{"id":32671,"date":"2019-03-22T19:29:07","date_gmt":"2019-03-22T18:29:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=32671"},"modified":"2019-03-22T19:29:07","modified_gmt":"2019-03-22T18:29:07","slug":"steve-earle-the-dukes-guy-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/03\/22\/steve-earle-the-dukes-guy-cd-review\/","title":{"rendered":"Steve Earle &#038; The Dukes \u2013 Guy \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-32673\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Earle_300.jpg\" alt=\"Earle_300\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Earle_300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Earle_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Earle_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Earle_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Steve Earle, mittlerweile selbst eine Ikone, hatte zu Beginn seiner Karriere zwei Freunde und Mentoren, die ihn sowohl k\u00fcnstlerisch inspirierten als auch T\u00fcren \u00f6ffneten: Townes Van Zandt und Guy Clark. Dem 1997 verstorbenen Townes Van Zandt setzte Earle mit \u201eTownes\u201c einen musikalischen Gedenkstein. Drei Jahre nach dem Tod von Guy Clark verneigt sich Earle nun mit \u201eGuy\u201c vor dem Singer\/Songwriter.<\/p>\n<p>Obwohl das Vorhaben mal im Raum stand, dass Earle und Clark sich gemeinsam ans Songschreiben begeben, ist es nie zu einem gemeinsamen Werk gekommen. Ein Umstand, den Earle heute bereut. F\u00fcr \u201eGuy\u201c griff Earle daher ausschlie\u00dflich auf die Songs seines Freundes zur\u00fcck und haucht ihnen neues Leben ein.<\/p>\n<p>Steve Earle lernte Mitte der 1970er, kurz nachdem er nach Nashville gezogen war, Guy Clark kennen, der ihn direkt als Bassisten engagierte. Clark war bereits in der regionalen Musikszene etabliert, bevor er 1975 sein wegweisendes Deb\u00fct \u201eOld No. 1\u201c herausbrachte. Der Einfluss, den Guy Clark auf Steve Earle in dieser Phase aus\u00fcbte, spiegelt sich in der Auswahl der Songs f\u00fcr \u201eGuy\u201c wider. Neun der sechzehn Titel stammen von Clarks ersten beiden Alben. Nat\u00fcrlich d\u00fcrfen dabei die beiden Klassiker \u201eDesperados Waiting For A Train\u201c, das sp\u00e4testens mit dem Cover durch The Highwaymen (1985) einen Kultstatus erlangte, und \u201eL.A. Freeway\u201c nicht fehlen.<\/p>\n<p>Neben vier Titeln aus den Achtzigern finden sich zwei aus den Neunzigern auf der Hommage. Das neueste St\u00fcck \u201eOut In The Parking Lot\u201c wurde 2006 ver\u00f6ffentlicht. Unber\u00fccksichtigt bleibt Clarks \u2013 mit einem Grammy als bestes Folk-Album ausgezeichnete \u2013 \u201eMy Favorite Picture Of You\u201c (2013).<br \/>\nGuy Clark war ein Storyteller. Dabei konnte er seine Geschichten in eing\u00e4ngige Melodien verpacken. Earle hat eine abwechslungsreiche Mischung aus Clarks Werk herausgegriffen.<\/p>\n<p>So suchte er sich die Balladen \u201eAnyhow I Love You\u201c, \u201eShe Ain\u2019t Going Nowhere\u201d und \u201eThat Old Time Feeling\u201d aus, die durch seine Stimme eine besondere Tiefe erhalten. Von der Begleitung reduzierter sind der Folksong \u201eThe Randall Knife\u201c und das sarkastische \u201eThe Last Gunfighter Ballad\u201c, die in einem melodischen Sprechgesang vorgetragen werden. Letztgenannten Song hatte Earle bereits f\u00fcr das Album \u201eThis One\u2018s For Him: A Tribute To Guy Clark\u201c (2012) aufgenommen.<\/p>\n<p>Einen stampfenderen Rhythmus, f\u00fcr den Brad Pemberton am Schlagzeug und Kelly Looney am Bass verantwortlich zeichnen, haben \u201eDublin Blues\u201c und \u201eThe Ballad Of Laverne And Captain Flint\u201d. \u201eTexas 1947\u201d und \u201eRita Ballou\u201d, bei dem etwas Honky Tonk hineinspielt, sind reine Countrysongs. Ins gleiche Genre passen die schnelleren \u201eNew Cut Road\u201c und das von <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Shawn+Camp\">Shawn Camp<\/a> mit geschriebene \u201eSis Draper\u201c. Camp steuert hier die Mandoline bei. Mit \u201eHeartbroke\u201c und vor allem dem schon erw\u00e4hnten \u201eOut In The Parking Lot\u201d schl\u00e4gt Earle rockige T\u00f6ne an, womit er von den urspr\u00fcnglichen Versionen deutlich abweicht.<\/p>\n<p>F\u00fcr das richtige Ma\u00df an Country-Flair sorgen Chris Masterson an der Gitarre, Ricky Ray Jackson an der Pedal Steel sowie Eleanor Whitmore an der Geige. Whitmore liefert dar\u00fcber hinaus mit ihrem Harmoniegesang einen hervorragenden Gegenpart zu Earles eigenwilliger Stimme.<\/p>\n<p>Zum Abschluss \u201eOld Friend\u201c versammelte Earle einen gro\u00dfen Chor mit prominenten Namen. In ihm geben sich Emmylou Harris, Jerry Jeff Walker, Rodney Crowell, Verlon Thompson, Gary Nicholson, Shawn Camp sowie Terry und Jo Harvey Allen die Ehre.<\/p>\n<p>Mit \u201eGuy\u201c sorgt Earle daf\u00fcr, dass die Musik von Guy Clark nicht in Vergessenheit ger\u00e4t, aber das Album ist mehr als eine blo\u00dfe Reminiszenz an einen gro\u00dfartigen Songwriter. Den aus heutiger Sicht eher gef\u00e4llig wirkenden Aufnahmen von Clark setzt Earle erdige und ungeschliffen raue Arrangements entgegen. Besonders Earles Stimme und Intonation geben den St\u00fccken einen zus\u00e4tzlichen Biss.<\/p>\n<p>Auf \u201eGuy\u201c zeigt Steve Earle erneut seine F\u00e4higkeit, Klassikern seinen individuellen Stempel aufzusetzen und sie in seinem unverwechselbaren Stil zu modernisieren. Mit seinen Interpretationen gelingt ihm das Kunstst\u00fcck, die Originale so zu transformieren, dass etwas Neues entsteht, ohne dass der urspr\u00fcngliche Geist der Songs verloren geht.<\/p>\n<p>Steve Earle macht die St\u00fccke von Guy Clark zu seinen eigenen und der Longplayer reiht sich nahtlos in seine Ver\u00f6ffentlichungen der letzten Jahre ein. W\u00fcrde man nicht den einen oder anderen Titel kennen, k\u00f6nnte man auch annehmen, dass sie aus Earles Feder stammten.<\/p>\n<p><strong> New West Records\/Pias \u2013 Rough Trade (2019)<br \/>\nStil: Alternative Country<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>\n01. Dublin Blues<br \/>\n02. L.A. Freeway<br \/>\n03. Texas 1947<br \/>\n04. Desperados Waiting For A Train<br \/>\n05. Rita Ballou<br \/>\n06. The Ballad Of Laverne And Captain Flint<br \/>\n07. The Randall Knife<br \/>\n08. Anyhow I Love You<br \/>\n09. That Old Time Feeling<br \/>\n10. Heartbroke<br \/>\n11. The Last Gunfighter Ballad<br \/>\n12. Out In The Parking Lot<br \/>\n13. She Ain\u2019t Going Nowhere<br \/>\n14. Sis Draper<br \/>\n15. New Cut Road<br \/>\n16. Old Friends<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.steveearle.com\/ \">Steve Earle<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/SteveEarleMusic\">Steve Earle bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/oktoberpromotion.com\/\">Oktober Promotion<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Steve Earle, mittlerweile selbst eine Ikone, hatte zu Beginn seiner Karriere zwei Freunde und Mentoren, die ihn sowohl k\u00fcnstlerisch inspirierten als auch T\u00fcren \u00f6ffneten: Townes Van Zandt und Guy Clark. Dem 1997 verstorbenen Townes Van Zandt setzte Earle mit \u201eTownes\u201c einen musikalischen Gedenkstein. Drei Jahre nach dem Tod von Guy Clark verneigt &hellip; <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/03\/22\/steve-earle-the-dukes-guy-cd-review\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Steve Earle &#038; The Dukes \u2013 Guy \u2013 CD-Review<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[2995,2998,2992,2993,535,2999,2996,988,2008,2737,2994,2831,2997],"class_list":["post-32671","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-emmylou-harris","tag-gary-nicholson","tag-guy","tag-guy-clark","tag-jerry-jeff-walker","tag-jo-harvey-allen","tag-rodney-crowell","tag-shawn-camp","tag-steve-earle-the-dukes","tag-terry-allen","tag-the-highwaymen","tag-townes-van-zandt","tag-verlon-thompson"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32671","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=32671"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32671\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32675,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32671\/revisions\/32675"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32671"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=32671"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=32671"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}