{"id":30550,"date":"2019-01-15T19:51:53","date_gmt":"2019-01-15T18:51:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=30550"},"modified":"2019-01-16T18:34:15","modified_gmt":"2019-01-16T17:34:15","slug":"henrik-freischlader-11-01-2019-alte-molkerei-bocholt-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/01\/15\/henrik-freischlader-11-01-2019-alte-molkerei-bocholt-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Henrik Freischlader \u2013 11.01.2019, Alte Molkerei, Bocholt \u2013 Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-30552 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Frei_Haupt.jpg\" alt=\"Frei_Haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Frei_Haupt.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Frei_Haupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Frei_Haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Im Rahmen\u00a0der aktuellen\u00a0&#8222;Old School&#8220;-Tour machte Henrik Freischlader mit seiner Band auch Halt in Bocholt. Im gem\u00fctlichen Foyer der Kulturst\u00e4tte Alte Molkerei, mit Bar und diversen Ausstellungsbildern an den W\u00e4nden, hatten sich schon einige Fans zum Kl\u00f6nen eingefunden. Um kurz vor Neun\u00a0f\u00fcllte sich die Halle dann relativ schnell.\u00a0Der verantwortlichen Kulturinitiative ist es gelungen ein kleines Schmuckst\u00fcck f\u00fcr Konzerte dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung zu bieten,\u00a0denn\u00a0 jeder der Besucher hatte durch den mehrstufigen und trib\u00fcnenartigen Aufbau, einen\u00a0tollen Blick auf die gut ausgeleuchtete B\u00fchne.<\/p>\n<p>Mit sichtlichem Stolz k\u00fcndigte der Veranstalter p\u00fcntklich um neun Uhr an, dass es endlich, nach mehrmaligen Versuchen in den letzten f\u00fcnf Jahren, gelungen ist, einen Termin zu finden, an dem der aus Wuppertal stammende Bluesmusiker, auch der Alten Molkerei endlich mal einen Besuch abstattet.<\/p>\n<p>Ein sichtlich gut aufgelegter Henrik Freischlader betrat mit seinen Mitstreitern die B\u00fchne und fragte in seiner charmanten Art, wie es den Leuten geht, w\u00fcnschte noch einmal alles Gute f\u00fcr das neue Jahr und k\u00fcndigte direkt an, dass er einiges aus dem aktuellen Album \u201e<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/08\/29\/henrik-freischlader-band-hands-on-the-puzzle-cd-review\/\">Hands On The Puzzle<\/a>\u201c\u00a0promoten werde.<\/p>\n<p>Diesen\u00a0Ausdruck benutzte er augenzwinkernd, da er nach dem Konzert einiges auf CD, aber auch richtig\u00a0 &#8218;oldschool&#8216; auf Vinyl anzubieten habe. Doch damit genug der Vorrede.<\/p>\n<p>Mit \u201eCommunity, Imunitty\u201c und \u201eLove Straight\u201c bot die Band zu Beginn direkt zwei Songs vom aktuellen Tontr\u00e4ger, welche eher ruhig, swingend und mit einem Hauch von Jazz daherkamen. Auff\u00e4llig war das sehr harmonisch aufeinander abgestimmte Gitarren- und Saxofonspiel.\u00a0Hier geht Freischlader mit dem\u00a0derzeitigen Werk scheinbar bewusst auch etwas neue Wege, was beim Publikum aber sichtbar gut ankam.<\/p>\n<p>Mit \u201eToo Cool For Me\u201c legte Freischlader dann eine f\u00fcr ihn typische Bluesnummer\u00a0von \u201eGet Closer\u201c nach. Schmunzelnd merkte er bei der Anmoderation an, dass dieser tolle Song eigentlich nie ein Hit war. Vielleicht ist\u00a0es auch gut so, dass Freischlader nie den Weg des radiotauglichen Mainstreams gegangen ist und somit nicht im Moloch der auswechselbaren Musiker landete.<\/p>\n<p>Mit diesem &#8218;Nichthit&#8216; nahm das Konzert an Fahrt auf und Freischlader legte mit \u201eMaster Plan\u201c aus dem Jahr 2016 direkt einen Song aus \u201eOpeness\u201c nach, in dem er das Publikum zum Mitsingen und Klatschen einlud.\u00a0Dem wurde gerne nachgegangen. und es entwickelte sich eine sch\u00f6ne Interaktion zwischen B\u00fchne und Audienz.\u00a0Henrik merkte am Ende des Tracks \u00fcber sich\u00a0selbst an, wie schwer es ihm pers\u00f6nlich f\u00e4llt,\u00a0bei anderen Konzerten mitzusingen.<\/p>\n<p>Mit \u201eCuttin&#8216; In\u201c von Johnny Guitar Watson folgte eine von insgesamt drei Covernummern, die er gekonnt in seine eigenen Songs einbettete. Nach diesem Intermezzo alter\u00a0St\u00fccke widmeten sich Henrik und seine Mitstreiter, bis auf die beiden letzten\u00a0Lieder, nur noch dem aktuellen Longplayer, welcher\u00a0somit fast komplett vorgestellt wurde. F\u00fcr meinen Geschmack kamen die Songs live auch mit mehr Pep r\u00fcber, was ich pers\u00f6nlich als sehr positiv empfand.<\/p>\n<p>Die folgenden Songs \u201eShare Your Money\u201c \u201eRat Race Carousel\u201c, \u201cThose Strings\u201d, \u201cAnimal Torture\u201d, \u201cI Don`t Work\u201d und \u201cWinding Stair\u201d bot das Quintett in einer begeisternden Form, wobei Freischlader an der Gitarre und Marco Z\u00fcgner am Saxophon sich entweder die Melodien gegenseitig &#8218;zuschmissen&#8216; oder gemeinsam im Einklang darboten. Dieses\u00a0Interagieren der beiden Instrumente stand sowohl visuell im Vordergrund (da sich die beiden Musiker auf der B\u00fchne auch meist vorn im\u00a0Rampenlicht\u00a0bewegten), wie auch auditiv, da dieses Zusammenspiel eine Art musikalisches Skelett des neuen Albums darstellt.<\/p>\n<p>Das bedeutete aber nicht, dass die drei restlichen Musiker hinten anstehen mussten. Moritz Meinsch\u00e4fer am Schlagzeug, Armin Alic am Bass und Roman Babik an den Keyboards hatten gen\u00fcgend Zeit, in k\u00fcrzeren oder auch l\u00e4ngeren Soloeinlagen, ihr spielerisches K\u00f6nnen unter Beweis zu stellen.<\/p>\n<p>Beim letzten Song,\u00a0einem weiteren Johnny Guitar Watson-Cover. \u201cAin&#8217;t That A Bitch\u201d, stellte\u00a0Henrik in seiner angenehmen Art noch einmal einen Zusammenhang zu \u201eI Don&#8217;t Work\u201c her, insofern, dass Arbeit manchmal die sprichw\u00f6rtliche &#8218;Bitch&#8216; sei.\u00a0Er und seine\u00a0Bandkollegen\u00a0sehen ihr Treiben allerdings auf der B\u00fchne nicht als Arbeit, da ihnen\u00a0auch dieser Abend sichtlich Spa\u00df machte. Bei diesem Song gl\u00e4nzten alle Musiker mit diversen Soli, wobei\u00a0das ausladende Gitarrensolo des Hauptprotagonisten in seiner Intensit\u00e4t und Variabilit\u00e4t schon beeindruckend war.<\/p>\n<p>Jeder Abend geht leider einmal zu Ende.\u00a0Das Quintett lie\u00df sich, nachdem\u00a0es die B\u00fchne verlassen hatte, jedoch\u00a0 nicht lange bitten, um als Zugabe noch eine Version der Extraklasse des Donny Hathaway-Klassikers \u201cI Love You More Than You&#8217;ll Ever Know\u201d nachzulegen.\u00a0Das Publikum war restlos begeistert. Nach ziemlich genau zwei Stunden abwechslungsreicher Blues Rock-Musik war dann endg\u00fcltig Schluss. Freischlader\u00a0verlegte\u00a0den Verkauf\u00a0der Merchandise-Artikel dann kurzerhand auf die B\u00fchne, wo zudem\u00a0mit der\u00a0 gesamten Band gefachsimpelt\u00a0und diverse Musiktr\u00e4ger unterzeichnet wurden.<\/p>\n<p>Fazit: Freischlader und Band konnten das bluesbegeisterte Publikum in der Alten Molkerei in Bocholt absolut zufrieden stellen und offerierten, dass ein Liveerlebnis\u00a0doch ganz andere Dimensionen hat, als ein im Studio abgemischtes Album zu Hause zu h\u00f6ren. Einen geh\u00f6rigen\u00a0Anteil\u00a0hatte auch die ausgesprochen sch\u00f6nen Location samt ihrem zuvorkommenden Personal.<\/p>\n<p>Ein in allen Punkten gelungener Abend hatte so einen sch\u00f6nen Abschluss gefunden. Fans handgemachter Bluesmusik kann nur geraten werden zu schauen, ob Konzerttermine der Freischlader Band auch in deren N\u00e4he zu finden sind. N\u00e4he kann manchmal dabei auch relativ gesehen werden, ich erinnere mich an den Fan, mit dem ich nach dem Konzert ein nettes Gespr\u00e4ch hatte, der eigens hierf\u00fcr aus Alkmaar angereist war, um sp\u00e4ter\u00a0hocherfreut die R\u00fcckfahrt anzutreten.<\/p>\n<p>Solange es solch einen Typus Mensch noch gibt, braucht man sich \u00fcber Livemusik keine Sorgen zu machen. In dem Sinne, besucht weiter Konzerte!\u00a0Mein Dank an Florence Miller f\u00fcr die, wie immer, unproblematische Akkreditierung.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nHenrik Freischlader (lead vocals, electric guitar)<br \/>\nRoman Babik\u00a0(keys)<br \/>\nArmin Alic (bass)<br \/>\nMoritz Meinsch\u00e4fer (drums)<br \/>\nMarco Z\u00fcgner (saxophone)<\/p>\n<p>Text+Bilder: Gernot Mangold<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.HenrikFreischlader.de\">Henrik Freischlader<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/FlorenceMillerAgencyLive\">Florence Miller Agency bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/http:\/\/www.alte-molkerei.info\/\">Alte Molkerei Bocholt<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen\u00a0der aktuellen\u00a0&#8222;Old School&#8220;-Tour machte Henrik Freischlader mit seiner Band auch Halt in Bocholt. 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