{"id":3106,"date":"2015-12-14T02:29:00","date_gmt":"2015-12-14T01:29:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=3106"},"modified":"2016-01-17T18:20:41","modified_gmt":"2016-01-17T17:20:41","slug":"larry-wimmer-short-sweet-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/larry-wimmer-short-sweet-cd-review\/","title":{"rendered":"Larry Wimmer &#8211; Short &#038; Sweet &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Wimmer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3140\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Wimmer.jpg\" alt=\"Wimmer\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Wimmer.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Wimmer-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Wimmer-210x210.jpg 210w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Wimmer-60x60.jpg 60w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Larry Wimmer bat mich, einen Eindruck zu seiner Musik abzugeben, vermutlich um mal auszuloten, wie seine Songs im guten alten Europa ankommen, zumal er lt. eigener Aussage stark daran interessiert ist, zuk\u00fcnftig in unseren Sph\u00e4ren mal aufzutreten. Ein sch\u00f6ner Beweis, dass sich bestimmte Online-Magazine in Musikerkreisen scheinbar mittlerweile auf dem gesamten Erdball, einen guten Ruf, gerade was musikalische Kompetenz angeht, erarbeitet haben.<\/p>\n<p>Irgendwann erhielt ich dann auch Post aus Winthrop Harbor, Illinois, gelegen am Lake Michigan. Sie beinhaltete Larry Wimmers aktuelle CD &#8222;Short &amp; Sweet&#8220;. Der Titel des Albums h\u00e4lt nach mehrmaligem Durchh\u00f6ren ohne Wenn und Aber sein Versprechen. Mit gerade mal neun Tracks und einer Spielzeit von nur knapp 39 Minuten macht das &#8218;Short&#8216; zun\u00e4chst einmal seinem Namen alle Ehre (eine zweistellige Zahl an Liedern sollten meiner Ansicht nach schon auf einer CD vertreten sein).<\/p>\n<p>Aber auch das &#8218;Sweet&#8216;, wenn man mal hier mal die verniedlichende Bedeutung dieses Wortes au\u00dfer Acht l\u00e4sst und in eine eher allgemein gehaltene positive Beschreibung eines Sachverhaltes uminterpretiert, hat zweifelsfrei seine Legitimation. Larry Wimmer kann Blues (Rock)!<\/p>\n<p>Was er hier bietet, ist Genre-Kost der guten alten Schule, unaufgeregt, aber daf\u00fcr mit vielen sch\u00f6nen Facetten. Eines muss man den Amis lassen. Ihr Fundus an immer wieder aufkommenden Qualit\u00e4ts-Musikern scheint schier unersch\u00f6pflich. Sich einen vollst\u00e4ndigen \u00dcberblick zu verschaffen, was da an Leuten mit Potential in ihren Landen herumschwirrt, d\u00fcrfte selbst f\u00fcr die &#8211; f\u00fcr ihre Kontrollwut bekannten &#8211; Spezialisten des NSA eine Nummer zu gro\u00df sein.<\/p>\n<p>Vieles erinnert mich von der Art her an Sachen eines Robert Cray oder teilweise die von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Eric+Clapton\">Eric Clapton<\/a><\/span>. Wimmer bevorzugt das typische klirrende Stratocaster-Spiel der Herren (aber auch andere Gitarren kommen sporadisch zum Zuge), l\u00e4sst sich dann aber auch immer wieder gerne in kompatible Bereiche abdriften, die vornehmlich gerne im S\u00fcden des Landes praktiziert werden (Southern Soul, Country). Auch seine Qualit\u00e4ten als Drummer (die Studio-Technik macht&#8217;s m\u00f6glich) k\u00f6nnen sich sehen lassen.<\/p>\n<p>Sein gr\u00f6\u00dftes Pfund ist aber seine au\u00dfergew\u00f6hnlich gute Stimme (mit viel schwarzem Soul). Hier hebt er sich vom en Gros der Vokalisten des Genres deutlich ab. Die meisten k\u00f6nnen da zwar gut Gitarre spielen und frickeln wie die Weltmeister, singen k\u00f6nnen aber die wenigsten. Ein meines Erachtens immer wieder gro\u00dfes Manko dieser Sparte. Larry Wimmer ist hier eine der begrenzt aufzufindenden Wohltaten.<\/p>\n<p>Der Opener &#8222;Cold Hard Rain&#8220; erinnert mich sofort an Robert Cray aus seiner &#8222;Strong Persuader&#8220;-Zeit (man h\u00f6re und staune, Herr Daus hat ihn in den Neunzigern auch schon live gesehen!), mit sch\u00f6nem Zusammenspiel von Straocaster und E-Piano. Das folgende &#8222;Goin&#8216; Down&#8220; wird von einer qu\u00e4kigen Harp (inkl. Solo) und einem funkigen Bass gesteuert und (ich vermute) mit den sch\u00f6nen Co-Vocals seiner Frau Hillary (die singt die 2. Strophe sowie Backs mit zwei weiteren Damen) bereichert.<\/p>\n<p>Die Abteilung Slow-Blues bedienen St\u00fccke wie &#8222;Remind Me&#8220; (klasse die hallende Orgel, Pianotupfer) und &#8222;I&#8217;ve Been Waiting&#8220; (herrlich wie hier die bereits erw\u00e4hnten weiblichen Backsinger &#8218;wimmern&#8216;). Beide Songs sind nat\u00fcrlich auch mit sehr sch\u00f6n passenden, claptonesken Soli best\u00fcckt. &#8222;Nobody&#8217;s Business&#8220; und &#8222;Pocket Full Of Cotton&#8220; (beide mit sch\u00f6nem HT-Piano-Geklimper, Letztgenanntes wieder mit typischer Harp) kann man sich als ideale Stimmungsmacher in sch\u00f6n verr\u00e4ucherten kleinen Blues-Clubs vorstellen.<\/p>\n<p>Meine Favoriten sind die in Richtung der s\u00fcdlicheren Gefilde des Landes modifizierten St\u00fccke. Das mit einer kristallklaren Akustikgitarre (auch im Slide-Modus, herrlich das Solo) versehene &#8222;Hey Rosie&#8220;, kann man sich wunderbar auf der Veranda eines s\u00fcdstaatlichen Herrenhauses vorstellen, &#8222;Ready For You&#8220; und das abschlie\u00dfende &#8222;Sunrise in New Orleans&#8220; (dazu gibt es einen Hauch von unterschwelligen &#8222;Layla&#8220;-Kl\u00e4ngen) verspr\u00fchen mit ihrem Southern Soul-Flair Louisianas Le Roux-Esprit. Klasse, wie bereits erw\u00e4hnt, Larrys dazu famos passender, angerauter Gesang.<\/p>\n<p>Larry Wimmers &#8222;Short &amp; Sweet&#8220; wei\u00df selbst Nicht-Blues-Puristen wie mich zu \u00fcberzeugen. Qualitativ starke Musik, ideal um es sich in dieser herbstlichen Jahreszeit auf der Couch gem\u00fctlich bequem zu machen und zum melancholischen Farbenspiel von Himmel und B\u00e4umen relaxt abzuschalten. Bei der n\u00e4chsten CD d\u00fcrfen es gerne auch ein paar Lieder mehr sein. Ich dr\u00fccke dem Mann aus Illinois die Daumen, dass es mal mit einer Europa-Tournee klappt und werde sicher, sofern er meine Gefilde dabei streift, zugegen sein. Liebe deutsche Blues-(Rock)-Promoter und Clubbesitzer, euer Engagement und Mut ist jetzt gefragt!<\/p>\n<p><strong>Gooch Records (2012)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Blues Rock \/ Southern Sooul<\/strong><\/p>\n<p>01. Cold Hard Rain<br \/>\n02. Goin&#8216; Down<br \/>\n03. Remind Me<br \/>\n04. Nobody&#8217;s Business<br \/>\n05. I&#8217;ve Been Waiting<br \/>\n06. Ready For You<br \/>\n07. Hey Rosie<br \/>\n08. Pocketful Of Cotton<br \/>\n09. Sunrise In New Orleans<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.larrywimmer.com\">Larry Wimmer<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.reverbnation.com\/larrywimmer\">Larry Wimmer bei Reverbnation<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Larry Wimmer bat mich, einen Eindruck zu seiner Musik abzugeben, vermutlich um mal auszuloten, wie seine Songs im guten alten Europa ankommen, zumal er lt. eigener Aussage stark daran interessiert ist, zuk\u00fcnftig in unseren Sph\u00e4ren mal aufzutreten. 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