlich auch die Gefahr, dass so manches Gute untergeht. Man kann die Augen und Ohren einfach nicht\u00a0\u00fcberall haben. Wurde der Vorg\u00e4nger &#8222;Wildfire&#8220; von Elles Bailey uns noch \u00fcber den Promotion-Weg quasi direkt serviert, w\u00e4re ihr Nachfolger doch glatt &#8218;durchgeflutscht&#8216;. 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