{"id":30695,"date":"2019-01-21T17:09:48","date_gmt":"2019-01-21T16:09:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=30695"},"modified":"2019-01-21T17:16:40","modified_gmt":"2019-01-21T16:16:40","slug":"julian-sas-19-01-2019-schwarzer-adler-rheinberg-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/01\/21\/julian-sas-19-01-2019-schwarzer-adler-rheinberg-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Julian Sas &#8211; 19.01.2019, Schwarzer Adler, Rheinberg &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-30702 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Sas_haupt.jpg\" alt=\"Sas_haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Sas_haupt.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Sas_haupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Sas_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Recht p\u00fcnktlich, gegen 20:15 Uhr betraten Julian Sas und seine Band unter dem Applaus der Anwesenden die B\u00fchne des bestens gef\u00fcllten Schwarzen Adlers und er\u00f6ffneten damit die Konzertsaison im hiesigen Rheinberger Bluestempel. Dars er mit &#8222;Home Feeling&#8220; zum Einstieg einen Song gew\u00e4hlt hatte, der das Gef\u00fchl von Geborgenheit ausdr\u00fcckt, mag Zufall gewesen sein, aber es war schnell klar, dass er sich in den Gefilden des Schwarzen Adler, in dem er seit Beginn seiner Karriere regelm\u00e4\u00dfig auftritt, \u00fcberauswohl f\u00fchlt.<\/p>\n<p>Er suchte und fand immer wieder den Kontakt zu den Fans, sodass der Funke in beide Richtungen \u00fcbersprang und sich ein sehr dynamischer bluesrockiger Abend entwickelte. Mit &#8222;Mercy&#8220; ging es rasant, eher hart weiter, wobei Fotis Anagnostou am Bass und Lars Erik van Elzakker, der den durch einen Radunfall verletzten Rob Heijne an den Drums ersetzte, eine ganz starke Rhythmusgrundlage boten und Roland Bakker an der Hammondorgel dem Song, wie auch vielen im weiteren Verlauf, eine immense F\u00fclle gab.<\/p>\n<p>In dem Zusammenhang\u00a0gab es\u00a0f\u00fcr mich die einzige nicht so sch\u00f6ne Sache des Konzertes, als ein Besucher zwischen zwei Songs lautstark nachfragte, wo denn Rob Heijne an den Drums sei, was ich pers\u00f6nlich recht respektlos gegen den Lars Erik van Elzakker empfand. So eine Frage kann man auch in aller Ruhe mal nach dem Konzert stellen und alles ist gut!<\/p>\n<p>Bei\u00a0&#8222;I Believe To My Soul&#8220; nahm Sas leicht das Tempo heraus, streute aber in den sehr melodi\u00f6sen Song ein rasantes Solo ein, wo er so nah am B\u00fchnenrand stand, dass fast der Eindruck entstand, er verschmelze mit den beistert mitgehenden Zuschauern in der ersten Reihe. An den Gesichtsz\u00fcgen Julians war zu erkennen, wie er diese Anerkennung genoss.<\/p>\n<p>Aber auch die anderen Musiker, Fotis Anagnostou oft mit einem schon schelmisch anmutenden L\u00e4cheln, der dauergrinsende Tastenmann Roland Bakker und der Drummer Lars Erik van Elzakker zeigten durch ihre Pr\u00e4senz, wie sie die fast euphorische Stimmung im Schwarzen Adler genossen. An dieser Stelle wird einem vielleicht klar, warum viele Bluesmusiker immer wieder gerne nach Rheinberg kommen.<\/p>\n<p>Was gibt es sch\u00f6neres, von einem solch begeisterungsf\u00e4higen und meist auch disziplinierten Publikum zu spielen, welches bis auf die vorab genannte Ausnahme auch ein gutes Gesp\u00fcr daf\u00fcr hatte, wann in ruhigen Songphasen Ger\u00e4usche von au\u00dfen die Stimmung eines Liedes zerst\u00f6ren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mit &#8222;Jump For You&#8220; lie\u00df Sas den Boogie in den Blues einflie\u00dfen, was dem Song eine Dynamik der alten ZZ Top verleihte. Neben Sas, der sein Gitarrenspiel mit Mimik und posend untermalte, wirbelte auch Fotis Anagnostou zum Teil akrobatisch \u00fcber seinen Bass.<\/p>\n<p>Mit &#8222;Blues For J&#8220; streute Sas dann einen fast balladesk daherkommenden Blues ein, welchen Bakker an den Tasten mit fast schon Pink Floyd-\u00e4hnlichen Klangteppichen und einem Solo untermalte und van Elzakker an den Drums seine Sticks so dosiert einsetzte, dass die Ruhe des wundersch\u00f6nen Bluessongs nicht gest\u00f6rt wurde. Mit &#8222;My Love Is Thumlin&#8216; Down&#8220; wurde wieder auf Gaspedal getreten und das Orgelspiel\u00a0ging ein bisschen in Richtung alter Deep Purple, als diese noch einiges\u00a0an Blues zu bieten hatten.<\/p>\n<p>Den folgenden\u00a0Track k\u00fcndigte Sas mit den Worten an, dass es etwas gibt, das alle Menschen, wann auch immer, einmal ben\u00f6tigen &#8211; eine helfende Hand! &#8222;Helping Hand&#8220; in ZZ Top-Manier sorgte daf\u00fcr, das einige im Publikum auch die H\u00fcften schwingen lie\u00dfen.<\/p>\n<p>Mit Kl\u00e4ngen, diee zu Beginn an den Hendrix Hit &#8222;Little Wing&#8220; erinnerten, schloss Sas den ersten Set mit dem fast hymnischen &#8222;Blues For The Lost And Found&#8220; ab. In diesem Song war auch die musikalische N\u00e4he zum leider viel zu fr\u00fch verstorbenen Rory Gallagher, dem heute leider \u00fcberraschend sein langj\u00e4hriger Drummer Ted McKenna in den Musikerhimmel gefolgt war, stark erkennbar.<\/p>\n<p>In Gespr\u00e4chen der Zuschauer w\u00e4hrend der knapp 15 min\u00fctigen Pause war immer wieder zu h\u00f6ren, wie beeindruckt diese von den spielerischen F\u00e4higkeiten aller Musiker, aber auch deren B\u00fchnenaura waren.<\/p>\n<p>Nach der Pause legten Sas und Band mit &#8222;Turpentine Moan&#8220; und &#8222;Roll On&#8220; gleich wieder los wie die Feuerwehr und der Bruch, den eine Pause oft in Konzerten nach sich zieht, war heute nicht erkennbar. Mit &#8222;Coming Home&#8220; folgte eines der Highlights des Abends. Im fast einer southernrock-artigen Hymne gleichenden St\u00fcck, gl\u00e4nzte neben dem Gitarrenvirtuosen Sas einmal mehr Roland Bakker an der entsprechend gespielten Orgel. &#8222;Life On The Line&#8220; folgte stilistisch \u00e4hnlich, aber weitaus rockiger.<\/p>\n<p>Das treibende &#8222;Sugacup Boogie&#8220;, sorgte im Publikum f\u00fcr schwenkende K\u00f6pfe und fast frenetische Stimmung,\u00a0die aber sp\u00e4ter noch einmal gesteigert werden sollte.<\/p>\n<p>Mit Kl\u00e4ngen von Hendrix&#8216; &#8222;Angel&#8220; und\u00a0diversen eingearbeiteten Riffs anderer Rock- und Blues-Klassiker legte die entfesselnd spielende Band ein Intro zu einer in der Pr\u00e4senz selten geh\u00f6rten Versionen von &#8222;Hey Joe&#8220; hin. Es gibt Coverversionen, welche besser sind als das Original. Ob das in diesem Fall auch so war, muss jeder f\u00fcr sich selbst entscheiden.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich war es mindestens auf Augenh\u00f6he, wobei\u00a0die Kl\u00e4nge der Hammond Orgel, diesem eine ungeahnte Breite gab. Die Zuschauer waren jedenfalls schier aus dem H\u00e4uschen. Sas unterbrach einmal ganz kurz diese extended Version mit den Worten: &#8222;Can you feel it?&#8220; und ich glaube, jeder wusste was er meinte. Die Mystik dieses Hendrix-Hits hatte sich scheinbar \u00fcber den Adler gelegt.<\/p>\n<p>Danach wurde mit &#8222;Devil Got My Number&#8220; noch einmal Vollgas gegeben. Eindrucksvoll dabei, wie es Sas gelang Riffs \u00e0 la AC\/DC in seinen hart rockenden Blues einflie\u00dfen zu lassen. Nach fast zwei Stunden war dies der zun\u00e4chst letzte Song, aber Sas und Kumpanen lie\u00dfen sich nicht lange bitten, um noch zwei Zugaben hinzulegen.<\/p>\n<p>Der Gallagher-Song &#8222;Bullfrogg Blues&#8220; wurde dem heute verstorbenen Ted McKenna gewidmet und man konnte die eine oder ander unterdr\u00fcckte Tr\u00e4ne im Publikum erkennen. Ganz im Sinne des auch im Hard Rock beheimateten McKenna entwickelte der Song eine unglaubliche Dynamik als letzter Gru\u00df an\u00a0ihn bei der Reise in den Rock &#8217;n Roll Heaven. Nachgelegt wurde noch einmal das\u00a0Texas Blues-umwehte\u00a0&#8222;Boogie All Around&#8220;, welches zudem auch einen Hauch von &#8222;On The Road Again&#8220; hatte.<\/p>\n<p>Nach etwa 140 Minuten Power-Blues-Rock fand ein begeisternder Abend im Schwarzen Adler sein Ende und Sas und Band standen noch einige Zeit f\u00fcr Smalltalk parat\u00a0und signierten gekaufte CDs. Wenn das heutige\u00a0Level gehalten werden kann, erwartet die Fans an der Baerler Stra\u00dfe ein ganz hei\u00dfes Konzertjahr.<\/p>\n<p>Auf diesem Weg auch ein Dank an Ernst Barten und sein Team, dass immer wieder f\u00fcr solche Highlights im eher beschaulichen Rheinberg sorgt. Mein Wunsch ist dass die in diesem Jahr folgenden Konzerte weiter so gut besucht werden, da dies die Grundlage ist, dass\u00a0auch in Zukunft\u00a0Musik auf diesem Niveau auch in kleineren Clubs geboten werden kann. In diesem Sinne: &#8222;Ich habe fertig!&#8220; und dem ist nichts mehr hinzu zu f\u00fcgen.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nJulian Sas (lead vocals, electric &amp; slide guitar)<br \/>\nRoland Bakker (piano, organ)<br \/>\nFotis Anagnostou (bass)<br \/>\nLars Erik van Elzakker (drums)<\/p>\n<p>Text und Bilder: Gernot Mangold<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.JulianSas.com\">Julian Sas<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/juliansasofficial\/\">Julian Sas bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.schwarzer-adler.de\">Schwarzer Adler<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Recht p\u00fcnktlich, gegen 20:15 Uhr betraten Julian Sas und seine Band unter dem Applaus der Anwesenden die B\u00fchne des bestens gef\u00fcllten Schwarzen Adlers und er\u00f6ffneten damit die Konzertsaison im hiesigen Rheinberger Bluestempel. 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