{"id":3003,"date":"2015-12-14T02:44:00","date_gmt":"2015-12-14T01:44:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=3003"},"modified":"2020-07-12T10:39:39","modified_gmt":"2020-07-12T08:39:39","slug":"the-warren-brothers-portrait","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/the-warren-brothers-portrait\/","title":{"rendered":"The Warren Brothers &#8211; Portrait"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/warr-e1436800547516.jpg\" \/><\/p>\n<p>Eine weitere Band, die sich, \u00e4hnlich wie die <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Sons+Of+The+Desert\">Sons Of The Desert<\/a><\/span>, in angenehmer Weise vom alten Countryklischee &#8222;Meine Frau hat mich verlassen und mein Hund wurde von einem Truck \u00fcberfahren&#8220; abhebt, sind die aus Tampa, Florida, stammenden Warren-Br\u00fcder.<\/p>\n<p>Aufgewachsen in &#8222;Amish-People \u00e4hnlicher Art&#8220; &#8211; so gab es bis zum 17. Lebensjahr kein Fernsehen &#8211; in der Realit\u00e4t einer modernen Gro\u00dfstadt, sch\u00f6pften Brett Warren (lead vocals, acoustic guitars, keyboards, harmonica, mandolin) &#8211; \u00e4u\u00dferlich ein wenig dem jungen Elvis \u00e4hnelnd, und Brad Warren (electric-\/acoustic guitars, harmony vocals), ein wenig sensibler und intellektueller wirkend, schon fr\u00fchzeitig viel ihres zwiesp\u00e4ltigen Humors, der heute gr\u00f6\u00dftenteils in ihren Songs reflektiert wird.<\/p>\n<p>Nach dem Motto &#8222;die Rolling Stones oder Missionare werden&#8220;, beginnen sie ihr Leben nach dem High School-Abschluss als Full Time-Musiker. Es folgten um die 300 Gigs j\u00e4hrlich, meist in den Beach Clubs Floridas K\u00fcste entlang, bis beide eines Tages zur Einsicht gelangten, dass dies nicht die geeignte Atmosph\u00e4re f\u00fcr echte Songwriter ist.<\/p>\n<p>Sie beschlie\u00dfen, nach Nashville zu gehen, um Platten zu verkaufen mit dem Anspruch, nicht zu sein, wie die meisten anderen. Man wird ans\u00e4ssig in einem Vorstadt-Club, namens &#8222;The Bunganut Pig&#8220; und lernt den Songwriter Tom Douglas kennen, \u00fcber den Kontakte zu &#8222;RCA&#8220;-Frau Renee Bell und &#8222;RLG-Nashville&#8220;-Chef Joe Galante gekn\u00fcpft werden.<\/p>\n<p>Die beiden letztgenannten sind nach einem ihrer Konzerte von der enthusiastischen Atmosph\u00e4re so angetan, dass sie schon einen Tag sp\u00e4ter einen Plattendeal mit beiden unter dem &#8222;RCA&#8220;-Schwester-Label &#8222;BNA&#8220; abschlie\u00dfen. Und so entsteht 1998 ihr Debutalbum &#8222;Beautiful Day In The Cold Cruel World&#8220;, unter der Regie von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Deanna+Carter\">Deanna Carter<\/a><\/span>-Produzent Chris Farren.<\/p>\n<p>Beautiful Day In The Cold Cruel World Die CD startet direkt mit dem funkigen Hammerst\u00fcck &#8222;Guilty&#8220; und bietet zw\u00f6lf abwechslungsreiche Songs, allesamt aus der eigenen Feder. Die Scheibe ist sehr von Eeagles-Einfl\u00fcssen gepr\u00e4gt, allerdings ohne damit die eigene Note zu sehr zu \u00fcbert\u00fcnchen. H\u00f6hepunkte sind f\u00fcr mich, neben dem erstgenannten St\u00fcck, das nachdenkliche &#8222;Better Man&#8220;, das selbstironische und f\u00fcr ihren Humor typische Gute-Laune-St\u00fcck &#8222;Just Another Sad Song&#8220;, dass alles andere als traurig r\u00fcberkommt, \u00fcbrigens das einzige St\u00fcck \u00fcber und aus ihrer Beach Club-Zeit und der Abschlusskn\u00fcller &#8222;Nowhere Fast&#8220;, das ein wenig an John Mellencamp erinnert und in echter Manier der gro\u00dfen Songwriter geschrieben ist.<\/p>\n<p>Die CD besticht durch ihren klaren Sound, die sch\u00f6ne Instrumentierung sowie die unglaublich angenehm ins Ohr gehende Stimme von Brett Warren, bei der immer wieder die Assoziation mit Don Henley in meinem Kopf herumschwirrt. Die Resonanz auf dieses tolle Werk l\u00e4sst nicht lange auf sich warten: Es gibt jeweils eine Nominierung f\u00fcr das &#8222;Vocal Duo Of The Year&#8220; von der &#8222;Country Music Association&#8220; als auch f\u00fcr das &#8218;Top New Vocal Duo\/Group&#8216; von der &#8222;Academy Of Country Music&#8220;.<br \/>\nDer Verkauf wird durch gro\u00dfe Touren mit dem <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Faith+Hill\">Faith Hill<\/a><\/span>\/<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Tim+McGraw\">Tim McGraw<\/a><\/span>-Clan und den Dixie Chicks nachhaltig gepuscht.<\/p>\n<p>Eine weitere positive Synergie ist die professionelle Einstellung, die beide mit ihrer Band, laut eigener Aussage, aus diesen &#8222;Majoracts&#8220; f\u00fcr sich und ihre Entwicklung mitnahmen. Darin liegt f\u00fcr mich auch einer der Gr\u00fcnde, warum es beiden gelingt, mit ihrem zweiten Album, &#8222;King Of Nothing&#8220;, die Qualit\u00e4t ihres Erstlingswerkes noch zu toppen.<\/p>\n<p>King Of Nothing Produziert wieder von Chris Farren, diesmal coproduziert von Brett und Brad, neun von elf Songs wieder selbst geschrieben, mit Beteiligung namhafter Leute, wie Bob DiPiero, Danny Wylde (The Rembrandts) und Benmont Tench (Tom Petty &amp; The Heartbreakers). Alles klingt noch einen Tick moderner, rauer und rockiger. Bei den zwei Honky-Tonk-St\u00fccken &#8222;Strange&#8220; und &#8222;It Ain&#8217;t Me&#8220; kommt ihre Liebe zu <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Lynyrd Skynyrd<\/a><\/span>-Songs deutlich zum Tragen. Gerade bei &#8222;It Ain&#8217;t Me&#8220; gl\u00e4nzt Keyboarder Rob Stoney in Billy Powell-typischer Art und im Break nach dem zweiten Refrain k\u00f6nnte man meinen, Johnny Van Zant pers\u00f6nlich w\u00e4re hinters Mikro geschritten.<\/p>\n<p>Bei einigen Liedern wie z.B. &#8222;Do Ya&#8220;, &#8222;Superstar&#8220;, &#8222;That&#8217;s The Beat Of My Heart&#8220;, aus dem Soundtrack zum Film &#8222;Where The Heart Is&#8220; und der gr\u00f6\u00dfte Singleerfolg bisher, oder dem starken Titelst\u00fcck &#8222;King Of Nothing&#8220; dr\u00e4ngt sich komischerweise immer wieder der Vergleich ,Bryan Adams plays New-Country&#8220; in mein Hinterst\u00fcbchen.<\/p>\n<p>Ein weiterer H\u00f6hepunkt: die Killerballade &#8222;Waiting For The Light To Change&#8220;, bei der Brad Warren eine Kostprobe seines vorz\u00fcglichen Gitarrenspiels abliefert.<br \/>\nAlles in allem ein toll gelungenes, sehr abwechslungsreiches Werk mit wunderbaren Gitarrenpassagen und herrlichen Melodien. Auch Brett Warrens wandlungsf\u00e4hige Stimme verleiht der CD ihren besonderen Touch und den erneuten kleinen Kick nach vorne. Man darf schon jetzt auf ihre n\u00e4chste Scheibe gespannt sein, die Messlatte liegt jedenfalls ungeheuer hoch.<\/p>\n<p>Die beiden haben, nach Meinung vieler Experten, bisher dem Anspruch, frischen Wind nach Nashville zu bringen, in allen Bereichen Gen\u00fcge getan und der New Country Musik der heutigen Zeit, gerade auch was ihre Live Shows angeht, die Richtung vorgegeben.<\/p>\n<p>Typisch Brett Warrens Statement in einem Interview dazu, was ihre Art, Musik zu machen bewirken sollte: &#8222;Tanzende, singende und trinkende Leute sowie gutaussehende Girls \u00fcberall, Cowboys, die sich fragen &#8218;Was geht denn hier ab?&#8216;, wenn wir pl\u00f6tzlich Songs von Jimi Hendrix, Stevie Ray Vaughan oder Lynyrd Skynyrd am Ende der Show auspacken, das ist, was wir wollen!&#8220;<\/p>\n<p>The Warren Brothers: Br\u00fcder, die ernste Songs schreiben wollen, f\u00fcr die das Leben aber zu kurz ist, um ernst zu sein. Engel und Bengel gleichzeitig. M\u00f6ge uns ihre flapsig-zwiesp\u00e4ltige, selbstironische Art und ihre tolle Musik noch lange auf diesem hohen Niveau erhalten bleiben. Von mir aus bis in alle Ewigkeit!<\/p>\n<p>P.S.<br \/>\nDie beiden brachten 2004 eine weitere starke CD &#8222;<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/the-warren-brothers-well-deserved-obscurity-cd-review\/\">Well-Deserved Obscurity<\/a>&#8220; heraus (dazu 2005 auch noch eine &#8218;Best Of&#8216;), die in diesem Magazin separat beleuchtet ist.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Beautiful Day in The Cold Cruel World&#8220;<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/WB1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6722 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/WB1.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/WB1.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/WB1-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/WB1-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/WB1-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>RCA Country (Sony Music) (1998)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Guilty<br \/>\n02. Surviving Emily<br \/>\n03. Better Man<br \/>\n04. Greyhound Bus<br \/>\n05. The Enemy<br \/>\n06. Loneliest Girl In The World<br \/>\n07. Cold Cruel World<br \/>\n08. She Wants To Rock<br \/>\n09. I Tried<br \/>\n10. The One I Can&#8217;t Live Without<br \/>\n11. Just Another Sad Song<br \/>\n12. Nowhere Fast<\/p>\n<p><strong>&#8222;King Of Nothing&#8220;<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/WB2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6723 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/WB2.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/WB2.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/WB2-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/WB2-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/WB2-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>BNA Records (2000)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Strange<br \/>\n02. Waiting For The Light To Change<br \/>\n03. Where Does It Hurt<br \/>\n04. Superstar<br \/>\n05. Move On<br \/>\n06. No Place To Go<br \/>\n07. Do-Ya<br \/>\n08. What We Can&#8217;t Have<br \/>\n09. King Of Nothing<br \/>\n10. It Ain&#8217;t Me<br \/>\n11. That&#8217;s The Beat Of A Heart<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/warrenbrothers.com\/\">The Warren Brothers<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/thewarrenbrothersland\">The Warren Brothers bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine weitere Band, die sich, \u00e4hnlich wie die Sons Of The Desert, in angenehmer Weise vom alten Countryklischee &#8222;Meine Frau hat mich verlassen und mein Hund wurde von einem Truck \u00fcberfahren&#8220; abhebt, sind die aus Tampa, Florida, stammenden Warren-Br\u00fcder. Aufgewachsen in &#8222;Amish-People \u00e4hnlicher Art&#8220; &#8211; so gab es bis zum 17. 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