{"id":29487,"date":"2018-11-27T06:30:11","date_gmt":"2018-11-27T05:30:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=29487"},"modified":"2020-03-23T08:27:59","modified_gmt":"2020-03-23T07:27:59","slug":"eamonn-mccormack-25-11-2018-yard-club-koeln-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/11\/27\/eamonn-mccormack-25-11-2018-yard-club-koeln-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Eamonn McCormack \u2013 25.11.2018, Yard Club, K\u00f6ln &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-29494 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Corm_haupt.jpg\" alt=\"Corm_haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Corm_haupt.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Corm_haupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Corm_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Im Rahmen seiner Herbst- Tour machte Eamonn McCormack Halt\u00a0in K\u00f6ln.\u00a0Leider scheint der sympathische Ire dem K\u00f6lner Publikum kein Begriff zu sein, da der Besuch ausbauf\u00e4hig ist. Sch\u00f6n ist an dieser Stelle zu erw\u00e4hnen, dass der Manager\u00a0des Yard Clubs, Marcus Neu, wegen der F\u00e4higkeiten des mittlerweile 56 j\u00e4hrigen McCormack, auch in Zukunft Konzerte mit plant, da er den Grundsatz lebt, dass Qualit\u00e4t sich letztendlich durchsetzt. Eben diese war an diesem Abend zur Gen\u00fcge vorhanden.<\/p>\n<p>P\u00fcnktlich um 20:15 Uhr betrat McCormack mit seiner Band die B\u00fchne in klassischer Blues-Besetzung mit Gitarre, Bass und Schlagzeug, um mit \u201eFrom Town To Town\u201c die Anwesenden auf eine Reise durch den irisch-keltischen Blues zu nehmen, wie er seinen Stil in einem Gespr\u00e4ch nach dem Konzert definierte. Schon beim Opener war seine Affinit\u00e4t zu seinem Vorbild, dem legend\u00e4ren Rory Gallagher, zu erkennen. Gradliniger, zuweilen ungez\u00fcgelter Blues Rock ohne irgendwelche Effekthascherei, vorgetragen von einem McCormack in H\u00f6chstform, mit einer unvergleichlichen Spielfreude, die letztendlich in ein fast zweieinhalbst\u00fcndiges Konzert m\u00fcndete, das die leider zu wenig Anwesenden sprichw\u00f6rtlich von den Hockern der aufgestellten Stehtische riss.<\/p>\n<p>Einen gro\u00dfem Anteil daran hatten auch seine beiden Begleitmusiker, Eddy Karg am Bass und Max Jung Poppe an den Drums, die mit ihrer starken Rhythmusarbeit, die Grundlage f\u00fcr\u00a0viele Uptempo- bis Highspeed-Soli McCormacks lieferten.<\/p>\n<p>Nach einigen Songs gelang McCormack vom Aufbau des Konzertes her ein kleiner Geniestreich. Direkt nach \u201eMissing You\u201c folgte mit \u201eCalling Card\u201c einer der gro\u00dfen Gallagher-Klassiker. Sp\u00e4testens jetzt hatte er alle Anwesenden in seinen Bann gezogen, die teils mittanzend oder nur still genie\u00dfend, den stark arrangierten\u00a0Liedern folgten.<\/p>\n<p>Danach\u00a0kamen mit \u201eFunky Town\u201c und \u201eRock Me Baby\u201c zwei St\u00fccke von \u201eKindred Spirits\u201c, einem zu empfehlenden Album, mit in den 90er Jahren aufgenommenen Liedern, in welchen er von schillernden Gr\u00f6\u00dfen wie Rory Gallagher, Jan Akkerman, Hermann Brood und Keith Donald unterst\u00fctzt wurde.<\/p>\n<p>An das\u00a0klassische Blues-St\u00fcck \u201eNite In The Life Of An Old Blues Singer\u201c\u00a0wurde ein Medley aus alten Rock&#8217;n&#8217;Roll-Highlights angeschlossenf,\u00a0bei dem die Band bewies, dass Blues und Rock sch\u00f6n miteinander verkn\u00fcpft werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nach\u00a0 \u201eWhen You Cross The Line\u201c und \u201eHeal My Faith\u201c, in guter alter Gallagher-Manier vorgetragen, kam es zu einem kurzen Bruch im sonst vor Dynamik strotzenden Konzert. Poppe und Karg verlie\u00dfen die B\u00fchne und Eamonn\u00a0performte mit der Akkustikgittarre und Harp zwei sehr gef\u00fchlvolle Tracks. Einer fast r\u00fchrenden Version des Hendrix Klassikers \u201eAngel\u201c folgte mit \u201eNo Airs And Graces\u201c eine Hommage an sein Vorbild Gallagher.\u00a0Bis auf zwei Besucher,\u00a0die sich munter unterhielten, h\u00f6rten alle vertr\u00e4umt zu, was eine der\u00a0 Anwesenden dazu veranlasste, sie sprichw\u00f6rtlich zusammenzustauchen.<\/p>\n<p>Danach war bis auf das sch\u00f6ne Gitarrenspiel, den harmonischen Gesang und eingestreute Harpkl\u00e4nge nichts mehr zu h\u00f6ren. Manches regelt sich auch oft,\u00a0wenn mal ein Machtwort gesprochen wird&#8230;<\/p>\n<p>Mit \u201eThat&#8217;s Rock&#8217;N&#8217;Roll\u201c nahm das Konzert wieder Fahrt auf, um mit dem Instrumental \u201eMystica\u201c stilistisch kurz vom Blues der Marke Gallagher abzuweichen. Augen zu und man h\u00e4tte meinen k\u00f6nnen, Gary Moore h\u00e4tte mit auf der B\u00fchne gestanden!<\/p>\n<p>\u201cInternet Star\u201d, \u201cLousy Day\u201d und \u201cDown And Out\u201d wurden in bew\u00e4hrter Manier vorgetragen, wobei sich McCormack bei einem Lied\u00a0durchs Publikum bewegte, und scheinbar f\u00fcr jeden Einzelnen ein paar Noten spielte, um mit einer Bierflasche als Bottlenack den Song zu beenden. Mehr Publikumsn\u00e4he bei einem Konzert geht nicht.<\/p>\n<p>\u201eMit My Saving Angel\u201c wurde es noch einmal ruhiger. McCormack\u00a0 setzte sich auf eine Box und trug den Song ohne elektronische Verst\u00e4rkung seiner Stimme leise begleitet von seiner E-Gitarre, den ehrfurchtsvoll lauschenden Zuschauern im Storytelling-Stil vor.<\/p>\n<p>Der Ausklang\u00a0mit den\u00a0Highlights \u201eFalsely Accused\u201c und \u201eShadow Play\u201c, mit einem ausladenden Solo zum Ende, stand wieder ganz im Zeichen Gallaghers.<\/p>\n<p>Als Zugaben legte die Band noch \u201eMoving On\u201c und \u201eJohnny Be Good\u201c nach, wobei Eamonn in einem Refrain dem Johnny noch ein Winter folgen lie\u00df.<br \/>\nNach positiv turbulenten knapp zweieinhalb Stunden verabschiedete sich McCormack vom Publikum, um den geb\u00fchrenden Applaus zu empfangen. Im Anschluss stand\u00a0der Ire f\u00fcr Smalltalks und Fotos am Merchandising-Stand bereit und\u00a0erwies sich trotz des leider geringen Zuschauerzuspruchs bestens gelaunt und erfreut \u00fcber ein ansonsten tolles Blues Rock-Konzert in Yard Club. Er\u00a0gab sich dabei als charmanter Mensch mit dem viel \u00fcber Vergangenes in seiner Karriere aber auch \u00fcber die Gegenwart gekl\u00f6nt werden konnte.<\/p>\n<p>Es ist zu hoffen, dass in der Zukunft, nach diesem fulminanten Auftritt viele Blues Rock-Fans die Chance nutzen, einem solchen Abend beizuwohnen. Mein Dank gilt zudem Marcus Neu, der es wieder m\u00f6glich gemacht hat, dass handgemachte Musik im Yard Club geboten wird. Sowohl\u00a0der Sound- und Licht-Techniker als auch\u00a0der Mann an der Theke, der w\u00e4hrend der Show bei der Band anfragte, ob sie noch etwas zu trinken haben wollen, machten einen hervorragenden Job.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nEamonn McCormack (lead vocals, electric guitars)<br \/>\nEddy Karg (bass)<br \/>\nMax Jung Poppe (drums)<\/p>\n<p>Text und Bilder: Gernot Mangold<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.eamonnmccormack.net\/\">Eamonn McCormack<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/EamonnMcCormackMusic\/\">Eamonn McCormack bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kantine.com\">Yard Club, K\u00f6ln<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen seiner Herbst- Tour machte Eamonn McCormack Halt\u00a0in K\u00f6ln.\u00a0Leider scheint der sympathische Ire dem K\u00f6lner Publikum kein Begriff zu sein, da der Besuch ausbauf\u00e4hig ist. 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